• 28.09.2011

Finanzexperte über die Euro-Krise

"Der politische Wahnsinn unserer Tage"

Griechenland bleibt Euroland, ist man sich in Deutschland ziemlich einig. Finanzexperte Wilhelm Hankel hingegen fordert den Austritt - und preist die griechische Rosine.von Hermannus Pfeiffer

  • 06.10.2011 12:58 Uhr

    von guntherkummerlande:

    Ich stimme Herrn Hankel grundsätzlich zu.
    Wenigstens einer dieser Wirtschaftsprofessoren
    scheint Ahnung von praktikablen
    Lösungsansätzen zu haben.

    Allerdings bin ich mir sicher, dass
    Herr Hankel die Gefahr einer starken
    Aufwertung des Euros für Deutschland
    drastisch unterschätzt.
    Dieser könnte aber durch die massive
    Stärkung der Binnennachfrage und
    durch Kooperationen mit
    Weichwährungsstaaten
    begegnet werden und die Zeit
    für eine massive Rückzahlungsstrategie
    der Staatsschulden genutzt werden.
    Weiterhin bestünde eine Möglichkeit
    für deutsche Unternehmen
    durch den billigen Einkauf neuer
    strategischer Handelparnter
    und Vertriebsplattformen langfristig
    eine vernünftige Wettbewerbsposition aufzubauen.
    Für den Umbau auf ein neues
    Transport-, Antriebs-und Energiesystem
    stünden somit auch bessere fiskalische
    Ausgangsbedingungen bereit.

    Ich teile Herrn Prof. Hankels Prognose und
    freue mich hier einen Sachverständigen
    ohne Herdentrieb in der Öffentlichkeit vertreten
    zu sehen. Solche Persönlichkeiten sind
    heutzutage wichtiger denn je.

  • 05.10.2011 23:46 Uhr

    von Martin:

    Und dann noch die Kompetenz der Parlamentarier:


    Beitrag von Panorama:

    http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2011/rettungsschirm111.html

  • 30.09.2011 21:28 Uhr

    von toposa:

    Welch´ blauäugiger Vorschlag aus dem universitären Elfenbeinturm. Als würde die deutsche Wirtschaft ungerührt zusehen, dass die griechische Wettbewerbsfähigkeit steigt. So schön billiger Urlaub in Griechenland ist, so schnell wird die deutsche Industrie den Abwertungswettlauf nutzen, um den Druck auf die einheimischen Löhne zu erhöhen und drohen, Arbeitsplätze nach Griechenland zu verlegen.

    Im Übrigen ist der Verweis auf die anderen osteuropäischen Länder wie z. B. Polen ein billiger Taschenspielertrick. Denn diese Länder wollen alle an der Währungsunion teilnehmen und halten deshalb ihre Wechselkurse zum Euro stabil.

  • 30.09.2011 18:21 Uhr

    von hans:

    von iquique:von Wahnsinn

    Wenn man wirklich absolut keine Ahnung von wirtschaftlichem Hndeln, Produzieren, Verkaufen, Wertschöpfung und Zusammenhängen hat wie Sie beide, sollte man wirklich auf das Kommentar schreiben verzichten.
    Lesen Sie das Interview nochmal gaaanz genau, überlegen zu jedem Punkt, was gemeint sein könnte und versuchen bitte es zu verstehen.
    Dieser Mann hat sowas von Recht, das können Sie sich gar nicht vorstellen.
    Alle Fragen, die Sie beide aufwerfen, entlarven Ihre eigene Inkompetenz und völliges Unverständnis dieser Situation, des gesagten und der wirtschaftlichen Zusammenhänge.
    Es ist peinlich, sowas wie von Ihnen zu lesen. Sie wären die geborenen Politiker mit glänzender Karriere.

  • 30.09.2011 18:11 Uhr

    von Drache:

    @iquique: Hast Du eigentlich irgendetwas von dem Interview verstanden?

  • 28.09.2011 21:23 Uhr

    von Gibmir5:

    Nichts Hören't - Nichts Sehen't - Nichts Sagen't !
    Die €uropeeische Bühne samt Politische Laiendarsteller !
    Der Grieche stosst schon mal an, weil die Erbettelde
    8 Milliarden schon so gut wie Unterwegs sind !
    Dank Fähnchen nach der Merkelwind untertan Rössler
    zeigt sich wie verlogen Politik gestrickt ist !

