• 27.09.2011

Expertin über von der Leyens Rentenpläne

"Die Zuschussrente ist ungerecht"

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen will kleine Renten künftig aufstocken. Die Finanzexpertin Heide Härtel-Herrmann findet das unfair.von SIMONE SCHMOLLACK

  • 18.10.2011 18:07 Uhr

    von Hasso:

    Dann dürfte von der Leyen eigentlich garnichts kriegen. Denn was hat sie einbezahlt? Andere zahlen für sie ein! Eine Bürgergeld für alle, wäre längst drin gewesen, hätte man nicht zugelassen,dass die Banken alles verzocken konnten. Nach unten wird geflickschustert und nach oben verschwendet.

  • 29.09.2011 13:08 Uhr

    von aurorua:

    Die exorbitanten Pensionen für meist faule Beamte und Politiker sind noch viel ungerechter!

  • 28.09.2011 22:21 Uhr

    von Zwangsselbstständigkeit:

    Richtig lustig wird das Ganze erst dann, wenn die Millionen kleinen Selbstständigen, die in prekäre Arbeitsverhältnisse gezwungen wurden, in Rente gehen wollen.
    Und das alles nur, weil allen Parteien nur die Interessen der "Wirtschaft" wichtig waren.

  • 28.09.2011 10:07 Uhr

    von Dirk:

    Die "Expertin" kann nicht rechnen. Ist der sogenannten Expertin, die ja sicherlich ganz überwiegend gut Verdienende berät, bekannt, dass man von den 850 Euro noch Krankenversicherung zahlen muß und dass das Rentenniveau die nächsten Jahre deutlich sinken wird? Sicherlich nicht. Und sicher ist der Dame die Massenarbeitslosigkeit der letzten Jahrzehnte auch irgendwie entgangen. Ein wirkliche Expertin eben.
    Das "Anreizproblem" könnte man übrigens leicht lösen: Nicht mehr das gesamte Alterseinkommen anrechnen wie bei v.d. Leyens Vorschlag, sondern nur teilweise anrechnen.

  • 27.09.2011 14:54 Uhr

    von Ida Wolf:

    Unfähr ist die Ignoranz dieser Expertin: Obwohl sie über 7.000 Beratungen durchgeführt hat, ist ihr anscheinend noch nie eine ArzthelferIn, eine BäckerIn, eine PhysiotherapeutIn, eine KöchIn, eine FloristIn oder andere schlecht bezahlte Vollzeitberufstätige begegnet. Die Finanzexpertin möge ausrechnen, was bei einem Durchschnittseinkommen, dass zu maximal einem 1/2 Entgeltpunkt führt, an Bruttorente nach 40 Jahren! Vollzeitberufstätigkeit erreicht wird: maximal 549,40 €! Und davon geht noch der Beitrag für Krankenkasse + Pflegeversicherung runter. Stattdessen wittert die "Expertin", dass da mal wieder die Hausfrauenehe zementiert werden soll.....
    Ida Wolf

  • 27.09.2011 12:46 Uhr

    von getoba:

    Schwierige Geschichte ! Ich kann die Bedenken teilweise nachvollziehen. Eine Aufwertung von Kindererziehungszeiten wäre IMHO jedoch ebenfalls dringend geboten. Und irgendwie mag ich nicht so recht daran glauben, daß Millionen Frauen in Deutschland sich so unendlich danach sehnen für 5 Euro sechzig die Stunde irgendeinen Scheißjob zu machen, statt sich um ihre Familie zu kümmern. Die Arbeit im Haushalt muss getan werden. Ebenso braucht es Zeit für die Erziehung von Kindern. Das sind wichtige Aufgaben die - egal ob sie von Vätern oder Müttern gemacht werden - die Anerkennung unserer Gesellschaft verdienen. Und das auch finanziell !
    Die überhöhte Anerkennung von Erwerbstätigkeit ist doch einer zutiefst neoliberalen Denkweise entsprungen !
    "Nur wer was verdient, verdient Anerkennung" - Mit dieser Einstellung werden wir den gesellschaftlichen Frieden in unserem Land bestimmt nicht fördern !

