• 20.07.2010

Görlitzer Park wird Obstplantage

Essbare Landschaften

Nachdem aus dem Pamukkale-Brunnen im Görlitzer Park nichts wurde, wollen Anwohner Obstbäume pflanzen, auch zur Selbstversorgung.von Antje Lang-Lendorff

  • 15.09.2010 18:51 Uhr

    von Anette:

    Ich finde das eine wunderschöne Idee (ja, Elstar sollen es sein!). Leider bezweifle ich, dass auch nur ein Baum davon jemals Früchte tragen wird. In der nahe gelegenen Hunsrück Grundschule gibt es einen von Schülern liebevoll angelegten Garten. Leider mussten die Kinder eines Morgens feststellen, dass nachts eine Horde Kinder über den Schulzaun eingestiegen war und den ganzen Garten komplett verwürstet hatte (von Überwachungskamera aufgezeichnet). Im Görli haben Vandalen es noch einfacher, da müssen sie nicht mal über Zäune klettern.

    Vielleicht mag ich pessimistisch sein, ich wohne nur schon sehr lange am Görli und weiß um die zahlreichen Probleme des Parks und deren Besucher.

  • 26.07.2010 12:23 Uhr

    von rahel:

    natürlich haben die obstbäume im görli eher symbolischen charakter, als dass sie den diversen kiezen um den park zur selbstversorgung dienen könnten - das dürfte selbstverständlich sein. dennoch regen sie an, darüber nachzudenken, wie unsere umwelt, unsere "Grün"flächen gestaltet werden können und was wir als anwohner damit zu tun haben, vielleicht auch darüber, was wir essen und wo es her kommt, welche obstsorten es auch noch gibt außer denen im supermarkt...
    und außerdem könnte es ja auch schön sein, im görli ein paar bäume zu pflegen, von denen ab und zu auch eine frucht für einen abfällt - eine obstbaumwiese als kristallisationspunkt von nachbarschaftlichkeit, gartenbau, parkpflege und entspanntem verweilen...

  • 20.07.2010 15:48 Uhr

    von so36:

    Selbstversorgung ist lächerlich. ich hier an Planungen schon erlebt habe ist es ebenfalls. Mehr Bäume-mehr dunkel - mehr Gefahr, daran denkt keiner. Statt eine ordentliche drainage zu konstruieren, das nicht immer alles unter wasser steht, wenns mal ein bißchen geschifft hat. Licht braucht der Park nicht, denn Licht produziert dunkel in der Nacht. Was es braucht sind Planer, die sich die "Wege" der Benutzer ansehen und danach Wege planen statt sinnlose Pfade anzulegen. Die "Autobahn" in der Kuhle war ihr letzter Schrei. - Idioten - Idioten sind es. Schaut euch die Abgänge an der Liegnitzer Str. an, wenn ihr was feststellt habt ihr es verstanden.

  • 20.07.2010 09:33 Uhr

    von JanSebastian:

    Da gibt es diese bezeichnende Randnotiz in der Geschichte der BRD. Es wurde ein Birnenbaum vor dem Bundestag in Bonn gefällt mit der Begründung er gehöre niemand und werde nur von Kindern zum klettern genutzt, die auch des Birnbaums Obst essen.

    Wenn jetzt tatsächlich eine Verwaltung für Obstbäume auf öffentlichen Plätzen ist, dann ist das ein Meilenstein der zivilisatorischen Entwicklung Deutschlands.

    Heureka!

  • 19.07.2010 18:35 Uhr

    von Tobi Wacke:

    schönes projekt, aber das thema selbstversorgung ist ja wohl mehr als lächerlich.
    alleine im angrenzenden wrangelkiez wohnen 12.000 menschen, wie sollen denn alleine diese leute von 20- 30 bäumen "satt" werden...
    metropolen sind zwangsläufig immer auf nahrungsimporte aus dem (bestenfalls) nahen umland angewiesen =(

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