• 19.07.2010

Glühlampen-Ausstellung

Pfui Birne!

Die Energiesparlampe mit ihrem flachen, dumpfen Licht ist ästhetisch ein Schlag in die Magengegend. Die Ingo-Maurer-Ausstellung im Berliner Bauhaus-Archiv plädiert für nackte Glühbirnen.von Tin Fischer

  • 19.07.2010

Glühlampen-Ausstellung

Pfui Birne!

Die Energiesparlampe mit ihrem flachen, dumpfen Licht ist ästhetisch ein Schlag in die Magengegend. Die Ingo-Maurer-Ausstellung im Berliner Bauhaus-Archiv plädiert für nackte Glühbirnen.von Tin Fischer

  • 05.08.2010 19:49 Uhr

    von Bobby K.:

    Wenn man die Nachteile der Energiesparlampen mit denen der Glühbirnen vergleicht, ist die Liste bei den ESl´s deutlich länger.

    Nachteile ESL:
    -Lichtfarbe/Farbspektrum
    -Elektrosmog
    -Quecksilber
    -sehr schlechte Schaltfestigkeit
    -langsames Hellwerden
    -deutlich höherer Herstellungs- und Entsorgungsaufwand
    -hohe Anschaffungskosten

    Nachteile Glühbirne:
    -geringe Effiziens

    Fazit:
    Ich halte gar nichts von den Energiesparlampen. LED´s werden erst interessant, wenn sie deutlich günstiger werden.

  • 19.07.2010 17:30 Uhr

    von AxTex:

    Kohlekraftwerke, Atomkraftwerke -- scheißegal! Hauptsache die Glühbirnen sind ästhetisch.

  • 19.07.2010 17:13 Uhr

    von Gerhard:

    Die klassische Glühbirne wird doch nicht von der Industrielobby via EU verboten, weil sie mehr Energie verbraucht, sondern weil sich mit dem technisch schlichten Produkt einfach keine großen Gewinne mehr einfahren lassen. Sie sind zu billig geworden, zu einfach herzustellen. Ich bin Leuchtstofflampen und -röhren gegenüber durchaus aufgeschlossen und verwende sie seit Jahrzehnten – wo sie hinpassen und lange durchgehend brennen. Aber nicht in meinen Lampen, die ich z. B. dimmen möchte. Und 20 Euro aufwärts bei dimmbaren Energiesparlamen sind mir schlicht zu teuer, wenn ein Leuchter schon 12 Stück davon benötigt. Da tun klassische 15-Watt-Birnen ihren gemütlichen Dienst.

  • 19.07.2010 13:57 Uhr

    von S. K.:

    Bislang gibt es zur guten alten Glühlampe leider keine Alternative. Ich habe mich durch den Wust von sündhaft teuren, scheinbar warmweißen Energiesparlapen durchprobiert, letztendlich aber alle Modelle aus ästhetischen Gründen verworfen und mir einen Vorrat an Glühbirnen angelegt.

    Ein Glühlampenverbot erscheint mir ökölogisch ähnlich sinnfrei wie die Abwrackprämie für alte Autos, rechnet man die enormen Herstellungs- und Entsorgungskosten der "Energiesparlampen" hinzu.

    Den etwas höheren Verbrauch gleiche ich mit der Werbung von neuen Ökostromkunden aus und habe da ein sehr reines ökologisches Gewissen.

  • 19.07.2010 13:21 Uhr

    von Lampinion:

    Ingo Maurer ist ein eher ein Lichtkünstler als ein Beleuchtungsfachmann. Er gestaltet Lichtobjekte. Insofern hat er Exoten-Status. Da sehen wir ihm doch gerne nach, dass er (offenbar) immer noch nicht kapiert, wie der Glühlampenausstieg in der Praxis tatsächlich geregelt ist. Wer als Künstler oder Museumskonservator unbedingt Glühlampen braucht, kann die (mit etwas Bauerschläue) auch weiterhin bekommen. Wobei ich immer dachte, dass das Können eines Designers gerade darin besteht, aus den Dingen etwas zu "zaubern", die aktuell zur Verfügung stehen. Und nicht aus solchen, die es früher mal gab.

  • 19.07.2010 01:21 Uhr

    von Florian:

    Man könnte dieses Glühlampengelaber für Nostalgie halten, aber es ist reine Ideologie. Glühlampen sind Heizungen, die als Abfallprodukt ein bisschen Licht abwerfen. Der Betrieb einer einzigen 100 Watt-Birne kostet 20 Euro im Jahr, zudem ist sie nach nur einem Jahr kaputt. Energiesparlampen brauchen 4-5 Mal weniger Strom, um den selben Zweck zu erfüllen, nämlich einen Raum zu beleuchten. Bei einem Auto würde eine solche Effizienzsteigerung bedeutet: ein Spritschlucker, der 15 Liter/100 km verschwendet, wird zum sparsamen 3-Liter-Mobil.

  • 18.07.2010 21:22 Uhr

    von Norman Frey:

    Was die Ästheten damals wohl gesagt haben, als die Menschen anfingen, Glühbirnen auf ihre Kronleuchter zu schrauben statt Kerzen?

  • 18.07.2010 18:27 Uhr

    von Stefan:

    Glühlampen werden auch in Deutschland noch produziert, das Anwendungsfeld ist aber natürlich stark eingeschränkt. Medizinische und wissenschaftliche Geräte kommen zum Teil nicht ohne aus, und in Anwendungen, wo eine Signalleuchte über Werte oder Menschenleben entscheidet, hat die hochgelobte LED einen Nachteil: man kann ohne den Lichtaustritt als solchen festzustellen nicht erkennen, ob sie im Alarmfalle noch leuchten würde. Eine Glühlampe ist da pflegeleichter.

    In der Raumbeleuchtung werden sich Leuchtstofflampen und LEDs immer weiter durchsetzen, solange die Ressourcen es zulassen - den das Recycling der Rohstoffe aus dem Halbleiterchip in einer LED oder das Zerlegen von ESL ist aufwändig, während die klassische Glühlampe nur aus wenigen, leicht trennbaren Materialien bestand, wird mit den modernen Leuchtmitteln auch immer etwas Elektronik weggeworfen und damit faktisch aus dem Rohstoffkreislauf entfernt, solange das Recycling sich nicht massiv verbessert.

  • 18.07.2010 18:21 Uhr

    von Gosig Mus:

    Spinner. Flaches, dumpfes Licht? Erinnert an das Vokabular von Audiophilen oder Weinkennern (nichts gegen diese Gruppen). Wenn man keine Argumente mehr hat, muss man halt auf metaphorisch-spirituelles Vokabular zurückgreifen. Ich persönlich finde Glühlampenlicht ja zu glatt und temperamentvoll!

    Anständige (kompakte) Energiesparlampen haben eine angenehme Lichtfarbe und einen annähernd so guten CRI wie Glühbirnen. Und selbst wenn sie es nicht hätten: PECH, ein Polo fährt sich auch nicht wie ein Porsche (obligatorische Autoanalogie).

    Das nun ausgerechnet die Menschen aus dem mutmaßlich links-alternativ-grünen Spektrum für die Stromverschwenderlampen Sturm laufen, ist bizarr aber auch nicht untypisch. Dieselben Leute gehen dann gegen Standby am Fernseher und ständig eingestöpselte Netzteile auf die Straße. Und haben vor 10 Jahren wahrscheinlich allen Bekannten von Halogenlampen abgeraten. Lächerlich.

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