• 05.07.2010

Fussballgucken

Beten und beten lassen

Deutschland gegen Argentinien: Partyotismus erleben in Neukölln.von Alke Wierth

  • 05.07.2010 23:04 Uhr

    von Hitzefrei:

    Patriotismus - Partyotismus, fehlt nur noch der Matriotismus für die vergenderdte Fußballbegeisterung.

    Muss man wirklich alles ver-"ismen"? Es reicht doch, dass man sich vor schwarz-rot-gold beflaggten Dienstwagen und ebenso gewandeten Kreisch-Teenies nicht mehr retten kann, jetzt muss also auch noch ein amtlicher "-ismus" her, zur Beschreibung des unglaublich verkrampften Sommermärchens. (Herr, lass Regen fallen.) Vor vier Jahren war's was besonderes, da waren Gäste hier und wir gut drauf. Die kollektive Selbstbeweihräucherung jetzt ist aber schlicht peinlich. Sich gegenseitig anzublöken "Schlaaaaaaaand", nur weil im Fernsehen die deutsche Mannschaft mal guten Fußball spielt...

    Ich hoffe, wir fliegen Mittwoch raus, gegen Spanien, dann hat der Spuk ein Ende und wir können unsere Energie in wichtigere Sachen stecken: den Protest gegen das Sparpaket und gegen BP und gegen schwarz-gelb und für soziale Gerechtigkeit in diesem Land hier.

  • 05.07.2010 12:15 Uhr

    von Auch Neuköllner:

    Einfach nur erbärmlich, wenn Menschen derartige Events benötigen, um zumindest hin und wieder mal Spaß zu haben. Beim Deutschlandspiel vorm Späti mal wieder richtig Party machen und den grauen neuköllner Alltag vergessen: Armes Deutschland, Arme (Post-)Migranten.

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