Über Nazis zu reden, hat wenig Sinn, wenn man die Gesellschaft als Ganzes aus dem Blick verliert. Ein Gespräch mit dem Berliner Filmemacher Thomas Heise.von Cristina Nord
Das Interview finde ich auch gut. Ich denke nur, man muß auch überlegen ob man denen eine Plattform gibt und wozu, diese Ramelei auf ein paar arbeitslosen asozialen Trinkern, das muß man auch mal sagen, mir scheint das manchmal qualitativ überbewertet.
22.12.2011 13:21 Uhr
von GegenLinks:
Es wird mitlerweile zum Standard, dass die TAZ, "rechts" und "Nazi" gleichsetzt.
Wie wäre es, wenn im Gegenzug auch "links" und "Kommunist" oder "Stalinist" einfach synonym verwendet wird?
Anmerkung zum Artikel:
Welche Gesellschaft stellt sich eigentlich die TAZ vor? "DDR" oder gab es auch dort noch zu viele Freiheitsrechte?
21.12.2011 09:02 Uhr
von Karl K :
Danke am beide Protagonisten. Als in Halle vor H-Neustadt Geborener besonders.
Zu von Salomon, "Die Geächteten" und den Schlesien-Kriegen eine kleine nachfragende Anmerkung. Könnte es sich dabei um glorifizierende Geschichtsklitterung handeln?
Auf die Frage " worüber er denn nochmal schreiben wolle", antwortete Ingo Müller( " Furchtbare Juristen"): ûber das Versagen der Freikorps in den Schlesienkriegen. Die lieber in Berlin um Macht, Absicherung und Einfluß antichambriert hätten. Als in Schlesien die Knochen hinzuhalten.
Ich wag's nicht zu entscheiden. Aber ob es von Salomon mit der Wahrheit immer so genau genommen hat? Und von einem sehr gefärbten Wunschdenken waren Freikorpsleute, wie ich aus eigener Erfahrung weiß, schon geprägt.
20.12.2011 18:05 Uhr
von Kommentator:
Verdammt gutes Interview!
Ordentlich provokativ und v.a. soziologisch seeehr durchdacht, was Herr Heise da schreibt. Regt echt zum Nach- und Umdenken an.
Mehr davon!
20.12.2011 17:56 Uhr
von Webmarxist:
Man muss nicht nur die Nazis und Ihre rechte Ideologie bekämpfen, sondern den Alltagsrassismus insgesamt. Ein NPD-Verbot ist wichtig und richtig, damit die Nazis eine Plattform weniger haben, wo Sie ihre menschenfeindlichen Meinung kundtun.
Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.
20.12.2011 17:30 Uhr
von suswe:
Heise hat in vielen Punkten Recht. Die antifaschistische Aufklärung muss modernisiert werden. Nur die Geschichte zu zeigen reicht nicht.
20.12.2011 17:04 Uhr
von Dieter:
Ein sehr interessanter Artikel, mir gefällt die Art Thomas Heises, sich zu bemühen, ein differenziertes Bild zu gewinnen, und die Gesellschaft als ganze in den Blick zu nehmen. Das folgende Zitat ist bemerkenswert: "Irgendwann findet der Dialog nur noch in dieser kleinen Gruppe statt, es gibt keine Interaktion mehr mit der Außenwelt, die ist Feindesland. Und was innerhalb der Gruppe geschieht, das entzieht sich anderen." Das erinnert mich sehr an das, was man auch in bestimmten linken Kreisen erlebt, im "Kiez" oder in den Hochschul-Asten. Dogmatismus und diffuser Hass auf alles was irgendwie "rechts" ist helfen unserer Gesellschaft nicht weiter, ebensowenig wie das Verbieten bestimmter Meinungen. Das Durchleuchten und Verstehen von Gruppendynamik, wie Thomas Heise es probiert, hat aber sehr wohl das Potenzial, uns Wege aufzuzeigen, mit Radikalismus jeglicher Culeur gesellschaftlich fertig zu werden.
20.12.2011 16:39 Uhr
von Einsamkeit und Scheitern:
Ich bin nicht der Meinung, dass Einsamkeit und Scheitern der Grund für eine rechte Gesinnung sind. Sie können vielleicht mit ausschlaggebend werden für die Intensität der rechten Aktivitäten, nicht aber das "rechts" sein an sich.
Es gibt so viele einsame Menschen und/oder Menschen, die andere scheitern sehen oder selbst scheitern, aber sicher werden nicht alle davon Nazis.
Leider werden es sicher immer mehr werden, wenn wir in Deutschland so weiter machen. Aber das hat doch auch was damit zu tun, was an Ideen und Haltungen der restlichen Mitbürger gelebt und umgesetzt wird.
Ich bin auch der Meinung, dass alle Menschen soziale Kontakte benötigen. Aber zumindest einige könnten aus einer quasi angeborenen Haltung heraus nie einer Gruppe angehören, die so agiert und denkt wie die Rechten. Denn dort würden sie sich nicht weniger einsam fühlen, sogar vielleicht noch einsamer.
Dennoch bin auch ich der Meinung, dass wir die ganze Gesellschaft im Blick haben sollten, damit menschlich nicht noch schlimmeres in Deutschland geschieht.
