• 27.11.2008

Etiketten-Schwindel

Bio-Eier von Käfig-Hühnern

Eier aus Käfighaltung werden in Brandenburg massenhaft falsch etikettiert und an Supermärkte geliefert, klagt die Tierschutzorganisation Peta.von A. Sprockhoff Und F. Werdermann

  • 04.12.2008 15:50 Uhr

    von glamorama:blog:

    Schade, dass die taz-Redaktion den Unterschied zwischen "Freiland" und "Bio" nicht kennt. Nur knapp 8 Prozent der in Deutschland verkauften Freiland-Eier sind Bio-Eier. Das genannte Unternehmen hat kein einziges Bio-Ei verkauft.

    Mein Tipp: Erst recherchieren, dann Artikel schreiben :-(

  • 03.12.2008 20:23 Uhr

    von zion.zodiac:

    Oh man! Mir war von anfang an klar, dass es nur eine Frage der Zeit ist, wann jemand feststellt, dass in "Freiland" bzw. "Bio" nicht drin ist, was drauf steht.
    Wenn mir jemand nächste Woche erzählt, dass meine Eier vom Ärmel-der-Welt kommen und auf ihrem Weg zu mir dreimal eingefroren waren, weiß ich nicht, ob ich mich darüber noch aufregen soll.
    Daran sehen wir wieder: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser! Daher werde ich meine Eier künftig wieder bei dem Bauern meines Vertrauens kaufen, wo ich die Vögel auch draußen sehen kann und darf. Ich finde nämlich: FREIHEIT SCHMECKT BESSER!!!

  • 27.11.2008 13:03 Uhr

    von greenmask:

    Das schöne an Bio ist, dass der Markt durch seine starke Transparenz solche faulen Eier immer wieder auffliegen lässt. So erfahren umweltinteressierte Konsumenten meistens sehr schnell, wenn etwas nicht stimmt und können handeln.

    Konsumenten die dagegen konventionellen Herstellern blind vertrauen, denen es nun wirklich nur um ihre Gewinne geht, werden dagegen meistens nicht erfahren wenn etwas schief läuft. Dioxine etc. im Essen? Ist kein Problem, das kann man schnell und leicht vertuschen. Zumindest so lange bis das Zeug weg ist. Diese faulen Hersteller werden längst über alle Berge sein in ihrer neuen Villa in Portugal am Meer.

    Und Sie? Durch die Vergiftung irgendwann, an Krebs dahinscheidend, werden sich fragen: wie konnte dass passieren? Die Ursachen werden sie aber niemals erfahren. Das ist ganz schön dumm. Um das zu verstehen, fehlt gewissen Leuten leider die nötige Weitsicht. Und Naturverbundenheit, denn wir Menschen kommen aus der Natur und nicht aus der Fabrik.

  • 27.11.2008 12:17 Uhr

    von BrVoKo:

    Herr Dr. Oetker, wie kommen sie auf Ihre Aussage?
    Wenn ein gewisser Prozentsatz der Kunden Bio-Produkte kaufen will, dann ist das sein gutes Recht. Ob die Welt dadurch besser würde, ist nicht die Frage, sondern der Willen des Konsumenten, bestimmte Arten der Produktion (Käfighaltung bei Hühner, Kinderarbeit bei Nike, etc.) nicht zu unterstützen. Da es leider kaum möglich ist, jedes Produkt bis an seinen Produktionsstandort zu verfolgen, gibt es Bezeichnungen, Zertifikate, Siegel usw. die versichern (sollen), daß bestimmte vom Konsumenten abgelehnte Produktionsbedingungen, Stoffe, u.a nicht vorgekommen sind. Werden diese Zertifikate missbraucht, um dem Kunden
    falsche Tatsachen vorzugaukeln, dann ist das Betrug. Schlicht und ergreifend. Möglicherweise ist dies für sie nicht nachvollziehbar, daher ein Beispiel, daß sie womöglich verstehen:

    Sie kaufen einen Gebrauchtwagen mit dem Etikett "unfallfrei". Bei der Inspektion wird entdeckt, das der Wagen einen massiven Unfallschaden hatte, der allerdings fachmännisch behoben wurde und die Funktion des Wagens nicht beeinträchtigt. Würden sie sich trotzdem ärgern, weil der Verkäufer Ihnen etwas anderes versprochen hatte?

