• 03.03.2010

Gen-Kartoffel Amflora

Es ist angerichtet

Erstmals ist der kommerzielle Anbau der Gen-Kartoffel EU-weit erlaubt. Ob die Knolle nur industriell genutzt wird, bleibt fraglich.von Daniela Weingärtner

  • 03.03.2010 14:29 Uhr

    von Grünschnabel:

    Zum Thema "Deutschland genehmigt den Anbau von Genmais nicht": Laut Homepage des Bundeslandwirtschaftsministeriums wurde in Deutschland 2008 auf 3000 Hektar gentechnisch veränderter Mais angebaut.

  • 03.03.2010 12:54 Uhr

    von Tilman Kluge:

    >Im Folgejahr dürfen keine genfreien
    >Kartoffeln auf einem Amflorafeld angebaut
    >werden.

    Das ist eine Bestimmung, die leicht einzuhalten sein wird. Denn genfreie Kartoffeln gibt es nicht und hat es nie gegeben.

  • 03.03.2010 12:36 Uhr

    von rauhfuß:

    Schaut man sich anderer Zeitungen Kommentarseiten zu dieser Meldung an könnte man den vagen Verdacht bekommen, die Gentechlobby habe bezahlte Kommentarschreiber, deren Aufgabe es ist kritische "Panikmacher" mit ihrem "Fachwissen" nieder zu kommentieren. Nicht, dass ich diesen ehrlichen am Allgemeinwohl orientierten Agrokonzernen das zutrauen würde...

  • 03.03.2010 11:00 Uhr

    von Claudia:

    Da regt man sich über Antibiotikaresistenzen auf und verpasst die eigentliche Sensation: Im Folgejahr dürfen keine genfreien Kartoffeln auf einem Amflorafeld angebaut werden.
    Werden im "genfreien" Universum noch Gentechniker benötigt oder hat sich das Problem damit von selbst gelöst?

  • 03.03.2010 10:39 Uhr

    von vantast:

    Ich hoffe sehr, daß die Kartoffelgene sich daran halten, nur für industrielle Nutzung da zu sein. Nicht auszudenken, sie würden sich mit eßbaren Fremdgenen paaren! Das Problem ist wohl, daß man neben jede Kartoffel einen Bayer-Manager stellen müßte, der das züchtige Verhalten überwacht und seinen Aktionären mitteilt.

  • 03.03.2010 08:17 Uhr

    von Bea:

    Bitte sorgfältiger recherchieren. Als "Lebensmittel" (d.h. zur Verzehrung durch den Menschen) ist Amflora nicht zugelassen, und das war auch nie der Plan.

  • 02.03.2010 23:39 Uhr

    von Ein neutraler Wissenschaftler:

    Ich bin selbst Molekularbiologe und damit vom Fach. Ich kann nach dem aktuellen Wissensstand keine Gefahr für Mensch und Natur durch den Anbau solcher Produkte ausmachen.

    Jetzt kommt jedoch das grosse "Aber":
    Man kann nur feststellen: "Nach dem aktuellen Wissensstand". Das Problem ist, dass niemand weiss welche Faktoren, welche Steuerungsebenen bisher noch gar nicht entdeckt worden sind.
    Das Argument, die natürliche Zuchtwahl würde ja genauso funktionieren - langsamer und ineffizienter, aber genauso - zieht nicht. Genau aus diesem Grunde, dass einfach andere Methoden als bei der Zuchtwahl verwendet werden.

    Und im Gegensatz zur Kontermination mit chemischen oder nuklearen Giftstoffen haben wir es hierbei mit Leben zu tun. Das heisst, das Ganze kann sich weiterverbreiten und ist nicht auf eine einmal eingebrachte Giftmenge begrenzt. Vielmehr besteht die Möglichkeit einer exponentiellen, irreversiblen Vervielfachung.

    Auch das Argument, wir verlören wissenschaftlich den Anschluss, zieht nicht. In der "Roten Genetik" fuer medizinische Anwendungen (unter relativ kontrollierten Bedingungen in relativ abgeschlossenen Systemen) kann man auch ohne besagte Freilandproduktion federführend bleiben.

    Zurück zu dem oben Gesagten: Das Problem ist, dass niemand weiss welche Faktoren, welche Steuerungsebenen bisher noch gar nicht entdeckt worden sind. D.h., das Unwissen geht gegen Unendlich
    Damit wird das Ganze zu einer wissenschaftstheoretischen oder sogar philosophischen Debatte - was jedoch nichts an der existierenden reellen Gefahr aendert.

    Jeder, der behauptet, das Ganze wäre wissenschaftlich abgesichert, lügt.

    Jeder der behauptet, das Ganze wäre wissenschaftlich abgesichert, sollte zumindest mit seinem persönlichen Vermögen dafür haften (als Minimalstforderung).

  • 02.03.2010 20:59 Uhr

    von Denkmal:

    In manchen Ländern sind Felder mit genmanipulierten Pflanzen einfach in Flammen aufgegangen.

  • 02.03.2010 20:22 Uhr

    von Juergen K:

    Antibiotika-Resistenzen,
    die an Schweine verfüttert werden dürfen.

    Effektiver wäre nur die Verabreichung mit dem Grippemittel gewesen.

    Genial wäre noch die Aktivierung mit einem Trinkwasserzusatz;
    dann könnte man Arbeitslosigkeit regional auslöschen.

  • 02.03.2010 18:54 Uhr

    von Alexander:

    Gibt es denn keine EU-weite Petition, um Dalli zum Rücktritt zu bewegen und die Knolle aus dem Verkehr zu ziehen? Höchste Zeit dafür!!!!

  • 02.03.2010 17:40 Uhr

    von knut Knutsen:

    Diese ........!!!
    Erst mon810 und nun das...kein Wunder wenn Nationalisten in Regierungen sich festsetzen oder sind die Regierungen vieleicht...?
    Es ist traurig ,erschreckend und widerlich wie eine winzige Clique manipuliert und ihre egoistische Ziele gegen die mehrheit der menschen "komme was wolle" verwirklichen!
    brave New Wolrd nur ohne Soma in dem Sinne...

  • 02.03.2010 17:37 Uhr

    von Greenpeace Blog:

    Dass die Amflora nach dreizehn Jahren kurzerhand durchgewunken wird, ist ein Skandal, vor allem angesichts der Verfügbarkeit von Amylopektin-Kartoffeln, die ohne Gentechnik auskommen. Das Bundeslandwirtschaftsministerium und Ministerin Aigner müssen nun den Druck der Verbraucher zu spüren bekommen und dafür sorgen, dass der Anbau der Kartoffel in Deutschland gestoppt wird. Hier können Sie Aigner & Co. einen Denkzettel schreiben:
    http://www.greenpeace.de/stoppt-gentechnik

    http://blog.greenpeace.de/

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