Filmvorführung 22.10.

Die Türsteher Europas

In zwölf Ländern haben die Autor*innen der Dokumentation erkundet, wie Europa heute seine Grenzen durch Afrika zieht.

Die neue deutsche Afrika-Politik ist Folge der massenhaften Zuwanderung von Migrant*innen Bild: zdf

Zum ersten Mal wurde eine Recherche der taz für das ZDF und Arte verfilmt: 2,1 Millionen Menschen sahen im Sommer die Dokumentation "Türsteher Europas" über die EU-Migrationspolitik in Afrika. Die Deutsche Welle produzierte im September Fassungen in Arabisch und Englisch und strahlte den Film weltweit mehrfach aus. Auch im EU-Parlament wurde der Film bei einer Anhörung im Juni gezeigt.

Die 55-minütige Doku geht auf das taz-Rechercheprojekt Migration Control von 2016 und das daraus hervorgegangene Buch "Diktatoren als Türsteher" der taz-RedakteurInnen Simone Schlindwein und Christian Jakob zurück. Gemeinsam mit dem Regisseur Jan M. Schäfer drehten sie 2017/2018 in zwölf Ländern in Europa und Afrika. Die Kamera führte Thomas Schneider ("Das Kongo-Tribunal").

Wann: Mo., 22.10.2018, 19.30 Uhr

Wo: taz - Neubau

Friedrichstraße 21

10969 Berlin

Eintritt frei

Sie erkundeten, wie Europa seine Außengrenzen in den afrikanischen Kontinent verschiebt. Die EU investiert Milliarden, um afrikanische Staaten als ihre neuen Grenzschützer aufzubauen. Sie unterstützt auch Diktaturen, die im Gegenzug Grenzen dicht machen. Profiteur dieser Politik ist die Rüstungsindustrie. Die EU bildet afrikanische Sicherheitsbehörden aus und liefert Material.

Nach der Vorführung laden wir Sie ein mit uns zu diskutieren. Als Gäste des Gesprächs begrüßen wir Amal Habbani, Journalistin aus Sudan, derzeit im Refugium-Programm der taz Panter Stiftung, den Regisseur Jan M. Schäfer und die Drehbuchautor*innen Simone Schlindwein und Christian Jakob. Moderation: Andreas Lorenz, taz Panter Stiftung

Mit diesem Abend eröffnet die taz auch die Veranstaltungsräume in der neuen „taz Kantine“ im Neubau in der Friedrichstraße 21.