• 12.08.2009

Gesundheitsdebatten-Chaos in den USA

Hakenkreuz und Grabstein

Hitzig wird in den USA die geplante Gesundheitsreform diskutiert. Gegner bezeichnen sie als "Todes-Gremium", schmieren Hakenkreuze an Bürotüren und werden handgreiflich.von Adrienne Woltersdorf

  • 17.08.2009 09:45 Uhr

    von Ralf Lankeshofer:

    Wenn dann erst die US_Neocons hunderte gewaltbereite 'Demonstranten' zu Sitzungen von Obama Anhängern karren, und es hinterher zu massiven Gewaltakten kommt um missliebige Meinungen zu unterdrücken, dann haben die US_Konservativen das demokratische Diskussionniveau der deutschen Linken erreicht

  • 13.08.2009 19:23 Uhr

    von Berthold:

    Solange Kranke und Schwache keine Krankenversicherung haben, sterben sie früher - ein ebenso primitives wie raffiniertes Euthanasieprogramm der US-amerikanischen "Republikaner", die solche an die Nazis erinnernde biologistische Denke dann den "Demokraten" anlasten. Sehr verwirrend, aber typisch Projektion.

  • 12.08.2009 19:18 Uhr

    von Andreas Rosenthal:

    Tja, wir sollten uns echt das Bildungssystem der Staaten zu eigen machen. Das kommt dann raus und die CDU kann nur profitieren.

  • 12.08.2009 17:13 Uhr

    von noevil:

    Wenn man diese hysterischen Volkstöne aus den USA hört, kommt man aus dem Kopfschütteln nicht mehr heraus. Kann man denn den Leuten nicht den Unterschied erklären zwischen 'sozial' und 'sozialistisch'? Selektive Wahrnehmung scheint dort ganz besonders ausgeprägt zu sein. Man liest anscheinend nur das, was man in ein passendes Feindbild integrieren kann. Addiert man dies dann auch noch mit fehlendem Leseverständnis, dann kommt die Volksseele schwupp-di-wupp zum Kochen und kocht genau das brisante Süppchen, das ihm von der Pharma-, Ärzte- und Versicherungslobby in trauter Einheit mit dem konservativen Gegner vorgesetzt wird.

    Wie kann man sich nur derart benutzen lassen, das fragt jemand aus einem Volk, das sich in der Vergangenheit auch schon benutzen lassen und die Finger noch viel viel schlimmer verbrannt hat? Deshalb rufen ähnliche Vergleiche aus den USA hier auch solch heilloses Entsetzen hervor. Haben denn diese Leute überhaupt von nichts eine Ahnung, möchte man sich fragen.

    Wissen die Leute dort eigentlich, dass hier viele mangels Zahlungsfähigkeit aus den Privatkassen Hinausgekündigte sich fast vor Freude überschlagen haben, als sie bei uns in Deutschland endlich per Gesetz in den Genuss einer preiswerten Krankenversicherung kamen? Präsident Obama wird diese Melange hoffentlich nicht unterschätzen und rasch handeln, bevor es zum Flächenbrand kommt.

    Man fasst sich schon an den Kopf: Wie viele Jahre - insbesondere seit der Bush jun.-Zeit - wurde dem Rest der Welt der solidarische selbstlose und nächstenliebende US-Bürger als vorbildhaft gezeigt? Nun sieht man, wie nervlich zermürbte Menschen, die vor Kurzem noch von Börsenjunkies um ihre Alterssicherung gebracht wurden, sich nun auch noch von perfiden Interessengemeinschaften, die gar nicht die ihren sind, missbrauchen lassen.

    Nutzt denn nicht einmal eine Gegenüberstellung der derzeitigen Situation mit der, die geschaffen werden kann - und wenn man sie per Plakat an jeden verfügbaren Baum tackert und jemanden danebensetzt, der es zur Not vorliest und erklärt? Tröstet es, dass es das Internet gibt und die Regierung es zu nutzen versteht? Aber dann bitte jetzt und mit Vollgas - CO2-neutral, versteht sich!

  • 12.08.2009 14:33 Uhr

    von rot:

    die pharmaindustire und die ärzte werden milliarden in die kampagne stecken und ihre söldner marschieren schon. das trauruige ist, dass jährlich tausende sterben nur weil die weiter verdienen wollen. das teuerste gesundheitssystem der welt hat ja nicht nur verlierer...

