Achtung: Man sollte auch drauf achten, was da getestet wurde. 3 - 5jährigen Kindern wurde Farbstoffcocktail verabreicht, der einer Tagesration von bis zu 9 kg !!! Bonbons entspräche. Das Verhalten wurde nicht von Wissenschaftlern analysiert, sondern die Eltern wurden gefragt: Ist Ihr Kind danach auffällig aktiv gewesen? Wie das Kind erzogen wurde, aus welchen Verhältnissen (zerrüttete Ehe der Eltern o. ä.) es kommt, ist nicht betrachtet worden. Sehr aufschlussreiche Studie, zumal die meisten auch mit "Ja" geantwortet haben, deren Kinder in der Gruppe waren, die die mittlere (nicht die höchste) Ration der Farbstoffe bekamen.
Die bereits erwähnte EFSA selbst hat den Sinn dieser Studie in Zweifel gezogen.
"19 dieser Produkte enthielten Azofarbstoffe oder Chinlinogelb."
19.07.2010 21:00 Uhr
von Dennis F.:
@Harry B.
Bitte Vorher vernünftig über "Stevia rebaudiana" informieren! Also, Ende März hat die EFSA - Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit eine Veröffentlichung herausgebracht die wirklich positiv für Stevia ist. In Frankreich besitzt Stevia eine Ausnahmegenehmigung. In den USA mußte Stevia nicht geprüft werden aufgrund des Dietary-Supplement-Act. Hierdurch kamen in den USA auch jede Menge Nahrungsergänzungsmittel auf den Markt die dem Verbraucher alles mögliche Verprachen aber nichts hielten. Auch in Japan ist Stevia auf dem Markt, da es dort eine Zulassungsfreiheit für Naturprodukte gab. Stevia besitzt durch die Firmen Cargil/Coca-Cola und Merisant/Pepsi-Cola (Händler/Nutzer) eine quasi "light" Zulassung und ist NICHT als Zusatzstoff zugelassen. Der in den USA verwendete Grenzwert, der auch von der EFSA vorgeschlagen beträgt 4 mg pro Kilogramm Körpergewicht und Tag. Stevia Fällt in Europa unter die Novel-Food-Verordnung (EU) Nr. 258/97. Diese EU- Verordnung ist für das Inverkehrbringen von Lebensmittel und Lebensmittelzutaten zuständig, die in dieser bisher noch nicht in nennenswertem Umfang für den menschlichen Verzehr verwendet wurden vor dem 15. Mai 199. Aufgrund der neuen Zusatzstoff-Verordnung (EG) Nr. 1333/2008 muß für einen Zusatzstoff eine hinreichende technische Notwendigkeit bestehen, und keine anderen wirtschaftlich und technisch praktikablen Methoden zur Verfügung stehen. Dies dürfte meiner Meinung für Stevia eine Hürde werden.
Ein Lebensmittelchemiker in der Zeit für das Zweite Staatsexamen der Lebensmittelchemie.
19.07.2010 18:19 Uhr
von Igelfeld:
Ich wundere mich. Über die EU regelmäßig, aus aktuellen Anlass aber nun über den Beitrag zu den Azofarbstoffen. Was meint der Autor damit, wenn er schreibt das Azofarbstoffe auch in Zukunft in einer Vielzahl weiter Lebensmittel auftauchen können, so etwa Käse und Margarine. Tatsächlich ist es doch so, das Zusatzstoffe zugelassen sein müssen. Das impliziert auch den Verwendungszweck. Für Käse und Margarine sind Azo-Farbstoffe jedenfalls jetzt nicht erlaubt. Und, dass der Hinweis nicht auf Alkoholika stehen muss, hat wohl doch einen guten Grund. Ich möchte nicht wissen, wass los ist, wenn die Alkoholindustrie künftig auf ihre Produkte schreibt "Kann die Aufmerksamkeit und Aktivität ihrer Kinder beeinflussen". Na dann Prost!
19.07.2010 15:08 Uhr
von Seim:
"Knallbunt ist ungesund"
nicht nur da.
