Franz Walter über dle Bundespräsidentenwahl
"Die Grünen hampeln hinterher"
Der Politologe Franz Walter kritisiert das Verhalten der Grünen bei der Wahl des Bundespräsidenten als unstrategisch. Das so genannte bürgerliche Lager hat besser funktioniert als das linke.
Leserkommentare
04.04.2011 19:19 Uhr
von klara:
Ach Gott, Walter...
Man kann auch überstrategisch argumentieren.
Und natürlich haben "Experten" alles immer schon vorher gewusst - hinterher.
Gerade durch so viel Besserwisserei und Strategiegetue wird Politik so langweilig. Gesine Schwan hat es zumindest geschafft, mal ein wenig Schwung in die Sache zu bringen, eine Stimme zu erheben, die nicht so platt und vorhersehbar klingt, nicht so "strategisch", sondern im besseren Sinne POLITISCH. Das allein war es wert.
04.04.2011 19:19 Uhr
von Ludwig Paul Häußner:
Die Bündnisgrünen hampeln den beiden "roten Laternen" hinterher statt in einer Jamaika-Koaliton ein bedingungsloses Grundeinkommen zu realisieren
-------------------------------------------
Bei allen Verdiensten der Sozialdemokratie in der Geschichte der parlamentarischen Demokratie Deutschlands ist leider festzustellen, dass sie weiterhin in der längst vergangenen Industriegesellschaft verhaftet bleibt und zwischenzeitlich in zwei Parteien gespalten sit.
Wie können BRÜNDIS-Grüne mit der SED Nachnachfolgepartei, DIE LINKE, gemeinsam eine Bundespräsidentin wählen wollen?
Insofern ist es nicht erstaunlich, dass ein paar Bündnisgrüne wohl doch Horst Köhler gewählt haben.
Wenn die Bündnisgrünen den Ausstieg aus dem Atomaustieg wirklich, wirklich verhindern wollen, dann dürfen sie eine "Jamaika-Koaliton" nicht ausschließen.
Die nachindustrielle, deutsche Gesellschaft braucht überdies ein globalisierungstaugliches System der Ausgabensteuer. Wär viel konsumiert, nutzt die Umwelt auch stärker - und genau hier setzt die Mwst - als Ausgabensteuer - an - z. B. mit gestaffelten Sätzen nach Ressourcenverbrauch.
Im Gegenzug erhalten alle BügerInnen einen MwSt-Bonus - als Vorstufe für ein bedingungsloses Grundeinkommen -, um für das soziokulturelle Existenzminimum mit hinreichend Geld ausgestattet zu sein.
Sowohl in der Union (um Ministerpräsident Althaus) als auch in der FDP gibt es Bürgergeldmodelle.
Wenn die Bündnisgrünen nicht weiterhin der Grundeinkommensbewegung hinterherhampeln wollen, dann könnten sie im Rahmen einer Jamaika-Koaliton eben ein bedingungsloses Grundeinkommen Schritt für Schritt realisieren.
Ludwig Paul Häußner, Karlsruhe
Mitglied im GRÜNEN Netzwerk Grundeinkommen
04.04.2011 19:19 Uhr
von FREDERICO:
Die (Grünen) haben ihre Wurzeln in der Friedensbewegung der Balkan und Afghanistan lassen grüßen. Ihren sozialromantischen Touch haben sie via Flaschenpfand erfüllt (kleiner Zuverdienst für die ärmsten der Armen). Die Legalisierung von Cannabis ist gescheitert, wahrscheinlich weil diese neureichen Pseudoalternativen sich schon vor Schröder den Verstand weggekifft haben. Jetzt würde es ja zumindest bei der Führungsriege auch für Koks reichen. Und ich Depp hab solche Opportunisten mal gewählt. Ich schäme mich öffentlich!
04.04.2011 19:19 Uhr
von Populist:
"Horst Köhler hat sich von seinem Image als neoliberaler Banker weitgehend befreit" - Horst Köhler hat bereits in seiner Rede direkt im Bundestag, unmittelbar nach seiner Wiederwahl, deutlich gemacht, dass er weiterhin ein Apologist des gescheiterten Schneeballsystem-Finanzkapitalismus ist.
