• 23.04.2009

Fremdenfeindlichkeit in Fußballstadien

"Du Bimbo"

Der DFB glaubt, Fremdenfeindlichkeit auf Fußballplätzen ebbt ab, doch die Realität sieht oft anders aus - etwa in den Stadien von Rot-Weiß Erfurt und Fortuna Düsseldorf.von Markus Völker

  • 27.04.2009 10:46 Uhr

    von Netchiller:

    Zitat1: "Fan-Projekte wenig Interesse sich der Angelegenheit anzunehmen"

    -> die Fanprojekte und auch Vereine arbeiten durchaus mit großem Interesse an dieser Problematik. Allerdings wäre das Engagement weit aus effektiver, wenn es nicht von "Journalisten" mit Füßen getreten würde!


    Zitat2: ""Du Bimbo", schreit EIN älterer Fan auf der Haupttribüne des Steigerwald-Stadions. Das Foul des schwarzen Spielers aus Ghana erregt offensichtlich besonderen Unmut unter den ROT-WEIßEN ANHÄNGERN."

    -> ich habe mir jetzt mal stellvertretend eine Satz herausgesucht aus diesem Artikel, der schon den ganzen Blödsinn perfekt dokumentiert. Wie der Autor (der wie schon geschrieben offensichtlich gar nicht im Stadion war) selber erkannte war es eine einzelne Person, die dort ihrem Unmut in rassistischer Form Ausdruck verleiht. Das ist ohne jeden Zweifel zu verurteilen! Das der Autor aber bereits im nächsten Satz ganz offensichtlich von dieser EINEN Person, auf die gesamte RWE-Anhängerschaft schließt ist pure Verleumdung!

    Ich kann nur die Aussagen derer bestätigen, die ebenfalls keine lautstarken rassistischen Äußerungen gehört haben, denn auch ich stand in unmittelbarer Nähe! Ich empfehle sowohl dem Verein, als auch dem angesprochenen Fanclub diesen angeblichen Journalisten zu verklagen! Solche Dilletanten, die nur ihren Hass auf den Erzrivalen in einer Zeitung auslassen wollen haben in der dt. Medienwelt nichts verloren!


    Zitat3: "Fortuna Düsseldorf in einem Atemzug mit RW Erfurt zu nennen ist abenteuerlich"

    -> hier haben wir im Übrigen das Ergebnis einer solchen Berichterstattung! Dem RWE wird ein Image auferlegt und dieses wird auch konsequent weiter gefestigt. Sicher gibt es das Problem der Fremdenfeindlichkeit auch beim RWE (wie in ALLEN Stadien Deutschlands!), allerdings wäre es wünschenswert, wenn die Presse mal nicht der rechten Szene durch maßlose Übertreibungen Wind in die Segel blasen würde, sondern stattdessen über die seit Jahren gute Arbeit von Fanprojekt und Verein in Bezug auf dieses Thema berichten würde!

  • 24.04.2009 21:29 Uhr

    von yorrick:

    Ich habe intensiv recherchiert und diverse Leute befragt, ob sie die im Artikel aufgestellten Behauptungen zu den Vorgängen bestätigen können. Einmal abgesehen davon, dass auch an meine Ohren nichts fremdenfeindliches vorgedrungen ist, ist doch die Sache damit völlig klar:
    Es geht einzig darum, den Club Rot-Weiss-Erfurt im Ruf zu schädigen.
    Düsseldorf zu erwähnen - das dient nur der Ablenkung; die angeblichen Vorgänge dort sind ja ebenfalls in den Leserreaktionen auf breite Ablehnung gestoßen - meine: Die Leute sehen das ebenfalls anders, als der Autor! - und ferner in keinerlei Berichtsbögen erwähnt.
    Der Artikel wäre etwas glaubhafter geworden, wenn er z.B. an die Ausfälle des Jenaer Spielmachers Torsten Ziegner erinnert hätte (schwarze Sau -> rote Karte -> beweisbarer Vorgang, weil aktenkundig); ebenso hätte der Artikel die Erfahrungen des Spielers Asamoah auflisten können, die dieser in Jena sammeln durfte.

