• 11.05.2009

Grüne fordern Eigenversorgung

Zwergenaufstand gegen Energieriesen

Die EnBW blockiert mit juristischen Spitzfindigkeiten den Ausbau effektiver Blockheizkraftwerke. Dahinter steckt die Frage, wer künftig die Macht auf dem deutschen Strommarkt hat.von Ingo Arzt

  • 13.06.2009 17:50 Uhr

    von Martin:

    Wer die Abzocke der Energieriesen EnBW, Vattenfall, RWE, Eon in Bezug auf Gebühren für Netz- und Stromkosten kennt ist froh, dass es Menschen wie Herrn Fuchs gibt, die veruchen dem einhalt zu gebieten - auch vor Gericht - da die EnBW sich weigert BHKW´s an das öffentliche Netz zu nehmen und hierdurch geltendes Recht nicht umsetzten will. Dabei tragen die BHKW´s zur Reduzierung des CO2 ausstoßes bei, welches wiederum ein Ziel/Gesetz der CDU im Land und Bund ist. Und wer jetzt noch weiß, dass das Land BW Großaktionär bei der EnBW ist, könnte den Eindruck gewinnen, die EnBW macht was sie will oder der Schwanz wedelt mit dem Hund. Es kann jeder bei sich zu Hause mal schauen wie alt sein Stromzähler ist und wie oft er die Anschaffungskosten von ca. 60 Euro des geeichten Zählers seinem Strohmkonzern schon überwiesen hat. Nur so nebenbei, die Konzerne kalkulieren ganz offen mit einer Rendite von 20 % allein für ihr marodes Netz und die Milliardengewinne in ihren Bilanzen führen sie unverfroren auch auf Strompreiserhöhungen zurück.
    Wer mehr darüber erfahren möchte sollte sich die Sendung von Frontal 21 anschauen. http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/72746?inPopup=true

  • 17.05.2009 10:10 Uhr

    von harald:

    Wenn der Titel Energieberater nur endlich geschützt würde. Dann dürften sich z.B. Verkäufer von Blockheizkraftwerken nicht auch Energieberater nennen. So zumindest bei H.Fuchs, Verkäufer der Fa. Schetter im Remstal. Geltende Gesetze und VErodrdnungen scheinen den Mann nicht zu interessieren. Er nutzt die Presse um Stimmung zu machen- während Zeitgleich Gerichte über die Fragen entscheiden. Gibt sich die Presse nun her, um öffentlichen Druck ( mit Falschmeldungen erzeugt) auf Gerichte aus zu üben?

  • 11.05.2009 12:32 Uhr

    von Florian:

    Statt endlich die Energiewende einzuleiten, steckt EnBW weiter Milliardenbeträge in neue Kohlekraftwerke: in Dörpen, Karlsruhe, Stade, Düsseldorf, Mannheim ... Doch damit nicht genug, jetzt behindert der Konzern auch den privat finanzierten Ausbau zukunftsfähiger Energien. Da hilft nur eins: kein Geld mehr für den Klimakiller und AKW-Betreiber, sondern wechsel zu einem unabhängigen Ökostromanbieter! Empfehlenswert grade für Baden und Württemberger sind z.B. die Elektrizitätswerke Schönau aus dem Schwarzwald.

  • 11.05.2009 09:39 Uhr

    von kraftkerl:

    Erstaunlich, wie die Konzerne immer wieder versuchen, die einzuschüchtern, die aus dem Kartell ausbrechen wollen. Denn solche Fälle gibt es schon eine ganze Weile (Beispiel:
    http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/22/0,1872,7225590,00.html )

    Immerhin zeigt das, dass die Stromriesen sich von den Stromzwergen tatsächlich bedroht fühlen. Denn in Wirklichkeit tun die Konzerne mit ihren "Verbote" eher bellen als beißen: Versuche, die Selbstversorgung zu unterbinden sind immer wieder gescheitert, nachdem sich etwa die BKWK oder die Bundesnetzagentur eingemischt haben.

  • 11.05.2009 00:22 Uhr

    von Günther:

    Es ist Sache der Justiz, den Willen des Gesetzgebers in der Praxis auch durchführbar zu machen. Es darf der Bürger nicht mit juristischen Spitzfindigkeiten des Energieversorgers alleingelassen werden. Frau Merkel, Sie sind dran.

  • 10.05.2009 22:22 Uhr

    von Maiblume:

    Ja, den Vorschlag der ba-wü- Bündnisgrünen finde ich gut. Nicht kleinkriegen lassen! Mit gezielten Steinschleudertreffern wurde schon so mancher geharnischte Riese zu Fall gebracht.

    Die Energieriesen stecken bis heute noch nicht einmal 3/4, ja nicht einmal die Hälfte ihrer Gewinne in erneuerbare Energie.

    Mit ihren Milliardengewinnen könnten sie z. B. Geothermiekraftwerke bauen. Auch wäre es, um neue Flächenversiegelung zu vermeiden, überlegenswert, die mehr als 12.000 km deutsche Autobahnen auf durchschnittlich mindestens jeden zweiten km mit einem (je nach Windverhältnissen) 1- bis 2,5-MW Windrad zu überbrücken, wobei also der unterste Teil des Sockels eine mehrbeinige Konstruktion ruhen würde, die in die jeweiligen Seitenstreifen und Mittelstreifen an den jeweiligen Stellen eingelassen sind. Dadurch könnten mindestens 6.000 MW, ggf. sogar mehr als 12.000 MW neue Windkraftleistung fast ohne neue Flächenversiegelung installiert werden.

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