• 03.03.2009

Folge des Klimawandels

Nur noch 40 Jahre Fisch?

Die Überfischung der Meere gefährdet laut einem UN-Bericht die globalen Fischbestände. Die Folgen des Klimawandels machen sich bemerkbar.von Reinhard Wolf

  • 04.03.2009 11:59 Uhr

    von archimedes:

    Aus der Nachricht (und allg. biol. Wissen) folgt, dass z.B. Tausende Delfine und (andere) Wale zukünftig nicht nur in Thunfischnetzen und dergleichen qualvoll ertrinken werden, sondern dass auch Tausende qualvoll verhungern werden.

  • 03.03.2009 16:54 Uhr

    von Frank Schmidt-Hullmann:

    Soweit - so schlimm. Es muss dringend etwas passieren. Aber die von der FAO angegebene Alternative "Mehr Aquakultur" ist zum Teil keine wirkliche Alternative. Denn Aquakulturen mit fischfressenden Arten wie die Lachszucht sind dafür bekannt, dass sie den Raubzug in den Meeren sogar noch verschärfen: Zur Erzeugung von 1 kg Zuchtlachs werden ca. 4 kg Fischmehl aufgewandt. Und dieses Fischmehl kommt in aller Regel wieder aus Überfischung der Meere. Aus den Fischfarmen entkommen zudem immer wieder Fischarten, die in der jeweiligen Meeresregion nicht heimisch sind und dann den noch vorhandenen freien Fischbestand zusätzlich be- oder verdrängen. Die in vielen Fischfarmen mehr als großzügig eingesetzten Antibiotika und sonstigen Medikamente schädigen langfristig nicht nur die Meeresorganismen, sondern auch die MitarbeiterInnen und Verbraucher.
    Was kann jede/r hier konkret tun? Pflanzenfressende Arten wie Karpfen, besser aber nur noch Biofisch oder ganz etwas Anderes essen!
    Aber das hilft nur begrenzt. Die Raubfischerei in internationalen Gewässern muss insgesamt beendet werden. Denn hier sind die Staaten selbst bei gutem Willen bisher machtlos. Hier gelten praktisch keine Quoten und es reicht bisher, den Raubfang irgendwo in einem WTO-Mtgliedsland anzulanden, um ihn anschliessend legal in den Welthandel bringen zu können. Die internationalen Gewässer müssten daher in Hinblick auf den Fischfang unter Schutz und Aufsicht einer materiell und mit Macht gut ausgestatteten neuen UNO-Behörde gestellt werden, die in der Lage wäre, absolute Schutzgebiete und erlaubte Quoten nicht nur festzulegen, sondern auch durchzusetzen.

  • 03.03.2009 13:03 Uhr

    von Antonietta:

    Viele Gewässer, insbesondere die Meere sind überfischt. Viele Arten sind wegen zu hoher Fangquoten und umweltzerstörender Fangtechniken nahezu ausgerottet.

    Aquafarmen sind keine Alternative, da sie im höchsten Maße umweltgefährdend und tierquälerisch sind. Weltweit werden so ca. 16 Mio. Tonnen Fisch gezüchet. Meist wird nur eine einzige Art in Monokultur mit umfangreicher Technik und Chemikalien auf engstem Raum herangezogen. Kraftfuttercocktails sollen die Fische schnellstmöglich verkaufsreif wachsen lassen. Die Stoffwechselprodukte der Fische verursachen eine explosionsartige Ausbreitung der Algen und eine ökologische Zerstörung des Gewässers.

    In Anbetracht der Schadstoffbelastungen der Meere wird deutlich, daß Fisch kein gesundes Nahrungsmittel sein kann, denn aus verschmutzten Gewässern können keine "unverschmutzten" Fische kommen. Die in den Wassertieren abgelagerten Schadstoffe wie Arsen, Blei, Cadmium, Quecksilber und Pestizide werden mitgegessen, ebenso wie die in den Aquafarmen den Tieren zugeführten Wachstumshormonen und Antibiotika.

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