Wenn Union und FDP die Einkommensteuer senken, führt das nicht zu mehr Wachstum oder mehr Staatseinnahmen, sagt Finanzwissenschaftler Clemens Fuest.von Hannes Koch
Von der Hand zu weisen, dass dem LEISTUNGSTRÄGER ein Bonus zusteht, zustehen soll, ist ja gar nicht !
Vor dem Hintergrund der Hunderte von Milliarden ... die in die Banken geflossen sind.
Vor dem Hintergrund allerdings, dass genau sie diese -als Schulden- bezahlen müssen, weil sie nicht da waren, die MRD, -so wurde und wird es bislang kolportiert-
macht das KEINEN SINN.
Da hätte man eher aufstehen müssen ! Nämlich bei der Bewilligung des Geldes.
Oder besser noch eher, als die Wege bereitet wurden. Da hat Guido Spass gehabt.
TRENNEN SIE SICH VOM GELD !
Im Kopf zuerst.
Vor allen Dingen MUSS WEG:
Dass ein Zustand -z.B. der Fall der Arbeitslosigkeit in Hartz4- eintreten kann , der einem den definitive Garaus macht.
DIESE ANGST davor muss weg. Und das geht nicht mit 660 Euro.
Und wenn "der Amerikaner" bis zum Mars verschuldet, nie wieder so einkauft als presst man ihm die Dollar in die Adern,
dann kommt DER ZUSTAND früher oder später.
Obwohl er besser aus ökologischen Gründen käme.
Es führt kein Weg dran vorbei: NUR das, was da ist, muss zugänglich sein,
aber FÜR JEDEN HIER!
Und dazu zählt als allererstes ERWERBSARBEIT.
Aber nicht die, die nach schätzungen und sich selbsterfüllungen Prophezeihungen vorhanden sein kann;
NEIN, die, die im schlimmsten Falle nur da ist.
11.02.2011 17:59 Uhr
von ochsausbayern:
Nachtrag und Reaktion auf Mauermer Kommentar von 13:51 Uhr: Du tust mir echt irgendwie Leid. Meiner Ansicht nach plabberst du die Lügen der von der INSM beiflussten Mehrheits-Medienlandschaft willenlos nach, ohne dass du auch nur grundlegende volkwirtschaftlichen Theorien verstanden hast. Ich hoffe, dass du ein Abitur hast, denn dann empfehle ich dir ein Auslandssemester zu machen. Dort wirst du feststellen in weit die Mehrsmeinung bzgl. Volkwirtschaft von Lobbygruppen beiflusst ist. Oder lese dir das Buch "Das Ende der Massenarbeitslosigkeit. Mit richtiger Wirtschaftspolitik die Zukunft gewinnen (Heiner Flassbeck und Friederike Spiecker)" durch. Dein Satz "Wir müssen auf der Ausgabenseite anfangen, keiner kann es sich leisten, ständig mehr auszugeben, als er einnimmt." entlarvt dich als völlig unwissend. Sorry, aber :-) So Begriffe wie Gesamt- und Einzelrationalität sind dir wohl völlig fremd? Ich habe jetzt keine Zeit mehr. Deswegen 2 links: http://www.ngo-online.de/ganze_nachricht.php?Nr=12217 http://www.hamburger-medienschaufenster.de/artikel/2007/12/12-17-streitgespraaech-bei-verdi/schulden-vermoegen-wachstum.htm
11.02.2011 17:59 Uhr
von Flipper:
@ Mauermer: Genau! Wo kämen wir denn da hin, wenn wir wissenschaftliche Erkenntnisse als Grundlage staatlicher Entscheidungen nehmen würden. Stattdessen nehmen wir doch lieber den wirtschaftswissenschaftlichen Sachverstand von Leuten à la G.Westerwelle. Denn anders als die "selbsternannten" Professoren mussten Politiker ihre entsprechenden Kompetenzen ja strikt nachweisen, was? F.Steinmeier behauptete im "Fernsehduell", wenn man den Mittelwert der Steuersenkungsversprechen von FDP und Union nehme, dann müsse das Wirtschaftswachstum um 9% liegen, um die Einnahmeverluste zeitnah auszugleichen! Ich weiß ja nicht, ob's stimmt, aber A.Merkel wusste außer hmhm nichts zu erwidern, also scheint die Zahl nicht ganz falsch zu sein. Fazit: Am Besten wir werfen außer sämtlichen wissenschaftlichen Erkenntnissen auch gleich noch das kleine Einmaleins über Bord, um uns Steuersenkungen für Leute, die sie nicht brauchen, schönzureden. Warum dehnen wir diese Vorgehensweise eigentlich nicht auch auf Naturwissenschaften aus - das wäre doch z.B. eine Lösung für die Endlagerung des Atommülls! Aber das wurde ja wie es scheint von der Kohlregierung auch schon versucht...
11.02.2011 17:59 Uhr
von Mauermer:
@ ochsausBayern: Sie verwechseln da etwas, Kleptokratie ist die Staatsform, die der arbeitenden Bevölkerung das Geld aus der Tasche stiehlt, um es der nichtarbeitenden Bevölkerung nachzuwerfen, damit die Ruhe gibt und nicht aufmuckt. Schon das Wort Finanzforscher im Artikel erzeugt Brechreiz. Wie wäre es mal mit machen statt totzureden? Wer hat diese Leute eigentlich gefragt? Und auf welcher Basis erheben die ihre Aussagen zum Gottesurteil? Bis jetzt hat noch jeder dieser selbsternannten Experten sich gnadenlos geirrt. Es muß endlich ein Ende der Politik für Armgerechnete geben oder der Karren fährt an die Wand.
11.02.2011 17:59 Uhr
von Mauermer:
Es wäre schön, wenn all die >>Experten<< endlich mal Ruhe gäben. Bis jetzt sind keine ihrer Theorien wirklich erwiesen. Allein es gilt jetzt: Wir müssen die Binnenkonjunktur ankurbeln, der Export schafft es nicht, uns aus der Krise zu holen. Das Beste wäre, endlich den absolut überflüssigen Soli zu streichen. In einem zweiten Schritt den Mittelstandsbauch (trifft schon lange normale Tarifgehälter!!!) verflachen und eine jährliche Anpassung der Steuertarife, gekoppelt an die Inflationsrate einzuführen. Dritter Schritt: Absenken der Steuertarife, ein Höchststeuersatz frühestens bei ca. 150.000 Euro. Dann zwei Jahre warten und anschließend dürfen die Experten sich ans Auswerten machen. Keinesfalls früher und bitte keine Zwischenberichte mit der Kristallkugel! Ach ja, vergessen: Gegenfinanzierung ausschließlich durch Ausgabensenkung, z.B. bei Entwicklungshilfe für Atomstaaten mit eigener Raumfahrt oder Subventionen für DAX-Unternehmen. Wer so groß ist, braucht keine Staatsknete!