    Da der Autor des Artikels aber einen Jenenser Hintergrund hat und sich folglich mit Kalkül auf den Thüringer Erzrivalen stürzt - und das auch noch mit unhaltbaren Behauptungen - macht dann das ganze restlos unglaubwürdig, inkompetent und es ist auch schade für die Fortuna, die als Nebelbombe für die eigentlichen Absichten des Autoren herhalten muss.
    Wetten, dass diese Meinung nicht ohne Korrektur in der taz- Onlineseite erscheinen wird?

    An den Autor ganz direkt:
    Ihr sachliches Anliegen ist okay und ich unterstütze auch Ihre Ambitionen, wenn es um Positionen gegen Rassismus und Gewalt in Stadien geht - aber bitte die richtigen Beispiele bringen! Waren Sie eigentlich im Steigerwald- Stadion am besagten Tag?
    Kommen Sie bitte wieder und schauen Sie sich mal die "Fans" aus Jena an und schreiben Sie bitte dann noch einen Artikel!

  • 24.04.2009 21:26 Uhr

    von Skeptiker:

    Zitat: "Viele Deutsche sind im Kern faschistoid, rassistisch und auf dem rechten Auge blinde. Es IST einfach so"

    Zitat2: "Der durchschnittliche Fußballfan ist nun mal fremdenfeindlich, da gibt es nix schönzureden. Die da oben kennen sich da unten offenbar nicht aus oder schauen weg."

    Richtig! Und jetzt verfassen wir noch schnell eine Verlautbarung, in der steht, dass Israel das rassistischte Lander der Welt ist und schon haben wir hier in der TAZ-Kommentarsektion einen exemplarischen Querschnitt der Gründe versammelt, warum zunehmend weniger Menschen diese Art der "Anti-Rassimusdebatten" und entsprechende Gipfeltagungen ernst nehmen!

    Diese Debatten werden dazu mißbraucht, dass gewisse politische Gruppen ihr nicht weniger ressistementbeladenes politsches Süppchen kochen können. Mit dem Finger auf andere zeigen, kann halt sehr erhebend sein.

  • 24.04.2009 20:50 Uhr

    von Dirk:

    Das Rassismus- Problem besteht nicht nur bei Fortuna Düsseldorf oder bei ostdeutschen Vereinen! Leider zeigen die Vereine oder auch Fan-Projekte wenig Interesse sich der Angelegenheit anzunehmen. Nach dem Motto: `Unsere Fans regeln das schon´. Dem ist aber nicht so, da im konkreten Fall auch noch mit bereits gezeigter hoher Gewaltbereitschaft agiert wird. Wer aufmuckt, bekommt eins auf die Fresse. Eigentlich bin ich nicht gewillt mich in die Gesellschaft solcher `Menschen ´zu begeben, aber ich fühle mich ziemlich alleine gelassen.

  • 24.04.2009 19:19 Uhr

    von Michael Schmidt:

    _Nach diesem schlecht recherchierten und damit diffamierenden Artikel über den FC RWE werde ich mein seit 9 Jahren laufendes Abo der TAZ zum nächstmöglichen Zeitpunkt kündigen. Das hat nicht mehr mit Journalismus zu tun, das ist Bildzeitungsniveau.

  • 24.04.2009 18:58 Uhr

    von Rainersacht:

    Einem Verein wie Fortuna Düsseldorf Fremdenfeindlichkeit auf der Tribüne zu unterstellen, ist mehr als abenteuerlich. Ich würde es als Verleumdung charakterisieren.

    Fortuna ist der Verein, bei dem Althools körperlich gegen Neonazis vorgehen, wenn die mal wieder meinen, zum Spiel kommen zu müssen. Die gesamte Fanszene ist nazifrei und in weiten Teilen explizit antirassistisch geprägt.

  • 24.04.2009 15:49 Uhr

    von HerrJ:

    Davon abgesehen, daß es ein Unding ist, bei auch nur halbwegs vernünftiger Kenntnis der Gegebenheiten ausgerechnet Fortuna Düsseldorf als Beispiel für einen "rechten" Verein zu nennen:

    wie kommen Sie, lieber Autor, dazu, aus dem angeblichen Fehlverhalten eines einzelnen Spielers, (dass zudem nur als Vorwurf eines gegnerischen Spielers unbewiesen im Raum steht) zu schliessen, es gehe im Stadion von Fortuna Düsseldorf fremdenfeindlich zu?

