Vor dem Parteitag plädiert Ex-CDU-Generalsekretär Geißler für eine antikapitalistische Wahlkampagne. Zur Konjunkturbelebung sollten die Hartz-IV-Sätze steigen.
Lieber Gott bewahre und vor "alterweisen" ExPolitikern! Eigentlich könnten sich doch CDU & SPD mit den Linken vereinen. Klingen tun sie jedenfalls schon alle gleich. Transferleistungen sollen erhöht werden, damit die Wenigen, die sich ihren Lebensunterhalt noch selbst verdienen (wollen) auch noch die soziale Hängegmatte entdecken. Weiß eigentlich irgend jemand, wer diese ganzen Wohltaten erwirtschaften soll ?! Erschreckend ist, daß ein Großteil der Kommentatoren auf dieser Welle mitschwimmt und offenbar gar nicht weiß, wie Wirtschaft rsp. Kapitalismus funktioniert ! Na dann - gute Nacht Deutschland !
04.04.2011 19:00 Uhr
von Alex:
Wenn die Denkweise von Herrn Geisler in der Cdu mehr anklang finden wird, so ist sogar abzusehen, dass die Konservativen auch endlich erkennen, dass sie momentan in eine Sackgasse fahren. Wir müssen von der angebotsorientierten Wirtschaftspolitik abkommen und die Nachfrage erhöhen, um so eine möglichst gute Binnenkonjunktur zu erzeugen- denn dieser Wohlstand wird dann zu einem Wohlstand des volkes und nicht zum Wohlstand einer Minderheit.
04.04.2011 19:00 Uhr
von Werner Gerhard:
@Weisfeld
Ja, vollkommen richtig, bedingungsloses Grundeinkommen fordern. 1000 Euro für jeden und jede. Das würde auch die Kräfteverhältnisse zwischen arm und reich im Kapitalismus sicher nicht ganz unbeeinflußt lassen, zielt aber explizit nur darauf, die Armut abzuschaffen, nicht mehr und nicht weniger. Vor allem aber hat das bedingungsloses Grundeinkommen mit dem alten braunen Hut von dem "Fehler" im "Geldsystem" rein gar nichts zu tun.
Daß die periodisch wiederkehrende wirtschaftliche Malaisse ominösen Zinses-Zins-Effekten zuzuschreiben sei, meinte schon vor 75 Jahren der deutsche Sozialist Gottfried Feder zu wissen, und schrieb seiner Partei die "Abschaffung der Zinsknechtschaft" ganz oben ins Wirtschaftsprogramm.
Der wild gewordene Kleinbürger mag zwar "seinem Geld" irgendwie eine merkwürdige Substanzhaftigkeit zuschreiben, die durch dunkle Machenschaften eines bösen internationalen Finanzwirtschaftstums unterminiert wird. Und in jeder Krise raunt sich der Mob diesen haltlosen Nonsense etwas lauter zu. .
Die alltägliche Realität im Kapitalismus sieht dagegen vielmehr so aus, daß, wer arbeitet, dafür zwar ungefähr soviel bekommt, wie er zum Leben braucht, nicht aber, was er seinem Chef einbringt. Mehrwert nannte mal ein ganz fieser jüdischer Ökonom diese kleine Differenz, und die möchte der Bürger (ohne es sich einzugestehen) doch gerne lieber für sich behalten, statt sie mit einem Kreditgeber zu teilen. Seine eigenen Ersparnisse dürfen sich hingegen gern ein bischen rentieren. Und sicher müssen sie natürlich sein, obendrein. Von daher weht der Wind. Und er stinkt.
Geld ist halt immer nur soviel wert, wie es einbringt. Und das tut es, siehe oben, nun mal nur, wenn es erfolgreich für die Vernutzung menschlicher Arbeit ausgeben wird. So simple ist das.
Also: Wer vom Kapitalismus reden will, sollte vielleicht erstmal einen der neuerdings wieder beliebten Kapitalkurse belegen und dort den Kopf seiner Zweckbestimmung zuführen. Verglichen mit dem pseudowissenschaftlichen Gedudel der Gesellen Rattenfänger ist die durch eigene Denktätigig erworbene Wahrheit übrigens einfach und gut zu verstehen, wenn ma nur will. Bei den Zins-Fetischisten gibt es dagegen nichts zu verstehen...
04.04.2011 19:00 Uhr
von Carl Claessner:
Wäre Heiner Geißler mit derart der Parteilinie entgegen laufenden Positionen Mitglied der Spd oder der Linken, hätte er sich längst schon einem Parteiausschlussverfahren stellen müssen. So viel zum Thema innerparteiliche Meinungsfreiheit auf der linken Seite des Spektrums.
Im übrigen ziehe ich meinen Hut vor dem Mann angesichts der Tatsache, dass er eben nicht aus der Cdu ausgetreten ist!
04.04.2011 19:00 Uhr
von jan:
Herr Geißler macht sich nur eitle Sorgen um sein Bild in der Geschichte, schließlich hatte er sich 1983 auch nicht wirklich gegen Lambsdorff/Tietmeyer gewehrt.
04.04.2011 19:00 Uhr
von de moby:
na, na... ich weis ja net! de geißler is ener von vielen in de cdu die solche gedanken spiralen durchgehen! wenn ma genau beobachtet wird spd zur besseren cdu und umgekehrt!
sach einfach ma, lass dich überraschen!
p.s. bin sogar kurz davor nächstes jahr nen kreuzen bei de cdu zu machen. wenn, da nicht so gewisse leute wären. (Schäubel, Koch, Müller) und einige wenige mehr die durch aus was zu sagen haben in de bundespolitik.
04.04.2011 19:00 Uhr
von Sebastian Schneider:
Er ist einfach in der falschen Partei - warum er sich dieser Traumvorstellung hingibt, in der Cdu einen antikapitalistischen Wahlkampf zu starten, kann ich nicht nachvollziehen.