07.10.2009 00:29 Uhr
von Juergen K.:
Die FDP, die FDP ...
Von der Hand zu weisen, dass dem LEISTUNGSTRÄGER ein Bonus zusteht, zustehen soll, ist ja gar nicht !
Vor dem Hintergrund der Hunderte von Milliarden ... die in die Banken geflossen sind.
Vor dem Hintergrund allerdings, dass genau sie diese -als Schulden- bezahlen müssen, weil sie nicht da waren, die MRD, -so wurde und wird es bislang kolportiert-
macht das KEINEN SINN.
Da hätte man eher aufstehen müssen ! Nämlich bei der Bewilligung des Geldes.
Oder besser noch eher, als die Wege bereitet wurden. Da hat Guido Spass gehabt.
TRENNEN SIE SICH VOM GELD !
Im Kopf zuerst.
Vor allen Dingen MUSS WEG:
Dass ein Zustand -z.B. der Fall der Arbeitslosigkeit in Hartz4- eintreten kann , der einem den definitive Garaus macht.
DIESE ANGST davor muss weg. Und das geht nicht mit 660 Euro.
Und wenn "der Amerikaner" bis zum Mars verschuldet, nie wieder so einkauft als presst man ihm die Dollar in die Adern,
dann kommt DER ZUSTAND früher oder später.
Obwohl er besser aus ökologischen Gründen käme.
Es führt kein Weg dran vorbei: NUR das, was da ist, muss zugänglich sein,
aber FÜR JEDEN HIER!
Und dazu zählt als allererstes ERWERBSARBEIT.
Aber nicht die, die nach schätzungen und sich selbsterfüllungen Prophezeihungen vorhanden sein kann;
NEIN, die, die im schlimmsten Falle nur da ist.
06.10.2009 16:36 Uhr
von ochsausbayern:
@ mauermer: Jetzt muss ich doch noch mal, obwohl ich eigentlich keine Zeit haben. Was du hier von dir gegeben hast, ist ein unfassbarer Quatsch. Ich finde es so traurig, dass ein paar Lobbygruppen jede volkswirtschaftlich Grundbildung im Keim ersticken. Hast du während des Abitur vielleicht ein Grundkurs Wirtschaft und Recht gehabt? Aber du vertrittst dein "Wissen" ja mit Vehemenz. Wahnsinn. Man nehme ein gut arbeitende Lobbygruppe, nenne sie Neue Soziale Markwirtschaft, gehe auf die vom Prekariat bedrohte Unter- Mittelschicht zu und erzähle ihnen einfach Weisheiten. Man gebe der vom Prekariat bedrohte Unter- Mittelschicht einen einfachen Sündenbock: die Hartz-4-ler. Und schwupss, kann man Deutschland regieren. Gut: Man muss den seriösen wissenschaftlichen Kurs vorher noch ersticken (Hamburger Appell). Du weisst schon, dass gerade unter finanziell schwachen das Bedürfnis am größten ist, noch schwächere zu finden und diese ausgrenzen. So ist die soziale Ausgrenzung erwiesener Maßen unter obdachlosen am grössten. Du meinst tatsächlich, dass eine volkwirtschaft ähnlich wie ein tante emma laden wirtschaftet? Dann erklär mir doch z.B. bitte, wo das Geld hinwandert, wenn die Bundesregierung bei gleichbleibender Einahmen die Ausgaben halbiert?
Sorry taz für dreimal hintereinander posten. Aber.... wahnsinn *kopfschüttel*
06.10.2009 15:37 Uhr
von ochsausbayern:
Nachtrag und Reaktion auf Mauermer Kommentar von 13:51 Uhr: Du tust mir echt irgendwie Leid. Meiner Ansicht nach plabberst du die Lügen der von der INSM beiflussten Mehrheits-Medienlandschaft willenlos nach, ohne dass du auch nur grundlegende volkwirtschaftlichen Theorien verstanden hast. Ich hoffe, dass du ein Abitur hast, denn dann empfehle ich dir ein Auslandssemester zu machen. Dort wirst du feststellen in weit die Mehrsmeinung bzgl. Volkwirtschaft von Lobbygruppen beiflusst ist. Oder lese dir das Buch "Das Ende der Massenarbeitslosigkeit. Mit richtiger Wirtschaftspolitik die Zukunft gewinnen (Heiner Flassbeck und Friederike Spiecker)" durch. Dein Satz "Wir müssen auf der Ausgabenseite anfangen, keiner kann es sich leisten, ständig mehr auszugeben, als er einnimmt." entlarvt dich als völlig unwissend. Sorry, aber :-) So Begriffe wie Gesamt- und Einzelrationalität sind dir wohl völlig fremd? Ich habe jetzt keine Zeit mehr. Deswegen 2 links: http://www.ngo-online.de/ganze_nachricht.php?Nr=12217 http://www.hamburger-medienschaufenster.de/artikel/2007/12/12-17-streitgespraaech-bei-verdi/schulden-vermoegen-wachstum.htm
06.10.2009 15:03 Uhr
von ochsausbayern:
Die Bürgergeldidee der FDP finde dagegen sehr gut. Sollte die FDP mit diesen BAfög-Mist endlich aufräumen, hätte sie meine langandauernde Unterstützung sicher. Die SPD hat durch diesen Bafögmist meine Unterstützung für immer verloren. Ich habe absolut nichts gegen selbe Chancen für jeden (ich bin sogar sehr dafür), aber durch diesen Bafögmist werden Studierende bevorzugt behandelt; bei denen eine bevorzugte Behandlungen aufgrund ihrer Qualifikationen und ihres Potentials nicht gerechtfertigt ist. Die SPD ist für mich eine typische Bafögpartei. @Mauermer: Ich weiß nicht, welche volkswirtschaftliche Grundausbildung du hast. Du schreibst "Es wäre schön, wenn all die >>Experten<< endlich mal Ruhe gäben. Bis jetzt sind keine ihrer Theorien wirklich erwiesen." Darf ich darauf hinweisen, dass die meisten deutschen "Eperten" Anhänger der