• 29.03.2010

Finanzkrise im deutschen Eishockey

Es droht der Kollaps

Die kriselnde DEL geht in die Playoffs: Doch hinter den sportlich überlegenen und ökonomisch gesunden Berliner Eisbären droht immer mehr Klubs der finanzielle Kollaps.von Christiane Mitatselis

  • 02.04.2010 13:08 Uhr

    von Peter Ulrich:

    Ach Christiane...in drei Spielen abservieren... damit konnte man nur rechnen wenn man noch nie in einem playoff-Spiel im alten Augsburger Stadion war. Die Eisbären müssen schon ihre Heimspiele gewinnen, sonst wird es schwierig werden für sie.
    Und was das Geld angeht. Für unseren belächelten kleinen Verein würde die Welt nicht zusammenbrechen wenn es den einen oder anderen norddeutschen Großstadtklub in die Insolvenz verschlägt. Lasst die Orte wieder aufsteigen wo wirlich Eishockey gespielt wird (Riessersee, Kaufbeuren, Landshut, Schwenningen ....) Warum haben die und teilweise auch wir keine so guten Teams mehr? Weil uns jedes Talent auf der Stelle von den Insolvenzanwärtern weggekauft wird. Was würden die Eisbären ohne Anschütz machen - immer noch in Hohenschönhausen spielen und sich freuen wenn sie die playoffs alle paar Jahre mal erreichen - so wie wir in Augsburg.

  • 01.04.2010 14:38 Uhr

    von derherold:

    Man hat sich verkalkuliert.
    Mit der Gründung der DEL wollte man gordische Knoten zerschlagen: Das alte "Großstadt-Gesetz", daß dort nur Spitzenleistung/Meisterschaft von Zuschauern honoriert wird, sollte durch neue Multifunktionshallen überwunden werden, die zugleich auch durch "neue Zielgruppen" der Demographie ein Schnippchen schlagen sollten.
    GmbH-Gründung, "maskottchenmarketinggerechte" Namensgebung, Planungssicherheit durch Aussetzung des Abstiegs sollten für wirtschaftlich prosperierende Zeiten sorgen. Man wollte (auch: TV-)Märkte erobern.

    Ein paar kleine handwerkliche Fehler, wie die fehlende Förderung des Nachwuchses im Juniorenalter und das beständige "Absaufenlassen" aller Vereine unterhalb der DEL, die wie eh und jeh mit Insolvenzen für Negativschlagzeilen sorgen, kommen hinzu.

    Bemerkenswert, daß diese negativen Folgen nicht zu Änderungen geführt haben und man sich weiter "durchmogelt". Einzig beim Nachwuchs hat man sich nun endlich doch gerührt und jüngst die Altersgruppen modifiziert.

  • 31.03.2010 11:29 Uhr

    von kevin:

    das hockey in deutschland ist schlicht un ergreifend schlecht es gibt kaum anreize hockey zu spielen als kind wo auch es gibt so gut wie keine sehr gute jugendarbeit. wie schon im artikel beschrieben beschränken sich die einkäufe auf alte amis das problem: die sind aber immer noch zehnmal besser als die schlecht ausgebildeten jungen spielern. ich weiss der vergleich hinckt denn in den USA ist hockey im norden echter nationalsport aber die kids ham auch vorbilder "rowmodels" wie der ami sagt, aber hier isses der namenlose amerikaner.

  • 29.03.2010 17:20 Uhr

    von Kalix:

    Nicht schlecht, aber zu kurz gesprungen.Frage: woher kam die finanzielle Sicherheit der Eisbären in den mehr als 10 Jahren? wo man im Wellblechpalaste im Durchschnitt unter 4.000 Zuschauern spielte; schwarze, frühere Kassen aus den guten alten Zeiten? Zur DEL - das System ist pleite; zu wenig Indentifikation der deutschen Zuschauer mit den Nordamerikanern. Mit Gewalt, gegen das Publikum, gegen die Spieler will man eine 2. NHL installieren und verschliesst die Augen, dass seit Jahren regelmässig ein Verein aufgibt bzw. seit 2 Jahren der Sieger aus der Bundesliga auf den Ausstieg in die DEL verzichtet. Köln hatte in den letzten 10 Jahren 30 MIO € verbrannt; ohne Hopp spielte Mannheim in der Regionalliga; Nürnberg steht jedes Mal vor dem Abgrund, Krefeld und Düsseldorf liegen auf der Intensivstation; zum Schluss haben wir DDR Verhältnisse -
    Eisbären - Adler
    Adler - Eisbären usw.

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