• 07.10.2009

Freisprüche im Cap-Anamur-Prozess

Ein Zeichen für Menschlichkeit

Ein italienisches Gericht spricht die Verantwortlichen der Cap Anamur vom Vorwurf der Schlepperei frei. Der war konstruiert – doch darum ging es auch gar nicht.von Michael Braun

  • 07.10.2009 18:34 Uhr

    von werkor:

    Ihr glaubt doch nicht im Ernst, dass der freigekommen wäre, wenn - alle anderen Umstände gleich - das Schiff von einem Algerier oder Ägypter gesteuert worden wäre??

  • 07.10.2009 14:51 Uhr

    von saalbert:

    "... Rettungsaktion von 37 afrikanischen Flüchtlingen..." Hm, die 37 afrikanischen Flüchtlinge haben eine Rettungsaktion veranstaltet? Oder handelte es sich um eine Aktion für dieselben?

  • 07.10.2009 14:28 Uhr

    von Harwa:

    Ein erster Schritt zur Veränderung der desolaten menschenfeinlichen Flüchtlingspolitik, die in Italien ihren Gipfel finden mag, jedoch allen Staaten der EU gemein ist, hoffe ich. Weder die Asylverfahren in den Ländern noch die Sammelabschiebungen in die Außenländer der EU stellen geeignete oder gar menschenwürdige Wege dar, dem international geschaffenen Problem der Armutsmigration zu begegnen. Ganz zu schweigen vom entsetzlichen Inkaufnehmen des Todes verzweifelter Menschen durch die repressive Politik im Mittelmeer. Für deinen, meinen, unseren Reichtum darf kein einziger Mensch sterben!

  • 07.10.2009 14:14 Uhr

    von wesselch:

    Ich begrüße das Urteil sehr.
    Erstens zeigt es, daß die italienische Justiz sich nicht von der vorherrschenden Politik hat vereinnahmen lassen.
    Und zweitens macht es deutlich, wie hoch das Seerecht zu bewerten ist. Demnach muß jedes Land Schiffbrüchige aufnehmen, egal wo diese aufgefischt wurde.

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