• 21.01.2010

Fehler im Weltklimrat-Bericht

Gletscher ignorieren Forscher

Der Weltklimarat gibt Fehler in einem aktuellen Bericht zur Zukunft des Weltklimas zu: Die Prognosen zur Gletscher-Schmelze seien ohne wissenschaftliche Basis.von Stephan Kosch

  • 04.02.2010 11:59 Uhr

    von Stefan Thiesen:

    Nach der Logik der "Klimaskeptiker" (seltsames Wort) dürfte man NIEMALS einem Arzt glauben, wenn der eine Krankheit diagnostiziert, denn er verdient schließlich daran - und zwar in Deutschland im Schnitt ein Vielfaches dessen, was weltweit der durchschnittliche Klimaforscher verdient.

    Die wissenschaftlichen Arbeiten zur Klima Wirkungsforschung enthalten IMMER Aussagen über die enthaltenen Unsicherheiten. Ansonsten ist ein Fehler im Gutachterprozess passiert. Die Physik hinter dem Klimawandel - vor allem das Thema Strahlungsbilanzen - ist sehr solide. Die Modelle beschreiben sehr gut auch die Temperaturverhältnisse der anderen Planeten. Was aber die regionalen Einflüsse angeht bleiben sehr große Unsicherheiten - es ist bekannt, daß regional auch Abkühlungen bei einer globalen Erwärmung auftreten können. Ebenso bekannte ist daß bei Zeiträumen von 10 bis 20 Jahren die jährliche Variabilität das Signal der Erwärmung überdecken kann.

    Die Probleme ergeben sich aus meiner Sicht an der Stelle, an der Wissenschaft und Politik sich begegnen. Die Politik braucht Richtlinien als Planungsvorgaben. Und hier muß trotz Unsicherheit gehandelt werden. Man nennt das Vorsicht. Oder auch das Vorsorge Prinzip. Aus dem selben Grund leisten wir uns beispielsweise eine teure stehende Armee, obwohl gar kein Angriff auf Deutschland in Aussicht steht. Oder um zurückzukehren zum Arztbeispiel: Wenn ich mit meiner Tochter beim Arzt bin und der sagt: naja - sie hat offenbar eine schwere bakterielle Pneumonie. Ich frage: was könnte schlimmstenfalls passieren? Doktor sagt: sie könnte sterben. Was tut man in dem Fall? Wartet man erst entspannt auf das Antibiogramm, bevor man Antibiotika gibt? Oder geht man das Risiko ein und lässt es drauf ankommen? In letzterem Fall stünde man sogar mit einem Bein im Gefängnis.

    Weshalb sollte man beim Thema Klimawandel anders handeln, als in allen anderen Bereichen menschlichen Handelns in Situationen von Unsicherheit und Risiko? Die Klimaszenarien enthalten die Unsicherheiten. Der Klimawandel und der verstärkende Einfluß des Menschen sind real (Ja! Es gibt natürlich Faktoren! Und der Mensch verstärkt sie noch. Das ist ein Argument FÜR dringendes Handeln, und nicht dagegen). Bei den Unsicherheiten reicht das Spektrum von relativ moderaten Veränderungen auf der einen Seite, bis hin zum Runaway Treibhaus auf der anderen Seite. (Siehe James Hansen in seinem Buch "Storms of My Grandchildren"). Wir bewegen uns also in einem Wahrscheinlichkeitsraum, und in diesem müssen Risikomanagement, Planung und Interessenausgleich betrieben werden. Man darf dabei auf keinen Fall den Fehler machen das Gezerre der Interessengruppen mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen zu vermischen. Da haben wir die unvorstellbar mächtige Öl- und Energie Lobby, die den Klimawandel mit gigantischem Aufwand herunterspielt und ganze Institute installiert, die sich mit Pseudo "Gegenforschung" beschäftigen, eigentlich aber nur PR outlets sind (Quelle, z.B.: http://www.ucsusa.org/global_warming/science_and_impacts/global_warming_contrarians/). Auf der anderen Seite könnte man die Versicherungswirtschaft anführen, die theoretisch ein Interesse daran hätte, die aktuellen Effekte des Klimawandels hochzuspielen, um weltweit höhere Risikoprämien einfahren zu können. Den Wissenschaftlern Geldgier vorzuwerfen ist allerdings wirklich albern, weil die dermaßen wenig verdienen, daß sie etwa von Firmenvorständen und Bankern, die die Bedeutung der Welt auf der Basis monetärer Werte kategorisieren, nicht im mindesten für voll genommen werden. Wer meint Wissenschaftler verdienten allesamt viel Geld, der hat vom akademischen Betrieb wirklich keine Ahnung.