    Das sollte eigentlich nicht Ihr Niveau sein!




  • 24.04.2009 14:53 Uhr

    von Peter:

    Fortuna Düsseldorf als rechten Verein darzustellen verdreht die Realität doch sehr. Die Aussage von Hr. Caillas ist nicht bewiesen und zweitens wird sie nicht tolleriert werden, da insbesondere die Ultras immer wieder Aktionen gegen Rechts im Stadion starten.
    Sonst sehe ich ihre Zeitung sehr positiv
    MfG
    Peter

  • 24.04.2009 12:14 Uhr

    von Cole:

    Ein Artikel, der sich auf einen ohnehin geschundenen Verein (RWE) fixiert.
    ... also: Ich war im Stadion; nicht so nahe dran am beschriebenen Ort, wie o.g. PAPA, habe aber ebenfalls und selbstredend überhaupt nichts gehört!

    Im Gegenteil:
    Die Fanblocks skandierten wechselseitig - "Fussballfans sind keine Verbrecher". Es war - im Unterschied z.B. zum Erscheinen der angeblich "friedfertigen" Fans aus Jena (die sich - nomen est omen - z.B. Horda Ultras nennen) eine absolut faire Athmosphäre auf den Rängen; es ging ja außerdem um nichts.
    BTW:
    Dass auf der Tribüne ein einzelner Depp irgendwelchen Mist ruft, passiert in jedem Stadion jedes Wochenende zu hauf.
    50 Leute dagegen sind ein so starker Chor, den man im ganzen Stadion wahrgenommen hätte (zumal es im Stadion ruhig zuging).

    Solche Dinge sind an sich nur typisch bei regionalen Rivalen:
    Die haben nämlich auch solche Darstellungen in petto - aus 50 Krakelern wird da gleich ein ganzes Stadion bzw. auf mindestens 500 Leute extrapoliert ... (Ihre JJ- Rufer - die Arnschder - wusste gar nicht, dass das so viele sind - dann dürften wir doch in Erfurt gar keine Finanzprobleme mehr haben ;-) )

  • 24.04.2009 09:42 Uhr

    von Uwe:

    Der Verfasser dieses Artikels war am besagten Tag wohl in einem anderen Stadion als meine Wenigkeit. Also ich bin völlig überrascht davon. Hier hat tatsächlich ein auf der Pressetribüne sitzender mehr gehört als ich. 50 Leute? Also von der Tribüne, im Bereich, wo erwähnte Fangruppe zu sitzen pflegt, muss das ganz weit weg gewesen sein....oder ich muss zum Ohren spülen! Dieser ohne Beweise in den Raum gestellte Zusammenhang grenzt an Rufmord an einer Fangruppierung des RWE sowie der gesamten Fanszene des RWE.

    Übrigens, was Fremdenfeidlichkeit in diesem Land angeht, die ist weit verbreitet. Nicht beim Fussball, dieser wird nur als Spiegelbild benutzt, die *Saubermänner* sitzen ganz woanders.

  • 24.04.2009 08:56 Uhr

    von Piti:

    Ehrlich gesagt, ich bin entsetzt über diesen Artikel! Gewöhnlich lese ich mal gerne die TAZ, verbeuge mich vor dessen Objektivität und Offenheit!
    Leider sind sie mit diesem Artikel über das Ziel hinausgeschossen.

    Ich bin bekennender RWE-Fan, saß natürlich auch gegen Aue im Stadion, direkt neben dem Block, aus dem ihre Recherche nach wohl besagte Rufe gekommen sein mochten. Ich sage dazu nur soviel... Wenn es 2 verirrte Seelen waren, dann waren es natürlich 2 zuviel und man konnte sie schwer hören! Aber besagte 50 Personen ist ganz glatt eine Lüge. Ich persönlich würde dem Verein und besagten Fanclub raten, per Anwalt an sie heran zu treten.
    Sie und viele andere Blätter schaffen es, durch solch einen "Journalismus" Vereine um ihre Existenz zu bringen. Gerade im Osten wird auch im Umfeld viel getan, um rechten Tendenzen entgegen zu wirken. Sie treten diese Initiativen mit solchen Artikeln mit den Füssen.