04.04.2011 19:00 Uhr
von Juergen Taudien:
Herr Geißler nimmt in der Cdu die Stelle eines "Rufers in der Wüste" ein, und er musste erst so alt werden, um weise zu sein.Ich glaube, man respektiert ihn wegen seiner Verdienste in der Partei und möchte doch, das er aus dem Fokus der Öffentlichkeit lieber heute als morgen verschwindet.Denn das, was er im weisen Alter von sich gibt, wird so manchem Politiker im großbürgerlichen Lager zur Verzweiflung treiben!Denn er betreibt heute keinen primitiven Antisozialismus wie die meisten seiner Parteigänger,sondern weiß um die Bedeutung des Zusammenhangs von sozialem Frieden,wirtschaftlichem Fortschritt und der materiellen Ausgeglichenheit innerhalb der Bevölkerung.Eine bittere Lehre aus vergangenen Zeiten.
04.04.2011 19:00 Uhr
von Bichette:
Leider ist Heiner Geißler ein einsamer Rufer in der Wüste der Cdu. Diese wird in ihren alten Ideen herumirren, ohne konzeptionell vorwärts zu kommen. Wer die Cdu wegen Geißler wählt, ist leider auf dem Holzweg. Und Geißler - leider - in der falschen Partei, in der er - wiederum leider - nichts mehr bewegen wird.
11.02.2011 17:48 Uhr
von Alex:
Wenn die Denkweise von Herrn Geisler in der Cdu mehr anklang finden wird, so ist sogar abzusehen, dass die Konservativen auch endlich erkennen, dass sie momentan in eine Sackgasse fahren. Wir müssen von der angebotsorientierten Wirtschaftspolitik abkommen und die Nachfrage erhöhen, um so eine möglichst gute Binnenkonjunktur zu erzeugen- denn dieser Wohlstand wird dann zu einem Wohlstand des volkes und nicht zum Wohlstand einer Minderheit.
11.02.2011 17:48 Uhr
von Ex-CDU-Wähler:
Jede Partei hat nunmal ihre Flügel, Herr Geißler vertritt den linken Flügel der Union (solls ja auch geben). Und natürlich lässt man ihn gewähren, um links eingestellte, bürgerliche Wähler zu gewinnen.
Sein rechtes Pendant in der Partei ist wiederum Hr. Merz, der eben die nationalliberalen Schichten sich binden soll. Und unser all-german-girl Angie nimmt die Mitte auf, und schon haste deine ,,Volkspartei''.
11.02.2011 17:48 Uhr
von Juergen Taudien:
Herr Geißler nimmt in der Cdu die Stelle eines "Rufers in der Wüste" ein, und er musste erst so alt werden, um weise zu sein.Ich glaube, man respektiert ihn wegen seiner Verdienste in der Partei und möchte doch, das er aus dem Fokus der Öffentlichkeit lieber heute als morgen verschwindet.Denn das, was er im weisen Alter von sich gibt, wird so manchem Politiker im großbürgerlichen Lager zur Verzweiflung treiben!Denn er betreibt heute keinen primitiven Antisozialismus wie die meisten seiner Parteigänger,sondern weiß um die Bedeutung des Zusammenhangs von sozialem Frieden,wirtschaftlichem Fortschritt und der materiellen Ausgeglichenheit innerhalb der Bevölkerung.Eine bittere Lehre aus vergangenen Zeiten.
11.02.2011 17:48 Uhr
von Bichette:
Leider ist Heiner Geißler ein einsamer Rufer in der Wüste der Cdu. Diese wird in ihren alten Ideen herumirren, ohne konzeptionell vorwärts zu kommen. Wer die Cdu wegen Geißler wählt, ist leider auf dem Holzweg. Und Geißler - leider - in der falschen Partei, in der er - wiederum leider - nichts mehr bewegen wird.
01.12.2008 17:50 Uhr
von sff66tftf:
Lieber Gott bewahre und vor "alterweisen" ExPolitikern! Eigentlich könnten sich doch CDU & SPD mit den Linken vereinen. Klingen tun sie jedenfalls schon alle gleich. Transferleistungen sollen erhöht werden, damit die Wenigen, die sich ihren Lebensunterhalt noch selbst verdienen (wollen) auch noch die soziale Hängegmatte entdecken. Weiß eigentlich irgend jemand, wer diese ganzen Wohltaten erwirtschaften soll ?! Erschreckend ist, daß ein Großteil der Kommentatoren auf dieser Welle mitschwimmt und offenbar gar nicht weiß, wie Wirtschaft rsp. Kapitalismus funktioniert ! Na dann - gute Nacht Deutschland !
01.12.2008 12:47 Uhr
von Alex:
Wenn die Denkweise von Herrn Geisler in der Cdu mehr anklang finden wird, so ist sogar abzusehen, dass die Konservativen auch endlich erkennen, dass sie momentan in eine Sackgasse fahren. Wir müssen von der angebotsorientierten Wirtschaftspolitik abkommen und die Nachfrage erhöhen, um so eine möglichst gute Binnenkonjunktur zu erzeugen- denn dieser Wohlstand wird dann zu einem Wohlstand des volkes und nicht zum Wohlstand einer Minderheit.
29.11.2008 18:07 Uhr
von Werner Gerhard:
@Weisfeld
Ja, vollkommen richtig, bedingungsloses Grundeinkommen fordern. 1000 Euro für jeden und jede. Das würde auch die Kräfteverhältnisse zwischen arm und reich im Kapitalismus sicher nicht ganz unbeeinflußt lassen, zielt aber explizit nur darauf, die Armut abzuschaffen, nicht mehr und nicht weniger. Vor allem aber hat das bedingungsloses Grundeinkommen mit dem alten braunen Hut von dem "Fehler" im "Geldsystem" rein gar nichts zu tun.
Daß die periodisch wiederkehrende wirtschaftliche Malaisse ominösen Zinses-Zins-Effekten zuzuschreiben sei, meinte schon vor 75 Jahren der deutsche Sozialist Gottfried Feder zu wissen, und schrieb seiner Partei die "Abschaffung der Zinsknechtschaft" ganz oben ins Wirtschaftsprogramm.
Der wild gewordene Kleinbürger mag zwar "seinem Geld" irgendwie eine merkwürdige Substanzhaftigkeit zuschreiben, die durch dunkle Machenschaften eines bösen internationalen Finanzwirtschaftstums unterminiert wird. Und in jeder Krise raunt sich der Mob diesen haltlosen Nonsense etwas lauter zu. .
