Nach dem Bericht vom WWF zeigt sich: Der Klimawandel ist nicht das einzige Problem. Der ökologische Fußabdruck wächst, die biologische Vielfalt nicht.von Felix Werdermann
"Beispiel Wasser: Jedes Kilogramm Rohrzucker benötigt etwa 1.500 Liter Wasser. Das bedeutet für jeden Einzelnen: Täglich 100 Liter Wasser für den Zuckerkonsum." Falsch, das bedeutet es nicht. Wenn der Zucker aus Zuckerrüben kommt ist es anders. Außerdem ist die Frage des Transports dabei noch ausgeblendet. Aber das ist noch eine Kleinigkeit zu einer anderen viel grundlegenderen Schwäche der Studie:
Bei der Berechnung der "ökol. Fußabdrücke" verschiedener Länder werden von Atomanlagen nur gewisse Werte von CO2 Emissionen kalkuliert, und z.B. unterstellt, dass kein einziges jemals einen großeren Unfall hat und der Müll mehr als 1 Mio Jahre keinerlei weitere Probleme mit sich bringt. Die CO2 Emissionen, die Maßnahmen der schnellen Evakuierung von Zehn- oder Hunderttausenden von Menschen verursachen würden, wären dabei noch die harmlosesten Folgen im Vgl. zur radioaktiven Verstrahlung und deren Folgen. Da die mit der Atomenergie verbundenen Risiken aber gar nicht eindeutig im Voraus berechenbar sind, sind sie auch nicht einfach vergleichbar mit anderen Dingen wie z.B. dem CO2 Ausstoß von Kohlekraftwerken. Damit ebenso wenig objektiv aufrechenbar ist der "Fußabdruck", den genmanipulierte Organismen (z.B. Pflanzen) darstellen, ebenfalls Giftstoffe (Pestizide etc.). Oder wie steht es mit dem Cadmium, das große Lkw durch Reifenabrieb freisetzen? Es kommt meines Wissens überhaupt nicht vor! Dabei wäre es für sich allein schon ein Argument für die Verlagerung des Transports auf die Schiene - zumindest wenn die Bahn mit Elektrizität aus Erneuerbaren Energien fährt.
Bei den Länderrankings ist außerdem zu bedenken, dass Länder in kälteren Gegenden auch ohne große Verschwendung bei gleichem Komfort mehr Heizenergie brauchen (wie auch immer sie diese gewinnen). So kann dann z.B. Frankreich gegenüber Deutschland an anderen Punkten viel verschwenderischer sein, ohne dass dies im Vgl dann auffälllt, denn die geringere nötige Heizenergie gibt einen gewissen Vorsprung. Das ist freilich kein Fehler der Studie, sondern höchstens einer von falschen Schlüssen daraus (z.B. wenn jmd. aus der Provence zu jmd. in Sachsen sagen würde: Nimm Dir ein Beispiel an mir! ICH brauch im Winter fast keine Heizung - sogar ohne große Wärmedämmung!)
Damit will ich aber den WWF keineswegs schlechtmachen und auch die Studie hat viele gute Anregungen.
30.10.2008 12:14 Uhr
von klaus005:
was ist dies für ein konfus und sprunghaft geschriebener artikel. vielleicht hätte man es bei der überschrift belassen sollen oder daraus einen schwerpunkt über mehrere seiten machen sollen
Leserkommentare
30.10.2008 16:02 Uhr
von snowie:
"Beispiel Wasser: Jedes Kilogramm Rohrzucker benötigt etwa 1.500 Liter Wasser. Das bedeutet für jeden Einzelnen: Täglich 100 Liter Wasser für den Zuckerkonsum." Falsch, das bedeutet es nicht. Wenn der Zucker aus Zuckerrüben kommt ist es anders. Außerdem ist die Frage des Transports dabei noch ausgeblendet. Aber das ist noch eine Kleinigkeit zu einer anderen viel grundlegenderen Schwäche der Studie:
Bei der Berechnung der "ökol. Fußabdrücke" verschiedener Länder werden von Atomanlagen nur gewisse Werte von CO2 Emissionen kalkuliert, und z.B. unterstellt, dass kein einziges jemals einen großeren Unfall hat und der Müll mehr als 1 Mio Jahre keinerlei weitere Probleme mit sich bringt. Die CO2 Emissionen, die Maßnahmen der schnellen Evakuierung von Zehn- oder Hunderttausenden von Menschen verursachen würden, wären dabei noch die harmlosesten Folgen im Vgl. zur radioaktiven Verstrahlung und deren Folgen. Da die mit der Atomenergie verbundenen Risiken aber gar nicht eindeutig im Voraus berechenbar sind, sind sie auch nicht einfach vergleichbar mit anderen Dingen wie z.B. dem CO2 Ausstoß von Kohlekraftwerken. Damit ebenso wenig objektiv aufrechenbar ist der "Fußabdruck", den genmanipulierte Organismen (z.B. Pflanzen) darstellen, ebenfalls Giftstoffe (Pestizide etc.). Oder wie steht es mit dem Cadmium, das große Lkw durch Reifenabrieb freisetzen? Es kommt meines Wissens überhaupt nicht vor! Dabei wäre es für sich allein schon ein Argument für die Verlagerung des Transports auf die Schiene - zumindest wenn die Bahn mit Elektrizität aus Erneuerbaren Energien fährt.
Bei den Länderrankings ist außerdem zu bedenken, dass Länder in kälteren Gegenden auch ohne große Verschwendung bei gleichem Komfort mehr Heizenergie brauchen (wie auch immer sie diese gewinnen). So kann dann z.B. Frankreich gegenüber Deutschland an anderen Punkten viel verschwenderischer sein, ohne dass dies im Vgl dann auffälllt, denn die geringere nötige Heizenergie gibt einen gewissen Vorsprung. Das ist freilich kein Fehler der Studie, sondern höchstens einer von falschen Schlüssen daraus (z.B. wenn jmd. aus der Provence zu jmd. in Sachsen sagen würde: Nimm Dir ein Beispiel an mir! ICH brauch im Winter fast keine Heizung - sogar ohne große Wärmedämmung!)
Damit will ich aber den WWF keineswegs schlechtmachen und auch die Studie hat viele gute Anregungen.
30.10.2008 12:14 Uhr
von klaus005:
was ist dies für ein konfus und sprunghaft geschriebener artikel. vielleicht hätte man es bei der überschrift belassen sollen oder daraus einen schwerpunkt über mehrere seiten machen sollen