( wobei wertlose Papiere zu Unsummen den Besitzer wechseln und den letzten die Hunde beissen, der dann mit wertlosen Ramschpapieren da steht - was übrigens die sog. Bad Bank, also der Steuerzahler ist. )
So redete er von "Spaltern" in unserer Gesellschaft.
Damit meint er Menschen, die nicht sofort auf Ansage Milliarden für gescheiterte Systeme auf den Tisch blättern wollen, wenn das die Bankmanager so wollen.
Und dann reden Sie Herr Professor so selbstverständlich daher, dass die Grünen die "strategisch" richtige Entscheidung getroffen hätten ?
Für eine Detailierte Kritik an Horst Köhler http://www.nachdenkseiten.de/?p=3957
04.04.2011 19:19 Uhr
von iBot:
"Sie hätten als Erstes fragen sollen, was ihr strategisches Interesse ist."
Um sich dann von Herrn Walter als verantwortungslose Wendehälse, denen Strategie über Inhalte geht, beschimpfen lassen zu müssen. Na danke.
04.04.2011 19:19 Uhr
von Klaus Keller:
@on perkerst
eher wie dumme jungs und mädels an der hand von herrn josef fischer, der sich schon als steinewerfender demonstrant als gewaltbereit zu erkennen gab und als außenminister mit der bundeswehr und der nato nur andere mittel einsetzte,weil zur damaligen zeit keiner eine große zahl von flüchtlingen in deutschland aufnehemen wollte was man vieleicht hätte tun können.
was die lager angeht fällt mir nur auf das es keinen mindestlohn bei uns gibt totz rot/rot/grüner mehrheit.
ich hoffe die spd landet deshalb bei <20%,mit grün und linke mit je <15% die fdp <5, die cdu müßte leider allein regieren aber die spd hätte zeit ihr unsinniges personal zu entsorgen. vielleicht hat herr wovereit mit seinen roten erfahrungen danch eine chance
klaus keller hanau
04.04.2011 19:19 Uhr
von Pat:
Oh hilfe!!! Liebe taz, was wollt Ihr denn mit diesem Spinner Franz Walter? In seinem Buch zu Jamaika hat er ein Kapitel geschrieben: "Warum ich kein 68er bin". Na herzlichen Glückwunsch.
Ich jedenfalls werde am 7. Juni und am 27. September Grün wählen. Nicht weil jetzt einige von denen Köhler oder andere Schwan gewählt haben. Sondern weil die Grünen eben gerade nicht, wie Herr Walter sagt, der SPD hinterherlaufen, sondern eigene Ideen haben und den Roten (SPD/PDS) in Fragen der Umwelt-, Sozial- und Entwicklungspolitik überlegen sind!
04.04.2011 19:19 Uhr
von pekerst:
"Sie (die Grünen) sind in die Bundesversammlung hineingegangen wie ein dummer Junge an der Hand der SPD." Sehr schön formuliert, leider hat Herr Walter diesen tollen Satz nicht gesprochen, als die Partei "wie ein dummer Junge an der Hand der SPD" in die Regierung und in den Krieg auf dem Balkan marschiert ist.
11.02.2011 17:53 Uhr
von klara:
Ach Gott, Walter...
Man kann auch überstrategisch argumentieren.
Und natürlich haben "Experten" alles immer schon vorher gewusst - hinterher.
Gerade durch so viel Besserwisserei und Strategiegetue wird Politik so langweilig. Gesine Schwan hat es zumindest geschafft, mal ein wenig Schwung in die Sache zu bringen, eine Stimme zu erheben, die nicht so platt und vorhersehbar klingt, nicht so "strategisch", sondern im besseren Sinne POLITISCH. Das allein war es wert.
11.02.2011 17:53 Uhr
von FREDERICO:
Die (Grünen) haben ihre Wurzeln in der Friedensbewegung der Balkan und Afghanistan lassen grüßen. Ihren sozialromantischen Touch haben sie via Flaschenpfand erfüllt (kleiner Zuverdienst für die ärmsten der Armen). Die Legalisierung von Cannabis ist gescheitert, wahrscheinlich weil diese neureichen Pseudoalternativen sich schon vor Schröder den Verstand weggekifft haben. Jetzt würde es ja zumindest bei der Führungsriege auch für Koks reichen. Und ich Depp hab solche Opportunisten mal gewählt. Ich schäme mich öffentlich!