19.07.2010 09:46 Uhr
von Missjø:
Warum eine Ausnahme bei alkoholhaltigen Getränken? Das ist wieder so halbherzig wie beim Dosenpfand: Für Bier ja, für Ebbelwoi und Eistee nein... Ich checks nicht, warum wird das nicht mal voll durchgezogen?
19.07.2010 08:47 Uhr
von Emma:
Wurd´aber auch Zeit.
Meine Kinder durften, weil in rotem Wackelpudding immer noch Azo Farbstoffe verwendet werden, diesen nicht essen, trotz mußsamer und ausführlicher Erklärung gab es im Kindergarten ( Caterin Essen) unverständliche Gesichter und man tauschte diesen natürlich nicht aus, weil es Elternblödsinn sei...
19.07.2010 01:30 Uhr
von Lothar von der Ems:
Das gilt auch in der Politik
18.07.2010 20:01 Uhr
von Harry B:
Die EU und Ihre Lebensmittel -Lobby ist doch das Allerletzte ! Stevia (eine Pflanze) als gesunder kalorienloser Zuckerersatz wird EU-Politisch auch nicht freigegeben.
IN USA und Schweiz gibt es das ganz ohne Probleme. Aber hier regiert einfach nur eine Mafia, die die Politik gekauft zu haben scheint!
18.07.2010 19:59 Uhr
von Harry B:
Die EU und Ihre Lebensmittel -Lobby ist doch das allerletzte ! Stevia (eine Pflanze) als gesunder kalorienloser Zuckerersatz wird EU-Politisch auch nicht freigegeben.
IN USA und Schweiz gibt es das ganz ohne Probleme. Aber hier regiert einfach nur eine Mafia, die die Politik gekauft zu haben scheint!
Leserkommentare
21.07.2010 14:08 Uhr
von Ralf K.:
Achtung: Man sollte auch drauf achten, was da getestet wurde. 3 - 5jährigen Kindern wurde Farbstoffcocktail verabreicht, der einer Tagesration von bis zu 9 kg !!! Bonbons entspräche. Das Verhalten wurde nicht von Wissenschaftlern analysiert, sondern die Eltern wurden gefragt: Ist Ihr Kind danach auffällig aktiv gewesen? Wie das Kind erzogen wurde, aus welchen Verhältnissen (zerrüttete Ehe der Eltern o. ä.) es kommt, ist nicht betrachtet worden. Sehr aufschlussreiche Studie, zumal die meisten auch mit "Ja" geantwortet haben, deren Kinder in der Gruppe waren, die die mittlere (nicht die höchste) Ration der Farbstoffe bekamen.
Die bereits erwähnte EFSA selbst hat den Sinn dieser Studie in Zweifel gezogen.
19.07.2010 23:49 Uhr
von Ano Nym:
E 104 ist KEIN Azofarbstoff
http://de.wikipedia.org/wiki/Azofarbstoff
http://de.wikipedia.org/wiki/Chinolingelb
das sieht jeder Nichtexperte auf den ersten Blick.
Korrekt formuliert man daher z.B. so:
http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2010/07/19/Schweiz/EU-warnt-Schweizer-Suessigkeiten-aber-ohne-Hinweis
"19 dieser Produkte enthielten Azofarbstoffe oder Chinlinogelb."
19.07.2010 21:00 Uhr
von Dennis F.:
@Harry B.