  • 28.09.2011 17:40 Uhr

    von iquique:

    Man sollte bei der Bewertung der Interviews wissen, dass Wilhelm Hankel, seit eh und jeh ein entschiedener Gegner sowohl des EUROs als auch der Europaeischen Union ist. Nur so kann man diese abwegigen und stellenweise glatt absurden Vorstellungen hier verstehen.
    Anstatt die Sachlage richtig zu analysieren, wird hier nur eigene Propaganda gegen alles supranationale verbreitet.

    Was bitte schoen ist ein Griechen-Euro und wie wird der durch Kostensenkungen abgewertet? Ein Stumpfsinn, der nur noch von den ebenso kleinkarierten Kommentaren hier weiter unten uebertroffen wird.

  • 28.09.2011 14:21 Uhr

    von Durchblick:

    Endlich mal jemand mit Durchblick! Und hätte man/frau dies im Mai vorigen Jahres gemacht, dann hätte man/frau den Griechen und den anderen Problemländern viel Leid erspart. Doch dazu hätte man/frau ja mal Nein sagen müssen und das geht ja nicht, weil man/frau dann schlecht dastehen könnte. Warum schreibt eigentlich die taz nichts über die morgige Abstimmung im Bundestag über den Rettungsschirm und die geplante Hebelung davon, so dass die Haftungssumme der europäischen Länder sich dann im total auf 2 Billionen Euro beläuft? Hier im europäischen Ausland wird man darüber schon informiert. Ist dieses Thema bei den Linken Deutschlands etwas tabu?

  • 28.09.2011 12:56 Uhr

    von Dr. L. Ibertaer:

    "Für die EU ist der Erhalt "ihrer" Währungsunion und die Vermeidung von Bankverlusten wichtiger als der Erhalt der Demokratie und von Millionen Arbeitsplätzen in ihren Mitgliedsstaaten."

    ..Sehr geehrter Herr Hankel,
    Sie können sich nicht vorstellen wie gut es tut nach fast drei Jahren Dauerkrise endlich einen solchen Satz in einer deutschen Zeitung lesen zu dürfen !

    Das neoliberale Experiment und seine dogmatischen Jünger gehören wahrlich und schnellstmöglich auf den
    ekligsten Winkel des Scheisshaufens der Geschichte.

    Oder, um Ihrer These vom "Wahnsinn" zu folgen, in die Klapse, und zwar mit sämtlichen Medikamenten und Zwangsjacken die dazugehören.

    (sorry taz, ich hoffe ihr filtert jetzt nicht wegen dem bisschen Fäkalsprache..ist schließlich mehr als angebracht..)

  • 28.09.2011 11:25 Uhr

    von Christopher Akkermann:

    "Das eigentliche Problem liegt in dem Fehlen einer wettbewerbsfähigen Realökonomie nicht nur in Griechenland, sondern der ganzen EU-Peripherie."

    Ist es nicht so, dass eine wettbewerbsfähige Realökonomie existiert, aber nur der dazugehörige Dienstleistungs,- bzw. Finanzsektor zu aufgebläht für die "reale Arbeit und Produktion" ist?

  • 28.09.2011 10:54 Uhr

    von BiBo:

    Finde ich ein gutes Interview, mit fundierten Frage. Leider kein Platz mehr für eine letzte. Klar, die Aufwertung des Euro würde Importe als Vorprodukte billiger machen. Doch Deutschland lebt als Exportnation eben vom Export. Zwar auch und vor allem in die Eurozone - deren Preise sich ja aufgrund des Euros nicht ändern - aber auch in NichtEuro Länder. Dies führt zu der Gefahr, dass deutsche Produkte im Ausland zu teuer werden. Da können die Importe noch so billig sein.

    Insbesondere der Automobil und vor allem der Flugzeugbereich würden dies merken (da hier die Geschäfte alle in Dollar abgewickelt werden).

    Zudem möchte ich die Bilanzen der Banken und Staaten sehen, die die ganzen griechischen Papiere bei einem Staatsbankrott abschreiben müssen, die gehen dann ja fast selbst Pleite.

    Nein, Griechenland bzw. dessen Verschreibungen sind so international verwoben, dass es schon Selbstschutz ist, wenn man Griechenland nicht pleite gehen läßt....