11.02.2011 17:53 Uhr
von pekerst:
"Sie (die Grünen) sind in die Bundesversammlung hineingegangen wie ein dummer Junge an der Hand der SPD." Sehr schön formuliert, leider hat Herr Walter diesen tollen Satz nicht gesprochen, als die Partei "wie ein dummer Junge an der Hand der SPD" in die Regierung und in den Krieg auf dem Balkan marschiert ist.
25.05.2009 17:08 Uhr
von klara:
Ach Gott, Walter...
Man kann auch überstrategisch argumentieren.
Und natürlich haben "Experten" alles immer schon vorher gewusst - hinterher.
Gerade durch so viel Besserwisserei und Strategiegetue wird Politik so langweilig. Gesine Schwan hat es zumindest geschafft, mal ein wenig Schwung in die Sache zu bringen, eine Stimme zu erheben, die nicht so platt und vorhersehbar klingt, nicht so "strategisch", sondern im besseren Sinne POLITISCH. Das allein war es wert.
25.05.2009 12:03 Uhr
von Ludwig Paul Häußner:
Die Bündnisgrünen hampeln den beiden "roten Laternen" hinterher statt in einer Jamaika-Koaliton ein bedingungsloses Grundeinkommen zu realisieren
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Bei allen Verdiensten der Sozialdemokratie in der Geschichte der parlamentarischen Demokratie Deutschlands ist leider festzustellen, dass sie weiterhin in der längst vergangenen Industriegesellschaft verhaftet bleibt und zwischenzeitlich in zwei Parteien gespalten sit.
Wie können BRÜNDIS-Grüne mit der SED Nachnachfolgepartei, DIE LINKE, gemeinsam eine Bundespräsidentin wählen wollen?
Insofern ist es nicht erstaunlich, dass ein paar Bündnisgrüne wohl doch Horst Köhler gewählt haben.
Wenn die Bündnisgrünen den Ausstieg aus dem Atomaustieg wirklich, wirklich verhindern wollen, dann dürfen sie eine "Jamaika-Koaliton" nicht ausschließen.
Die nachindustrielle, deutsche Gesellschaft braucht überdies ein globalisierungstaugliches System der Ausgabensteuer. Wär viel konsumiert, nutzt die Umwelt auch stärker - und genau hier setzt die Mwst - als Ausgabensteuer - an - z. B. mit gestaffelten Sätzen nach Ressourcenverbrauch.
Im Gegenzug erhalten alle BügerInnen einen MwSt-Bonus - als Vorstufe für ein bedingungsloses Grundeinkommen -, um für das soziokulturelle Existenzminimum mit hinreichend Geld ausgestattet zu sein.
Sowohl in der Union (um Ministerpräsident Althaus) als auch in der FDP gibt es Bürgergeldmodelle.
Wenn die Bündnisgrünen nicht weiterhin der Grundeinkommensbewegung hinterherhampeln wollen, dann könnten sie im Rahmen einer Jamaika-Koaliton eben ein bedingungsloses Grundeinkommen Schritt für Schritt realisieren.
Ludwig Paul Häußner, Karlsruhe
Mitglied im GRÜNEN Netzwerk Grundeinkommen
25.05.2009 09:55 Uhr
von FREDERICO:
Die (Grünen) haben ihre Wurzeln in der Friedensbewegung der Balkan und Afghanistan lassen grüßen. Ihren sozialromantischen Touch haben sie via Flaschenpfand erfüllt (kleiner Zuverdienst für die ärmsten der Armen). Die Legalisierung von Cannabis ist gescheitert, wahrscheinlich weil diese neureichen Pseudoalternativen sich schon vor Schröder den Verstand weggekifft haben. Jetzt würde es ja zumindest bei der Führungsriege auch für Koks reichen. Und ich Depp hab solche Opportunisten mal gewählt. Ich schäme mich öffentlich!