  • 27.09.2011 12:37 Uhr

    von Martin:

    Köstlich, dieser Artikel, mal wieder Realsatire pur - niemand ist besser als die von der taz zu wirtschaftlichen Fragen zu Rate gezogenen "Experten" - in diesem Fall eine "Diplom-Ökonomin", die einen "Frauenfinanzdienst" ins Leben gerufen hat! Mal abgesehen davon, dass die sympathische Dame damit klar gegen das AGG verstößt, dürfte so ziemlich keine der Aussagen im "Interview" auch nur in der Nähe sachlicher Richtigkeit liegen. Aber darum geht es der "Hauptsache Dagegen"-taz ja auch eh gar nicht! Das Interview dürfte ja eh rein humoristisch gemeint sein - und das hat geklappt, zum Kringeln!

    Danke taz! Weiter so!

  • 27.09.2011 11:47 Uhr

    von Stefan:

    Oh je, so ein komplexes Thema und dann nur so kurz angerissen :-(
    Da sind einige Aspekte drinnen, die korrekt sind, in ihrer Verkürzung aber falsch rüber kommen.
    Vor allem aber fehlen mir realistische Alternativvorschläge - die hier gemachten (Aufgeben des Ehegattensplitting etc.) sind zwar politisch richtige (vor allem in Bezug auf die Gleichstellung), lösen das Problem der Altersarmt aber nicht. Wir haben heute bereits zu wenige Vollzeitstellen, die einen über die 850 Euro Rente heben würden (bei unterbrochener Erwerbsbiographie sowieso) - bei einem Zustrom von Erwerbstätigen, die sich bisher in der Ehe eingerichtet haben, wären es noch erheblich mehr.
    Rechnen wir doch einfach ale Teilzeitstellen und Minijobbs zusammen, teilen diese auf Vollzeitstellen auf und der Rest wären Arbeitslose. Dazu kommen noch diejenigen, die im Augenblick einfach zu hause sind und vom Partner unterhalten werden. Diese wären ebenfalls 1:1 Arbeitslose.
    Bringt ja nichts, so zu tun, als ob all diese Personen eine Vollzeitstelle bekommen würden und dann später auch eine entsprechende Rente. Dem ist nämlich nicht so...

  • 27.09.2011 11:42 Uhr

    von FRITZ:

    "Damit werden falsche Anreize gesetzt. Frauen, die in traditionellen Familienkonstellationen leben, werden belohnt, und berufsorientierte Frauen, also jene, die Kinder erziehen und qualifizierte Vollzeit arbeiten, bestraft."

    Es ist also nicht nur eine - nicht Zeitgeist-konforme - freie Entscheidung freier Menschen, in "traditionellen Familienkonstellationen" zu leben, es ist FALSCH... totalitärer geht's ja wohl nicht!

    Außerdem wird niemand bestraft - Frauen, die voll Arbeiten und Kinder erziehen (lassen), erzielen ja meistens deutlich höhere Renten und haben ein deutlich höheres Arbeitseinkommen.

    Das bizarre am Paradigmenwechsel der letzten 20 Jahre - streng im "gut/böse"-Schema, nur jetzt andersrum, wird an folgendem Beispiel klar: eine Frau, die 8 Stunden in einer KiTa arbeitet und die Kinder anderer Leute erzieht und ihre Kinder in dieser Zeit selbst in einer KiTa erziehen lässt, trifft aus Sicht des Zeitgeists die "richtige" Entscheidung, während eine Frau, die in diesen 8 Stunden ihre Kinder selbst erzieht, ein bedauernswertes Hausmütterchen ist, dass durch "falsche" Anreize davon abgehalten wird, ihr Glück in der Erwerbsarbeit zu finden und nicht etwa bei den lästige Blagen...

    Und genau wegen dieses Paradigmenwechsels gibt es in Deutschland nicht genug Kinder. Weil sie als etwas begriffen werden, was Frau/Mann von den Freuden der unbeschränkten Verwertbarkeit in der Erwerbsarbeit und der potenten Teilnahme an der Konsumgesellschaft abhält, ergo, etwas lästiges sind, das von der "Selbstverwirklichung" im Bürojob oder dem Zweit-und Dritturlaub abhält.

