"Das traurige Leben der Gloria S." ist ein witziger Film über eine erfolglose Schauspielerin. Sie will als Hartz-IV-Mutter berühmt werden.von Detlef Kuhlbrodt
Nein, kein "super Film". Bloss ein weiteres Häppchen für die "Mittelschicht", die die "Unterschicht" braucht und missbraucht, um ihre eigenen Abstiegsängste und inneren Leerstellen zu verarbeiten. Arme Menschen sollte man so wenig verachten oder verlachen, wie man sich selber verachtet oder verlacht. Eine nüchterne Zurkenntnisnahme mit dem Wunsch nach Veränderung genügt schon, während Schadenfreude nur das kollektive Elend vergrössert. Wir hatten schon zuviel davon, sei es in Form von Trash-Talkshows oder den Kulturverfallwarnungen durch Neokonservative. Filme oder Bücher sollte man eigentlich erst beurteilen, nachdem man sie gesehen hat. Ich mache hier eine Ausnahme, weil der Film von seiner ganzen Anlage her scheisse ist.
Leserkommentare
12.01.2012 13:23 Uhr
von Thomas Lehmann, Worms:
Nein, kein "super Film". Bloss ein weiteres Häppchen für die "Mittelschicht", die die "Unterschicht" braucht und missbraucht, um ihre eigenen Abstiegsängste und inneren Leerstellen zu verarbeiten. Arme Menschen sollte man so wenig verachten oder verlachen, wie man sich selber verachtet oder verlacht. Eine nüchterne Zurkenntnisnahme mit dem Wunsch nach Veränderung genügt schon, während Schadenfreude nur das kollektive Elend vergrössert. Wir hatten schon zuviel davon, sei es in Form von Trash-Talkshows oder den Kulturverfallwarnungen durch Neokonservative.
Filme oder Bücher sollte man eigentlich erst beurteilen, nachdem man sie gesehen hat. Ich mache hier eine Ausnahme, weil der Film von seiner ganzen Anlage her scheisse ist.