25.05.2009 01:32 Uhr
von Populist:
"Horst Köhler hat sich von seinem Image als neoliberaler Banker weitgehend befreit" - Horst Köhler hat bereits in seiner Rede direkt im Bundestag, unmittelbar nach seiner Wiederwahl, deutlich gemacht, dass er weiterhin ein Apologist des gescheiterten Schneeballsystem-Finanzkapitalismus ist.
( wobei wertlose Papiere zu Unsummen den Besitzer wechseln und den letzten die Hunde beissen, der dann mit wertlosen Ramschpapieren da steht - was übrigens die sog. Bad Bank, also der Steuerzahler ist. )
So redete er von "Spaltern" in unserer Gesellschaft.
Damit meint er Menschen, die nicht sofort auf Ansage Milliarden für gescheiterte Systeme auf den Tisch blättern wollen, wenn das die Bankmanager so wollen.
Und dann reden Sie Herr Professor so selbstverständlich daher, dass die Grünen die "strategisch" richtige Entscheidung getroffen hätten ?
Für eine Detailierte Kritik an Horst Köhler http://www.nachdenkseiten.de/?p=3957
25.05.2009 00:24 Uhr
von iBot:
"Sie hätten als Erstes fragen sollen, was ihr strategisches Interesse ist."
Um sich dann von Herrn Walter als verantwortungslose Wendehälse, denen Strategie über Inhalte geht, beschimpfen lassen zu müssen. Na danke.
24.05.2009 21:07 Uhr
von Klaus Keller:
@on perkerst
eher wie dumme jungs und mädels an der hand von herrn josef fischer, der sich schon als steinewerfender demonstrant als gewaltbereit zu erkennen gab und als außenminister mit der bundeswehr und der nato nur andere mittel einsetzte,weil zur damaligen zeit keiner eine große zahl von flüchtlingen in deutschland aufnehemen wollte was man vieleicht hätte tun können.
was die lager angeht fällt mir nur auf das es keinen mindestlohn bei uns gibt totz rot/rot/grüner mehrheit.
ich hoffe die spd landet deshalb bei <20%,mit grün und linke mit je <15% die fdp <5, die cdu müßte leider allein regieren aber die spd hätte zeit ihr unsinniges personal zu entsorgen. vielleicht hat herr wovereit mit seinen roten erfahrungen danch eine chance
klaus keller hanau
24.05.2009 20:39 Uhr
von Pat:
Oh hilfe!!! Liebe taz, was wollt Ihr denn mit diesem Spinner Franz Walter? In seinem Buch zu Jamaika hat er ein Kapitel geschrieben: "Warum ich kein 68er bin". Na herzlichen Glückwunsch.
Ich jedenfalls werde am 7. Juni und am 27. September Grün wählen. Nicht weil jetzt einige von denen Köhler oder andere Schwan gewählt haben. Sondern weil die Grünen eben gerade nicht, wie Herr Walter sagt, der SPD hinterherlaufen, sondern eigene Ideen haben und den Roten (SPD/PDS) in Fragen der Umwelt-, Sozial- und Entwicklungspolitik überlegen sind!
24.05.2009 19:52 Uhr
von Martin:
Ein offenes hineingehen in die Wahl hätte vielleicht auch ein Signal an Grün-Schwarz senden können. Was die Grünen (die meines Erachtens nicht soweit von schwarz entfernt sind, wie es die FDP gerne hätte - Atompolitik ausgeklammert) von der SPD befreit hätte...
Auch wenn ich bei den momentanen Umfragewerten befürchte, dass dieses Bündinis keine Mehrheit bekommen wird, sondern das Wetserwelle in Zukunft zu ertragen ist.
24.05.2009 18:31 Uhr
von pekerst:
"Sie (die Grünen) sind in die Bundesversammlung hineingegangen wie ein dummer Junge an der Hand der SPD." Sehr schön formuliert, leider hat Herr Walter diesen tollen Satz nicht gesprochen, als die Partei "wie ein dummer Junge an der Hand der SPD" in die Regierung und in den Krieg auf dem Balkan marschiert ist.