Die alltägliche Realität im Kapitalismus sieht dagegen vielmehr so aus, daß, wer arbeitet, dafür zwar ungefähr soviel bekommt, wie er zum Leben braucht, nicht aber, was er seinem Chef einbringt. Mehrwert nannte mal ein ganz fieser jüdischer Ökonom diese kleine Differenz, und die möchte der Bürger (ohne es sich einzugestehen) doch gerne lieber für sich behalten, statt sie mit einem Kreditgeber zu teilen. Seine eigenen Ersparnisse dürfen sich hingegen gern ein bischen rentieren. Und sicher müssen sie natürlich sein, obendrein. Von daher weht der Wind. Und er stinkt.
Geld ist halt immer nur soviel wert, wie es einbringt. Und das tut es, siehe oben, nun mal nur, wenn es erfolgreich für die Vernutzung menschlicher Arbeit ausgeben wird. So simple ist das.
Also: Wer vom Kapitalismus reden will, sollte vielleicht erstmal einen der neuerdings wieder beliebten Kapitalkurse belegen und dort den Kopf seiner Zweckbestimmung zuführen. Verglichen mit dem pseudowissenschaftlichen Gedudel der Gesellen Rattenfänger ist die durch eigene Denktätigig erworbene Wahrheit übrigens einfach und gut zu verstehen, wenn ma nur will. Bei den Zins-Fetischisten gibt es dagegen nichts zu verstehen...
28.11.2008 17:36 Uhr
von L.A.WOMAN:
@David Großfuss: Leider ist nur Ihr erster Absatz des Kommentars zutreffend, und die Vermutung war richtig: In mehreren Talkshows hat Geißler nie versäumt nach seinen anfänglich markigen Worten gegen das 'Kapital' die Politik der CDU ausdrücklich zu loben, er verstieg sich sogar mehrfach zu der Äußerung, dass sich die attac Meinung im Grundsatzprogramm der CDU wiederfinden lässt! Das ganze Gegenteil ist der Fall.
Damit hat er sich demaskiert, somit muss ich dem Mitkommentator @ex-CDU-Wähler Recht geben, wenn er sagt, dass Geißler nur dazu dient, einen linken CDU-Flügel für die WählerInnen schmackhaft zu machen. Er ist nichts weiter als ein von der Propaganda-Abteilung der CDU vorgeschicktes Feigenblatt. Im Übrigen: Hier finden Sie eine kleine Auflistung der Bereiche, in denen Attac tätig ist: http://www.attac-netzwerk.de/das-netzwerk/bundesweite-ags/. Attac ist also in allen Lebensbereichen kritisch aktiv.
Ganz aktuell ist ein internationaler Kapitalismus-Kongress vom 06.-08. März 2009 in Berlin geplant. Veranstalter: Attac Unter den über 60 ReferentInnen ist Herr Geißler nicht vertreten. Soviel zu seinem 'Engagement' für attac.
28.11.2008 14:32 Uhr
von Carl Claessner:
Wäre Heiner Geißler mit derart der Parteilinie entgegen laufenden Positionen Mitglied der Spd oder der Linken, hätte er sich längst schon einem Parteiausschlussverfahren stellen müssen. So viel zum Thema innerparteiliche Meinungsfreiheit auf der linken Seite des Spektrums.
Im übrigen ziehe ich meinen Hut vor dem Mann angesichts der Tatsache, dass er eben nicht aus der Cdu ausgetreten ist!
28.11.2008 12:55 Uhr
von Ex-CDU-Wähler:
Jede Partei hat nunmal ihre Flügel, Herr Geißler vertritt den linken Flügel der Union (solls ja auch geben). Und natürlich lässt man ihn gewähren, um links eingestellte, bürgerliche Wähler zu gewinnen.
Sein rechtes Pendant in der Partei ist wiederum Hr. Merz, der eben die nationalliberalen Schichten sich binden soll. Und unser all-german-girl Angie nimmt die Mitte auf, und schon haste deine ,,Volkspartei''.
28.11.2008 11:05 Uhr
von Stephanie Reyntjes-Vorberg:
Die Kapitalpriester (oder: Kapitalspriester?) - nein: die Priester des Kapitals setzen auf Vergeben und Vergessen. Darauf den christlichen "Kaufschlag" Geißlers? (Was in Adelungs Wörterbuch von 1811 noch ein gebuchtes Wort für "Markt- oder Kaufhandel" war. Abgleitetet von "Handschlag", der bei jedem wichtigen Kauf den Vertrag besiegelte. - Soooo bin ich mir bewusst, dass ich Politikern oder Bischöfen nie die Hand gebe, um mich nicht 'gemein' zu machen. Nein, deren Nasen- oder Finger-Ringe beachte ich auch nicht.
28.11.2008 11:00 Uhr
von David Großfuss:
Herr Geißler vertritt ja schon geraume Zeit Ansichten, die den ewig gestrigen und neoliberalen Phantasmen der Cdu völlig zuwider laufen. Anfangs dachte ich, dies sei wieder einer dieser "merkelchen" Tricks sich auch beim linken Wählerspektrum anzubiedern. Nach Herrn Geißlers Beitritt zu Attack jedoch wurde auch mir klar, der Mann ist vom "Saulus zum Paulus" geworden. Hut ab! Ein Zeichen für Intellekt und geistige Beweglichkeit, Wesensmerkmale die ich i.d.R. bei Cdu-Politikern die erst 3o Jahre sind vermisse.
28.11.2008 10:15 Uhr
von Sonja:
Also diese Vorstellungen sind absurd. Dieser Staat ist verkrustet um nicht zu sagen vergreißt. Herr Geißler möchte das Reichswirtschaftsministerium wiederhaben, seine Wohlfühlhülle. Personen wie er haben sich zu keiner Zeit mit den Arbeitern und Angestellten über die Kranken- und Pflegeversicherung solidarisch gezeigt, sondern in einer Vollversorgung eingerichtet. Dieses Sein vernebelt das Bewutsein. Gerade die politischen Beamten, wie auch die anderen, sind das Paradebeispiel für Privilegien auf Kosten der "Arbeitnehmer" und volkswirtschaftlich nicht zu erarbeiten.
28.11.2008 10:14 Uhr
von jan:
Herr Geißler macht sich nur eitle Sorgen um sein Bild in der Geschichte, schließlich hatte er sich 1983 auch nicht wirklich gegen Lambsdorff/Tietmeyer gewehrt.
