• 11.12.2008

Ex-Afghanistankorrespondent Hörstel

"Taliban sind keine Marsbewohner"

Die Amerikaner unterstützen die Taliban und afghanische Terroristen, sagt der frühere Auslandskorrespondent Christoph Hörstel. Ein Gespräch über die westliche Doppelmoral und Geheimdienste.von Ulrike Winkelmann

  • 17.02.2012 04:00 Uhr

    von andreas:

    lieber wachtmeister,
    wenn die "saudische rolle" rund um 9/11 für sie die einzigste
    "lücke" im offiziellen 9/11-commission-bericht ist,dann sollten sie sich "eventuell" etwas umfassender informieren,und sich den lesevorschlägen von herrn hörstel nicht verwehren.ich habe viele bücher rund um 9/11 gelesen(13), inclusive des commissioner berichts und musste nach jahrelanger studie entsetzt feststellen:
    DIE OFFIZIELLE VERSION VON 9/11 IST DIE MIT ABSTAND UNWAHRSCHEINLICHSTE VERSCHWÖHRUNGSTHEORIE VON ALLEN

    die wahrheit schmerzt

  • 07.01.2010 15:45 Uhr

    von asd:

    @wachtmeister

    realität ist das die regierung in afgahnistan bei der letzten und auch bei ihrer ersten wahl eionzig und allein durch fast schon öffentlichen wahlbetrug ihre macht erhalten, bzw. bestätigt hat.
    hier bei einer "von der mehrheit des volkes gestützte regierung" zu sprechen ist also mehr als realitätsfremd.

    ausserdem werden wir egal mit wievielen bomben die talibahn nicht vernichten können.
    was ist das überhaupt für ein unzivilisiertes verhalten von uns?
    den gegner vernichten zu wollen, sind wir babaren?

    und 2001 haben die talibahn noch verhandelt weil eben noch kein militär im land war das versucht hat ein ganz eigenständiges bild einer afgahnischen regierung zu bilden, ohne berücksichtigung der talibahn.

    realität ist doch wohl ganz sicher auch das der kriegseinsatz dort nicht aufgrund der menschenrechtslage oder oder irgentwelcher interessen an der bevölkerung geführt wird, sondern einzig und allein aufgrund geopolitischer und industrieller/wirtschaftlicher interessen.

  • 21.12.2008 14:56 Uhr

    von Sinnsucher:

    Herrn Hörstels Argumentation ist nicht falsch, nur weil uns Politik und Medien täglich andere 'Wahrheiten' erzählen. Obama schickt viele zusätzliche Truppen in diesen Bush-Krieg. Das passt nicht in das Bild, das sonst von Obama vermittelt wird. Es ist für mich ein Indiz, dass die USA massive srategische Interessen in Afghanistan haben. Um die Menschen dort geht es nicht. Sonst könnte man die vielen Milliarden, die dort mit Krieg verpulvert werden, in das Land und für die Menscehn investieren.

  • 15.12.2008 05:32 Uhr

    von Scharfschütze:

    Wachmeister, wann war Herr Hörstels Freund Gulbuddin in der Bundesrepublik, wann ordnete er die Liquidierung von Bundeswehrangehörigen an? Oder sollen Zweifel an der Legalität des abservierens von Kriegsteilnehmern in besetzten Ländern gesät werden? Verantwortlich für die Toten in Afghanistan sind höchstens deutsche Politiker die nicht das Rückgrat haben um der Gier der Großkonzerne Einhalt zu gebieten.

  • 14.12.2008 02:03 Uhr

    von Johannes S.:

    Dass der 11. September, in seinem ganzen Umfang und mit aller damit verbundenen Logistik, nur mit Hilfe (westlicher) Dienste orchestriert gewesen sein kann, ist kritischen Beobachtern und Kennern dieses Bereichs schon lange bekannt und kann aufgrund zahlreicher Indizien und gut recherchierter Literatur nicht mehr angezweifelt werden. Lediglich die Massenmedien (und auch die taz) leugnen diesen Umstand noch verzweifelt.

    Die taz hat sich innerhalb der letzten Jahre zwar sehr stark dem Tenor der übrigen Massenmedien gebeugt, aber immerhin hatte Herr Hörstel hier die Möglichkeit einige Leute zu erreichen, auch wenn ich enttäuscht von Frau Winkelmann bin, aufgrund dieser TENDENZIÖSEN Interviewführung.