    Obwohl ich mit den Fortunen nicht viel gemein habe, so bilden sie sich mit diesem Artikel vorab ein Urteil, wo es noch nichtmal einen Kläger gibt.
    Das Ergebnis ihres Artikels können sie bereits hier in den Kommentaren erkennen, Rassismus und Fußballfan wird gleichgesetzt, der Sport an sich wird dadurch an den Pranger gestellt!

  • 23.04.2009 23:02 Uhr

    von Norbert Degen:

    Fortuna Düsseldorf in einem Atemzug mit RW Erfurt zu nennen ist abenteuerlich. Von anderen Vereine mit eher unterbelichtetem, rechten Publikum wird Fortuna fast schon als ein 2. St.Pauli wahrgenommen.

  • 23.04.2009 22:12 Uhr

    von Stefan:

    ich beglückwünsche die TAZ zu einem Bericht echt tollen bericht. mal wieder werden Vereine verunglimpft weil ein paar Zuschauer oder ein Spieler angeblich rassistische Aussagen getroffen haben. Ich finde es einfach Schade wie sie mit ihrer Pressefreiheit umgehen. Keiner hat was gehört außer ihrem Reporter natürlich. Bedenken sie das manchmal zwischen Pressefreiheit und "Rufmord" nur ein kleiner Unterschied liegt. Aber Hauptsache der Artikel steht.

  • 23.04.2009 21:45 Uhr

    von Werner:

    Im Gegensatz zu Younga gibt es wohl einen Zeugen (den Fortuna-Spieler Jovanovic), der bezeugen kann, dass Caillas Younga nicht beschimpft hat. Und nun? Wie wäre es mit einer freiwilligen Gegendarstellung?

  • 23.04.2009 17:27 Uhr

    von Papa:

    Wo der Autor des Beitrages über das Spiel Erfurt gegen Aue rassistische Rufe vernommen haben möchte, bleibt völlig schleierhaft. Auch die Aussage, daß Aue und RWE-Fans verfeindet sind entbehrt jeglicher Grundlage. Zu den angeblichen Rufen möchte ich bemerken, daß ich bei jenem Spiel einen Platz direkt hinter den Presseplätzen hatte. Mir sind zu keinem Zeitpunkt irgendwelche Rufe dieser Art aufgefallen.

  • 23.04.2009 14:03 Uhr

    von Frank Raimer:

    Verbale Entgleisungen sind bedauerlich, aber so alt wie der Sport selbst. Hier wegen Rassismus aufzuheulen ist Schwachsinn - vielmehr wird mit einem unfairen Mittel versucht die gegnerische Contenace zu stören. Wer das nicht wegstecken kann soll Schach spielen oder bei der taz-Redaktionssportgruppe mitmachen, da wird wahrscheinlich politisch korrekt proletet.

  • 23.04.2009 14:01 Uhr

    von Mitti:

    Die Hetze seitens Medien gegen den FC Rot-Weiß Erfurt geht also weiter. Herzlichen Glückwunsch.

  • 23.04.2009 13:33 Uhr

    von efjott ess:

    Fußball ist nunmal eine Asso-Veranstaltung. Da sollte es keinen wundern, dass man auch mal zu hören bekommt, was Michel oder auch Mohammed so denken. Schlaaaand!

  • 23.04.2009 13:29 Uhr

    von Cham:

    Just als Fortunafan will ich der TAZ, die ansonsten immer bemüht ist, das Thema Rechts zu thematisieren, hier eine ungenügende Recherche und Berichterstattung attestieren.