    In dem Fall, so verstehe ich Ihre Aussage zu den Bio-Hedonisten, sind sie ja selbst schuld. Was müssen sie sich denn am unfallfreien Wagen berauschen. Der Wagen fährt doch. Und das der Verkäufer Ihnen den Wagen überteuert verkauft hat (merke: Unfallwagen sind günstiger als unfallfreie), Herrgott, geschenkt. Dieser Ärger über Produktbetrug ist doch "letztlich eben nur eine bequeme Lebenshaltung in einer Überflussgesellschaft"."Die egozentrische Beschäftigung mit" dem Prinzip -you pay for what you get- etwas abgewandelt Du solltest bekommen wofür Du bezahlt hast- macht die Welt nun wirklich nicht besser.

    Herzlichst,

    Ihr Br(ett)Vo(r'm)Ko(pf)

  • 27.11.2008 11:00 Uhr

    von Dr. Oetker:

    Es tut den Bio-Hedonisten mal ganz gut zu sehen dass die Welt durch die egozentrische Beschäftigung mit der Nahrung nicht besser wird und Bio letztlich eben nur eine bequeme Lebenshaltung in einer Überflussgesellschaft ist. Back to the Öko!

  • 27.11.2008 08:35 Uhr

    von Rehse:

    Überall Lug und Trug und in der großen Beamtenschar finden sich keine Kontrolleure. Oder es fehlen die finanziellen Mittel. Armes Deutschland.

  • 26.11.2008 21:42 Uhr

    von T.a.dvokat:

    Peta ist keine Tierschutzorganisation, sondern eine Tierrechtsorganisation. Mit Tierschutz hat Peta nun wirklich nichts zu tun, wie man an dem sehen kann was Peta under "compassionate option" versteht

  • 26.11.2008 21:34 Uhr

    von Antonietta:

    Viele Menschen wissen nicht, dass die Produktion von Freilandeiern sehr wohl mit dem Tod von Tieren verbunden ist. Gleich am Anfang werden nämlich die Hälfte aller Küken umgebracht - mit CO2 vergast, zerquetscht, zerstampft - weil sie Männchen sind (und daher keine Eier legen können). Den Hennen geht es auch nicht viel besser. Auch in der Freilandhaltung müssen sie zumeist zusammengepfercht leben und den Stress der Tiertransporte - auf dem Weg zum Schlachthof - ertragen, wenn sie nicht mehr genug Eier legen oder krank und daher unrentabel werden. Zusätzlich dazu gibt es auch gesundheitliche und ökologische Gründe keine Eier mehr zu essen. Tatsächlich gibt es schon viele Produkte auch ohne Ei, wie z.B. Nudeln, Keks, Kuchen, Majonnaise usw., zu kaufen. Doch auch beim Backen ist es sehr einfach Eier in Kuchen, Torten oder anderen traditionellen Ei-Gerichten zu ersetzen. Wenn ein Rezept nur nach einem oder zwei Eiern verlangt, kann Mensch diese sowieso meist einfach weglassen.

  • 26.11.2008 21:28 Uhr

    von Seb Fornpost:

    Etikettenschwindel? Allerdings! Peta hat gelogen, die Staatsanwaltschaft ermittelt bereits gegen Peta, der taz-Artikel ist schlecht recherchiert und nicht mal das Bild zum Artikel ist aus einem der inkriminierten Betriebe.

    Aber so ist das eben, wenn die Ideologie in die Presse gerät: da werden Journalisten schnell zu Spinnern.

  • 26.11.2008 21:19 Uhr

    von Fritz Teich:

    Der uebelste Gestank meines Lebens, ein Brandenburger Ei mit einem verfaulten Kueken...

  • 26.11.2008 18:21 Uhr

    von bernhard wagner:

    Die Betrüger sollten unter anderem auch die durch den Betrug gemachten geschätzten Gewinne in zweistelliger Millionenhöhe zurückzahlen.

    Da natürlich kaum jemand alle Kassenbons seit 2006 aufgehoben hat und nun damit vor Gericht gehen kann, könnte diese Zurückzahlung indirekt dadurch geschehen, dass die Summe an das Land Brandenburg gezahlt wird, das es gezielt für die Förderung verschiedener Nachhaltigkeits-Projekte verwenden sollte (Förderung von Bio-Landwirtschaft, Windparks, Solaranlagen, ÖPNV u.s.w.)

Ihr Name (wird angezeigt):*

Email (wird nicht angezeigt):*

Kommentar* - bitte beachten Sie unsere Netiquette:

Bitte geben Sie hier das Wort ein, das im Bild angezeigt wird. Dies dient der Spamvermeidung Wenn Sie das Wort nicht lesen konnten, bitte hier klicken.

CAPTCHA Bild zum Spamschutz

Wenn Sie auf "Abschicken" klicken, wird ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an taz.de verschickt. Er wird veröffentlicht, sobald einRedakteur ihn freigeschaltet hat. taz.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus ähnlichen Gründen unangemessene Beiträge nicht zu publizieren.

*Pflichtfelder