    Nach meiner Erfahrung finden Kinder es prima, wenn entweder Mama oder Papa wenigstens einen halben Tag zu Hause sind. Aber das ist zugegebenermaßen ziemlich reaktionär von den Kindern.

  • 27.09.2011 11:20 Uhr

    von Piawanegawa:

    "Damit werden falsche Anreize gesetzt. Frauen, die in traditionellen Familienkonstellationen leben, werden belohnt, und berufsorientierte Frauen, also jene, die Kinder erziehen und qualifizierte Vollzeit arbeiten, bestraft. Denn sie erreichen die 850 Euro monatliche Rente über ihre selbst eingezahlten Beiträge."

    Mit derselben Begründung sind alle Transferleistungen unfair, weil sie eben nur die bekommen, die sie auch brauchen. Diejenigen, die das Glück hatten, selbst für sich sorgen zu können, werden bitter bestraft, weil man ihnen nicht auch noch staatliches Geld hinterherwirft.

    Auch hier - wie auch im bürgerlichen Lager - herrscht die Vorstellung, wer Geld bekommt, muss unter allen Umständen dafür eine Leistung erbracht haben. Dass jemand Geld aufgrund seines angeborenen Wertes als Mensch bekommen könnte, das ist auch bis zu Frau Härtel-Herrmann offenbar nicht vorgedrungen. Ich empfehle da die Lektüre des Grundgesetzes.

  • 27.09.2011 10:39 Uhr

    von anyway:

    oh, solche menschen liebe ich ja: allen ein system aufzwingen und die, die nicht mitmachen wollen oder können, werden einfach moralisch und in diesem fall auch finanziell bestraft.

    diese frau mag sicherlich kompetent sein in sachen finanzen und speziell auch bei frauen-finanzen, aber an sozialem einfühlungsvermögen und respekt gegenüber anderen lebenswelten mangelt es ihr definitiv.

    klar ist es erstrebenswert, dass auch frauen in "richtigen" sozialversicherten jobs arbeiten und auch entsprechend dafür entlohnt werden. aber ein vollzeitjob ist nicht das ganze leben, vor allem nicht mit kindern.
    minijobs weg, keine frage, aber vollzeit für alle menschen in dieser republik ist weder machbar noch von allen gewünscht oder allen möglich.

    und die beiträge zahlenden frauen brauchen keine angst zu haben, dass andere frauen auch ohne beiträge im alter eine rente bekommen: soweit ich das verstanden habe, gelten dabei die zeiten in minijobs nicht, zumindest wenn nicht die freiwilligen rentenbeiträge von 25 € monatlich gezahlt werden. so kommen die frauen auch nicht auf 35 jahre beiträge, obwohl sie zu miserabelen löhnen und bedingungen gearbeitet haben, damit die vollzeit-berufstätigen frauen auch noch bis 22 h abends einkaufen gehen können ;-) natürlich möglichst preiswert, damit sie auch noch in urlaub fahren können und in ihre rente investieren können.

    ich finde es immer wieder traurig, wenn die einen gegen die anderen (frauen) ausgespielt werden.
    aufklärung über die politischen risiken und möglichkeiten des frauen- und mutterdaseins ja und unbedingt, aber bitte dennoch die wahl lassen und die anderen lebensentwürfe respektieren. berufstätige mütter sind ja auch nicht per se alle rabenmütter und die vollzeitmütter die besseren mütter. die berufstätigkeit definiert nicht die beziehungskompetenzen einer frau.