  • 12.08.2009 13:24 Uhr

    von Britt:

    Tja, nicht umsonst sind bereits Clinton & Clinton an der Reformierung des US-Gesundheitssystems. Ich wünsche mir natürlich, dass Obama sich durchsetzt, habe aber offengestanden nicht viel Hoffnung. Leider war von Anfang an zu befürchten, dass viele von Obamas Plänen Schall und Rauch bleiben, weil sie in Amerika nicht durchzusetzen sind.

  • 12.08.2009 13:13 Uhr

    von Kommentator:

    Übel:

    systematische hetze gegen alles, was kollektiv rational ergo sozial gerecht ist.

    da sieht man einen atomismus von menschen, die sich in weiten teilen einfach nur alle todfeindlich gesinnt sind: menschen, die nur aus ellenbogen und strategie bestehen.

    Behinderte Babies werden mit Lügen vernküpft instrumentalisiert, aus Bismarck wird Hitler und Sozialdemokratie meint Stalinismus.

    "Sozial Gerecht = Sozialismus = Stalinismus = Nationalsozialismus = Teufel" klackert es da in manchen durch Jobmentalität, Konsumerismus und mangelndem Niveau (Bildung, Medien) zerschrumpften Hirnen.

    Nicht, dass das bei uns nicht auch so ist, nur bei uns hält man (zum Glück) einfach seine Fresse und wählt halt die Falschen.

    Liebe "linke" und "rechte" Necons: Die ist kein Antiamerikanismus, es ist die Kritik der Symptome der Krankheit, die ihr "Totalität" oder "Fortschritt" nennt und in Reinform (USA) so geil findet.


    Freiheit statt Angst - Bürgerrechte und Teilhabe statt marktradikalem Terror!

  • 12.08.2009 12:53 Uhr

    von emma:


    schnipp-schnapp schrieb:

    "(...)Auch hierzulande wird ja heftig daran gearbeitet, das intellektuelle Niveau auf den Hund zu bringen - was man hier ja tagtäglich sehen kann.

    Denn - ich bin mir sicher - irgendwo steckt da der Muslim dahinter - und ist die AOK nicht auch eine Form der Scharia?"

    du wirst dich bestimmt richtig amüsiert haben, deinen ironisch angedeuteten kommentar abzuschicken...

    was willst du denn mit deinem teil-ironisierten kommentar jetzt eigentlich (mal wieder) sagen?

    dass muslime jetzt die neuen und prototypischen sündenböcke seien, und heutzutage "den" juden von damals ablösen, wenn du hier schon ausdrücklich von "dem" muslim sprichst?

    aber so offen würdest du dich (noch nicht) äußern wollen, nicht wahr?!

    und der erste teil deines kommentars bestätigt (mal wieder) deine qualifikationen zum aufmerksamen und völlig ideologiefreien leser!
    (vorsicht: ernst gemeint, nein, vorsicht: ein bißchen ironie! na, was denn nun?)


    p.s. du bewegst dich ja mal ein bißchen außerhalb der taz-nah-ost kommentarwelt...

  • 12.08.2009 12:03 Uhr

    von Overlord62:

    Mal davon abgesehen, dass es um beinharte wirtschaftliche Interessen geht, ist man als " alter " Europäer immer wieder überrascht, dass die Amis gefühlsmässig immer noch mit ihrem Planwagen an der Frontier längszuckeln.
    Da zog man sich auch Indianerpfeil und Backenzahn selbstständig aus dem gepeinigten Körper.
    Angesichts der komplizierten und teuren Gemengelage inm amerikanischen Gesundheitssystem sollte man davon ausgehen, in den USA lauter bewusst lebenden Menschen zu begegnen.
    Allein,die von Hotdogs und Burgern verfettete Wahrheit sieht anders aus.
    Die hält nur die Angst vor dem Sozialismus noch am leben.

  • 12.08.2009 11:08 Uhr

    von schnipp-schnapp:

    Von Amerika lernen heisst siegen lernen.

    Nach einhundert Jahren voll-privatisierter Medien erscheint mir die Hsyterie der Amerikaner nicht als besonders verwunderlich.

    Auch hierzulande wird ja heftig daran gearbeitet, das intellektuelle Niveau auf den Hund zu bringen - was man hier ja tagtäglich sehen kann.

    Denn - ich bin mir sicher - irgendwo steckt da der Muslim dahinter - und ist die AOK nicht auch eine Form der Scharia?



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