28.11.2008 09:30 Uhr
von Leidkultur:
Hartz IV Satz auf 400,- €- wer dann noch arbeitet, ist wirklich ein Idiot. Vielleicht kümmert sich Herr Geißler erstmal um die, die nach einem Vollzeitarbeitstag zur Arge rennen müssen, um ergänzendes Hartz IV zu beantragen, weil der Verdienst nicht zum Überleben reicht. Ausserdem könnte er ja darum kämpfen, dass die alte Arbeitslosenhilfe wieder eingeführt wird, denn unter Hartz IV leidet insbesondere der arbeitslos gewordenen langjährige Arbeitnehmer, der innerhalb kürzester Zeit dem Sozialhilfeadel (ja, den gibt es) finanziell gleichgestellt wird. Hatte gerade neulich wieder ein Gespräch mit einer Familie, die seit Jahren von Sozialgeld lebt... schon interessant immer wieder zu hören, wie der Staat beschissen wird....die kommen auf eine Summe im Monat, die bekommt der im 3-Schichtsystem arbeitende Familienvater in unserem Haus nicht.
28.11.2008 08:36 Uhr
von de moby:
na, na... ich weis ja net! de geißler is ener von vielen in de cdu die solche gedanken spiralen durchgehen! wenn ma genau beobachtet wird spd zur besseren cdu und umgekehrt!
sach einfach ma, lass dich überraschen!
p.s. bin sogar kurz davor nächstes jahr nen kreuzen bei de cdu zu machen. wenn, da nicht so gewisse leute wären. (Schäubel, Koch, Müller) und einige wenige mehr die durch aus was zu sagen haben in de bundespolitik.
28.11.2008 01:26 Uhr
von vic:
"...Die Berühmtheit manches Zeitgenossen hängt oft mit der Dummheit seiner Bewunderer zusammen..." Manchmal muss man ihn einfach gern haben.
27.11.2008 21:45 Uhr
von anke:
Geißler war schon immer mindestens so falsch in der Cdu, wie Schröder und Clement falsch sind bzw. waren in der Spd. Allein dem Umstand, dass es in allen Parteien Leute mit und solche ohne Verstand gibt, ist es zu verdanken, dass die Idee der Großen Koalition nicht nur unter Politikern, sondern auch unter den Wählern ihre Anhänger hat. Die Hoffnung, nicht wahr, ist einfach nicht tot zu kriegen, auch wenn sie immer wieder trügt. In einem Punkt allerdings irrt sich Heiner Geißler. Weder die Mehrheit der Cdu-Politiker noch die Mehrheit ihre Wähler bereuen die Beschlüsse des Leipziger Parteitags, und es sollte mich auch arg wundern, wenn das in den nächsten Jahren anders werden würde. Aber auf dem Auge war Herr Geißler ja schon immer ein ganz klein wenig sehbehindert. Er wäre sonst längst ausgetreten aus der Cdu.
27.11.2008 20:56 Uhr
von Sebastian Schneider:
Er ist einfach in der falschen Partei - warum er sich dieser Traumvorstellung hingibt, in der Cdu einen antikapitalistischen Wahlkampf zu starten, kann ich nicht nachvollziehen.
27.11.2008 19:24 Uhr
von Weisfeld:
Gegen Kapitalismus kämpfen? Richtig! Aber was ist für Geißler Kapitalismus? Eigentlich müsste es doch heißen "gegen das kapitalistische Geldsystem kämpfen", das mit seinem Zinses-Zins-Effekt dafür sorgt, das Geld stetig von Arm zu Reich umverteilt wird. Durch dieses Geldsystem wurde diese Finanzkrise doch erst möglich! Es ist Zeit, das Kind beim Namen zu nennen, Herr Geißler... Ansonsten: Erhöhung der Hartz4 Sätze - nett, aber warum nicht gleich ein bedingungsloses Grundeinkommen fordern? 1000 Euro für jeden! Alles finanzierbar, wenn wir unser Geldsystem umstellen würden!
27.11.2008 19:23 Uhr
von Rolf:
Schade, dass Heiner Geißler nicht 30 Jahre jünger ist und seine Partei so richtig aufrollen kann. Da könnte man glatt zum Unions-Wähler werden. Heute erfüllt er aber in der Cdu quasi die Funktion des "seltsamen Sonderlings". Schade.
27.11.2008 19:14 Uhr
von Marc:
Der Mann ist zu intelligent für die Cdu.
27.11.2008 18:36 Uhr
von Juergen Taudien:
Herr Geißler nimmt in der Cdu die Stelle eines "Rufers in der Wüste" ein, und er musste erst so alt werden, um weise zu sein.Ich glaube, man respektiert ihn wegen seiner Verdienste in der Partei und möchte doch, das er aus dem Fokus der Öffentlichkeit lieber heute als morgen verschwindet.Denn das, was er im weisen Alter von sich gibt, wird so manchem Politiker im großbürgerlichen Lager zur Verzweiflung treiben!Denn er betreibt heute keinen primitiven Antisozialismus wie die meisten seiner Parteigänger,sondern weiß um die Bedeutung des Zusammenhangs von sozialem Frieden,wirtschaftlichem Fortschritt und der materiellen Ausgeglichenheit innerhalb der Bevölkerung.Eine bittere Lehre aus vergangenen Zeiten.
27.11.2008 17:36 Uhr
von andreas:
"Die Cdu muss vermeiden, dass sie in eine Falle läuft. Deshalb sollte sie sich im Wahlkampf für die soziale Marktwirtschaft aussprechen - und gegen den Kapitalismus. Wenn sie langatmige Erklärungen abgibt, warum der Kapitalismus teilweise doch etwas Richtiges hat, kommt sie in ein unlösbares Dilemma. Sie muss einen klaren Trennungsstrich ziehen zwischen dem Kapitalismus und dem, was sie schon immer gewollt hat."
Das kann nur ein Versuch sein, einen (eigentümlichen) Sinn für Humor unter Beweis zu stellen..
27.11.2008 17:11 Uhr
von Bichette:
Leider ist Heiner Geißler ein einsamer Rufer in der Wüste der Cdu. Diese wird in ihren alten Ideen herumirren, ohne konzeptionell vorwärts zu kommen. Wer die Cdu wegen Geißler wählt, ist leider auf dem Holzweg. Und Geißler - leider - in der falschen Partei, in der er - wiederum leider - nichts mehr bewegen wird.