angbotsorientierten Wirtschaftpolitik sind. Ob sie dies ganz freiwillig geworden sind, ist eine andere Frage. Immerhin wurde der "Hamburger Appell" von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft finanziert. In den vielen anderen Industrieländern, in denen die Wissenschaft weniger durch eine starke und sehr effizient arbeitende Lobbygruppe beeinflusst wurde, finden unter dem Eindruck der Finanzkrise auch wieder Anhänger der nachfrageorientierten Politik mehr Gehöhr. Paul Volcker ist zum Beispiel Vorsitzender von Obamas "President's Economic Recovery Advisory Board". Desweiteren schreibst du "Allein es gilt jetzt: Wir müssen die Binnenkonjunktur ankurbeln, der Export schafft es nicht, uns aus der Krise zu holen." Tja, wenn ich diesen Satz lese, denke ich: Du bist ein Anhänger einer nachfrageorientierten Wirtschaftspolitik - genau die Wirschaftspolitik, die der im Text genannte Clemens Fuest vertritt. Denn das Ankurbeln der seit Jahren sich unter dem Durchschnitt der anderen Industrieländer befindenden Binnennachfrage mit Hilfe von Steuersenkungen ist ein Kennzeichen einer nachfrageorientierten Wirtschaftspolitik. Dagegen hast du bei deinen letzten Punkten "Ach ja, vergessen: Gegenfinanzierung ausschließlich durch Ausgabensenkung, z.B. bei Entwicklungshilfe für Atomstaaten mit eigener Raumfahrt oder Subventionen für DAX-Unternehmen. Wer so groß ist, braucht keine Staatsknete!" meine vollste Zustimmung. Das sind gute Ideen von dir, die dennoch den Vorstellungen der von der INSM kontrollierten wirtschaftlichen Leitmeinung der "deutschen" angebotsorientierten Wirtschaftspoltik entschiedenst zu wider laufen. Ich schreibe bewusst von einer "deutschen" angebotsorientierten Wirtschaftspolitik. Die Vorstellung anderer Länder bzgl. angebotsorientierter Wirtschaftspolitik unterscheiden sich sehr von den, durch ein starke Lobbygruppe geprägten, Vorstellung in Deutschland. Ich erwähne in diesem Kontext besonders die Universitäten Löwen und Oxford. Obwohl ich die Effizienz und die Leistung(im Sinne der Auftragerfüllung, nicht im Sinne des Auftrages) der INSM sehr bewundere, wünsche ich mir dennoch weniger Beeinflussungen des wissenschaftlichen Diskurses. Denn manche der seit Schröder in Deutschland herumgeisternden Theorien scheinen mir manchmal mehr den plutokratischen, "gaming the system", aus dem "Halliburton-Phänomen" herausresultierenden Ideen einer Regierung von George W. Bush zu ähneln, als den neoliberalen Ideen eines Milton Friedman. Die letzten Jahre seiens Lebens war Friedmann nur noch entsetzt was Bush unter dem Namen einer neo-liberalen Wirtschaftspolitik in seinem Land anstellt. Ich persönlich bin weder ein Anhänger einer Angebots noch Nachfrage orientierten Politik. Beide haben ihre Vor und Nachteile. Jedoch die Beeinflussung des wissenschaftlichen Diskurses durch Lobbygruppen, ist in meinen Augen falsch; und das Ausmaß dieser Beinflussung ist bei weiten grösser als in anderen Industrieländern. Sollte die FDP oder CDU den lang erträumten Traum des Herrn Friedmanns von einer negativen Einkommensteuer erfüllen und das Konzept der negativen Einkommensteuer stimmig umsetzen, werden wir in Deutschland eine sozial gerechtere Politik als in den Jahren der "gaming the system"-Schlitzohren Gerhard Schröder, Joschkar Fischer, Werner Müller, Bodo Hombach, Otto Schily und Wolfgang Clement erfahren. Wünschenswert wäre es zudem, wenn die FDP und auch die CDU parteiintern eine offenere und unbeinflusstere Herangehensweise an die wirtschaftlichen Grundfragen zulässt, verglichen mit den derzeitigen, lobby-kontrollierten Einheitsbrei mancher Zeitungen. Parteien wie die SPD oder die Grünen sollten sich zurückhalten mit Vorwürfen gegenüber der FDP. Ein Blick auf jetztigen Tätigkeiten der ehemaligen Lichtgestalten beider Parteien sollte genügen. Um es auf den Punkt zu bringen: Ich bin halbwegs zuversichtlich gegenüber den Vorstellungen der FDP, gerade bzgl. des Bürgergeldes. Dennoch würde ich mir eine gesteigerte Beachtung nachfrageorienter Wirtschaftkonzepte wünschen. @Mauermers 2. Kommentar: ich weis nicht, ob du das Aussmass von plutokratischen/kleptokratischen Strukturen innerhalb der deutschen „Demokratie“ (?) erahnst. Die Kosten von Sozialbetrug, den ich auch missbillige, sind verglichen mit den Schaden, den plutokratische/kleptokratische Strukturen anrichten, „peanuts“.
06.10.2009 14:15 Uhr
von hartnäckig:
Diese ganze Debatte erübrigt sich, weil es doch nur darum geht, Geschenke an die CDU- und FDP-Wähler zu verteilen. Um das zu verschleiern wurden und werden ein paar dubiose Thesen aufgestellt, an die die Koalitionäre selbst nicht glauben. Oder sind sie wirklich so dumm?
Die Zeiten des Wachstums sind vorbei. Merkel und Westerwelle ist es vorbehalten, dafür den endgülitgen Beweis zu erbringen.
