Gewalt gegen Lesben und Schwule in Budapest
Rechte stürmen Homo-Parade
Rechtsradikale attackieren lesbische und schwule Aktivisten. Dabei werden acht Personen verletzt. Die EU-Abgeordnete Katalin Levai beklagt: Die Intoleranz in Ungarn ist beschämend.von Ralf Leonhard
Leserkommentare
09.07.2008 09:56 Uhr
von willy:
"In den realsozialistischen Ländern war Homosexualität ein Straftatbestand. Nach der Wende wurden die Gesetze gelockert."
Wie bitte? Ich kann mich nicht erinnern, dass z.B. in der DDR nach 1969 und einigen anderen realsozialistischen Ländern Homosexualität strafbar war. Homophobie hat doch wohl andere Ursachen!
07.07.2008 11:39 Uhr
von Ulrich Becker:
Tja is' echt nicht verwunderlich, dass sich die ungarischen >Machos| so dermaßen vor jeglicher schwuler und lesbischer Aktion fürchten.
Es ist wie immer: die kleinen von Mama verzärtelten und von Papa gedemütigten Machos, damit meine ich die gewaltbereiten Randalierer, können es nicht verwinden, dass es auch andere Werte als die gibt, die sie Kennnen -falls das denn tatsächlich welche sind_
Vor lauter angst, ein anderes Leben könnte besser sein, als ihre von gewalthaltiger sexistischer Wut zerfressenen Existenzen, müssen sie auf alles einschlagen was anders zu sein scheint.
Traurig, traurig
bis demnchst
07.07.2008 10:20 Uhr
von Dowanda:
Wollte Ende dieses Jahr nach Budapest auf ein verlängertes Wochenende.
Ist in dem Fall gestrichen. Wer mich brennen sehn will, der braucht auch mein Geld nicht.
07.07.2008 10:15 Uhr
von Michael Bolz:
Katalin Leval hat nur teilweise Recht. Es ist beschämend. Das ist aber auch alles. Da, wie hier, wie sonstwo auch - die Reaktionen sind ähnlich, wenngleich es anderswo liberaler zugehen mag wie in Deutschland. Ansatzweise. Man gewinnt im Zuge der Inflation die immer noch niemand Rezension nennen mag überhaupt den Eindruck,es hätte sich in 2000 Jahren nicht viel verändert. Vielleicht sollte man einmal darüber nachdenken: So viel Zeit vergangen, so wenig Veränderung - worüber sich streiten lässt, zweifellos; kommt drauf an, worüber. Darüber, dass die Menschen sich immer noch mit Ängsten und Befürchtungen plagen, die 2000 Jahre oder älter sind, lässt sich nicht streiten, es lässt sich nur belegen.
Und wir erleben derzeit eine Kompensation dieser subtilen Unfähigkeiten aus einem Grund: Globalisierung. Es geht einfach grad alles zu schnell und wenn es das nicht allein ist, kommt noch dazu, dass das alles nicht um der Menschen willen, sondern einer Struktur, eines Systemes willen passiert, dem wir gezwungen sind uns anzupassen - die Globalisierung - dem Kapitalismus.
Die Reaktionen zeigen zum Teil, wie unmenschlich das verläuft.