    aber: die kräfte, bedingungen und möglichkeiten sind unterschiedlich. ich bin mehr dafür, dass die diskussion in die richtung geht, dass väter durchgehend genauso verlässlich in der familie ihren anteil arbeiten und einbringen können, wie es von frauen zu oft noch selbstverständlich verlangt wird.
    das benötigt einen wandel vor allem in vielen männerköpfen und bei arbeitgebern - auch arbeitgeberinnen! zurzeit ist es doch so, dass die elternbeziehungen oft nach ein paar jahren auseinander gehen, weil die männer zwar viel darüber reden, aber doch nicht verlässlich mit von der familienpartie sind. und dann sind die frauen (lieber) allein erziehend und können auch wieder nicht vollzeit arbeiten gehen, geschweige denn einen so hohen prozentsatz für die rente zurück legen (wenn sie überhaupt einen job in dieser situation bekommen).

    maximale arbeitszeit sollte für frau und mann 30 stunden wöchentlich betragen. und diese sollte familienfreundlich und flexibel gestaltet werden können. wenn das möglich wäre, wären das 1,5 stellen je paar, nur anders aufgeteilt und geld für die rente wäre sicher auch noch da - und vielleicht auch die beziehung und eine gemeinsame wohnung (wegen der kosten ;-)).

    Frau Heide Härtel-Herrmann schwimmt doch mit Frau vdL auf einer Welle: selbst Vollzeitjob und Superweib (falls sie überhaupt auch Kinder und Familie hat). Aber fragen, wie es den anderen geht oder möglich ist, darauf kommt keine der beiden - in dem Fall sogar eher noch Frau vdL, obwohl auch ihre Vorschläge durchaus ungerecht sind, aber immerhin ein Anfang.

  • 27.09.2011 10:34 Uhr

    von Der Heinz:

    "...[Frauen], die Kinder erziehen und qualifizierte Vollzeit arbeiten..." DAS GEHT NICHT! Zumindest nicht ohne Burn-Out!
    Und kurz noch zur Erinnerung: Wir leben in einem solidarischen System und da verbieten sich Fragen zur "Ungerechtigkeit" eines solchen Vorschlags wie dem der "Aufstock-Rente". Demnach wäre nämlich die gesamte Rente "ungerecht", denn die zahlt die Junge Generation für die alte.
    Frau Finanzexpertin sollte zudem wissen, dass sehr viele Frauen durchaus den traditionellen Lebensweg "KKK" gehen wollen, auch wenn uns die wirtschaftsgesteuerten Medien etwas anderes vormachen wollen.
    Frau von der Leyen ist schlau genug, um zu erkennen, dass sich an dem Verhalten der Wirtschaftsunternehmen auf lange Sicht nichts ändern wird. Frauen werden auch in Zukunft Probleme mit Job UND Kind haben, also warum dann nicht diesen Anker begrüßen? Außerdem, liebe Frau Finanzexpertin, bezieht sich diese Regelung eher auf die jetzige Generation, damit diese nicht in völlige Altersarmut abrutscht.

    Wer glaubt eigentlich noch das, was "Finanzexperten/-expertinnen" sagen..? Der Berufstand muss sich seine Glaubwürdigkeit, sofern es die da überhaupt geben kann, erst wieder erarbeiten.

  • 27.09.2011 10:21 Uhr

    von für einen linken Feminismus:

    Ja, die Zuschussrente ist ungerecht.

    Es ist ungerecht, dass es keine ausreichende Grundrente für alle gibt.


    Aber das hat Frau Heide Härtel-Herrmann natürlich nicht gemeint.
    Sie wollte hier nur wieder, als Mietmaul, ihre neoliberale Gesinnung auskotzen !!!

    Und Frau Simone Schmollack macht sich ohne Scharm zu ihrer Komplizin.
    Ein bisschen Feminismus in neoliberale Propaganda versteckt, hui da fliegen die Schmeisfliegen drauf.
    Inzwischen sind wir das ja gewöhnt.
    Als Feministin ist hier Fremdschämen angesagt.

    Was bitte schön, will man denn mit den altersarmen Frauen machen ? Vor vollen Töpfen ihnen feixend aufzeigen, dass sie ja selbst schuld sind ?

    Ohnehin war v.L Vorschlag so ausgearbeitet, dass kaum eine Familienfrau (sei es eine die Kinder oder Angehörige pflegt ) davon profetieren wird.