06.10.2009 13:51 Uhr
von Mauermer:
@Flipper: Es wäre schön, wenn endlich einmal wissenschaftliche Erkenntnisse statt Dogmen bei der Regierungsarbeit eingesetzt würden. Aber solche Erkenntnisse müssen verifizierbar sein und daran scheitert bisher noch jede Theorie der sog. Wirtschaftswissenschaftler. Es geht ganz einfach: Wir müssen auf der Ausgabenseite anfangen, keiner kann es sich leisten, ständig mehr auszugeben, als er einnimmt. Die FDP hat ca. 500! Punkte vorgeschlagen, wo Einsparungen ohne Probleme möglich sind. Man muß es nur wollen und nicht jedem Wunsch seiner Klientel einfach nachgeben oder private Hobbys auf Staatsebene pflegen. Wo steht geschrieben, daß Erleichterungen für einen Teil der Bevölkerung immer zu Lasten eines anderen Teils gehen müssen? Das ist typisches Sozialistendogma, bei denen geht es immer nur mit >>Anderen in die Tasche greifen<<. So wurde jahrelang unser Geld verschleudert, mit der Gießkanne verteilt, ohne Kontrolle, ohne Sinn und Zweck zu hinterfragen. Und immer zugunsten irgendwelcher Randgruppen, die aus falsch verstandenem Gutmenschentum >>begünstigt<< werden müssen. Gleiches Recht für alle und gleiche Pflichten! Keine Begünstigungen und keine Sonderrechte. Steuergelder sind zuallererst die Gelder derer, die sie erwirtschaften. Jeder Staat sollte sorgfältig damit umgehen. Und niemandem steht es zu, mehr zu fordern als unbedingt notwendig. Derzeit ist das Maß übervoll, die Summe dessen, was in die falschen Kanäle abfließt, um ein Mehrfaches zu groß. Die angeblichen Löcher im Haushalt sind keine Löcher, es sind Mehreinnahmen, die nur nicht ganz so hoch ausfallen wie gewünscht! Diese Mehreinnahmen (von 2005 bis 2008 jährlich 94,5 Milliarden Euro!) sind aber in den Planungen schon wieder verbraucht. Ein Glück, daß die FDP gegensteuert! Allein diese Summe würde ausreichen, alle Steuersenkungen umzusetzen und noch ca. 50 Milliarden Euro zur Tilgung verwenden zu können.
06.10.2009 13:08 Uhr
von Flipper:
@ Mauermer: Genau! Wo kämen wir denn da hin, wenn wir wissenschaftliche Erkenntnisse als Grundlage staatlicher Entscheidungen nehmen würden. Stattdessen nehmen wir doch lieber den wirtschaftswissenschaftlichen Sachverstand von Leuten à la G.Westerwelle. Denn anders als die "selbsternannten" Professoren mussten Politiker ihre entsprechenden Kompetenzen ja strikt nachweisen, was? F.Steinmeier behauptete im "Fernsehduell", wenn man den Mittelwert der Steuersenkungsversprechen von FDP und Union nehme, dann müsse das Wirtschaftswachstum um 9% liegen, um die Einnahmeverluste zeitnah auszugleichen! Ich weiß ja nicht, ob's stimmt, aber A.Merkel wusste außer hmhm nichts zu erwidern, also scheint die Zahl nicht ganz falsch zu sein. Fazit: Am Besten wir werfen außer sämtlichen wissenschaftlichen Erkenntnissen auch gleich noch das kleine Einmaleins über Bord, um uns Steuersenkungen für Leute, die sie nicht brauchen, schönzureden. Warum dehnen wir diese Vorgehensweise eigentlich nicht auch auf Naturwissenschaften aus - das wäre doch z.B. eine Lösung für die Endlagerung des Atommülls! Aber das wurde ja wie es scheint von der Kohlregierung auch schon versucht...
06.10.2009 10:46 Uhr
von Mauermer:
@ ochsausBayern: Sie verwechseln da etwas, Kleptokratie ist die Staatsform, die der arbeitenden Bevölkerung das Geld aus der Tasche stiehlt, um es der nichtarbeitenden Bevölkerung nachzuwerfen, damit die Ruhe gibt und nicht aufmuckt. Schon das Wort Finanzforscher im Artikel erzeugt Brechreiz. Wie wäre es mal mit machen statt totzureden? Wer hat diese Leute eigentlich gefragt? Und auf welcher Basis erheben die ihre Aussagen zum Gottesurteil? Bis jetzt hat noch jeder dieser selbsternannten Experten sich gnadenlos geirrt. Es muß endlich ein Ende der Politik für Armgerechnete geben oder der Karren fährt an die Wand.
05.10.2009 20:47 Uhr
von ochsausBayern:
Guter Artikel. Clemens Fuest, Paul Volcker, Heiner Flassbeck, Dominique Strauss-Kahn, Claus Noé usw.. würden alle geschlossen die neoliberalen Wirtschaftpläne,die derzeit in Deutschland als Ei des Columbus verkauft werden, als groben Unfug verurteilen. Und zwar grober Unfug gemessen in Aspekten der wirtschaftlichen Effizienz- ethische Fragen bleiben bei dieser Bewertung aussen vor. Eines muss man der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft lassen: Sie versteht es geschickt Bevölkerungsteilen, die sich -von der Angst der Absturzes getrieben- gegenüber noch finanziell Schwächeren profilieren müssen, ihre nicht stimmige, da kleptokratische Wirtschaftpolitik als die einzig Richtige zu vermittlen.
05.10.2009 19:29 Uhr
von Mauermer:
Es wäre schön, wenn all die >>Experten<< endlich mal Ruhe gäben. Bis jetzt sind keine ihrer Theorien wirklich erwiesen. Allein es gilt jetzt: Wir müssen die Binnenkonjunktur ankurbeln, der Export schafft es nicht, uns aus der Krise zu holen. Das Beste wäre, endlich den absolut überflüssigen Soli zu streichen. In einem zweiten Schritt den Mittelstandsbauch (trifft schon lange normale Tarifgehälter!!!) verflachen und eine jährliche Anpassung der Steuertarife, gekoppelt an die Inflationsrate einzuführen. Dritter Schritt: Absenken der Steuertarife, ein Höchststeuersatz frühestens bei ca. 150.000 Euro. Dann zwei Jahre warten und anschließend dürfen die Experten sich ans Auswerten machen. Keinesfalls früher und bitte keine Zwischenberichte mit der Kristallkugel! Ach ja, vergessen: Gegenfinanzierung ausschließlich durch Ausgabensenkung, z.B. bei Entwicklungshilfe für Atomstaaten mit eigener Raumfahrt oder Subventionen für DAX-Unternehmen. Wer so groß ist, braucht keine Staatsknete!