    Das weiße Rauschen von Verschwörungstheoretikern, die ihre Physikkenntnisse ausschließlich aus Büchern drittklassiger Verlage von Verschwörungsliteratur rekrutieren, ist inzwischen nur noch lästig - insbesondere dann, wenn ihre anonyme Inkompetenz nur noch von ihrem anonymen Sendungsbewußtsein übertroffen wird.

  • 22.01.2010 11:20 Uhr

    von Karl:

    @ Analyse

    Gletscher sind schon toll.
    Geowissenschaftlich räumen diese mir den ganzen Lockermassendreck vom Anstehenden. Das gibt wunderschöne Aufschlüsse.
    Vom Standpunkt des Analytikers liefern Gletscher schöne Zeitreihen an eingelagerten Zielsubstanzen, von mir aus auch Pollen und Sporen!
    Da würd mir schon was fehlen!

    Und bedenken Sie doch, wie nützlich sind Gletscher um allzu dümmliche Prognosen zu entlarven! Hier sieht auch der Laie schnell wie er verarscht werden soll!

    Dagegen ist eine naturwiss. Erläuterung von Korrelation und Kausalitätsprüfung schon schwerer vermittelbar. Nicht weil die Menschen "doof" sind, mehrheitlich fehlt schlicht das notwendige Grundwissen!

    Zumal es ja bis Heute vielen Menschen nicht vermittelbar ist, dass immer (geologisch gesehen) Klimawandel ist; erdgeschichtlich sind eigentlich nur die "Stagnationsphasen" überliefert!

    Das sich über diese komplexe Sachlage nicht monokausal auf die Wirksamkeit (Größenordnung) des sicher vorhandenen Anthropogenanteils schließen läßt, überfordert viele Menschen.

    Das ist natürlich bedauerlich, denn so (wie es auch gehandhabt wird) verkommt der Disput wirklich zur Glaubensfrage. Denn allzu schnell ist die wiss. Grundlage zugunsten unüberprüfbarer Vermutungen verlassen.

    Glück auf!

    Karl

  • 22.01.2010 10:56 Uhr

    von pEt:

    @anna luege
    >Gletscher sind die größten Süßwasserspeicher der Welt und nach den Ozeanen die größten Wasserspeicher der Erde überhaupt und bedecken in den Polargebieten große Teile der Landflächen. Daher sind Gletscher auch bedeutend als Wasserzulieferer für viele Flusssysteme und haben entscheidenden Einfluss auf das Weltklima.<
    aus wikipedia

    >>daß es seit 1998 LEIDER keine Erderwärmung mehr gibt<<
    verifiziere doch bitte mal deine behauptung

    und deine aussage über gletscher ist so lächerlich
    das es mich wundert das die redaktion diesen schwachsinn nicht zensiert hat
    _____
    da werden andere kommentare die treffender sind nicht veröffentlicht zb. über die familiengeschichte der barone von finck.

    leider ist die taz auch nicht frei von ängsten

    mit der bild kann man ja steiten, dafür ist sie ja da, um zu polarisieren, nimmt ja auch niemand ernst

    aber die machtstrukturen bloßzulegen traut man sich doch nicht auch wenn man in wiki alles nachlesen kann
    das gehört zwar nicht zum thema des artikels aber mußte ich mal loswerden
    grüße an die red.

  • 21.01.2010 23:41 Uhr

    von Anna Luehse:

    Abgesehen davon, daß es seit 1998 LEIDER keine Erderwärmung mehr gibt - kann mir jemand verraten, was an Gletschern ("der kalte Tod") vorteilhaft oder schützenswert sein soll?
    Ein todbringender zäher Eisschleim wälzt sich durch die Landschaft und vernichtet u.a. die Behausungen des bedrohten Alpenmurmeltieres. Dort, wo die Killergletscher endlich verschwinden, entstehen blühende Alpenlandschaften. Das ist anhand div. Fotos klar nachweisbar. Niemand braucht Gletscher!

    btw, was das IPCC-Pamphlet unterschlägt: Verifizierbare Zahlen.