    Dies deshalb, weil
    1. die Aufmachung impliziert, Faschohetze spiele in Düsseldorf eine große Rolle. Es gibt solche Fälle in Düsseldorf seitens der "Fans", ja, das kann man nicht verschweigen, zuletzt in der Hinrunde gegen den Spieler Schahin. Dies sind aber Einzelfälle, die keinesfalls die bei der Fortuna überaus erfolgreiche Bekämpfung des Rassismus widerspiegeln. Unsere Kurve ist in großen Teilen gesäubert vom braunen Müll. Es handelt sich um einzelne, kleine Gruppen, die auf die Familien- und Sitzplatzbereiche ausgewichen sind. Im Gegensatz aber zu der weit überwiegenden Zahl deutscher Vereine höherer Ligen, hat gerade Fortuna diese Problematik sehr gut in den Griff bekommen. Von daher ist die Erwähnung dieses Falles weder repräsentativ für Fortuna, noch geschickt platziert, da Sie beinahe jeden anderen Verein sich hätten heraus picken können, es aber gerade mit einem machen, der eine vorbildliche Entwicklung genommen hat.

    2. Wenn Sie schon versuchen, beim Leser eine Gleichsetzbarkeit der Probleme vieler Ostvereine mit denen bei der Fortuna zu erzeugen, sollten Sie zumindest konkrete Beispiele bringen und nicht bei einem "schwebenden Fall" den Imperativ ansetzen. Caillas' Aussage steht gegen die Aussage von Younga. Der Schiedsrichter stand nahe bei, fast zwischen beiden Spielern während des Vorfalls. Sollte Caillas sich rassistisch geäußert haben, ist es zweifellos zu urteilen. Ob er das hat, ist nicht bezeugt. Von daher ist Ihre Formulierung, er hat dies getan, nicht recherchiert und zu diesem Zeitpunkt nicht als Tatsachenbehauptung zu werten, insbesondere vor dem Hintergrund, dass Caillas dementiert hat. Das Verfahren beim DFB ist schwebend.

    3. Die Kontinuität der Rassismuswelle, um mit Ihrem Vokabular zu sprechen, ist just in Düsseldorf gegenläufig. Vorfälle sind seit den(dunklen) 1990er Jahren deutlich seltener geworden und Verein und Kurve haben bewirkt, dass diese Problematik signifikant abgeebbt ist. Sie aber behaupten das Gegenteil in der Kopfzeile.

    Abschließend dürfen Sie oder ein Reporter sich gerne an meine e-Mail wenden. Ich lade Sie hiermit ein, mit mir einige Spiele der Fortuna zu besuchen und sich ein Bild vor Ort zu machen, das der Realität in Düsseldorf entspricht und keiner Journaille ala Bild oder Express.

  • 23.04.2009 13:19 Uhr

    von janisjoplin68:

    Es ist eine Frechheit einfach zu behaupten, Caillas habe Younga-Mouhani als "Neger" beschimpft, obwohl Caillas das energisch bestreitet und auch der Schiri dies laut Eigenaussage nicht gehört hat. Auch die Aussage über Wolfgang Stark ist harter Tobak.

  • 23.04.2009 13:06 Uhr

    von makro:

    Ich finde es absolut bedauerlich, wie Sie mit diesem Thema umgehen. Zum einen stellen Sie Behauptungen in den Raum, die durch niemanden bestätigt werden und auch nicht verifiziert werden, weder durch DFB-Beobachter noch den Schiedsrichter. Auch hat sich der betreffende Spieler nicht über entsprechende Äusserungen beklagt.
    Es wäre deutlich erfreulicher, wenn Ihr derartige Vorfälle, beweiskräftig dokumentiert, damit auch vereinsseitig die Möglichkeit besteht, sich klar von derartigen Vorfällen zu distanzieren und Verantwortliche rigoros auszuschliessen. Mit nicht bewiesenen Behauptungen helfen Sie weder der Bekämpfung solcher Umtriebe noch den Vereinen.

