• 07.03.2010

Frauenrechte im Ost-Kongo

Mühsame Resolutionsarbeit

Sexuelle Gewalt ist ein Kriegsverbrechen. Aber wird sie auch geahndet? Eine Diskussion im Brüsseler EU-Parlament zur Lage im Ost-Kongo machte wenig Hoffnung.von Doris Akrap

  • 10.03.2010 00:33 Uhr

    von eva:

    Neion, die Zustände im Kongo SIND eine Schande auch für Europa (und andere "entwickelte" Staaten und Staatengemeinschaften), nicht nur weil wir sie tolerieren, sondern weil wir für ihr Entstehen verantwortlich sind (gerade die Geschichte des Kongo ist ein Beispiel dafür!) und weil die mächtigen Konzerne und Global Player der Weltwirtschaft ein virulentes Interesse daran haben, dass die Zustände dort genau so bleiben, damit sie in aller Ruhe die Bode- und Naturschätze des Kongo weiter so ungerührt ausplündern können wie seit Kolonialzeiten. Darum haben diese Konzerne, die bei uns nicht erst seit der Koalition mit der FDP die Politik wesebtlich mitbestimmt, kein Interesse an einer stabilen Regierung des Kongo, denn eine solche Regierung würde die Ausplünderung des von Natur aus reichen Landes zum alleinigen Nutzen der europäischen, amerikanischen, chinesischen etc. Konzerne ebensowenig zulassen wie sie die Kriegsverbrechen an den kongolesischen Frauen und die rcksichtslose Zerstörung der Natur ungestraft hingehen lassen dürfte. Darum beliefern die Global Players im Zwirn nur allzu gern die blutigen Warlords mit Geld und Waffen, damit die sie dabei unterstützen, ihre dunklen Geschäfte weiter zu treiben. Wer im Kongo sollte sie davon anhalten? Die vergewaltigten Frauen vielleicht, während die westliche Welt sich die Hände in Unschuld wäscht? Nur von hier aus kann den Global Players auf die Finger geschaut werden, kann die EU genauer hinschauen, woher sie ihre Rohstoffe bekommt (siehe Palmöl, illegaler Holzeinschlag, Coltan für Handys ...) und das Blut im Öl aus Nigeria, an den Regenwaldriesen für unsere Balkonmöbel, am Kupfer für unser technisches Equipment und vielem mehr sichtbar machen, und den Kauf solcher Produkte verweigern. Wir müssen die Welt ja nicht mit unserer Demokratie nach unserem Veständnis geglücken. Aber die Eigenverantwortung des Kongo darf keine Entschuldigung sein, um vom Versagen des Westens wegzusehen.

  • 08.03.2010 16:39 Uhr

    von Steffen Urbach:

    Diese Zustände sind eine Schande für den Kongo - nicht für Europa und schon gar nicht für die Bundesrepublik. Was soll man denn tun? Das Land wieder als Kolonie besetzen in einem illegalen Angriffskrieg? Nein, das will doch niemand. Die andere Alternative ist eben zuzusehen und die Leute ihr eigenes Land so führen zu lassen wie sie das für richtig halten. Wenn die Zustände dann wie im Artikel beschrieben sind, dann kann das Volk dort eben nur andere Maßstäbe als die unseren haben.
    Schön ist das nicht, aber was soll man schon tun?

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