• 08.07.2009

Google macht Microsoft Konkurrenz

Browser wird Betriebssystem

Lange Zeit fragte sich die IT-Branche, ob Google direkt gegen Microsoft, Apple und Linux antreten würde. Nun ist es soweit. Doch "Chrome OS" besteht vor allem aus einem aufgeblasenen Browser.von Ben Schwan

  • 10.07.2009 10:45 Uhr

    von shenanigans1983:

    Na bin ich bekloppt? Da versuche ich grade von Google wegzukommen.

    Dass das neue ChromeOS "in Teilen auch als quelloffener Code (Open Source)" von freien Programmieren mitentwickelt werden kann, schafft ja ne ganz neue Vertrauensbasis. Der geschützte Teil greift dann nach wie vor auf meine Daten zu, und installiert tolle Sachen wie "GoogleSoftwareUpdateAgent" -- etwas, das sich nur deinstallieren lässt, wenn ich insgesammt Google Earth runterschmeiße (oder man blockt es einfach mit ner netten Firewall wie LittleSnitch (MacOS)). Jaja, die lieben Leute von Google...


    "Wie das aussehen kann, ist bei Googles Mitarbeitern selbst seit Jahren Standard. Die nutzen für ihre E-Mails Google Mail, für ihre Dokumente, Tabellen und Präsentationen Google Docs, lagern ihre Fotos bei Google Picasa, ihre Videos bei Google YouTube und verwalten ihr Telefon mit Google Voice. All das ist von jedem Rechner der Welt aus mit einem einfachen Browser möglich, weil die dabei entstehenden Daten komplett auf den Servern des Konzerns lagern. Aus dem PC wird damit eine Abrufmaschine. "Die Menschen wollen, dass sie von überall an ihre Daten herankommen", so Google zur Mission von Chrome OS."

    Genau, frisst Sch**** Leute, eine Millionen Fliegen können nicht irren. Die Leute sind erstmal dumm. "Die Leute" stellen auch Tonnen von persönlichen Daten via Facebook, StudiVZ, Twitter etc. ins Netz. In 10 Jahren wird das so mancher bereuen. Das Netz vergisst nicht, und ganz besonders nicht Google. Schon mal versucht bei denen einen Eintrag der persönliche Daten enthielt aus dem Suchkatalog zu löschen? Viel Spaß dabei!

    Unsere Bundesregierung würden vor Neid erblassen, wüsste sie über die BürgerInnen, was Google schon alles weiß.

    Ne danke, Google -- laaame!

  • 10.07.2009 09:07 Uhr

    von Haegarder:

    Wenn man sich vor Augen führt, dass Google über 80% Marktanteil bei den Suchanfragen hält, mit Chrome komplette Netzbewegungsprofile seiner Nutzer erstellen kann, sollte man sich sehr genau überlegen, ob man sich und seine privaten Daten an Google ausliefert. Wir leben in einer Informationsgesellschaft, in der Wissen Macht ist und Google weiß, meines Erachtens zuminderst, schon genug über uns. Also sollten wir doch versuchen die Informationsflüße an Google etwas einzuschränken. Z.B. indem man seine Internetsuchen mit Ixquick erledigt.

  • 09.07.2009 18:13 Uhr

    von Felix Beck:

    Leider nur am Rande wird erwähnt, dass die Firma Google nur Geld verdient, indem sie die Daten der Nutzer protokolliert, speichert, zielgerichtet analysiert und die Ergebnisse – direkt oder indirekt – verkauft.

    Das Betriebssystem funktioniert bei Google wie das Gratishandy beim Mobilfunkvertrag: Es ist die Geldmaschine, die den Umsatz produziert. Open source heißt bei Google quasi, dass die Nutzer ihr Handy auch noch selbst zusammenschrauben und reparieren.

    Sicherlich heißt open-source bei Google nicht Transparenz und Kontrolle über die eigenen Daten, denn die Auslagerung persönlichster Informationen auf riesige Google-Datenfarmen wird ja als Funktion angepriesen.

  • 09.07.2009 16:27 Uhr

    von Bionca Knowless:

    Was hier noch fehlt ist der Hinweis das es möglich ist mehrere Betriebssysteme auf einem Rechner zu haben. Windows z.B. verträgt sich sehr gut mit Ubuntu auf einem Netbook.

  • 08.07.2009 17:00 Uhr

    von werkor:

    "... dass immer weniger Anwendungen lokal, auf der eigenen Maschine laufen." In Wirklichkeit geht es darum, dass immer weniger *Daten* auf der eigenen Maschine gelagert werden. Entfernt ausgeführte Programme sind (aufgrund der billigeren Wartung) nur der Köder, genau wie das Versprechen, dass ausgelagerte Daten sicher seien. Ausgelagerte Daten sind vielleicht sicherer gegen Datenverlust, aber weniger sicher gegen Datendiebstahl und -missbrauch

  • 08.07.2009 16:20 Uhr

    von Thierry Blanc:

    Viel wichtiger als ein neues Betriebssystem ist die Entkoppelung von Hard- und Software beim Kauf: Praktisch alle Notebooks kommen "im Bundle" mit Windows. Eine Rückgabemöglichkeit ist unbedingt erforderlich.

  • 08.07.2009 14:46 Uhr

    von Kai Lüke:

    Nochmal für alle, die es nicht ganz verstehen: Das ist kein Betriebssystem, sondern nur eine Linux-Distribution wie Ubuntu oder Fedora auch. Einziger Unterschied ist eine Kastration auf den Browser Chrome als zentrale Anwendung. Deshalb lieber gleich eine richtige GNU/Linux-Distribution mit einem guten Browser wie dem Firefox verwenden (ist eh vorinstalliert), denn dort gibt es eine Vielzahl von Anwendungs-Paketen, die mit einem Klick installiert werden können und einen vergessen lassen, dass es so etwas wie Microsoft Windows gibt.

  • 08.07.2009 14:38 Uhr

    von Michael K:

    Lieber Redaktion,

    kleine Randanmerkung für die nächsten Versuche: es heißt "Linux-Distributionen", jede dieser Distributionen generiert seine Versionen.

  • 08.07.2009 13:18 Uhr

    von Nigredo:

    "Mit Hinblick auf den Rest der Industrie dürfte äußerst interessant werden, wie Google Chrome OS lizenzieren wird"

    Dann haben diese "Experten" wohl ähnlich wenig Ahnung wie der Autor dieses Artikels, nämlich keine.

    Google selbst schreibt "Google Chrome OS is an open source, [...]" und damit ist auch schon alles gesagt: Chrome OS wird kostenlos sein, höchstens die Supportverträge wird man sich bezahlen lassen - so läuft es auch bei allen anderen Linux-Distributionen und ist durch die Lizenz des Linux-Kernels auch genau so vorgeschrieben.

    Ich freu mich übrigens sehr drauf - auch wenn ichs nie benutzen werde, könnte Chrome OS Linux doch endlich zum verdienten Durchbruch verhelfen.

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