Bitte Vorher vernünftig über "Stevia rebaudiana" informieren! Also, Ende März hat die EFSA - Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit eine Veröffentlichung herausgebracht die wirklich positiv für Stevia ist. In Frankreich besitzt Stevia eine Ausnahmegenehmigung. In den USA mußte Stevia nicht geprüft werden aufgrund des Dietary-Supplement-Act. Hierdurch kamen in den USA auch jede Menge Nahrungsergänzungsmittel auf den Markt die dem Verbraucher alles mögliche Verprachen aber nichts hielten. Auch in Japan ist Stevia auf dem Markt, da es dort eine Zulassungsfreiheit für Naturprodukte gab. Stevia besitzt durch die Firmen Cargil/Coca-Cola und Merisant/Pepsi-Cola (Händler/Nutzer) eine quasi "light" Zulassung und ist NICHT als Zusatzstoff zugelassen. Der in den USA verwendete Grenzwert, der auch von der EFSA vorgeschlagen beträgt 4 mg pro Kilogramm Körpergewicht und Tag. Stevia Fällt in Europa unter die Novel-Food-Verordnung (EU) Nr. 258/97. Diese EU- Verordnung ist für das Inverkehrbringen von Lebensmittel und Lebensmittelzutaten zuständig, die in dieser bisher noch nicht in nennenswertem Umfang für den menschlichen Verzehr verwendet wurden vor dem 15. Mai 199. Aufgrund der neuen Zusatzstoff-Verordnung (EG) Nr. 1333/2008 muß für einen Zusatzstoff eine hinreichende technische Notwendigkeit bestehen, und keine anderen wirtschaftlich und technisch praktikablen Methoden zur Verfügung stehen. Dies dürfte meiner Meinung für Stevia eine Hürde werden.
Ein Lebensmittelchemiker in der Zeit für das Zweite Staatsexamen der Lebensmittelchemie.
19.07.2010 18:19 Uhr
von Igelfeld:
Ich wundere mich. Über die EU regelmäßig, aus aktuellen Anlass aber nun über den Beitrag zu den Azofarbstoffen. Was meint der Autor damit, wenn er schreibt das Azofarbstoffe auch in Zukunft in einer Vielzahl weiter Lebensmittel auftauchen können, so etwa Käse und Margarine. Tatsächlich ist es doch so, das Zusatzstoffe zugelassen sein müssen. Das impliziert auch den Verwendungszweck. Für Käse und Margarine sind Azo-Farbstoffe jedenfalls jetzt nicht erlaubt. Und, dass der Hinweis nicht auf Alkoholika stehen muss, hat wohl doch einen guten Grund. Ich möchte nicht wissen, wass los ist, wenn die Alkoholindustrie künftig auf ihre Produkte schreibt "Kann die Aufmerksamkeit und Aktivität ihrer Kinder beeinflussen". Na dann Prost!
19.07.2010 15:08 Uhr
von Seim:
"Knallbunt ist ungesund"
nicht nur da.
19.07.2010 09:46 Uhr
von Missjø:
Warum eine Ausnahme bei alkoholhaltigen Getränken? Das ist wieder so halbherzig wie beim Dosenpfand: Für Bier ja, für Ebbelwoi und Eistee nein... Ich checks nicht, warum wird das nicht mal voll durchgezogen?
19.07.2010 08:47 Uhr
von Emma:
Wurd´aber auch Zeit.
Meine Kinder durften, weil in rotem Wackelpudding immer noch Azo Farbstoffe verwendet werden, diesen nicht essen, trotz mußsamer und ausführlicher Erklärung gab es im Kindergarten ( Caterin Essen) unverständliche Gesichter und man tauschte diesen natürlich nicht aus, weil es Elternblödsinn sei...
19.07.2010 01:30 Uhr
von Lothar von der Ems:
Das gilt auch in der Politik
18.07.2010 20:01 Uhr
von Harry B:
Die EU und Ihre Lebensmittel -Lobby ist doch das Allerletzte !
Stevia (eine Pflanze) als gesunder kalorienloser Zuckerersatz wird EU-Politisch auch nicht freigegeben.
IN USA und Schweiz gibt es das ganz ohne Probleme.
Aber hier regiert einfach nur eine Mafia, die die Politik gekauft zu haben scheint!
18.07.2010 19:59 Uhr
von Harry B:
Die EU und Ihre Lebensmittel -Lobby ist doch das allerletzte !
Stevia (eine Pflanze) als gesunder kalorienloser Zuckerersatz wird EU-Politisch auch nicht freigegeben.
IN USA und Schweiz gibt es das ganz ohne Probleme.
Aber hier regiert einfach nur eine Mafia, die die Politik gekauft zu haben scheint!