  • 23.04.2009 13:05 Uhr

    von c.steigo:

    leider ist es wahr und gleichermaßen unerträglich, dass es in deutschen fußballstadien immer wieder zu rassistischen und antisemitischen entgleisungen, fehlgeleiteter und völlig verblendeter "fussallfans" kommt. was genau im einzelnen bei solchen menschen falsch gelaufen ist, ist für aussenstehende weder greifbar noch nachvollziehbar und kann, wenn überhaupt, von den betroffenen selbst beantwortet werden. die tatsache, dass eben solche dinge passieren, ist äußerst entsetzlich und befleckt den fussballsport und deren anhänger immer wieder -leider auch international- aufs übelste und darf niemals toleriert werden! somit ist es auch grundsätzlich unbedingt erforderlich, dass artikel mit der thematik verfasst und diskutiert werden. ich selbst bin fans von fortuna düsseldorf und seit jahren jedes wochenende im stadion. jeder einzelne ist in bezug auf diskriminierende äußerungen, egal welcher art, gefordert, aktiv dagegen vorzugehen. jede auch nur in diskriminierende richtung gehende entgleisung wird und wurde von eigenen fans in der kurve scharf geahndet. düsseldorf hatte bei weitem nie die probleme, die beispielsweise in stadien ostdeutscher vereine (ohne jetzt wieder nur ostvereine stigmatisieren zu wollen) oder sonst wo herrschen. fortuna war und ist traditionellerweise ein linker arbeiterverein und sämtliche fangruppen sind in und außerhalb der stadien antirassistisch aktiv und international vernetzt. nicht zuletzt deshalb gehört düsseldorf zu den antirassistisch aktivsten vereinen überhaupt. und dass sich olivier caillas rassistisch gegenüber younga mouhani geäußert haben soll, wird in dem artikel als geschehen dargestellt, obwohl es nicht bewiesen ist und caillas das ganze dementiert hat. was letztendlich der wahrheit entspricht, wissen sie genauso wenig wie ich. ich bin leidenschaftlicher taz-leser, aber ich empfinde es als verletzend und in der formulierung, wie hier geschehen, äußerst daneben.

  • 23.04.2009 12:46 Uhr

    von Brezel:

    Es wurde bereits geschrieben: Dass Caillas zu Younga-Mouhani "Du Neger" gesagt haben soll, hat nur der Spieler von Union Berlin gehört. Schiri Wolfgang Stark, der direkt neben Younga-Mouhani stand, hat es jedenfalls nicht gehört und Caillas hat bereits öffentlich verlauten lassen, dass er so etwas nicht gesagt habe.

    Unabhängig davon - @HIergbeorener: Wenn ich auf der Straße von Mitbürgern mit Migrationshintergrund lauthals als "Scheiß Deutscher" bezeichnet werde, interessiert es keine Sau. Wie stehen Sie denn dazu?

  • 23.04.2009 12:06 Uhr

    von Martin:

    Der durchschnittliche Fußballfan ist nun mal fremdenfeindlich, da gibt es nix schönzureden. Die da oben kennen sich da unten offenbar nicht aus oder schauen weg.

  • 23.04.2009 12:00 Uhr

    von Webtroll Mimi:

    Um eines voraus zu setzen: rassistische und fremdenfeindliche Äußerungen haben in den Stadien nichts zu suchen. Genausowenig woanders.

    Was allerdings in manchen Zeitungen vom Stapel gelassen wird, ist ähnlich bedenkenswert. Da werden ganze Vereine an den Pranger gestellt, weil sich unter tausenden Fans ein paar Kleingeister verbergen. Da werden einzelne Vereine genauestens unter die Lupe genommen, weil es in der Vergangenheit Vorfälle gab.

    Ich kann ihnen versichern, dass der FC Rot-Weiß in Zusammenarbeit mit uns Fanclubs alles menschenmögliche unternimmt, um diese Vorfälle zu vermeiden. Leider erkennt man einige Höhlköpfe nicht am Aussehen. Aber einigen Medien reicht dies völlig aus, um diese Vereine immer wieder und bei jeder Gelegenheit in ein Licht zu stellen, das ihnen nicht gerecht wird.

    Auch der von ihnen genannte Fanclub aus Arnstadt hat mit diesen Rufen wenig bis garnichts zu tun.

  • 23.04.2009 11:34 Uhr

    von Gerhard Wirtz:

    Was ist aber mit Inländerfeindlichkeit?

    Vor allem in der Kreisliga haben wir sehr viele Vereine die nur aus Türken oder Kurden bestehen, und dort ist die Bezeichnung "Scheißdeutscher" ein Kompliment der keinen zu stören scheint.

