• 11.06.2009

Erster Carrotmob Deutschlands

Shoppen aus Protest

Kritische Konsumenten haben eine neue Aktionsform gefunden, um Firmen zu mehr Umweltbewusstsein anzuspornen. Sie gehen gezielt massenshoppen - am Samstag erstmals in Deutschland.von Felix Lee

  • 26.07.2009 13:17 Uhr

    von Christian Witt:

    Offenbar hat der Stadtsicherheitsdienst in Braunschweig alle öffenltichen Flashmobs verboten. Begründung: die Existenz des Menschen im öffentlichen Raum berechtigt allein zum Verkehr von a nach b, nicht aber zum Aufenthalt über ein durch die örtlichen Ordnungskräfte frei festzusetenden Zeitmaß. Dies gitl nicht nur für Straßen, sondern auch für alle öffentlichen Plätze. Hintergrund: zu langes Stehen schade dem Fußbelag.

    Soweit die offizielle Version. Hier der Hintergrund im Netz: http://www.nerdcore.de/wp/2009/07/25/braunschweig-verbietet-flashmobs/

  • 18.06.2009 16:03 Uhr

    von Olaf:

    Peinlich, dass selbst die taz es nicht schafft, Straßennamen richtig zu schreiben.
    Es ist schließlich immer noch die Wiener Straße.

  • 17.06.2009 16:50 Uhr

    von David H.:

    Also, ich komme auf jeden Fall.
    Die längste Anfahrt lohnt für solche Aktionen. Mir ist CO2 sowieso scheißegal: Ich will Party und irgendwie was bewegen.

  • 17.06.2009 11:13 Uhr

    von Mein Name:

    Was für ein Quatsch, wenn der wirklich dafür sorgen wollte, dass kein CO2 für ihn ausgestoßen wird, soll er den Laden doch einfach nur Mo-Fr 12-18 Uhr aufmachen.

    Mal abgesehen davon, frage ich mich immer noch, wer sich den CO2-Mist aus den Fingern gesogen hat. Der könnte dann als Werbeprofi für mich arbeiten.

  • 14.06.2009 15:04 Uhr

    von Benito:

    Liebe Leute,

    schimpfen ist leicht! Wer war denn da? Was die Alternative jetzt am dringendsten braucht, ist BREITENWIRKUNG. Das geht nur über attraktive Aktionen jenseits der Hanfpulli-Demos. Wenn ihr es schon nicht selbst gut findet, schaut es euch an und urteilt danach. Es hat SPAß gemacht und damit bekommt man auch neue Menschen ins Boot und motiviert! Es geht um die Aktivierung der Mehrheit! Da kann die aufgeklärte Minderheit, zu der auch die Leser dieser (guten!) Zeitung gehören, milde sein und den anderen den Weg in die Alternative ebnen, anstatt abfällig zu urteilen. Man konnte dort übrigens auch Bionade kaufen ...

    Benito
    (-: - Unite the leftwing Splittergrupping - ;-)

  • 13.06.2009 22:56 Uhr

    von Anne Marie:

    soso, konsumieren rettet also das klima.
    dann kann ich bei dem späti also mit gutem gewissen meinen nestle-riegel kaufen und mich gut dabei fühlen. endlich!

  • 12.06.2009 17:27 Uhr

    von alex:

    Ja, man könnte vieles machen und vieles auch besser, nur sollte man es eben machen und nicht nur immer kritisieren. Schön ist, dass eine Zielgruppe erreicht wird, die sonst nicht erreicht wird. Des Weiteren macht die Aktion eben schön deutlich, dass wir organisiert eben etwas bewegen und ändern können (auch im täglichen Leben)... und nun kommt von jemanden von euch die nächste Aktion (nicht zwingend eine Konsumversion)!

  • 12.06.2009 12:38 Uhr

    von adriano:

    lustige aktion doch leider auf dem sozialen auge blind. ein supermarkt und die waren darin können nicht nur unökologisch sein sondern eben auch unsozial sein, indem sie unter üblen(und allzuoft auch umweltschädlichen) bedingungen hergestellt wurden. die aktion könnte man doch dazu nutzen, die ladenbetreiber davon zu überzeugen ihre produktpalette zu verändern.

    @gultimore
    und was ist, wenn h&m neben der öko-mode hauptsächlich unsoziale und unökologische mode verkauft? das riecht doch nach einem faulen marketing-trick zwecks imageaufwertung...am besten die unterstützen, die komplett öko sind!

  • 12.06.2009 09:03 Uhr

    von gultimore:

    Ich wäre dabei, wenn es in solche Läden wie

    http://www.fairtragen.de/

    gehen würde. Oder z.b. bei H&M geziehlt die öko Mode zu kaufen:
    http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/oeko-a-porter/

    Das schaft in meinen Augen den richtigen Anreiz.

  • 12.06.2009 07:07 Uhr

    von denninger:

    Also "Mathias", genau das tust Du ja nicht. Du finanzierst Unternehmen, die erst beabsichtigen, "etwas für die Umwelt" zu tun. Und was ist mit jenen, welche bereits ohne dem PC-Shopping "carrotmob" ökologisch verantwortungsbewusst wirtschaften?
    Ach so, ja, die sind verarscht.
    Also, als unternehmerisch denkender Händler werde ich dann erst einmal gar nichts für die Ökobilanz tun und warten, bis mir die naiven "kritischen Konsumenten" die Investition (teil-)finanzieren und mich auch noch dabei bejubeln.
    Im Klartext: Der "kritische" Konsument honoriert meine ökologische Untätigkeit mit Geld und Sympathie.
    Ist das der Sinn?

  • 12.06.2009 02:58 Uhr

    von Kai:

    Interessantes Konzept. Sicher nachahmenswert. Ich musste aber erstmal nachgucken, was Spätkauf ist. Hörte sich für mich als Nicht-Berliner so nach Handelskette an.