Leserkommentare
04.04.2011 19:00 Uhr
von sff66tftf:
Lieber Gott bewahre und vor "alterweisen" ExPolitikern! Eigentlich könnten sich doch CDU & SPD mit den Linken vereinen. Klingen tun sie jedenfalls schon alle gleich. Transferleistungen sollen erhöht werden, damit die Wenigen, die sich ihren Lebensunterhalt noch selbst verdienen (wollen) auch noch die soziale Hängegmatte entdecken.
Weiß eigentlich irgend jemand, wer diese ganzen Wohltaten erwirtschaften soll ?!
Erschreckend ist, daß ein Großteil der Kommentatoren auf dieser Welle mitschwimmt und offenbar gar nicht weiß, wie Wirtschaft rsp. Kapitalismus funktioniert ! Na dann - gute Nacht Deutschland !
04.04.2011 19:00 Uhr
von Alex:
Wenn die Denkweise von Herrn Geisler in der Cdu mehr anklang finden wird, so ist sogar abzusehen, dass die Konservativen auch endlich erkennen, dass sie momentan in eine Sackgasse fahren. Wir müssen von der angebotsorientierten Wirtschaftspolitik abkommen und die Nachfrage erhöhen, um so eine möglichst gute Binnenkonjunktur zu erzeugen- denn dieser Wohlstand wird dann zu einem Wohlstand des volkes und nicht zum Wohlstand einer Minderheit.
04.04.2011 19:00 Uhr
von Werner Gerhard:
@Weisfeld
Ja, vollkommen richtig, bedingungsloses Grundeinkommen fordern. 1000 Euro für jeden und jede. Das würde auch die Kräfteverhältnisse zwischen arm und reich im Kapitalismus sicher nicht ganz unbeeinflußt lassen, zielt aber explizit nur darauf, die Armut abzuschaffen, nicht mehr und nicht weniger. Vor allem aber hat das bedingungsloses Grundeinkommen mit dem alten braunen Hut von dem "Fehler" im "Geldsystem" rein gar nichts zu tun.
Daß die periodisch wiederkehrende wirtschaftliche Malaisse ominösen Zinses-Zins-Effekten zuzuschreiben sei, meinte schon vor 75 Jahren der deutsche Sozialist Gottfried Feder zu wissen, und schrieb seiner Partei die "Abschaffung der Zinsknechtschaft" ganz oben ins Wirtschaftsprogramm.
Der wild gewordene Kleinbürger mag zwar "seinem Geld" irgendwie eine merkwürdige Substanzhaftigkeit zuschreiben, die durch dunkle Machenschaften eines bösen internationalen Finanzwirtschaftstums unterminiert wird. Und in jeder Krise raunt sich der Mob diesen haltlosen Nonsense etwas lauter zu. .
Die alltägliche Realität im Kapitalismus sieht dagegen vielmehr so aus, daß, wer arbeitet, dafür zwar ungefähr soviel bekommt, wie er zum Leben braucht, nicht aber, was er seinem Chef einbringt. Mehrwert nannte mal ein ganz fieser jüdischer Ökonom diese kleine Differenz, und die möchte der Bürger (ohne es sich einzugestehen) doch gerne lieber für sich behalten, statt sie mit einem Kreditgeber zu teilen. Seine eigenen Ersparnisse dürfen sich hingegen gern ein bischen rentieren. Und sicher müssen sie natürlich sein, obendrein. Von daher weht der Wind. Und er stinkt.
Geld ist halt immer nur soviel wert, wie es einbringt. Und das tut es, siehe oben, nun mal nur, wenn es erfolgreich für die Vernutzung menschlicher Arbeit ausgeben wird. So simple ist das.
Also: Wer vom Kapitalismus reden will, sollte vielleicht erstmal einen der neuerdings wieder beliebten Kapitalkurse belegen und dort den Kopf seiner Zweckbestimmung zuführen. Verglichen mit dem pseudowissenschaftlichen Gedudel der Gesellen Rattenfänger ist die durch eigene Denktätigig erworbene Wahrheit übrigens einfach und gut zu verstehen, wenn ma nur will. Bei den Zins-Fetischisten gibt es dagegen nichts zu verstehen...
04.04.2011 19:00 Uhr
von Carl Claessner:
Wäre Heiner Geißler mit derart der Parteilinie entgegen laufenden Positionen Mitglied der Spd oder der Linken, hätte er sich längst schon einem Parteiausschlussverfahren stellen müssen. So viel zum Thema innerparteiliche Meinungsfreiheit auf der linken Seite des Spektrums.
Im übrigen ziehe ich meinen Hut vor dem Mann angesichts der Tatsache, dass er eben nicht aus der Cdu ausgetreten ist!
04.04.2011 19:00 Uhr
von jan:
Herr Geißler macht sich nur eitle Sorgen um sein Bild in der Geschichte, schließlich hatte er sich 1983 auch nicht wirklich gegen Lambsdorff/Tietmeyer gewehrt.
04.04.2011 19:00 Uhr
von de moby:
na, na...
ich weis ja net! de geißler is ener von vielen in de cdu die solche gedanken spiralen durchgehen! wenn ma genau beobachtet wird spd zur besseren cdu und umgekehrt!
sach einfach ma, lass dich überraschen!
p.s. bin sogar kurz davor nächstes jahr nen kreuzen bei de cdu zu machen.
wenn, da nicht so gewisse leute wären.
(Schäubel, Koch, Müller) und einige wenige mehr die durch aus was zu sagen haben in de bundespolitik.
04.04.2011 19:00 Uhr
von Sebastian Schneider:
Er ist einfach in der falschen Partei - warum er sich dieser Traumvorstellung hingibt, in der Cdu einen antikapitalistischen Wahlkampf zu starten, kann ich nicht nachvollziehen.
04.04.2011 19:00 Uhr
von Juergen Taudien:
Herr Geißler nimmt in der Cdu die Stelle eines "Rufers in der Wüste" ein, und er musste erst so alt werden, um weise zu sein.Ich glaube, man respektiert ihn wegen seiner Verdienste in der Partei und möchte doch, das er aus dem Fokus der Öffentlichkeit lieber heute als morgen verschwindet.Denn das, was er im weisen Alter von sich gibt, wird so manchem Politiker im großbürgerlichen Lager zur Verzweiflung treiben!Denn er betreibt heute keinen primitiven Antisozialismus wie die meisten seiner Parteigänger,sondern weiß um die Bedeutung des Zusammenhangs von sozialem Frieden,wirtschaftlichem Fortschritt und der materiellen Ausgeglichenheit innerhalb der Bevölkerung.Eine bittere Lehre aus vergangenen Zeiten.
