• 14.04.2008

Essen aus dem Labor

Der tägliche Mikroben-Mix

Unsere Nahrungsmittel werden immer raffinierter aufgearbeitet. Jetzt auch mit Cocktails aus "effektiven Mikroorganismen". Sind EM-Produkte der neueste Trend?von Helmut Höge

  • 15.04.2010 18:57 Uhr

    von R. Huber:

    Sehr geehrter Herr Goller, wie wäre es denn, wenn Sie sich einfach einmal auf einen Versuch einlassen würden? Probieren Sie doch einfch in Ihrem Garten aus, ob sich etwas verändert. Ich kann Ihnen z.B. ein kleines Beispiel geben. Unsere Rosen waren permanent verlaust. Wenn ich sie mit Seifenwasser eingesprüht habe, gingen die Läuse zwar zu Grunde, die Rosenblätter haben helle Flecken und den Rosen geht es nicht besonders gut dabei, wenn diese Tortour immer wieder stattfindet.
    Ich habe dann einfach den Test mit EM gemacht. Mein Mann hat gestaunt, ich habe gestaunt und auch Sie würden stauenen. Wunderbar glänzende, stabilisierte Blätter und Blüten waren das Ergebnis. Auf diese Weise kann man selbst einen um den anderen Versuch starten und braucht dazu keinem etwas glauben, weil man es selbst erlebt. Wie wär's. Erfahrungsbericht bitte veröffentlichen!
    MfG

  • 26.05.2008 17:57 Uhr

    von Kurt Walter Lau:

    Einige wichtige Fakten im Sinne der wettbewerblichen Ausgewogenheit für diesen Beitrag sind sehr schlecht recherschiert. EM-Produkte werden nicht ausschließlich unter dem "internationalen Zeichen EM1" vertrieben. Das erwähnte Zeichen (Produktname) "EM1" wird für eine (!) der so genannten EM-Mutterkulturen von einem (!) der mittlerweile mindestens noch zwei weiteren EM-Produzenten bzw. -Importeuren verwendet. Der Ausgeglichenheit halber möchte ich diese Produktzeichen hier nennen: "EM-Farming" und "TerraBiosa".

    Eine weitere Unausgewogenheit fällt mir auf: die Standardwerke des "Erfinders" der EM-Technologie, Prof. Dr. Teruo Higa, werden nicht erwähnt, sondern lediglich ein (!) Titel der EM-Sekundärliteratur. Alle lieferbaren Titel von Dr. Higa sind im Internet recherchierbar. Auch fehlt das wichtige Buch der schweizer Autorin Anne Lorch "EM - Eine Chance für unsere Erde". Dieses Praktiker-Handbuch zur EM-Technologie in Europa hat wesentlich zum tieferen Verständnis der EM-Technologie beigetragen.

    Warum die wissenschaftlich untermauerte EM-Technologie häufig in die Esoterikecke gedrängt wird, ist mir schleierhaft. Das scheint wohl generell mit dem Eso-Trend unserer Tage zu tun zu haben, vielleicht aber auch, weil die meisten Menschen keine Möglichkeiten haben, sich unsere "guten" Bakterien einmal unter dem Mikroskop anzusehen. Könnten sie dies, würden sie rasch merken, dass es sich nicht um esoterische "Engelwesen", "Gnome" oder "Geister" handelt, sondern um erdgeschichtlich sehr, sehr alte, real existierende Lebewesen. Ich beschäftige mich seit fast 10 Jahren mit EM-Mikrobenmanagement und kann darin nichts Unerklärbares, Esoterisches entdecken.

  • 14.04.2008 10:02 Uhr

    von Volker Goller:

    EM ist neu für mich neu. Um so mehr hätte ich mir einen handwerklich besseren Artikel gewünscht.
    Es fehlt jegliche kritische Hinterfragung (ich lese die TAZ, nicht in der Esotera). Redewendungen wie "wissenschaftlich aufgeladen" suggerieren Wissenschaftlichkeit. Allerdings operiert EM im Eso-Umfeld ("EM-Salz wird bei Vollmond gewonnen").
    So wie die Sache dargestellt wird ist es sehr schwierig sich ein unvoreingenommenes Urteil zu bilden. Für mich ist es jetzt erstmal in der Eso-Ecke - wenn auch manches Argument einleuchtend erscheint. Aber nur weil es sich gut anhört muss es nicht auch gut sein.

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