    Folglich wären Frau Härtel-Herrmanns Einwände nichts anderes als hohles Geschwätz, wäre da nicht der Spaltpilz, den sie ganz unbedacht zwischen denen die vermeintlich meinen viel zu viel in die Rentenversicherung einzahlen und denen die den Generationenvertrag erfüllen , setzt.

    Aber, Soziale Systeme, die eine so große Relevanz für den Zusammenhalt der Gesellschaft haben, nur aus eigenen Eigennutz zerstören zu wollen, ist nicht nur asozial sondern schon kriminell.

    Schämt euch beide !



  • 27.09.2011 10:07 Uhr

    von emmamila:

    Wenn ich diese Argumentation von Frau Härtel-Herrmann lese, könnte ich aus der Haut fahren. Sich beim Zuhausebleiben und in der Kindererziehung einrichten, was soll das denn heissen? Vielleicht schaut sich die Dame auch mal andere Statistiken an in denen belegt wird wie wichtig es für Kinder vor allem bis drei Jahren ist von ihren Eltern betreut zu werden und ihnen damit zu ermöglichen Wurzeln zu schlagen um dann im Kindergarten langsam in die Gesellschaft hinein zu wachsen. Wie stabil solche Kinder sind, wie wenig gefährdet später Drogen zu nehmen und welch ein Gewinn für die Gesellschaft. Ich persönlich habe überhaupt nichts dagegen wenn Eltern sich entscheiden arbeiten zu gehen. Ich finde, es muss jedem offen stehen sich für sein Modell entscheiden zu können, denn mir persönlich leuchtet es nicht ein, ein Kind zu bekommen um es am Tag nur zwei oder drei Stunden zu sehen und anderen, fremden Menschen Geld zu geben, damit sie mein Kind erziehen. Aber wie gesagt, dass sollte jeder selbst entscheiden dürfen und die Arbeit in der Familie ist mindestens genau so wertvoll wie in anderen Jobs.

  • 27.09.2011 09:40 Uhr

    von Abby_Thur:

    Ich finde das Modell mehr als gerecht,wenn man bedenkt dass viele Frauen gar nicht die Wahl haben zwischen Vollzeit und Teilzeit.

    Wir Frauen bekommen meist die Teilzeitstellen angeboten, denn wir oder unsere Kinder könnten ja mal krank werden...! Nicht auszudenken, aus Arbeitgebersicht.

    Wir Frauen, grade die Nicht-Akademiker, werden auf dem Arbeitsmarkt so oder so benachteiligt, da ist es doch wirklich mehr als fair, wenn wir dafür wenigstens in Aussicht gestellt bekommen, nicht am Hungertuch nagen zu müssen.

  • 27.09.2011 09:37 Uhr

    von JFSebastian37:

    Ich hatte gedacht, dass wir inzwischen weg sind von der Vorstellung, dass nur diejenigen, die sich Strapazen aussetzen usw. auch im Alter würdig leben dürfen. Wir brauchen ein Umdenken dessen, was als volkswirtschaftlich wertvolle Arbeit anerkannt ist - und das ist eben nicht nur die strapazierende, möglichst dopplebelastete Maloche, die hier von Frau Härtel-Herrmann als vorbildlich geschildert wird. Auch dijenigen, die sich privat um Kinder oder die Eltern kümmern, sich sozial engagieren sollen im Alter würdig leben können. Die einzig gerechte und sinnvolle Lösung ist das bedingungslose Grundeinkommen. Und da scheint mir der Beitrag von Frau von der Leyen zumindest ansatzweise in die richtige Richtung zu gehen.

  • 27.09.2011 09:30 Uhr

    von Uwe:

    Ich glaub, ich spinn. Wenn meine Frau sich um unsere Kinder kümmert, dann ist das keine "soziale Dienstleistung", sondern hat etwas mit Beziehung und Liebe zu tun! Lasst unsere Mütter endlich mit Euren Ideologien in Ruhe. Die brauchen Eure Bevormundung nicht. Weder "Haus-Herd-Kind" noch "Berufstätigkeit" sind der Maßstab, sondern alleine das, wofür sich jede Mutter aus ihrem Herzen heraus entscheidet. Finanziell sind für jedes Paar immer ein Nachteil. Übrigens: Der Kita-Zwangs-Wahn und einseitige finanzielle Förderung dieser Kinderverwahrung außer Haus diskriminiert Eltern, die sich dafür entscheiden, ihre kleinen Kinder möglichst lange bei sich behalten zu wollen.