04.04.2011 19:00 Uhr
von Bichette:
Leider ist Heiner Geißler ein einsamer Rufer in der Wüste der Cdu. Diese wird in ihren alten Ideen herumirren, ohne konzeptionell vorwärts zu kommen. Wer die Cdu wegen Geißler wählt, ist leider auf dem Holzweg. Und Geißler - leider - in der falschen Partei, in der er - wiederum leider - nichts mehr bewegen wird.
11.02.2011 17:48 Uhr
von Alex:
Wenn die Denkweise von Herrn Geisler in der Cdu mehr anklang finden wird, so ist sogar abzusehen, dass die Konservativen auch endlich erkennen, dass sie momentan in eine Sackgasse fahren. Wir müssen von der angebotsorientierten Wirtschaftspolitik abkommen und die Nachfrage erhöhen, um so eine möglichst gute Binnenkonjunktur zu erzeugen- denn dieser Wohlstand wird dann zu einem Wohlstand des volkes und nicht zum Wohlstand einer Minderheit.
11.02.2011 17:48 Uhr
von Ex-CDU-Wähler:
Jede Partei hat nunmal ihre Flügel, Herr Geißler vertritt den linken Flügel der Union (solls ja auch geben). Und natürlich lässt man ihn gewähren, um links eingestellte, bürgerliche Wähler zu gewinnen.
Sein rechtes Pendant in der Partei ist wiederum Hr. Merz, der eben die nationalliberalen Schichten sich binden soll. Und unser all-german-girl Angie nimmt die Mitte auf, und schon haste deine ,,Volkspartei''.
11.02.2011 17:48 Uhr
von Juergen Taudien:
Herr Geißler nimmt in der Cdu die Stelle eines "Rufers in der Wüste" ein, und er musste erst so alt werden, um weise zu sein.Ich glaube, man respektiert ihn wegen seiner Verdienste in der Partei und möchte doch, das er aus dem Fokus der Öffentlichkeit lieber heute als morgen verschwindet.Denn das, was er im weisen Alter von sich gibt, wird so manchem Politiker im großbürgerlichen Lager zur Verzweiflung treiben!Denn er betreibt heute keinen primitiven Antisozialismus wie die meisten seiner Parteigänger,sondern weiß um die Bedeutung des Zusammenhangs von sozialem Frieden,wirtschaftlichem Fortschritt und der materiellen Ausgeglichenheit innerhalb der Bevölkerung.Eine bittere Lehre aus vergangenen Zeiten.
11.02.2011 17:48 Uhr
von Bichette:
Leider ist Heiner Geißler ein einsamer Rufer in der Wüste der Cdu. Diese wird in ihren alten Ideen herumirren, ohne konzeptionell vorwärts zu kommen. Wer die Cdu wegen Geißler wählt, ist leider auf dem Holzweg. Und Geißler - leider - in der falschen Partei, in der er - wiederum leider - nichts mehr bewegen wird.
01.12.2008 17:50 Uhr
von sff66tftf:
Lieber Gott bewahre und vor "alterweisen" ExPolitikern! Eigentlich könnten sich doch CDU & SPD mit den Linken vereinen. Klingen tun sie jedenfalls schon alle gleich. Transferleistungen sollen erhöht werden, damit die Wenigen, die sich ihren Lebensunterhalt noch selbst verdienen (wollen) auch noch die soziale Hängegmatte entdecken.
Weiß eigentlich irgend jemand, wer diese ganzen Wohltaten erwirtschaften soll ?!
Erschreckend ist, daß ein Großteil der Kommentatoren auf dieser Welle mitschwimmt und offenbar gar nicht weiß, wie Wirtschaft rsp. Kapitalismus funktioniert ! Na dann - gute Nacht Deutschland !
01.12.2008 12:47 Uhr
von Alex:
Wenn die Denkweise von Herrn Geisler in der Cdu mehr anklang finden wird, so ist sogar abzusehen, dass die Konservativen auch endlich erkennen, dass sie momentan in eine Sackgasse fahren. Wir müssen von der angebotsorientierten Wirtschaftspolitik abkommen und die Nachfrage erhöhen, um so eine möglichst gute Binnenkonjunktur zu erzeugen- denn dieser Wohlstand wird dann zu einem Wohlstand des volkes und nicht zum Wohlstand einer Minderheit.
29.11.2008 18:07 Uhr
von Werner Gerhard:
@Weisfeld
Ja, vollkommen richtig, bedingungsloses Grundeinkommen fordern. 1000 Euro für jeden und jede. Das würde auch die Kräfteverhältnisse zwischen arm und reich im Kapitalismus sicher nicht ganz unbeeinflußt lassen, zielt aber explizit nur darauf, die Armut abzuschaffen, nicht mehr und nicht weniger. Vor allem aber hat das bedingungsloses Grundeinkommen mit dem alten braunen Hut von dem "Fehler" im "Geldsystem" rein gar nichts zu tun.
Daß die periodisch wiederkehrende wirtschaftliche Malaisse ominösen Zinses-Zins-Effekten zuzuschreiben sei, meinte schon vor 75 Jahren der deutsche Sozialist Gottfried Feder zu wissen, und schrieb seiner Partei die "Abschaffung der Zinsknechtschaft" ganz oben ins Wirtschaftsprogramm.
Der wild gewordene Kleinbürger mag zwar "seinem Geld" irgendwie eine merkwürdige Substanzhaftigkeit zuschreiben, die durch dunkle Machenschaften eines bösen internationalen Finanzwirtschaftstums unterminiert wird. Und in jeder Krise raunt sich der Mob diesen haltlosen Nonsense etwas lauter zu. .