  • 21.01.2010 16:23 Uhr

    von leser:

    @Thomala

    Wer so ein Blech schreibt wie du hat sich nicht mit dem Bericht AR4 2007 auseinandergesetzt.

    Bitte solche Kommentare unterlassen.

    Sehr wohl ist es ein wenig peinlich für den AR4 solche Informationen zu Diskutieren, wenn sie nur vom Hörensagen stammen.

  • 21.01.2010 12:54 Uhr

    von Heinrich Joußen:

    Wussten Sie schon, dass wir nach einer Prognose von 1866 spätestens nächstes Jahr einen halben Meter hoch in Pferdemist stehen??

  • 21.01.2010 12:11 Uhr

    von Johannes:

    @ Thomala

    Das ist sehr wohl aufgefallen. Ein guter Wissenschaftler kennt keine Absolutaussagen wenn es nicht den 100%igen Beweis dafür gibt. Diesen aber zu finden, ist für die meisten Sachverhalte schlichtweg nicht möglich. Deswegen gehört zu jeder Aussage über den Klimawandel auch eine Abschätzung der Wahrscheinlichkeit. Nur vermisse ich diese leider fast immer bei Aussagen von Klimaskeptikern.

  • 21.01.2010 12:05 Uhr

    von pascalis:

    Was darf man denn anderes erwarten, die Menschheit muss gesteuert werden und will es anscheinend auch. Klima ist unberechenbar und Prognosen dazu haben sich noch nie erfüllt, glücklicherweise. Wir sind auf ner Eierschale und schwimmen auf Magma, wenn Mutter Erde will wird sie sich unserer entledigen, da nützt der ganze fortschritt nichts.

  • 21.01.2010 09:55 Uhr

    von Rudolf Speth:

    "The numbers are diffrent, the crime is still the same." The Special AKA

  • 21.01.2010 00:18 Uhr

    von Captain_McAllister:

    @Thomala

    Liegt vielleicht daran, dass es unseriös wäre, zu behaupten, das Klima entwickele sich so oder so. Bei der Komplexität des globalen Klimas kann man eben nur auf Wahrscheinlichkeiten beruhende Szenarien für die Zukunft anbieten. Etwas anderes wird kein ernst zu nehmender Wissenschaftler tun.

    Gruß

    Der Kapteen

  • 20.01.2010 23:16 Uhr

    von Deftone:

    Gletscher ignorieren Forschre. Itneressanter Titel, wo es doch offensichtlich ist, dass leblose Gesteinsbrocken kein Bewusstsein besitzen und daher selten Achtsamheit hervorbingen können.

  • 20.01.2010 22:56 Uhr

    von LaoKe:

    Bei der Vorhersage für das Jahr (2035) hat der Computer einen Zahlendreher verursacht. In Wirklichkeit soll es 2350 heißen oder 2530 oder 5320 oder was auch immer.
    Im Innern meines Eintopfs (Erbsen) konnte ich auch nichts Genaues erkennen, aber es könnte ja sein...
    Jagd diese "Klima-Gekröse-Leser" endlich aus dem Land!

  • 20.01.2010 20:58 Uhr

    von UweRietmöller:

    So, so, den Orakeln des IPCC fehlt also die wissenschaftliche Basis.
    Ist ja ganz was neues.

  • 20.01.2010 20:44 Uhr

    von Dirk Gober:

    Eine ganze Meinungs-Industrie lebt mittlerweile von Klimakatastrophen-Ankündigungen und da stört es auch niemanden, wenn Gores Film diverse Lügen, Halbwahrheiten und Fälschungen enthält, Untersuchungen so lange getürkt werden, bis sie ins Katastrophenbild passen u.s.w.
    Und trotzdem finden sich immer weiter Anhänger der "Warner". Keun Wunder, daß Totalitarismus so gut funktioniert, angesichts dieser immensen Anzahl von denen, die glauben WOLLEN.

  • 20.01.2010 18:27 Uhr

    von Thomala:

    Der Klimaökonom Ottmar Edenhofer,... ihr meint wohl der Doktor der Wirtschaftswissenschaften Ottmar Edenhofer.
    Was anderes ist es schon aufgefallen das die Klimavorhersager immer sagen es könnte passieren und nie es wird passieren?

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