Leserkommentare
11.02.2011 17:59 Uhr
von Juergen K.:
Die FDP, die FDP ...
Von der Hand zu weisen, dass dem LEISTUNGSTRÄGER
ein Bonus zusteht, zustehen soll, ist ja gar nicht !
Vor dem Hintergrund der Hunderte von Milliarden ... die in die Banken geflossen sind.
Vor dem Hintergrund allerdings, dass genau sie diese -als Schulden- bezahlen müssen, weil sie nicht da waren, die MRD, -so wurde und wird es bislang kolportiert-
macht das KEINEN SINN.
Da hätte man eher aufstehen müssen !
Nämlich bei der Bewilligung des Geldes.
Oder besser noch eher, als die Wege bereitet wurden. Da hat Guido Spass gehabt.
TRENNEN SIE SICH VOM GELD !
Im Kopf zuerst.
Vor allen Dingen MUSS WEG:
Dass ein Zustand
-z.B. der Fall der Arbeitslosigkeit in Hartz4- eintreten kann , der einem den definitive Garaus macht.
DIESE ANGST davor muss weg.
Und das geht nicht mit 660 Euro.
Und wenn "der Amerikaner" bis zum Mars verschuldet, nie wieder so einkauft als presst man ihm die Dollar in die Adern,
dann kommt DER ZUSTAND früher oder später.
Obwohl er besser aus ökologischen Gründen käme.
Es führt kein Weg dran vorbei:
NUR das, was da ist, muss zugänglich sein,
aber FÜR JEDEN HIER!
Und dazu zählt als allererstes ERWERBSARBEIT.
Aber nicht die, die nach schätzungen und sich selbsterfüllungen Prophezeihungen vorhanden sein kann;
NEIN, die, die im schlimmsten Falle nur da ist.
11.02.2011 17:59 Uhr
von ochsausbayern:
Nachtrag und Reaktion auf Mauermer Kommentar von 13:51 Uhr: Du tust mir echt irgendwie Leid. Meiner Ansicht nach plabberst du die Lügen der von der INSM beiflussten Mehrheits-Medienlandschaft willenlos nach, ohne dass du auch nur grundlegende volkwirtschaftlichen Theorien verstanden hast.
Ich hoffe, dass du ein Abitur hast, denn dann empfehle ich dir ein Auslandssemester zu machen. Dort wirst du feststellen in weit die Mehrsmeinung bzgl. Volkwirtschaft von Lobbygruppen beiflusst ist.
Oder lese dir das Buch "Das Ende der Massenarbeitslosigkeit. Mit richtiger Wirtschaftspolitik die Zukunft gewinnen (Heiner Flassbeck und Friederike Spiecker)" durch.
Dein Satz "Wir müssen auf der Ausgabenseite anfangen, keiner kann es sich leisten, ständig mehr auszugeben, als er einnimmt." entlarvt dich als völlig unwissend. Sorry, aber :-)
So Begriffe wie Gesamt- und Einzelrationalität sind dir wohl völlig fremd?
Ich habe jetzt keine Zeit mehr. Deswegen 2 links:
http://www.ngo-online.de/ganze_nachricht.php?Nr=12217
http://www.hamburger-medienschaufenster.de/artikel/2007/12/12-17-streitgespraaech-bei-verdi/schulden-vermoegen-wachstum.htm
11.02.2011 17:59 Uhr
von Flipper:
@ Mauermer:
Genau! Wo kämen wir denn da hin, wenn wir wissenschaftliche Erkenntnisse als Grundlage staatlicher Entscheidungen nehmen würden. Stattdessen nehmen wir doch lieber den wirtschaftswissenschaftlichen Sachverstand von Leuten à la G.Westerwelle. Denn anders als die "selbsternannten" Professoren mussten Politiker ihre entsprechenden Kompetenzen ja strikt nachweisen, was?
F.Steinmeier behauptete im "Fernsehduell", wenn man den Mittelwert der Steuersenkungsversprechen von FDP und Union nehme, dann müsse das Wirtschaftswachstum um 9% liegen, um die Einnahmeverluste zeitnah auszugleichen! Ich weiß ja nicht, ob's stimmt, aber A.Merkel wusste außer hmhm nichts zu erwidern, also scheint die Zahl nicht ganz falsch zu sein. Fazit: Am Besten wir werfen außer sämtlichen wissenschaftlichen Erkenntnissen auch gleich noch das kleine Einmaleins über Bord, um uns Steuersenkungen für Leute, die sie nicht brauchen, schönzureden.
Warum dehnen wir diese Vorgehensweise eigentlich nicht auch auf Naturwissenschaften aus - das wäre doch z.B. eine Lösung für die Endlagerung des Atommülls! Aber das wurde ja wie es scheint von der Kohlregierung auch schon versucht...
11.02.2011 17:59 Uhr
von Mauermer:
@ ochsausBayern: Sie verwechseln da etwas, Kleptokratie ist die Staatsform, die der arbeitenden Bevölkerung das Geld aus der Tasche stiehlt, um es der nichtarbeitenden Bevölkerung nachzuwerfen, damit die Ruhe gibt und nicht aufmuckt. Schon das Wort Finanzforscher im Artikel erzeugt Brechreiz. Wie wäre es mal mit machen statt totzureden? Wer hat diese Leute eigentlich gefragt? Und auf welcher Basis erheben die ihre Aussagen zum Gottesurteil? Bis jetzt hat noch jeder dieser selbsternannten Experten sich gnadenlos geirrt. Es muß endlich ein Ende der Politik für Armgerechnete geben oder der Karren fährt an die Wand.
11.02.2011 17:59 Uhr
von Mauermer:
Es wäre schön, wenn all die >>Experten<< endlich mal Ruhe gäben. Bis jetzt sind keine ihrer Theorien wirklich erwiesen. Allein es gilt jetzt: Wir müssen die Binnenkonjunktur ankurbeln, der Export schafft es nicht, uns aus der Krise zu holen. Das Beste wäre, endlich den absolut überflüssigen Soli zu streichen. In einem zweiten Schritt den Mittelstandsbauch (trifft schon lange normale Tarifgehälter!!!) verflachen und eine jährliche Anpassung der Steuertarife, gekoppelt an die Inflationsrate einzuführen. Dritter Schritt: Absenken der Steuertarife, ein Höchststeuersatz frühestens bei ca. 150.000 Euro. Dann zwei Jahre warten und anschließend dürfen die Experten sich ans Auswerten machen. Keinesfalls früher und bitte keine Zwischenberichte mit der Kristallkugel! Ach ja, vergessen: Gegenfinanzierung ausschließlich durch Ausgabensenkung, z.B. bei Entwicklungshilfe für Atomstaaten mit eigener Raumfahrt oder Subventionen für DAX-Unternehmen. Wer so groß ist, braucht keine Staatsknete!