Die alltägliche Realität im Kapitalismus sieht dagegen vielmehr so aus, daß, wer arbeitet, dafür zwar ungefähr soviel bekommt, wie er zum Leben braucht, nicht aber, was er seinem Chef einbringt. Mehrwert nannte mal ein ganz fieser jüdischer Ökonom diese kleine Differenz, und die möchte der Bürger (ohne es sich einzugestehen) doch gerne lieber für sich behalten, statt sie mit einem Kreditgeber zu teilen. Seine eigenen Ersparnisse dürfen sich hingegen gern ein bischen rentieren. Und sicher müssen sie natürlich sein, obendrein. Von daher weht der Wind. Und er stinkt.
Geld ist halt immer nur soviel wert, wie es einbringt. Und das tut es, siehe oben, nun mal nur, wenn es erfolgreich für die Vernutzung menschlicher Arbeit ausgeben wird. So simple ist das.
Also: Wer vom Kapitalismus reden will, sollte vielleicht erstmal einen der neuerdings wieder beliebten Kapitalkurse belegen und dort den Kopf seiner Zweckbestimmung zuführen. Verglichen mit dem pseudowissenschaftlichen Gedudel der Gesellen Rattenfänger ist die durch eigene Denktätigig erworbene Wahrheit übrigens einfach und gut zu verstehen, wenn ma nur will. Bei den Zins-Fetischisten gibt es dagegen nichts zu verstehen...
28.11.2008 17:36 Uhr
von L.A.WOMAN:
@David Großfuss:
Leider ist nur Ihr erster Absatz des Kommentars zutreffend, und die Vermutung war richtig:
In mehreren Talkshows hat Geißler nie versäumt nach seinen anfänglich markigen Worten gegen das 'Kapital' die Politik der CDU ausdrücklich zu loben, er verstieg sich sogar mehrfach zu der Äußerung, dass sich die attac Meinung im Grundsatzprogramm der CDU wiederfinden lässt!
Das ganze Gegenteil ist der Fall.
Damit hat er sich demaskiert, somit muss ich dem Mitkommentator @ex-CDU-Wähler Recht geben, wenn er sagt, dass Geißler nur dazu dient, einen linken CDU-Flügel für die WählerInnen schmackhaft zu machen.
Er ist nichts weiter als ein von der Propaganda-Abteilung der CDU vorgeschicktes Feigenblatt.
Im Übrigen:
Hier finden Sie eine kleine Auflistung der Bereiche, in denen Attac tätig ist:
http://www.attac-netzwerk.de/das-netzwerk/bundesweite-ags/.
Attac ist also in allen Lebensbereichen kritisch aktiv.
Ganz aktuell ist ein internationaler Kapitalismus-Kongress vom 06.-08. März 2009 in Berlin geplant.
Veranstalter: Attac
Unter den über 60 ReferentInnen ist Herr Geißler
nicht
vertreten.
Soviel zu seinem 'Engagement' für attac.
28.11.2008 14:32 Uhr
von Carl Claessner:
Wäre Heiner Geißler mit derart der Parteilinie entgegen laufenden Positionen Mitglied der Spd oder der Linken, hätte er sich längst schon einem Parteiausschlussverfahren stellen müssen. So viel zum Thema innerparteiliche Meinungsfreiheit auf der linken Seite des Spektrums.
Im übrigen ziehe ich meinen Hut vor dem Mann angesichts der Tatsache, dass er eben nicht aus der Cdu ausgetreten ist!
28.11.2008 12:55 Uhr
von Ex-CDU-Wähler:
Jede Partei hat nunmal ihre Flügel, Herr Geißler vertritt den linken Flügel der Union (solls ja auch geben). Und natürlich lässt man ihn gewähren, um links eingestellte, bürgerliche Wähler zu gewinnen.
Sein rechtes Pendant in der Partei ist wiederum Hr. Merz, der eben die nationalliberalen Schichten sich binden soll. Und unser all-german-girl Angie nimmt die Mitte auf, und schon haste deine ,,Volkspartei''.
28.11.2008 11:05 Uhr
von Stephanie Reyntjes-Vorberg:
Die Kapitalpriester (oder: Kapitalspriester?) - nein: die Priester des Kapitals setzen auf Vergeben und Vergessen. Darauf den christlichen "Kaufschlag" Geißlers? (Was in Adelungs Wörterbuch von 1811 noch ein gebuchtes Wort für "Markt- oder Kaufhandel" war. Abgleitetet von "Handschlag", der bei jedem wichtigen Kauf den Vertrag besiegelte. - Soooo bin ich mir bewusst, dass ich Politikern oder Bischöfen nie die Hand gebe, um mich nicht 'gemein' zu machen. Nein, deren Nasen- oder Finger-Ringe beachte ich auch nicht.
28.11.2008 11:00 Uhr
von David Großfuss:
Herr Geißler vertritt ja schon geraume Zeit Ansichten, die den ewig gestrigen und neoliberalen Phantasmen der Cdu völlig zuwider laufen. Anfangs dachte ich, dies sei wieder einer dieser "merkelchen" Tricks sich auch beim linken Wählerspektrum anzubiedern.
Nach Herrn Geißlers Beitritt zu Attack jedoch wurde auch mir klar, der Mann ist vom "Saulus zum Paulus" geworden. Hut ab! Ein Zeichen für Intellekt und geistige Beweglichkeit, Wesensmerkmale die ich i.d.R. bei Cdu-Politikern die erst 3o Jahre sind vermisse.
28.11.2008 10:15 Uhr
von Sonja:
Also diese Vorstellungen sind absurd. Dieser Staat ist verkrustet um nicht zu sagen vergreißt. Herr Geißler möchte das Reichswirtschaftsministerium wiederhaben, seine Wohlfühlhülle. Personen wie er haben sich zu keiner Zeit mit den Arbeitern und Angestellten über die Kranken- und Pflegeversicherung solidarisch gezeigt, sondern in einer Vollversorgung eingerichtet. Dieses Sein vernebelt das Bewutsein. Gerade die politischen Beamten, wie auch die anderen, sind das Paradebeispiel für Privilegien auf Kosten der "Arbeitnehmer" und volkswirtschaftlich nicht zu erarbeiten.
28.11.2008 10:14 Uhr
von jan:
Herr Geißler macht sich nur eitle Sorgen um sein Bild in der Geschichte, schließlich hatte er sich 1983 auch nicht wirklich gegen Lambsdorff/Tietmeyer gewehrt.