    Warum redet man eigentlich nicht von Menschenfeindlichkeit?

    Diese ganze Debatte ist schon in ihrem Kern verlogen, weil der Ausländer IMMER als Opfer dargestellt wird, was mit der Wirklichkeit auf den Fußballstadien wenig zu tun hat.

    Dieses Stereotyp nährt aber am Besten den so typisch deutschen Selbsthass.

    Wann wird dieses Land und seine Einwohner endlich erwachsen?

  • 23.04.2009 10:43 Uhr

    von Pater Braun:

    "... Halleschen FC, Chemnitzer FC oder Lokomotive Leipzig..." Geht schlecht, oder? "Beim Lokomotive Leipzig".

    "In Erfurt hat sich diese Gruppe im Stadion breitgemacht... Bester Stimmung gehen sie nach Haus." Die Gruppe gehen nach Hause? Na ja.

  • 22.04.2009 23:59 Uhr

    von hansemann:

    Ist doch völlig egal, obs rassistische Migranten oder Teutsche Jungs sind. Voll daneben - aber Schuld sind ja wohl die Ostvereine, die denken Sie hätten sonst gar keine Zuschauer mehr, wenn sie auf ihre Nazi-Ultras verzichten würden. Dabei würden sich dann auch mal wieder mehr Normalos in die Stadien des Ostens trauen. Wie es geht anders geht zeigt der FC St. Pauli seit Jahren - aber man muss es wollen.

  • 22.04.2009 21:48 Uhr

    von Munna:

    Guter Bericht.
    So sieht es leider, gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise, nicht nur in Fußballstadien aus.
    Gleichgültigkeit bzw. Toleranz gegenüber Beleidigungen und Feindlichkeiten; wo ist Mutter Courage abgeblieben?

  • 22.04.2009 18:15 Uhr

    von MFG:

    Hm, der Artikel zeigt, dass der DFB noch Arbeit vor sich hat.

    Jedoch bin ich auch der Ansicht, dass man rassistische oder vermeintlich rassistische Äußerungen nicht ganz aus dem Fußballstadion verbannen kann.

    Und ob dies aus der Mitte der Gesellschaft kommt, halte ich auch für fraglich. Schließlich gibt es keinerlei Umfragen oder wissenschaftliche Forschungen, die aufzeigen, aus welcher sozialen Schicht solche Äußerungen kommen.

  • 22.04.2009 18:13 Uhr

    von Hiergeborener:

    Viele Deutsche sind im Kern faschistoid, rassistisch und auf dem rechten Auge blinde. Es IST einfach so

  • 22.04.2009 16:41 Uhr

    von Ironimus:

    Da kann ich Adam Fiersen nur recht geben.
    Wenn türkisch/arabische Jugendliche das machen, dann dürfen das alle. Denn schließlich sind die ein Vorbild für unsere gesamte christlich abendländische Gesellschaft auf die wir doch alle so stolz sind. Und zuerst müssen sich immer die anderen ändern bevor ich mich an die Nase fasse.

  • 22.04.2009 15:39 Uhr

    von Adam Fiersen:

    Ich war vor kurzen Zeuge wie türkisch/arabische Jugendliche lautstark Spieler als Juden beschimpft haben, das wird leider von der Presse völlig ausser acht gelassen. Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus ist nicht nur ein Problem der Deutschen, sondern immer öfters ein Problem der Migranten die in Deutschland leben.

  • 22.04.2009 15:32 Uhr

    von Santos:

    Es überrascht mich ehrlich gesagt nicht, dass manche Leute das Rassismus Problem in Stadien nicht wahrhaben wollen. Vor allem Leute die in diese Städte leben meinen oft unbeirrt es sei gar nicht so schlimm oder das solche Übergriffe passieren nur in eine Nachbarstadt aber niemals bei ihnen. Das kann man vergleichen z.B. mit der Situation als wenn man nicht zulässt, dass über die eigene Familie schlecht geredet wird, egal was Brüder und Schwestern gemacht hätten, obwohl man genau weißt was sie treiben. ich selbst habe als dunkelhäutiger Ausländer im Osten leider einige schlimme Erfahrungen gemacht. Einmal habe ich das Stadion in Jena mit einem Freund aus Afrika besucht. Nach ganze 15 Minuten im Stadion wurden wir von einem Fahnenträger des Carl Zeiss Jenas als Unglücksbringer laut beschimpft weil unsertwegen Jena ein Tor kassiert hätte, so verrückt das klingt. Da bekam ich sofort Angst und fürchte um unsere Sicherheit. Zum Glück ist diesmal nicht weiter passiert, das kann aber nicht von andere Erfahrungen mit Rassismus behaupten die nicht mit Fussball zu tun haben. Seitdem traue ich mir wenn überhaupt Spiele der erste Liga im Stadion zu schauen. Von einem Stadionbesuch im Osten bei einem zweiten oder dritten Ligaspiel kann ich vor allem Ausländer nur abraten. Es kann nämlich lebensgefährlich werden!

  • 22.04.2009 15:31 Uhr

    von p.selbst:

    die gleichgültigkeit bzw toleranz gegenüber homophoben beleidigungen, wie sie Drainee zeigt, ist eines der probleme der gesellschaftlichen mitte. weshalb es berichte wie diesen unbedingt braucht.

  • 22.04.2009 15:04 Uhr

    von Stadion:

    Ich wurde vor vielen Jahren einmal Zeuge einer "Progromstimmung" in einem Zweitliga-Spiel des VfL-Wolfsburg gegen irgendeine ostdeutsche Mannschaft (war in den früher 90er Jahren). Die Ostdeutschen hatten einen Afrikaner in ihrer Mannschaft.
    Es ging recht ruppig zu in dem Spiel. Schon am Anfang fielen mir eine Gruppe "Fans" auf, die dumme Sprüche über den farbigen Spieler machten und die Stimmung ständig anheizten und zum Schluss (an den genauen Zusammenhang kann ich mich nicht mehr erinnern) skandierten Tausende brave Familienväter, VW-Werk-Arbeiter und biedere Durchschnittbürger unter den Wolfsburger Fans "Neger raus".
    Das ist mir so nachhaltig in Erinnerung geblieben, dass ich angeekelt seitdem kein Fussballstadion mehr betreten habe.
    Ein also altes Phänomen aus der Mitte der Gesellschaft.

  • 22.04.2009 15:02 Uhr

    von Rainer kreuzwieser:

    Warum wird im Fettdruck "Fortuna Düsseldorf"
    mit Fremdenfeindlichkeit in Verbindung gebracht, obwohl im folgenden Artikel der Verein keine
    Erwähnung mehr findet ?
    Weil "Union Berlin" und sein Spieler unbewiesene Behauptungen aufgestellt haben ?
    Ich denke es gilt immer noch die Unschuldsvermutung.

  • 22.04.2009 15:00 Uhr

    von Martin Senfter:

    Heute gibt es bei Türkiyemspor die Möglichkeit gegen Rassismus im Stadion zu demonstrieren. Beim Spiel gegen den Chemnitzer FC, Anpfiff 18.30 Jahnsport Park, demonstrieren Fans mit Albert-Einstein Fotos gegen Anti-Semitismus und Rassismus.

  • 22.04.2009 14:40 Uhr

    von Drainee:

    Fußball lockt halt auch eine Menge eher einfach gestrickter Gemüter an und davon abgesehen soll es Leute geben, die Homosexualität nicht für "gut so" halten. Ob man da gleich einen Zeitungsartikel machen muss, der sich diesem Thema - wieder mal - widmet, ist eine andere Frage.

Ihr Name (wird angezeigt):*

Email (wird nicht angezeigt):*

Kommentar* - bitte beachten Sie unsere Netiquette:

Bitte geben Sie hier das Wort ein, das im Bild angezeigt wird. Dies dient der Spamvermeidung Wenn Sie das Wort nicht lesen konnten, bitte hier klicken.

CAPTCHA Bild zum Spamschutz

Wenn Sie auf "Abschicken" klicken, wird ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an taz.de verschickt. Er wird veröffentlicht, sobald einRedakteur ihn freigeschaltet hat. taz.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus ähnlichen Gründen unangemessene Beiträge nicht zu publizieren.

*Pflichtfelder