07.10.2009 00:29 Uhr
von Juergen K.:
Die FDP, die FDP ...
Von der Hand zu weisen, dass dem LEISTUNGSTRÄGER
ein Bonus zusteht, zustehen soll, ist ja gar nicht !
Vor dem Hintergrund der Hunderte von Milliarden ... die in die Banken geflossen sind.
Vor dem Hintergrund allerdings, dass genau sie diese -als Schulden- bezahlen müssen, weil sie nicht da waren, die MRD, -so wurde und wird es bislang kolportiert-
macht das KEINEN SINN.
Da hätte man eher aufstehen müssen !
Nämlich bei der Bewilligung des Geldes.
Oder besser noch eher, als die Wege bereitet wurden. Da hat Guido Spass gehabt.
TRENNEN SIE SICH VOM GELD !
Im Kopf zuerst.
Vor allen Dingen MUSS WEG:
Dass ein Zustand
-z.B. der Fall der Arbeitslosigkeit in Hartz4- eintreten kann , der einem den definitive Garaus macht.
DIESE ANGST davor muss weg.
Und das geht nicht mit 660 Euro.
Und wenn "der Amerikaner" bis zum Mars verschuldet, nie wieder so einkauft als presst man ihm die Dollar in die Adern,
dann kommt DER ZUSTAND früher oder später.
Obwohl er besser aus ökologischen Gründen käme.
Es führt kein Weg dran vorbei:
NUR das, was da ist, muss zugänglich sein,
aber FÜR JEDEN HIER!
Und dazu zählt als allererstes ERWERBSARBEIT.
Aber nicht die, die nach schätzungen und sich selbsterfüllungen Prophezeihungen vorhanden sein kann;
NEIN, die, die im schlimmsten Falle nur da ist.
06.10.2009 16:36 Uhr
von ochsausbayern:
@ mauermer: Jetzt muss ich doch noch mal, obwohl ich eigentlich keine Zeit haben. Was du hier von dir gegeben hast, ist ein unfassbarer Quatsch.
Ich finde es so traurig, dass ein paar Lobbygruppen jede volkswirtschaftlich Grundbildung im Keim ersticken. Hast du während des Abitur vielleicht ein Grundkurs Wirtschaft und Recht gehabt?
Aber du vertrittst dein "Wissen" ja mit Vehemenz. Wahnsinn. Man nehme ein gut arbeitende Lobbygruppe, nenne sie Neue Soziale Markwirtschaft, gehe auf die vom Prekariat bedrohte Unter- Mittelschicht zu und erzähle ihnen einfach Weisheiten. Man gebe der vom Prekariat bedrohte Unter- Mittelschicht einen einfachen Sündenbock: die Hartz-4-ler. Und schwupss, kann man Deutschland regieren. Gut: Man muss den seriösen wissenschaftlichen Kurs vorher noch ersticken (Hamburger Appell).
Du weisst schon, dass gerade unter finanziell schwachen das Bedürfnis am größten ist, noch schwächere zu finden und diese ausgrenzen. So ist die soziale Ausgrenzung erwiesener Maßen unter obdachlosen am grössten.
Du meinst tatsächlich, dass eine volkwirtschaft ähnlich wie ein tante emma laden wirtschaftet?
Dann erklär mir doch z.B. bitte, wo das Geld hinwandert, wenn die Bundesregierung bei gleichbleibender Einahmen die Ausgaben halbiert?
Sorry taz für dreimal hintereinander posten. Aber.... wahnsinn *kopfschüttel*
06.10.2009 15:37 Uhr
von ochsausbayern:
Nachtrag und Reaktion auf Mauermer Kommentar von 13:51 Uhr: Du tust mir echt irgendwie Leid. Meiner Ansicht nach plabberst du die Lügen der von der INSM beiflussten Mehrheits-Medienlandschaft willenlos nach, ohne dass du auch nur grundlegende volkwirtschaftlichen Theorien verstanden hast.
Ich hoffe, dass du ein Abitur hast, denn dann empfehle ich dir ein Auslandssemester zu machen. Dort wirst du feststellen in weit die Mehrsmeinung bzgl. Volkwirtschaft von Lobbygruppen beiflusst ist.
Oder lese dir das Buch "Das Ende der Massenarbeitslosigkeit. Mit richtiger Wirtschaftspolitik die Zukunft gewinnen (Heiner Flassbeck und Friederike Spiecker)" durch.
Dein Satz "Wir müssen auf der Ausgabenseite anfangen, keiner kann es sich leisten, ständig mehr auszugeben, als er einnimmt." entlarvt dich als völlig unwissend. Sorry, aber :-)
So Begriffe wie Gesamt- und Einzelrationalität sind dir wohl völlig fremd?
Ich habe jetzt keine Zeit mehr. Deswegen 2 links:
http://www.ngo-online.de/ganze_nachricht.php?Nr=12217
http://www.hamburger-medienschaufenster.de/artikel/2007/12/12-17-streitgespraaech-bei-verdi/schulden-vermoegen-wachstum.htm
06.10.2009 15:03 Uhr
von ochsausbayern:
Die Bürgergeldidee der FDP finde dagegen sehr gut. Sollte die FDP mit diesen BAfög-Mist endlich aufräumen, hätte sie meine langandauernde Unterstützung sicher. Die SPD hat durch diesen Bafögmist meine Unterstützung für immer verloren. Ich habe absolut nichts gegen selbe Chancen für jeden (ich bin sogar sehr dafür), aber durch diesen Bafögmist werden Studierende bevorzugt behandelt; bei denen eine bevorzugte Behandlungen aufgrund ihrer Qualifikationen und ihres Potentials nicht gerechtfertigt ist. Die SPD ist für mich eine typische Bafögpartei.
@Mauermer:
Ich weiß nicht, welche volkswirtschaftliche Grundausbildung du hast.