28.11.2008 09:30 Uhr
von Leidkultur:
Hartz IV Satz auf 400,- €- wer dann noch arbeitet, ist wirklich ein Idiot. Vielleicht kümmert sich Herr Geißler erstmal um die, die nach einem Vollzeitarbeitstag zur Arge rennen müssen, um ergänzendes Hartz IV zu beantragen, weil der Verdienst nicht zum Überleben reicht. Ausserdem könnte er ja darum kämpfen, dass die alte Arbeitslosenhilfe wieder eingeführt wird, denn unter Hartz IV leidet insbesondere der arbeitslos gewordenen langjährige Arbeitnehmer, der innerhalb kürzester Zeit dem Sozialhilfeadel (ja, den gibt es) finanziell gleichgestellt wird. Hatte gerade neulich wieder ein Gespräch mit einer Familie, die seit Jahren von Sozialgeld lebt... schon interessant immer wieder zu hören, wie der Staat beschissen wird....die kommen auf eine Summe im Monat, die bekommt der im 3-Schichtsystem arbeitende Familienvater in unserem Haus nicht.
28.11.2008 08:36 Uhr
von de moby:
na, na...
ich weis ja net! de geißler is ener von vielen in de cdu die solche gedanken spiralen durchgehen! wenn ma genau beobachtet wird spd zur besseren cdu und umgekehrt!
sach einfach ma, lass dich überraschen!
p.s. bin sogar kurz davor nächstes jahr nen kreuzen bei de cdu zu machen.
wenn, da nicht so gewisse leute wären.
(Schäubel, Koch, Müller) und einige wenige mehr die durch aus was zu sagen haben in de bundespolitik.
28.11.2008 01:26 Uhr
von vic:
"...Die Berühmtheit manches Zeitgenossen hängt oft mit der Dummheit seiner Bewunderer zusammen..." Manchmal muss man ihn einfach gern haben.
27.11.2008 21:45 Uhr
von anke:
Geißler war schon immer mindestens so falsch in der Cdu, wie Schröder und Clement falsch sind bzw. waren in der Spd. Allein dem Umstand, dass es in allen Parteien Leute mit und solche ohne Verstand gibt, ist es zu verdanken, dass die Idee der Großen Koalition nicht nur unter Politikern, sondern auch unter den Wählern ihre Anhänger hat. Die Hoffnung, nicht wahr, ist einfach nicht tot zu kriegen, auch wenn sie immer wieder trügt. In einem Punkt allerdings irrt sich Heiner Geißler. Weder die Mehrheit der Cdu-Politiker noch die Mehrheit ihre Wähler bereuen die Beschlüsse des Leipziger Parteitags, und es sollte mich auch arg wundern, wenn das in den nächsten Jahren anders werden würde. Aber auf dem Auge war Herr Geißler ja schon immer ein ganz klein wenig sehbehindert. Er wäre sonst längst ausgetreten aus der Cdu.
27.11.2008 20:56 Uhr
von Sebastian Schneider:
Er ist einfach in der falschen Partei - warum er sich dieser Traumvorstellung hingibt, in der Cdu einen antikapitalistischen Wahlkampf zu starten, kann ich nicht nachvollziehen.
27.11.2008 19:24 Uhr
von Weisfeld:
Gegen Kapitalismus kämpfen? Richtig! Aber was ist für Geißler Kapitalismus? Eigentlich müsste es doch heißen "gegen das kapitalistische Geldsystem kämpfen", das mit seinem Zinses-Zins-Effekt dafür sorgt, das Geld stetig von Arm zu Reich umverteilt wird. Durch dieses Geldsystem wurde diese Finanzkrise doch erst möglich!
Es ist Zeit, das Kind beim Namen zu nennen, Herr Geißler...
Ansonsten: Erhöhung der Hartz4 Sätze - nett, aber warum nicht gleich ein bedingungsloses Grundeinkommen fordern? 1000 Euro für jeden!
Alles finanzierbar, wenn wir unser Geldsystem umstellen würden!
27.11.2008 19:23 Uhr
von Rolf:
Schade, dass Heiner Geißler nicht 30 Jahre jünger ist und seine Partei so richtig aufrollen kann. Da könnte man glatt zum Unions-Wähler werden.
Heute erfüllt er aber in der Cdu quasi die Funktion des "seltsamen Sonderlings".
Schade.
27.11.2008 19:14 Uhr
von Marc:
Der Mann ist zu intelligent für die Cdu.
27.11.2008 18:36 Uhr
von Juergen Taudien:
Herr Geißler nimmt in der Cdu die Stelle eines "Rufers in der Wüste" ein, und er musste erst so alt werden, um weise zu sein.Ich glaube, man respektiert ihn wegen seiner Verdienste in der Partei und möchte doch, das er aus dem Fokus der Öffentlichkeit lieber heute als morgen verschwindet.Denn das, was er im weisen Alter von sich gibt, wird so manchem Politiker im großbürgerlichen Lager zur Verzweiflung treiben!Denn er betreibt heute keinen primitiven Antisozialismus wie die meisten seiner Parteigänger,sondern weiß um die Bedeutung des Zusammenhangs von sozialem Frieden,wirtschaftlichem Fortschritt und der materiellen Ausgeglichenheit innerhalb der Bevölkerung.Eine bittere Lehre aus vergangenen Zeiten.
27.11.2008 17:36 Uhr
von andreas:
"Die Cdu muss vermeiden, dass sie in eine Falle läuft. Deshalb sollte sie sich im Wahlkampf für die soziale Marktwirtschaft aussprechen - und gegen den Kapitalismus. Wenn sie langatmige Erklärungen abgibt, warum der Kapitalismus teilweise doch etwas Richtiges hat, kommt sie in ein unlösbares Dilemma. Sie muss einen klaren Trennungsstrich ziehen zwischen dem Kapitalismus und dem, was sie schon immer gewollt hat."
Das kann nur ein Versuch sein, einen (eigentümlichen) Sinn für Humor unter Beweis zu stellen..
27.11.2008 17:11 Uhr
von Bichette:
Leider ist Heiner Geißler ein einsamer Rufer in der Wüste der Cdu. Diese wird in ihren alten Ideen herumirren, ohne konzeptionell vorwärts zu kommen. Wer die Cdu wegen Geißler wählt, ist leider auf dem Holzweg. Und Geißler - leider - in der falschen Partei, in der er - wiederum leider - nichts mehr bewegen wird.