Weltkulturen Museum , Frankfurt am Main

GESAMMELT. GEKAUFT. GERAUBT? Fallbeispiele aus kolonialem und nationalsozialistischem Kontext

Wie kamen Anfang des 20. Jahrhunderts Ahnenfiguren aus Nias auf den europäischen Kunstmarkt? Weshalb konnte das Museum Anfang der 1940er Jahre in Paris und Amsterdam ‚günstige‘ Ankäufe machen? Handelt es sich bei einem Waffengurt aus Südafrika um Kriegsbeute?

Das sind nur einige Fragen, die bei der Auseinandersetzung mit der hauseigenen Sammlung aufkommen. Bei vielen Objekten ist der Weg ins Museum unklar und der Erwerbskontext kaum dokumentiert. In der Ausstellung GESAMMELT. GEKAUFT. GERAUBT? werden diese Fragen anhand von ausgewählten Fallbeispielen aus kolonialem und nationalsozialistischem Kontext beleuchtet. Die in der Ausstellung gezeigten Objektgeschichten machen deutlich, wie wichtig eine langfristige Auseinandersetzung mit der eigenen Sammlung ist. Gleichzeitig wird klar, dass man bei der Aufarbeitung der Erwerbsgeschichten bzw. ihrer Provenienzen oft an Grenzen stößt und diese vielfach zu weiteren offenen Fragen führt.

Die Ausstellung findet im Rahmen der Kooperation „Gekauft. Gesammelt. Geraubt? Vom Weg der Dinge ins Museum“ mit dem Historischen Museum Frankfurt, dem Museum Judengasse, dem Museum Angewandte Kunst und dem Fritz-Bauer-Institut statt, die bereits im Mai und Juni 2018 eigene Ausstellungen eröffneten. Der HR unterstützte das Projekt als Medienpartner.

Kuratiert von Julia Friedel und Vanessa von Gliszczynski.

Im Rahmen der Ausstellung bietet das Weltkulturen Museum außerdem Kuratorinnenführungen an und lädt zu einem Social Media Community Event „GEKAUFT. GESAMMELT. GERAUBT? Vom Weg der Dinge ins Museum“ am 5. September, 18.30 Uhr ein. Hier erfahren Sie mehr über die Veranstaltung.

https://www.weltkulturenmuseum.de/de/veranstaltungen/aktuell/10547