  • 11.12.2008 12:28 Uhr

    von Wachtmeister:

    Ich hätte nicht gedacht, dass Herr Hörstel die Bedenken gegen seine Darstellungen so rasch persönlich bestätigt.

    Er betreibt das übliche Name-Dropping ("Bertelsmann-Gruppe", "Bundeswehr", "offizielles Lese-Curriculum der Harvard-Universität"), dass offenbar Seriösität vermitteln soll.

    Die amerikanische Regierungsdarstellung weist zwar Lücken auf (saudische Rolle), aber ansonsten ist die Rolle der AQ umfassend belegt, inklusive mehrfacher Bekennerschaften. In der militant-islamistischen Szene zweifelt niemand an der Urheberschaft. Herr Hörstels Ironisierung ändert daran nichts.

    Seine 9/11-Thesen sind ein gutes Beispiel für die Seriösität der Darstellungen von Herrn Hörstel. Seine ständigen Apologien für den Gegner passen da gut ins Bild. Herr Hörstels Freund Gulbuddin ist übrigens persönlich verantwortlich für den Tod deutscher Soldaten. Vielleicht sollte Herr Hörstel sich im eigenen Interesse endlich von diesem Kriminellen distanzieren.

  • 11.12.2008 10:27 Uhr

    von Christoph R. Hörstel:

    Kommentar zu Herrn Volker Steinkuhle v. 10.12., 16:41

    Ich beziehe mich u.a. auf das Buch "Geheimsache 09/11 von Nafeez Ahmed, erschienen im Riemann-Verlag der Bertelsmann-Gruppe. Ich habe es mit hohem Erfolg auch bei der Bundeswehr zur Lektüre empfohlen, es gehört zum offiziellen Lese-Curriculum der Harvard-Universität. Es gibt inzwischen viele andere gute und glaubwürdige Publikationen, z. B. amerikanischer Architektenvereinigungen, ehemaliger CIA- und FBI-Mitarbeiter etc.
    Wenn ich eine Bitte äußern darf: Belegen Sie bitte nicht a priori alle, die mit harten Fakten einer offiziellen Regierungsdarstellung widersprechen, als "Verschwörungstheoretiker". Schließlich gibt es eine hoch amtlich verbreitete Theorie zu 9/11, die ich zumindest für stark ergänzungsbedürftig halte: Böse Terroristen hätten das unschuldige amerikanische Volk angegriffen, weil sie ihm Wohlstand und Demokratie neiden.

  • 11.12.2008 09:36 Uhr

    von Markus K.:

    Der Umstand, dass 9/11 von Teilen der Bush-Admin orchestriert wurde, ist mittlerweile weitläufig bekannt. Nur die klassischen Mainstreammedien wiederholen in ihrer Borniertheit unverändert jene Version, die wenige Tage nach den Anschlägen von US-Behörden in Umlauf gesetzt wurde. Nebst etlichen Forshern (David Ray Griffin, Richard Falk, Peter Dale Scott etc.) haben sich mittlerweile auch x-hunderte Naturwissenschafter, insbesondere technische Experten, Physiker und Statiker zu den physiakalsichen Unmöglichkeiten der offiziellen Version geäussert. Jene "Experten", die heute noch auf alternative Darstellungen mittels dem Totschlagargument der Verschwörungstheorie antworten, werden spätestens in einigen Jahren (vielleicht auch Jahrzehnten) jegliche Legitimaton und Glaubwürdikgeit verloren haben. Wahrheit tut weh, je früher sich auch die etablieten Polit- und Medienakteure damit auseinadnersetzen, desto eher wird ein Schritt Richtung öffentlicher Aufklärung möglich sein.

  • 11.12.2008 06:07 Uhr

    von Wachtmeister:

    Herr Hörstel steht zurecht im Ruf, ein Hochstapler mit Hang zu Verschwörungstheorien zu sein.

    Wenn er z.B. von "Pipelinekarten" spricht, die er von der Bundeswehr erhalten habe, hört sich das so an, als habe er irgendwelche Geheimdokumente bekommen. Das ist so, als würde mich mir eine Karte der Region von der Bundeszentrale für politische Bildung besorgen und behaupten, ich hätte Dokumente über die geopolitische Situation von der Bundesregierung bekommen. Das wäre nicht falsch, jedoch irreführender Bombast, der Kompetenz vortäuschen soll.

