• 18.07.2009

Gelöbnis-Gegner im Interview

"Protest ist kein Ritual"

Martin Frings (25) will ein lautes Zeichen gegen das Gelöbnis setzen. Die Bundeswehr hält der Krankenpfleger für ein Kriegsinstrument.von Konrad Litschko

  • 20.07.2009 11:26 Uhr

    von Militarist:

    Dermaßen, wohlwollend betrachtet, idealistisch verblendet ist Herr Frings, das es schon weh tut. Das deutsche Parlament, das bürgerliche Gesetzbuch, Gerichte und viele weitere Institutionen dieses Landes stehen auch in einer Traditionslinie zum Kaiserreich und dem Dritten Reich. Diese wurden genau wie die Armee pervertiert und zu schrecklichen, menschenverachtenden Zwecken missbraucht. Heute leben wir in einer, sicherlich nicht perfekten, aber funktionierenden Demokratie, die auch die Bundeswehr kontrolliert und lenkt. Wenn Herr Frings in diesem Zusammenhang von Kriegsinstrument spricht, nennt er nächste Woche das Bundesverfassungsgericht den Volksgerichtshof, den Bundestag Hitlerwählverein und das BGB Rassengesetzte. Insofern höhlen genau solche Nomenklaturen unsere Demokratie aus und bereiten Extremisten den Weg! Bravo, Herr Frings!

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