• 15.03.2010

Gewaltbereite Fußballfans

Brandstifter in der Bannmeile

Das Gros der deutschen Ultras ist friedlich, doch wie der Ausbruch der Gewalt in Berlin zeigt, findet an den Rändern der Szene eine zunehmende Radikalisierung statt.von Christoph Ruf

  • 17.03.2010 12:38 Uhr

    von rumburak11:

    schon schade, wie die medienlandschaft immer wieder die 'moral panics' bedient - und einige 'experten' munter mitmachen: immer wenn irgendwo was negatives passiert, wird berichtet, positives gibt es nur über party-patriotenidioten.
    hier in den kommentaren klang es schon an: gut wäre mal eine hintergrundrecherche, warum gewalt in diversen formen existiert und PUNKTUELL so eskaliert. aber dafür zahlen ja nicht mal der dfb, die dfl oder merkel rechercheprojekte. was soll also die schnellebige medienlandschaftda leisten? stattdessen lässt man unterfinanzierte, sozialpädagogische fanprojekte hilflos rumrudern. die ultras selbst haben kein sprachrohr, dass ihre sicht der dinge erzählt, viele wollen ihre sicht der dinge aus schlechten erfahrungen auch nicht mehr erzählen.

  • 17.03.2010 10:16 Uhr

    von ohje hat recht:

    Abgesehen davon, dass es so einen Platzstrum nicht geben darf, erst recht nicht in der ersten Liga, sieht man schon auf den ersten Blick -fast alle unvermummt, ein Teil der Leute sogar mit Trikot/Fanschal umherlaufend- das diese Aktion zwar hirnrissig, aber alles andere als organisiert oder geplant war. Das der Nürnberger Torhüter den Frust der Leute mit seinen Provokationen noch geschürt hat, hätte man recherchieren können innerhalb von 1 Minute und das ganze sogar mit einem eindeutigen Bild hinterlegen können. Man hätte sich sogar die Mühe machen können die Meinungen oder Aussagen der Berliner Ultragruppen einzufangen und einen fundierten Hintergrundbericht schreiben können -das macht doch den Journalismus der taz im Gegensatz zu anderen aus- !!!

    Schade Schade Schade - Bin gespannt was demnächst über St. Pauli gegen Rostock kommt...Die Hintergründe oder die Pressemitteilung der unheiligen Allianz von Lügner Corny Littmann und der Hamburger Polizei...

  • 16.03.2010 18:12 Uhr

    von Renate:

    Komisch, immer wenn so etwas passiert, wird von gewaltbereiten Ultras und Hools gesprochen. Liebe Presse und Ahnungsloses Volk, ihr scheint es nicht zu begreifen ! Das (zbs. jetzt in Berlin) entäuschte Fans ihre Entäuschung raus gelassen habe. Fans die weder Mühen noch Kosten scheuen, um ihren Verein jedes Wochenende zu unterstützen. Das einzige was ein Fan (egal ob Ultra, Kutte oder Normalo) von den "Stars" auf den Rasen verlangt, ist das sie das auch machen. Aber den Spieler ist das teilweise egal. Viele von den "Stars" denken doch so: "Dann gehen wir halt zu eine anderen Verein wenn's hier nichts wird". Der Verein, ist dehnen egal ! Haubtsache am Monatsende gibts eine fetten Scheck. Ich möchte die Aktionen von Berlin nicht beschönigen auch die Pyroaktione sollten nicht verharmlost werden (siehe Nürnberg) ! Aber verstehen kann ich die Leute (in Berlin) sehr gut, das sie so reakiert haben.
    Noch eine Info für die Presse. Hooligans sind nicht daran interesiert Randale usw. im/um Stadion zu machen (wir sind nicht mehr in den 80zigern). Die Jungs leben sich weit weg von den Stadien aus. Nicht jeder der sich an der so genannten "Randale" beteiligt, ist ein Ultra. Da sind auch sehr viele "Normale" Fans dabei. Aber es klingt halt schöner das Wort "Ultras" oder "Hools" zu verwenden, wenns mal irgend wo im Stadion brennt. Genauso wie bei Naziaufmärschen ja nur Skinheads dabei sind und jeder Punker ein Steinewerfer ist.
    Das es so in der Presse abläuft liegt aber nicht an der Presse allein. Die meisten Leser, lesen in den Zeitungen ja nur noch die "Aktion" sparten. Hintergründe usw. interessiert niemanden mehr. Haubstsache es knallt irgend wo .