  • 27.09.2011 09:24 Uhr

    von M.Kraus:

    Die Rentenpläne von Frau von der Leyen sind ein Weg in die richtige Richtung, wenn selbige verwirklicht werden
    provitieren noch zu wenige, ab Wirksamkeit wären dies
    laut Berichterstattung im ersten Jahr ca. 17 000 Frauen. Kindererziehung und Haushalt blieb bis heute trotz Emanzipation meist Obligenheit der Frauen, so wird wenigstens die innerhäusige unbezahlte Arbeit
    honoriert, immerhin die Kinder die davon provitieren
    sind die kommenden Steuerzahler zum Nutzen aller.
    An der Frau Finanzexpertin ist wohl vorrübergegangen
    dass immer mehr Frauen unter der Dreifachbelastung,
    Arbeit, Kindererziehung und Haushalt zusammen brechen
    und an dem sogenanten Burnoutsyndrom leiden.

  • 27.09.2011 09:22 Uhr

    von scanner:

    Der Vorschlag von Frau von der Leyen ist von Expertenseite vielleicht kritikwürdig. Aber die Ansicht von Frau Härtel-Herrmann ist es auch, denn ihre Meinung basiert auf der Grundannahme, nur Beruftätigkeit sei Leistung für die Gesellschaft und damit rentenfähig. Das erinnert mich etwas an früher, wo demonstrierenden Studenten dieses Recht abgesprochen wurde, weil sie ja nicht arbeiten, keine Steuern zahlen. Und dann scheint Frau Härtel-Herrmann die häusliche Tätigkeit grundsätzlich als Freizeit zu begreifen, wenn sie meint, Frau könnten aus der "..Erwerbsarbeit teilweise oder ganz" aussteigen "und sich als Hausfrau ein(zu)richten." Mhh, etwas komisch, das Ganze.......

  • 27.09.2011 09:09 Uhr

    von GiniR:

    Genau, Kinderkriegen gehört sowieso bestraft - deswegen weg mit dem Ehegattensplitting,mit der Familienversicherung und auf gar keinen Fall Geld für Erziehungs- und Pflegezeiten!!!

  • 27.09.2011 09:08 Uhr

    von bundeskater:

    Und wieder so eine weltfremde Akademikerin.

    Eine Verkäuferin, die 30 Jahre lang 2200 Euro brutto verdient ist ja wohl Wunschdenken. Das sind 13.75 brutto die Stunde. Das ist ein guter Verdienst, der ist in der Branche aber nicht üblich.

    Viele Verkäuferinnen kommen nicht auf die 850,00 Rente, sie haben ja vorher kaum mehr zum Leben. Sie kommen auch nicht in den Genuss der Zusatzrente, denn von ihrem kargen Gehalt können sie keine private Vorsorge leisten. Dafür ist nichts übrig.

    Und liebe Finanzexpertin, versuch doch mal als Verkäuferin eine Ganztagsstelle zu bekommen. Ab einem gewissen Alter bist Du froh, wenn Du überhaupt ein paar Stunden arbeiten darfst.

    Ich könnte mich echt aufregen über dieses ach so tolle Expertentum.

  • 27.09.2011 08:44 Uhr

    von Dakotzichüberntisch:

    Ach das vdL (also v.d.Leyen). Hat viel gelernt von unseren amerikanischen Brüdern.
    Viele schöne große Worte...und PAFF...ist die Blase wieder zerplatzt.
    Übrig bleibt ein Politiker, der sich prima in den Mittelpunkt brachte, ein Volk, das wiedermal veralbert wurde und ein Wähler, dessen Verdrossenheit tendentiell zunimmt.
    Also wenn sowas mal Kanzler werden sollte... da bin ich hier weg. Uaaaaah

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