• 01.04.2010

Familienberaterin über Missbrauch

"Die gleichen Schwachpunkte"

Die verschiedenen Erziehungsmethoden haben ihre Schwachpunkte an der gleichen Stelle, meint Familienberaterin Christine Ordnung: Wenn Methode und Ziel wichtiger werden als die persönliche Entwicklung.von Alke Wierth

  • 03.04.2010 09:47 Uhr

    von silbergeld:

    seit wann kann sich jemand ohne das entsprechendes Studium "Familientherapeutin" nennen? ein paar Bücher des dänischen Psychologen gelesen zu haben und dann dessen Sätze wiederzukäuen genügt dazu nicht. Diese Binsenweisheiten sind vielleicht in bürgerlichen Abspruchs-und Leistungszusammenhängen hilfreich für Menschen mit Scheuklappen. "Menschen machen halt Fehler" ist eine etwas hausfräuliche Ordnung von Frau Ordnung und in keiner Weise genügt das um das komplizierte Macht-Sex-Gewalt-Gehorsam-Abhängigkeit-Gefüge in abgeschotteten Gemeinschaften zu beschreiben. taz, ich bin enttäuscht: ich hätte mehr Intelligenz und Kompetenz ind er Auswahl von Interviewpartnern erhofft.

  • 02.04.2010 19:54 Uhr

    von silbergeld:

    das sind doch Binsenweisheiten, die höchstens das erklären, was innerhalb bürgerlicher Schichten mit Autoritäts-und Anspruchsproblemen Thema sein könnte. Übrigens wusste ich nicht, dass man sich ohne entsprechendes Studium selbst zur Familientherapeutin ernennen kann. Weil man ein paar Bücher über einen dänischen Familientherapeuten gelesen hat und nun dessen Sätze wiederkäut?
    Jeder vernünftige und halbwegs sensible bzw. vitale Mensch kommt darauf, einem Kind Raum zu geben.
    Die Schwachpunkte an den o.g. Institutionen sind das Machtgefälle und die Einsamkeit der Abgeschiedenheit. Der Selbstläufer des "moralischen Vorbilds".
    Das "alle Menschen machen Fehler" von Frau Ordnung ist da fatal zu kurz gegriffen. Derlei Ordnung ist dann doch etwas sehr hausfräulich.

  • 02.04.2010 08:43 Uhr

    von "anonym" - Wels in Oberösterreich:

    Der GESCHICHTE DER STEIERMARK von Dr. Franz
    Martin Mayer, 1913, wäre betreffend römische Straßen
    in Steiermark zu entnehmen - Seite 9: "Von einer
    Straße im Mürztale hat man keine Kenntnis". Hat das
    für die Tierkunde, die Zoologie, Bedeutung?

  • 01.04.2010 12:53 Uhr

    von anna:

    Guter Artikel.

    Die taz zeigt bei den Artikeln zum Thema Missbrauch, dass ihr eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema wichtig ist.
    Im Gegensatz zu anderen Zeitungen, die nur eine Sensationfallzahl an die andere reihen.

    Bleibt dran und macht bitte weiter so.

  • 01.04.2010 11:24 Uhr

    von Rita Pavoni:

    "Da, wo die Idee, die Methode und das Ziel wichtiger werden als die persönliche Entwicklung der Kinder. Kinder werden dann dazu gebracht, Dinge zu tun, von denen die Erwachsenen glauben, dass sie richtig sind - oder Werte zu übernehmen, die Erwachsene formuliert haben."

    Man könnte auch sagen: Pädagogik, die sehr einseitig ihre eigenen Schattenseiten ausblendet und eine vermeintlich einzig wahre Handlungsweise gefunden haben will, ist von vornherein zur Bigotterie verdammt. Den meisten pädagogischen Einrichtungen dieser Art liegt eine grandiose Selbstüberschätzung zu Grunde, die dazu führt, alles, was nicht dem Selbstbild entspricht, zu verdrängen und Kritiker mundtot zu machen.

  • 01.04.2010 08:29 Uhr

    von Bimsbart:

    Super Artikel.

  • 01.04.2010 08:06 Uhr

    von "anonym" - Wels in Oberösterreich:


    "Joseph Kardinal Ratzinger" zitiert in dem "Buch-
    Auszug" ZUR GEMEINSCHAFT GERUFEN (ISBN 3-
    900891-13-3, publiziert in Linz a.d. Donau, 4020,
    Volksfest-Straße 15) auf Seite 23 den "bemerkens-
    werten Aufsatz von A. G ö r r e s , Schuld und
    Schuldgefühle, in: Internationale katholische Zeit-
    schrift 13 (1984) S. 430-443, S. 438: 'Die Psycho-
    analyse hat sich schwergetan zuzugeben, daß es
    unter anderen Schuldgefühlen auch solche gibt,
    die ... auf wirkliche Schuld zurückgehen. Diesen
    Befund kann sie nicht unbefangen gelten lassen ...
    weil ihre Philosophie keine Freiheit kennt ... ihr De-
    terminismus ist das Opium der Intellektuellen. Für
    sie hat Sigmund Freud den armen unaufgeklärten Rabbi
    Jesus weit überboten. Der konnte Sünden nämlich
    nur vergeben und fand das noch nötig. Sigmund
    Freud, der neue Messias aus Wien, hat dagegen weit
    mehr getan. Er hat die Sünde, die Schuld aus der
    geistigen Welt geschafft.' S. 433f.: 'Schuldgefühle
    sind im seelischen Haushalt für die seelische Ge-
    sundheit ... notwendig, unerläßlich ... Wer also so
    cool ist, daß er keine Schuldgefühle mehr erlebt,
    wo sie hingehören, der sollte mit allen Kräften
    versuchen, sie wieder zu finden.'"

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