Leserkommentare
23.12.2011 18:57 Uhr
von Martina Lippmann:
Das Interview finde ich auch gut.
Ich denke nur, man muß auch überlegen ob man denen eine Plattform gibt und wozu, diese Ramelei auf ein paar arbeitslosen asozialen Trinkern, das muß man auch mal sagen, mir scheint das manchmal qualitativ überbewertet.
22.12.2011 13:21 Uhr
von GegenLinks:
Es wird mitlerweile zum Standard, dass die TAZ, "rechts" und "Nazi" gleichsetzt.
Wie wäre es, wenn im Gegenzug auch "links" und "Kommunist" oder "Stalinist" einfach synonym verwendet wird?
Anmerkung zum Artikel:
Welche Gesellschaft stellt sich eigentlich die TAZ vor? "DDR" oder gab es auch dort noch zu viele Freiheitsrechte?
21.12.2011 09:02 Uhr
von Karl K :
Danke am beide Protagonisten.
Als in Halle vor H-Neustadt Geborener besonders.
Zu von Salomon, "Die Geächteten" und den Schlesien-Kriegen
eine kleine nachfragende Anmerkung.
Könnte es sich dabei um glorifizierende Geschichtsklitterung handeln?
Auf die Frage " worüber er denn nochmal schreiben wolle",
antwortete Ingo Müller( " Furchtbare Juristen"):
ûber das Versagen der Freikorps in den Schlesienkriegen.
Die lieber in Berlin um Macht, Absicherung und Einfluß
antichambriert hätten.
Als in Schlesien die Knochen hinzuhalten.
Ich wag's nicht zu entscheiden. Aber ob es
von Salomon mit der Wahrheit immer so genau genommen hat?
Und von einem sehr gefärbten Wunschdenken
waren Freikorpsleute, wie ich aus eigener Erfahrung weiß,
schon geprägt.
20.12.2011 18:05 Uhr
von Kommentator:
Verdammt gutes Interview!
Ordentlich provokativ und v.a. soziologisch seeehr durchdacht, was Herr Heise da schreibt.
Regt echt zum Nach- und Umdenken an.
Mehr davon!
20.12.2011 17:56 Uhr
von Webmarxist:
Man muss nicht nur die Nazis und Ihre rechte Ideologie bekämpfen, sondern den Alltagsrassismus insgesamt. Ein NPD-Verbot ist wichtig und richtig, damit die Nazis eine Plattform weniger haben, wo Sie ihre menschenfeindlichen Meinung kundtun.
Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.
20.12.2011 17:30 Uhr
von suswe:
Heise hat in vielen Punkten Recht. Die antifaschistische Aufklärung muss modernisiert werden. Nur die Geschichte zu zeigen reicht nicht.
20.12.2011 17:04 Uhr
von Dieter:
Ein sehr interessanter Artikel, mir gefällt die Art Thomas Heises, sich zu bemühen, ein differenziertes Bild zu gewinnen, und die Gesellschaft als ganze in den Blick zu nehmen.
Das folgende Zitat ist bemerkenswert:
"Irgendwann findet der Dialog nur noch in dieser kleinen Gruppe statt, es gibt keine Interaktion mehr mit der Außenwelt, die ist Feindesland. Und was innerhalb der Gruppe geschieht, das entzieht sich anderen."
Das erinnert mich sehr an das, was man auch in bestimmten linken Kreisen erlebt, im "Kiez" oder in den Hochschul-Asten.
Dogmatismus und diffuser Hass auf alles was irgendwie "rechts" ist helfen unserer Gesellschaft nicht weiter, ebensowenig wie das Verbieten bestimmter Meinungen.
Das Durchleuchten und Verstehen von Gruppendynamik, wie Thomas Heise es probiert, hat aber sehr wohl das Potenzial, uns Wege aufzuzeigen, mit Radikalismus jeglicher Culeur gesellschaftlich fertig zu werden.
20.12.2011 16:39 Uhr
von Einsamkeit und Scheitern:
Ich bin nicht der Meinung, dass Einsamkeit und Scheitern der Grund für eine rechte Gesinnung sind.
Sie können vielleicht mit ausschlaggebend werden für die Intensität der rechten Aktivitäten, nicht aber das "rechts" sein an sich.
Es gibt so viele einsame Menschen und/oder Menschen, die andere scheitern sehen oder selbst scheitern, aber sicher werden nicht alle davon Nazis.
Leider werden es sicher immer mehr werden, wenn wir in Deutschland so weiter machen. Aber das hat doch auch was damit zu tun, was an Ideen und Haltungen der restlichen Mitbürger gelebt und umgesetzt wird.
Ich bin auch der Meinung, dass alle Menschen soziale Kontakte benötigen. Aber zumindest einige könnten aus einer quasi angeborenen Haltung heraus nie einer Gruppe angehören, die so agiert und denkt wie die Rechten. Denn dort würden sie sich nicht weniger einsam fühlen, sogar vielleicht noch einsamer.
Dennoch bin auch ich der Meinung, dass wir die ganze Gesellschaft im Blick haben sollten, damit menschlich nicht noch schlimmeres in Deutschland geschieht.