  • 28.09.2011 10:42 Uhr

    von yberg:

    wilhelm der ERSTE,der nen milliardenverlust bei ner landesbank produzierte und reißaus nehmen mußte ist
    wahrlich so ein experte...

    die ganze retterei is eh für die katz,weil die politisch handelnden über die jahrzehnte ihr eigenes primat gegen das der wirtschaft eingetauscht haben und jetzt als die nach wie vor nützlichen idioten ohnmächtig klappern gehen dürfen

    salopp gesagt,sorgt der zur zeit stattfindende aktionismus nur für eine noch höhere fallhöhe mit noch höheren gesellschaftlichen folgeschäden,weil immer später die wirklichen ursachen der krise ausgemacht und abgestellt werden.

    die linken und rechten ökonomen sind in wirklichkeit nur linkische und rechthaberische,da sie den
    problemen hinterherkriechen und nacherzählen

  • 28.09.2011 10:39 Uhr

    von Jörn:

    Bei einer Abwertung einer lokalen Währung werden Löhne und Vermögen gleichmässig entwertet. Beim Sparkurs werden die Löhne und Sozialleistungen massiv abgewertet. Die Vermögen bleiben jedoch überwiegend unangetastet.
    Sicher können Superreiche einer lokalen Abwertung durch ausländische Anleihen auch entgehen - die Abwertung ist jedoch trotzdem sozialer als das neoliberale Sparprogramm.

  • 28.09.2011 10:37 Uhr

    von Wahnsinn:

    Ich habe einige Fragen an Herrn Hankel:

    1. Nehmen wir das Beispiel Ouzo. Wußten Sie, dass die berühmte Marke Ouzo 12 zum Campari-Konzern und somit Italien gehört?

    2. Beispiel Tourismus: Wissen Sie, dass die meisten großen Hotelanlagen internationalen Investoren gehören?

    3. Wissen Sie, dass die meisten griechischen sehr alten Firmen, wie z.B. die "Softex" (Taschentücher, Klopapier etc.) pleite sind, weil importierte Waren unschlagbar billiger herstellen? (Firmen aus Deutschland, Frankreich und China).

    4. Wissen Sie, dass Zulieferfirmen, die z.B. für deutsche und französische Firmen arbeiteten (z.B. Nähereien für Kaufhof, Autoteile etc.) neuerdings nach China, Indien und in die Türkei auslagern?

    5. Wissen Sie, dass Griechenland und alle anderen "Peripherie-Länder" aufgrund der EU-Verträge alle Zollbarrieren fallen lassen MÜSSEN?

    Wenn Sie das alles wissen, dass schlagen Sie nur eins vor:
    Löhne runter, damit große internationale Firmen gnädigerweise auch bei EUCH produzieren lassen - (wenn Ihr lieb seid) um evtl. mit China konkurrieren zu können.

    Deswegen denke ich, dass wenn die Südländer den Euro verlassen sollten, müßten sie auch ihre Märkte vor den großen Haifischen aus dem Norden schützen. Aber das würde wiederum den großen aus dem Norden nicht schmecken.

    Und noch eine Frage:
    Warum sagen Sie nichts über eine internationale Finanzmarktregulierung?! Die internationalen Finanzmärkte wurden den dem 2. Weltkrieg ganz schön reguliert, aber seit Bush senior sind sie absolut derreguliert worden.

    Warum sagen nichts darüber, dass z.B. Goldmann Sachs, Deutsche Bank, J.P. Morgan etc. "Wettenprodukte" gegen Staaten auf den Finanzmarkt werfen und GLEICHZEITIG den Staaten Handlungsempfehlungen geben können?

    Warum sagen Sie nichts darüber, dass auf Offshore-Konten soviel privates Geld liegt, das, würde man nur 30% davon zu 7% anlegen, ALLE Staaten dieser Welt 250 Milliarden Dollar zur Verfügung hätten?!?!?!?

    DAS ist der politische Wahnsinn unserer Tage und nicht die Krümel, mit denen Sie sich beschäftigen, oder?

  • 28.09.2011 10:22 Uhr

    von Dr. No:

    Wilhelm Hankel hat Recht. In allen Punkten. Damit liegt er übrigens in weiten Teilen auf der Linie, die Sahra Wagenknecht von der Linken vertritt (vgl. ihre Rede im Bundestag vor einer Woche, abrufbar unter www.linksfraktion.de

  • 28.09.2011 08:29 Uhr

    von Kater Karlo:

    Und schon wieder einer, der was anderes sagt. Was für ein Klamauk!


    [Aber noch mal kurz zu dem Autor des Beitrags.

    "Griechenland bleibt Euroland, ist man sich in Deutschland zimelich einig."

    Das sollten sie nochmal korrigieren.]

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