  • 12.06.2009 01:15 Uhr

    von iBot:

    Geeeeeenau. Konsumenten sollen gefälligst konsumieren und die Klappe halten, statt Gesinnungsterroranschläge dieser Art zu verüben!

  • 11.06.2009 23:22 Uhr

    von bEn:

    Und was kaufen die dann da?
    Haribo, Becks und Nestle?

  • 11.06.2009 23:18 Uhr

    von blub:

    Erinnert mich irgendwie an den "Red" Kram aus den Staaten wo ein grinsender Bono einen iPott in die Kamera hielt ... nein danke!

  • 11.06.2009 21:13 Uhr

    von Christoph:

    Es mag ja nett klingen kleinen Läden einen Zuschuss für die Umrüstung auf ökologisches Wirtschaften zu geben. Aber wenn man nur eine Minute darüber nachdenkt sollte man merken wie fehlgeleitet das Ganze ist.
    Die Idee basiert auf zwei einfachen Prinzipien, die immer wieder angewandt werden:
    Das Spektakel und das Belohnungsprinzip

    Das Belohnungsprinzip, führt bekannter Maßen dazu, dass ein gewisses Handeln auf Grund der Aussicht auf die Belohnung und nicht auf Basis der eigenen Überzeugung oder einem besseren Wissen ausgeführt wird.
    Auf Seiten eines Staates wird z.B. von dem Mittel der Steuervergünstigung oder der Subvention Gebrauch gemacht, im familiären Kreis werden Kinder mit Süßigkeiten und Spielen „erpresst“.
    Problematisch dabei ist wie gesagt, dass durch eine Aussicht auf Belohnung die Belohnung an sich zum Sinn des Handelns wird bzw. der Sinn einer Handlung ersetzt wird oder gar gänzlich weg fällt.
    Im übrigen wird genau das in der Animation, welche das Vorgehen erläutern soll deutlich.
    (Zu sehen auf der Internetseite von „Carrotmob“)
    Hier handelt es sich lediglich um Geld, Geld und nochmals Geld.

    Wunderbar ist auch, wie hier ein weiteres mal ein Spektakel organisiert wird. Es soll ja immerhin auch Spaß machen. Wir sind hip und gehören zusammen. Wenn die Gesellschaft nichts mehr zusammen hält außer Konsum ist das mehr als fraglich.
    Welche Produkte bietet der Spätkauf überhaupt an? Getränke von Coca Cola, die gesamte Produktpalette von Nestle?
    Wie wäre es wenn man die Aktion auf einen Sonntag legt? Dann haben vielleicht auch mehr Leute Zeit hin zu gehen!

    Mich erinnert das an die Teilnehmer der G8-Proteste die nach dem Blockieren von Straßen erst mal zu McDonalds gegangen sind. Oder an den 5€-Rabatt, den man in der Testphase vom biometrischen Reisepasses vom Einwohnermeldeamt erhalten hat. Natürlich nur wenn man bereit war seinen Fingerabdruck abzugeben. Sind die Deutschen wirklich so dumm?

    Das Ziel dieser Aktion ist gut, der Weg ist absolut daneben.
    Kapitalismus bleibt Kapitalismus!

  • 11.06.2009 19:48 Uhr

    von Michael:

    @Kinski: Von den 35% wird soviel realisiert wie möglich. Ein Energieberater hat vorher einen Maßnahmenkatalog erstellt, von dem umgesetzt, was finanzierbar ist. Zu wenige Einkäufer gibt es in dem Sinne nicht. Desto mehr Einkäufer, desto energieeffizienter der Laden, desto besser seine Klimabilanz. Angestrebt wird auch Ökostrom für den Laden.

    @name: wie meinen? Der Unterschied ist bei der Aktion ja gerade, dass man nicht einfach nur Bioläden unterstützt, sondern eben den Laden umme Ecke, der sich Umweltschutz nicht leisten kann (oder gar nicht erst auf die Idee kommt, was für die Umwelt zu tun).

  • 11.06.2009 17:06 Uhr

    von Ulrich Lücke:

    Es lebe der Konsumismus! Wie herrlich, daß sogar Protest jetzt Geld kostet!

  • 11.06.2009 16:25 Uhr

    von Hubertus Hilf:

    Gesinnungsterror ggü. kleinen Ladenbesitzern ist das

  • 11.06.2009 16:13 Uhr

    von Mathias:

    @ weber: Wenn ich mein Geld nur den Firmen gebe, die nachhaltige Produkte anbieten oder etwas für die Umwelt tun, bestrafe ich damit ja die Firmen, die es nicht tun. Für mich ist es dann schon eine Form von Protest oder besser gesagt von strategischem Konsum. Warum nicht diejenigen unterstützen, die etwas Gutes tun?

  • 11.06.2009 15:30 Uhr

    von kinski:

    Wie genau soll der "Umbau" eigentlich aussehen, bzw. ist er von den 35% des Umsatzes überhaupt realisierbar?
    Was passiert wenn zu wenige einkuafen?

  • 11.06.2009 15:10 Uhr

    von name:

    lohas yuppies? faehrt bald der mercedes vor? das video und die website sieht schick aus.

    berlin bleibt dreckig oder wa?

  • 11.06.2009 14:14 Uhr

    von weber:

    Das ist ja echt peinlich!!!!! Seit wann ist Shoppen Protest?

  • 11.06.2009 14:12 Uhr

    von Christof Kögler:

    "...Damit sollen alle Seiten zu einer besseren C0-Bilanz des Ladens beitragen..."

    Ich hoffe der Laden hat jetzt schon eine gute Kohlenmonoxid-Bilanz ;)

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