• 13.07.2009

Fonds für Aufwertung

Kreative für den Standort

Der Senat hat eine Kreativagentur und einen Fonds für Kreativ-Immobilien beschlossen. Die Wirtschaft soll so von der Subkultur profitieren.von Petra Schellen

  • 14.07.2009 16:45 Uhr

    von Marc A. Holtz:

    Derzeit läuft eine Welle aus Angst vor kreativer Erschöpfung und vor Missachtung jeglicher kreativer Potentiale über das Land der Stadt Hamburg. Ole v. Beust hatte es bereits auf dem jüngsten internationalen Mediendialog angekündigt – erwähnte Kreativagentur. Auch, dass es kleingeistig sei, Belrin als Konkurrenz zu sehen, statt zu kooperieren. Auf Zeit-online sucht man noch bis 30.7. den Geschäftsführer der Kreativagentur inkl. Stellenbeschreibung in Phrasen-Stakkato. Physische Handlungsschritte für die Initiierung, Vertiefung oder Erweiterung von neuen oder bestehenden Netzwerken für ein verbessertes Schnittstellenmanagement sind nirgends zu lesen. Heute abend, 14.7. diskutieren Experten in der Armgartstraße, dem kreativen Geäst der HAW Hamburg die Perspektiven der Kreativwirtschaft. Hier hat man nicht einmal die Studenten selbst direkt eingeladen. Und so kann man schon erahnen, dass die, um die es gehen soll, weder angesprochen noch sich mit den Initiatoren oder deren Hintergründen identifizieren werden. Seit Richard Florida und seiner im Jahre 2002 definierten »Creative Class«, mit der sich derzeit viele in ihren Argumentationslinien für jedwede Kreativ-Förderungs-Projekte und diesbezüglichen Mittelerwerb schmücken, rätselt man in Deutschland, wie man kreatives Potential denn nun in gewinnbringende Produktivität umsetzen muss ... Was fehlt, ist die Authentizität der Initiativen und die Nähe der Verantwortlichen zur kreativen Szene.

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