Du schreibst "Es wäre schön, wenn all die >>Experten<< endlich mal Ruhe gäben. Bis jetzt sind keine ihrer Theorien wirklich erwiesen."
Darf ich darauf hinweisen, dass die meisten deutschen "Eperten" Anhänger der angbotsorientierten Wirtschaftpolitik sind. Ob sie dies ganz freiwillig geworden sind, ist eine andere Frage. Immerhin wurde der "Hamburger Appell" von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft finanziert.
In den vielen anderen Industrieländern, in denen die Wissenschaft weniger durch eine starke und sehr effizient arbeitende Lobbygruppe beeinflusst wurde, finden unter dem Eindruck der Finanzkrise auch wieder Anhänger der nachfrageorientierten Politik mehr Gehöhr. Paul Volcker ist zum Beispiel Vorsitzender von Obamas "President's Economic Recovery Advisory Board".
Desweiteren schreibst du "Allein es gilt jetzt: Wir müssen die Binnenkonjunktur ankurbeln, der Export schafft es nicht, uns aus der Krise zu holen."
Tja, wenn ich diesen Satz lese, denke ich: Du bist ein Anhänger einer nachfrageorientierten Wirtschaftspolitik - genau die Wirschaftspolitik, die der im Text genannte Clemens Fuest vertritt. Denn das Ankurbeln der seit Jahren sich unter dem Durchschnitt der anderen Industrieländer befindenden Binnennachfrage mit Hilfe von Steuersenkungen ist ein Kennzeichen einer nachfrageorientierten Wirtschaftspolitik.
Dagegen hast du bei deinen letzten Punkten "Ach ja, vergessen: Gegenfinanzierung ausschließlich durch Ausgabensenkung, z.B. bei Entwicklungshilfe für Atomstaaten mit eigener Raumfahrt oder Subventionen für DAX-Unternehmen. Wer so groß ist, braucht keine Staatsknete!" meine vollste Zustimmung. Das sind gute Ideen von dir, die dennoch den Vorstellungen der von der INSM kontrollierten wirtschaftlichen Leitmeinung der "deutschen" angebotsorientierten Wirtschaftspoltik entschiedenst zu wider laufen.
Ich schreibe bewusst von einer "deutschen" angebotsorientierten Wirtschaftspolitik.
Die Vorstellung anderer Länder bzgl. angebotsorientierter Wirtschaftspolitik unterscheiden sich sehr von den, durch ein starke Lobbygruppe geprägten, Vorstellung in Deutschland. Ich erwähne in diesem Kontext besonders die Universitäten Löwen und Oxford.
Obwohl ich die Effizienz und die Leistung(im Sinne der Auftragerfüllung, nicht im Sinne des Auftrages) der INSM sehr bewundere, wünsche ich mir dennoch weniger Beeinflussungen des wissenschaftlichen Diskurses.
Denn manche der seit Schröder in Deutschland herumgeisternden Theorien scheinen mir manchmal mehr den plutokratischen, "gaming the system", aus dem "Halliburton-Phänomen" herausresultierenden Ideen einer Regierung von George W. Bush zu ähneln, als den neoliberalen Ideen eines Milton Friedman. Die letzten Jahre seiens Lebens war Friedmann nur noch entsetzt was Bush unter dem Namen einer neo-liberalen Wirtschaftspolitik in seinem Land anstellt.
Ich persönlich bin weder ein Anhänger einer Angebots noch Nachfrage orientierten Politik. Beide haben ihre Vor und Nachteile. Jedoch die Beeinflussung des wissenschaftlichen Diskurses durch Lobbygruppen, ist in meinen Augen falsch; und das Ausmaß dieser Beinflussung ist bei weiten grösser als in anderen Industrieländern.
Sollte die FDP oder CDU den lang erträumten Traum des Herrn Friedmanns von einer negativen Einkommensteuer erfüllen und das Konzept der negativen Einkommensteuer stimmig umsetzen, werden wir in Deutschland eine sozial gerechtere Politik als in den Jahren der "gaming the system"-Schlitzohren Gerhard Schröder, Joschkar Fischer, Werner Müller, Bodo Hombach, Otto Schily und Wolfgang Clement erfahren.
Wünschenswert wäre es zudem, wenn die FDP und auch die CDU parteiintern eine offenere und unbeinflusstere Herangehensweise an die wirtschaftlichen Grundfragen zulässt, verglichen mit den derzeitigen, lobby-kontrollierten Einheitsbrei mancher Zeitungen.
Parteien wie die SPD oder die Grünen sollten sich zurückhalten mit Vorwürfen gegenüber der FDP. Ein Blick auf jetztigen Tätigkeiten der ehemaligen Lichtgestalten beider Parteien sollte genügen.
Um es auf den Punkt zu bringen: Ich bin halbwegs zuversichtlich gegenüber den Vorstellungen der FDP, gerade bzgl. des Bürgergeldes. Dennoch würde ich mir eine gesteigerte Beachtung nachfrageorienter Wirtschaftkonzepte wünschen.
@Mauermers 2. Kommentar: ich weis nicht, ob du das Aussmass von plutokratischen/kleptokratischen Strukturen innerhalb der deutschen „Demokratie“ (?) erahnst. Die Kosten von Sozialbetrug, den ich auch missbillige, sind verglichen mit den Schaden, den plutokratische/kleptokratische Strukturen anrichten, „peanuts“.
06.10.2009 14:15 Uhr
von hartnäckig:
Diese ganze Debatte erübrigt sich, weil es doch nur darum geht, Geschenke an die CDU- und FDP-Wähler zu verteilen. Um das zu verschleiern wurden und werden ein paar dubiose Thesen aufgestellt, an die die Koalitionäre selbst nicht glauben. Oder sind sie wirklich so dumm?
Die Zeiten des Wachstums sind vorbei. Merkel und Westerwelle ist es vorbehalten, dafür den endgülitgen Beweis zu erbringen.