    Auch was er sonst erzählt ist bedenklich. Wenn er über Säureangriffe auf Mädchen mit den Worten hinweggeht, diese "seien nun einmal Politik des Widerstands", dann macht er deutlich, auf wessen Seite er steht.

    Was Verhandlungen mit den Aufständischen angeht: Er vertritt offen deren Position anstatt zu erklären, wie man sie an den Verhandlungstisch bringen kann. Er betrachtet das ganze Thema aus Sicht des Gegners und verbreitet dessen Mythos vom angeblich unbesiegbaren "Widerstand".

    Realität ist, dass die Aufständischen von der großen Mehrheit der Afghanen abgelehnt werden. Die Aufständischen leisten in erster Linie "Widerstand" gegen die Mehrheit der Afghanen bzw. gegen die zwar ineffektive, aber durch Mehrheitsentscheid legitimierte Regierung.

    Bei Anschlägen der Aufständischen sterben weitaus mehr Zivilisten als durch die überbewerteten westlichen Luftangriffe, und bei den Aufständischen ist es Absicht, wenn Zivilisten sterben. Wo die Aufständischen stark sind, beruht dies auf Einschücherung der Bevölkerung. Hörstel ist dies offenbar nicht bekannt, oder er verschweigt es.

    Realität ist auch, dass die Taliban 2001 durchaus zu Bedingungen des Westens verhandelt haben und Konzessionen eingegangen sind. Man musste sie dazu aber militärisch ausreichend unter Druck setzen und ihnen die Alternativen nehmen. Bestes Beispiel ist die Kapitulation tausender Taliban in Kunduz. Gegenwärtig haben sie kein Interesse an Verhandlungen, weil sie sich stark fühlen. Ohne konsequentes militärisches Vorgehen wird man bei ihnen aber nicht die notwendige Wahrnehmung eigener Schwäche erzeugen können.

    Kurz gesagt: Herr Hörstel liefert ein ziemliches Zerrbild Afghanistans und der Herausforderungen dort ab.

  • 11.12.2008 06:03 Uhr

    von flowmo:

    freundlich steht er der verbindung gegenüber, die die buddhastatuen gesprengt hat, befreundet ist er mit dem mann der sich zu dem anschlag mit den 10 verstorbenen französischen soldaten bekennt, und anerkannte us literatur belegt es?! ich habe die böse ahnung, dass in dieser literatur dann auch wieder von den banken an der ostküste der usa gefaselt wird (mit den typischen, widerlichen implikationen). trotzdem schön, dass man in diesem land auch solche meinungen frei äußern kann, ohne sich davor die bedingungen diktieren lassen zu müssen, wie es anscheinend bei den freunden von herrn hörstel der fall ist.

  • 11.12.2008 00:08 Uhr

    von vic:

    Ein bemerkenswerter Mann, ein Interview das zu denken geben sollte. Für mich ist das was er sagt schlüssig.
    Und eine tendenzielle, voreingenommene, ja agressive Fragestellung.

  • 10.12.2008 16:43 Uhr

    von Hilde:

    Das Interview wiegt 100 staats- und bundeswehrtragende Afghanistan-Kommentare auf. Mehr davon, bitte!

  • 10.12.2008 16:41 Uhr

    von Volker Steinkuhle:

    Der Begriff "anerkannte US-Literatur", den Herr Hörstel gleich zu Beginn des Gesprächs benutzt, bereitet mir etwas Kopzerbrechen. Meint er damit Teile der US-Literatur, die von sog. angeblichen Verschwörungstheoretikern auf den Markt geworfen wurden? Es wäre sehr nett, wenn Sie Herrn Hörstel einmal bitten könnten, das zu präzisieren und ggf. seine Antwort dann öffentlich machen.

  • 10.12.2008 16:01 Uhr

    von Sugus:

    "Denen, die mich damit erpressen, dass sie Mädchen Säure ins Gesicht schütten, billige ich die Macht über meine Bildungsprojekte zu. Die Brutalsten bekommen Mitsprache und am Ende das ganze Land."

    Aber holla taz, darüber erregt man sich? Teilweise läuft Ähnliches in Deutschland; Töchter aus moslemischen Familien sollen Mütter werden und nicht studieren. Nur will man hier nicht darüber diskutieren, in linken Kreisen schon gar nicht.

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