  • 15.03.2010 18:30 Uhr

    von joHnny:

    warum wieder keine berichterstattung
    von den sportlichen spitzenleistungen
    bei den paralympics 2010 in vancouver?

  • 15.03.2010 15:43 Uhr

    von Ultras no Hools !:

    Ich weiß nicht, was ihr am Redakteur so zu bemängeln habt ? Ich finde der Autor dieses Artikels bringt es gut auf den Punkt:
    Egal wie viel schöne Seiten es an Ultrá gibt, egal wie viel Geld Ultras für ein soziales Projekt sammeln, solange die Gewaltbereitschaft der "Ultras" nicht abnimmt, wird der Staat die Repressalien erhöhen und Ultras werden in der Gesellschaft weiter nach unten rutschen.
    Die Gewalt ist das aller, aller größte Problem dieser Subkultur, nicht etwa Pyromanie oder sonstiges.
    Frankfurt lebt dieses Beispiel hervorragend vor. Diese Leute verlagern ihren Standpunkt vom Stadion aus immer weiter in Richtung Straße. Ihr Support nimmt ab - dafür aber nehmen ihre kranken Psycho-Spiele auf der Straße zu .. und trotzdem schreiben sie sich "Ultras" auf die Fahnen ? Versuchen die denn wirklich noch die Ideale der Ultrákultur zu verkörpern ? Nein!

    Kommen wir zu dem nächsten Problem, das angesprochen wurde: Pyromanie.
    Doch wieso wird Pyromanie eigentlich als ein großes Problem gesehen ? Das weiß wohl nur der Staat und die Legislative ganz allein.
    Denn gucken wir doch mal nach Süd- und Osteuropa. Bengalen und Rauchtöpfe stehen/standen dort bei Ligaspielen an der Tagesordnung, ohne Probleme. Man hatte nur den Auftrag, vorher beim Verein anzukündigen, wann, wo und wie viel man an Pyroartikeln verbrennen wollte. Es gab keine Verletzungen, weil man Verantwortung für Bengalen und derlei übernahm.
    Wenn man rational denkt, erkennt man doch, dass das einzige Problem beim Abfeuern von bengalischen Artikeln die Kriminalisierung ist. Denn so hat man darauf zu achten, dass niemand beim Zuenden eines Bengalos erwischt wird und so strafrechtliche Konsequenzen auf sich zieht.
    Wenn man doch einfach mal Pyro für ein paar Spiele legalisieren würde und wirklich zu 100% auf Böller á la La Bombas verzichten würde, haette man auch diesen Prozess friedlich (!) aus der Welt geschafft.
    An dieser Stelle will ich die Doppelmoral der deutschen Presse mal außer Acht lassen. Ich denke jeder normal - denkende Mensch bemerkt, dass es nicht sein kann, auf der einen Seite von "südländischem Flair" zu sprechen und auf der anderen Seite von "Werder Chaoten".


    Ultras! No Hools !

  • 15.03.2010 14:30 Uhr

    von SaNd:

    Schade, ich hatte mir von der TAZ mehr erwartet. Dies ist leider BILD-Niveau! Beim nächstenmal bitte erst die Fackten recherchieren, dann schreiben. Nicht einfach blind bei den Kollegen vom Springerverlag abschreiben. sand

  • 15.03.2010 13:19 Uhr

    von Farun:

    Vielleicht kommt ja mal jemand darauf, dass die zunehmende Hool-Gewalt auch etwas mit der sich verschärfenden sozialen Problematik zu tun hätte.

  • 15.03.2010 12:12 Uhr

    von ohje:

    Gewaltbereit, Ultras, Hools. Ohje, da werden Worte benutzt deren Bedeutung dem Author offensichtlich völlig unbekannt sind. Nach lektüre des Artikel beschleicht mich das Gefühl der Author hält auch Oi für einen Ausruf der rechten Szene. Arg viel weniger Wissen und Kompetenz ist kaum in einen Beitrag möglich.

    Allein die Tatsache dass die Herren Fussballfans es nicht für nötig erachtet haben sich zu vermummen dürfte auch dem Aussenstehenden zeigen dass dies nichts anderes als eine Geste der Verzweiflung war.

  • 15.03.2010 11:12 Uhr

    von SunshineReggae:

    darf man das so verstehen, daß dieser angriff, panilk, volksturm gesteuert wird, damit die billigfans ruhe geben oder hält mensch die kommerzialisierung dieses sports in form eines heruntergwirtschafteten abstiegsclubs nicht mehr aus?

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