Freitag, 22.06.2018, 17 Uhr, ByteFM

taz auf die Ohren

Musikredakteur Julian Weber und Moderator Klaus Walter präsentieren aktuelle taz-Themen – begleitet von herausragender Musik. taz goes Radio!

Bild: taz

In Kooperation mit dem Internet-Radiosender ByteFM wird die Pop- und Kulturberichterstattung der taz in eine moderierte Radio-Version verwandelt. Jeden Freitag von 17 bis 18 Uhr können die Themen der laufenden Woche dort angehört werden. Und dazu gibt es eine exklusive akustische Vorausschau auf die Wochenendausgabe der taz.

Die Themen des taz Mixtape vom 22.06.2018

• Heilkristalle statt Schlammcatchen. Christina Aguilera ist eine Meisterin der Masken, konstatiert Julia Lorenz in ihrer Besprechung von „Liberation“, der Comeback-Platte des einstigen Disney-Stars. Ein gutes, zeitgemäßes Album.

• „Es schlägt, schlägt, schlägt.“ DJ Fiedel legt im Berliner Club Berghain auf und betreibt das Killasan Soundsystem. Mit Julian Weber spricht er über die Wärme von Bassboxen, die richtige Lautstärke und wie die DDR seinen Style prägte. 

• Eine Nomadin des Herzens. Der schwedischen Sängerin Lykke Li steht Melancholie am besten, findet Dagmar Leischow. Ihr neues Album „So Sad So Sexy“ erzählt von den Rätseln der Liebe, ist aber auf Mainstream getrimmt.

• Der Singer-Songwriter Philip Bradatsch huldigt der Americana-Romantik. Jan Jekal erkennt, wie wenig Kanonisierungsprozesse mit der Substanz ihrer Gegenstände zu tun haben und wie sehr es doch um die Geschichten geht.

• Zur Emeritierung des Komponisten Heiner Goebbels ist der Textband „Landschaft mit entfernten Verwandten“ entstanden. Julian Weber würdigt den Mitgründer des Sogenannten Linksradikalen Blasorchesters und Allrounder.

• Im Prozess um die Songtexte der Rapper Farid Bang und Kollegah meint die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft, brutale und minderheitenfeindliche Zeilen seien von der Kunstfreiheit gedeckt. Ein fatales Signal, findet Julia Lorenz.

• Feministischer Sprechgesang aus Bayern. Die Münchnerin Lisa Hollik jobbte als Rikscha-Fahrerin und studierte Dolmetschen. Ihre wahre Berufung? Der Rap. „Lisaholic“, porträtiert von Juliane Fiegler: Emanzipiert dank Beatboxing.

• Lachsangeln mit 007. Robert Mießner erlebt beim Berliner Konzert der australischen Bluespunk-Band Scientists lautstarke Legenden. Bevor Kim Salmon den singenden Schamanen gibt, wirkt er wie ein zerstreuter Professor.

Hier können Sie den Live-Stream von ByteFM anhören:

Über Popmusik zu lesen, ist das eine. Wie sich das anhört, was die Autoren da beschreiben, das andere. Deswegen gibt es das taz Mixtape im Radio auf ByteFM.

 

Für die wöchentliche Radiosendung der taz konnte Klaus Walter gewonnen werden, der 1980 in der taz über das Debütalbum der Fehlfarben „Monarchie und Alltag” schrieb und seit über 25 Jahren einer der profiliertesten Popkultur-Radiomacher ist. „Wir bei ByteFM finden, dass die taz über Popkultur so vielfältig und interessant schreibt wie keine andere deutschsprachige Tageszeitung”, sagt Walter.

 

„Pop hat viel mit Musikhören zu tun. Wir wollen deshalb mit dem taz Mixtape gewissermaßen vom geschriebenen Text zum musikalischen Einordnen hinüberfaden”, sagt Julian Weber, Musikredakteur der taz und Mitkoordinator des Projekts.

 

Jeden Freitag, 17 bis 18 Uhr auf ByteFM.