06.10.2009 13:51 Uhr
von Mauermer:
@Flipper: Es wäre schön, wenn endlich einmal wissenschaftliche Erkenntnisse statt Dogmen bei der Regierungsarbeit eingesetzt würden. Aber solche Erkenntnisse müssen verifizierbar sein und daran scheitert bisher noch jede Theorie der sog. Wirtschaftswissenschaftler. Es geht ganz einfach: Wir müssen auf der Ausgabenseite anfangen, keiner kann es sich leisten, ständig mehr auszugeben, als er einnimmt. Die FDP hat ca. 500! Punkte vorgeschlagen, wo Einsparungen ohne Probleme möglich sind. Man muß es nur wollen und nicht jedem Wunsch seiner Klientel einfach nachgeben oder private Hobbys auf Staatsebene pflegen. Wo steht geschrieben, daß Erleichterungen für einen Teil der Bevölkerung immer zu Lasten eines anderen Teils gehen müssen? Das ist typisches Sozialistendogma, bei denen geht es immer nur mit >>Anderen in die Tasche greifen<<. So wurde jahrelang unser Geld verschleudert, mit der Gießkanne verteilt, ohne Kontrolle, ohne Sinn und Zweck zu hinterfragen. Und immer zugunsten irgendwelcher Randgruppen, die aus falsch verstandenem Gutmenschentum >>begünstigt<< werden müssen. Gleiches Recht für alle und gleiche Pflichten! Keine Begünstigungen und keine Sonderrechte. Steuergelder sind zuallererst die Gelder derer, die sie erwirtschaften. Jeder Staat sollte sorgfältig damit umgehen. Und niemandem steht es zu, mehr zu fordern als unbedingt notwendig. Derzeit ist das Maß übervoll, die Summe dessen, was in die falschen Kanäle abfließt, um ein Mehrfaches zu groß. Die angeblichen Löcher im Haushalt sind keine Löcher, es sind Mehreinnahmen, die nur nicht ganz so hoch ausfallen wie gewünscht! Diese Mehreinnahmen (von 2005 bis 2008 jährlich 94,5 Milliarden Euro!) sind aber in den Planungen schon wieder verbraucht. Ein Glück, daß die FDP gegensteuert! Allein diese Summe würde ausreichen, alle Steuersenkungen umzusetzen und noch ca. 50 Milliarden Euro zur Tilgung verwenden zu können.
06.10.2009 13:08 Uhr
von Flipper:
@ Mauermer:
Genau! Wo kämen wir denn da hin, wenn wir wissenschaftliche Erkenntnisse als Grundlage staatlicher Entscheidungen nehmen würden. Stattdessen nehmen wir doch lieber den wirtschaftswissenschaftlichen Sachverstand von Leuten à la G.Westerwelle. Denn anders als die "selbsternannten" Professoren mussten Politiker ihre entsprechenden Kompetenzen ja strikt nachweisen, was?
F.Steinmeier behauptete im "Fernsehduell", wenn man den Mittelwert der Steuersenkungsversprechen von FDP und Union nehme, dann müsse das Wirtschaftswachstum um 9% liegen, um die Einnahmeverluste zeitnah auszugleichen! Ich weiß ja nicht, ob's stimmt, aber A.Merkel wusste außer hmhm nichts zu erwidern, also scheint die Zahl nicht ganz falsch zu sein. Fazit: Am Besten wir werfen außer sämtlichen wissenschaftlichen Erkenntnissen auch gleich noch das kleine Einmaleins über Bord, um uns Steuersenkungen für Leute, die sie nicht brauchen, schönzureden.
Warum dehnen wir diese Vorgehensweise eigentlich nicht auch auf Naturwissenschaften aus - das wäre doch z.B. eine Lösung für die Endlagerung des Atommülls! Aber das wurde ja wie es scheint von der Kohlregierung auch schon versucht...
06.10.2009 10:46 Uhr
von Mauermer:
@ ochsausBayern: Sie verwechseln da etwas, Kleptokratie ist die Staatsform, die der arbeitenden Bevölkerung das Geld aus der Tasche stiehlt, um es der nichtarbeitenden Bevölkerung nachzuwerfen, damit die Ruhe gibt und nicht aufmuckt. Schon das Wort Finanzforscher im Artikel erzeugt Brechreiz. Wie wäre es mal mit machen statt totzureden? Wer hat diese Leute eigentlich gefragt? Und auf welcher Basis erheben die ihre Aussagen zum Gottesurteil? Bis jetzt hat noch jeder dieser selbsternannten Experten sich gnadenlos geirrt. Es muß endlich ein Ende der Politik für Armgerechnete geben oder der Karren fährt an die Wand.
05.10.2009 20:47 Uhr
von ochsausBayern:
Guter Artikel. Clemens Fuest, Paul Volcker, Heiner Flassbeck, Dominique Strauss-Kahn, Claus Noé usw.. würden alle geschlossen die neoliberalen Wirtschaftpläne,die derzeit in Deutschland als Ei des Columbus verkauft werden, als groben Unfug verurteilen. Und zwar grober Unfug gemessen in Aspekten der wirtschaftlichen Effizienz-
ethische Fragen bleiben bei dieser Bewertung aussen vor.
Eines muss man der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft lassen: Sie versteht es geschickt Bevölkerungsteilen, die sich -von der Angst der Absturzes getrieben- gegenüber noch finanziell Schwächeren profilieren müssen, ihre nicht stimmige, da kleptokratische Wirtschaftpolitik als die einzig Richtige zu vermittlen.
05.10.2009 19:29 Uhr
von Mauermer:
Es wäre schön, wenn all die >>Experten<< endlich mal Ruhe gäben. Bis jetzt sind keine ihrer Theorien wirklich erwiesen. Allein es gilt jetzt: Wir müssen die Binnenkonjunktur ankurbeln, der Export schafft es nicht, uns aus der Krise zu holen. Das Beste wäre, endlich den absolut überflüssigen Soli zu streichen. In einem zweiten Schritt den Mittelstandsbauch (trifft schon lange normale Tarifgehälter!!!) verflachen und eine jährliche Anpassung der Steuertarife, gekoppelt an die Inflationsrate einzuführen. Dritter Schritt: Absenken der Steuertarife, ein Höchststeuersatz frühestens bei ca. 150.000 Euro. Dann zwei Jahre warten und anschließend dürfen die Experten sich ans Auswerten machen. Keinesfalls früher und bitte keine Zwischenberichte mit der Kristallkugel! Ach ja, vergessen: Gegenfinanzierung ausschließlich durch Ausgabensenkung, z.B. bei Entwicklungshilfe für Atomstaaten mit eigener Raumfahrt oder Subventionen für DAX-Unternehmen. Wer so groß ist, braucht keine Staatsknete!