• 01.09.2008

Gipfeltreffen in Brüssel

EU droht Moskau

Die EU fordert von Russland einen sofortigen Truppenabzug aus Georgien. Durch die Krise stünden die europäisch-russischen Beziehungen stünden an einem Scheideweg, hieß es aus Brüssel.

  • 30.09.2008 19:34 Uhr

    von Kreuzberg-Jakob:

    Ich begreife nicht, wieso Kosovo immer zum Vergleich herangezogen wird. Die Situation im Kosovo hat doch nun gar nichts mit der im Kaukasus zu tun!
    Oder ist mir da was entgangen? Waren von den Einwohnern des Kosovo die Mehrheit EU-Bürger?

  • 03.09.2008 11:56 Uhr

    von Rainer:

    @baiki
    Du mußt einfach etwas Geduld haben.

    Wenn erstmal Kasparow Präsident von Russland und Borat Präsident von Kasachstan ist und das ganze Öl und Gas an die rechtmäßigen Besitzer (Chevron, Shell etc.) zur steuerbefreiten Förderung zurückgegeben wurde, dann werden auch keine Tiger mehr geschossen, sondern die ganze Gegend wird sich in eine Art Streichelzoo für westliche Investoren verwandelt haben.

    Bis dahin beste Gesundheit

    Rainer

  • 02.09.2008 17:35 Uhr

    von baiki:

    Rainer, ich gebe dir absolut recht, insbesondere Putin ist ein einfacher und ehrlicher Mensch. Der Mann, dem die Söhne vertrauen, die starke Vaterfigur. Da wird nicht lange gefackelt. Stets bereit, den Tiger zu schießen. Regimekritiker - werden aus Versehen erschossen, hunderttausend Tschetschenen - unkompliziert niedergemetzelt. Wer was dagegen hat, ist anti-russisch oder kennt zumindest die ach so gedemütigte russische Seele nicht. Außerdem ist es ja auch schwierig, ein solch großes Land im Griff zu halten, gell? Da fallen dann auch mal Späne. Im übrigen haben wir Europäer die Russen doch sehr gedemütigt, wollten wir sie doch schlicht mit der Realität konfrontieren, dass ihr totalitäres Sowjet-Reich Vergangenheit ist und ihre Nachbarländer auch Öl-Pipelines installieren dürfen.

    Derweil darf Lawrow wahlweise EU-Mitglieder wie Polen mit der Invisiernahme durch Atomraketen drohen oder führende französische Politker als gewissermaßen `geisteskrank´ bezeichnen.

    Im übrigen hat die Presse mit ihrem vorschnellen Kalten-Krieg-Gedöns der russischen Position ganz und gar nicht geschadet. Imaginär kurz vor der Türe zum Atomschutzbunker stehend, ist nun doch so mancher froh, wenn der Russe uns gegenüber Gnade zeigt - sollen sie sich doch notfalls den gesamten Kaukasus einverleiben, war ja alles mal ihres. Und wenn sich der ganze Presse-Stress gelegt hat, freuen wir uns auf den wohlverdienten Winter am warmen (Gas-)Ofen. Vashe zdorovie!
    Das ist wahrhaft subtil.

  • 02.09.2008 10:48 Uhr

    von achja:

    die eu hat im kosovo damals ähnlich agiert wie russland in georgien.

  • 01.09.2008 17:09 Uhr

    von Rainer:

    Man kann also Wahlen mit 97% der Stimmen gewinnen, mit Clusterbomben die eigene Bevölkerung angreifen, Friedensabkommen per Schrapnell kündigen und für diesen Wahnsinn von einem Haufen grinsender Frettchen (siehe Foto) namens EU-Sondergipfel auch noch belohnt werden.

    Putin und Medwedew mögen vielleicht nicht die tollsten oder gar keine Demokraten sein.
    Gegen unsere verlogene West-Nomenklatura wirken sie jedoch wie einfache Menschen, die ehrlich ihre Meinung sagen.

Ihr Name (wird angezeigt):*

Email (wird nicht angezeigt):*

Kommentar* - bitte beachten Sie unsere Netiquette:

Bitte geben Sie hier das Wort ein, das im Bild angezeigt wird. Dies dient der Spamvermeidung Wenn Sie das Wort nicht lesen konnten, bitte hier klicken.

CAPTCHA Bild zum Spamschutz

Wenn Sie auf "Abschicken" klicken, wird ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an taz.de verschickt. Er wird veröffentlicht, sobald einRedakteur ihn freigeschaltet hat. taz.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus ähnlichen Gründen unangemessene Beiträge nicht zu publizieren.

*Pflichtfelder