• 13.02.2013

Erinnerungen an Christian Semler

Hauptsache, du wärest noch hier

Wie Christian Semler Pol Pot als „sanft“ bezeichnete, warum er nie taz-Chef werden wollte und warum er eine Legende in der DDR war. Drei Weggefährten erinnern sich.von M. Sontheimer / B. Mika / W. Templin

  • 19.02.2013 13:32 Uhr

    von anke:

    Wie schade, dass die Leute immer erst ins Gras beißen müssen, bevor den Ignoranten klar wird, was das beste an ihnen war!

  • 19.02.2013 07:59 Uhr

    von Wolfgang:

    Der Sohn Christian ('KPD/AO') wie der Vater Semler (Vorstandsvorsitzender von BMW)?

    Oder: Die Versöhnung der Maoisten mit dem Kapital!

    Die Maoisten hetzten unter der Losung der "Verschärfung des Klassenkampfes" die einen Schichten der Gesellschaft gegen die anderen. Mit dem Gespenst von den "Machenschaften der Klassenfeinde" wurde die Bevölkerung geschreckt.

    Es fällt jedoch auf, um die deutsche und chinesische Bourgeoisie wurde ein Bogen gemacht!

    Ein Korrespondent besuchte im November 1964 in Shanghai einen Kapitalisten: Der Vater von Liu Nie-yi hatte viele Betriebe besessen (1956 wurden sie mit 90 Millionen Yuan bewertet). Nach dem Tod des Vaters wurde dieses Vermögen zu gleichen Teilen zwischen den Söhnen aufgeteilt. Liu Nie-yi erklärte, dass er überzeugt sei, dass in der VR China die Interessen des "nationalen Kapitals" (vor 1964 und danach bis heute) nicht bedroht werden, und dass sich die Leitung der ehemaligen Privatbetriebe nach wie vor in den Händen der früheren Eigentümer befinde.

    Nach den Worten Liu Nie-yis (in Shanghai bereits 1964) haben viele Kapitalisten freundschaftliche und sogar verwandtschaftliche Verbindungen zu 'Kommunisten' (Maoisten). So habe einer seiner Kapitalistenfreunde fünf Söhne, von denen 4 Mitglieder der 'KP Chinas' seien.

    Merke: Analog wie in Deutschland, die chinesische Bourgeoisie hatte erfolgreich mit ihren Maoisten und Nationalisten in der damaligen 'KP', der heutigen bourgeoissozialistischen und liberal-sozialdemokratischen Konvergenzpartei Chinas ('KPCh') vorgesorgt!

    Aufwachen, ehemalige und heutige deutsch-europäische 'maoistische' Traumtänzer!

    Trotz alledem!

  • 14.02.2013 08:23 Uhr

    von reblek:

    Bildunterschrift: "Die Studentenführer Salvatore Gaston, Christian Semler und Rudi Dutschke (v.l.) auf dem Vietnamkongress 1968." - Ich bin ganz sicher, dass keiner der drei sich je als "Führer" verstanden hat oder auch nur hätte bezeichnen lassen. Wäre ja auch nicht einmal witzig für eine antiautoritäre Bewegung, sondern lediglich absurd.
    Außerdem heißt es doch: "Hauptsache, der Name ist richtig geschrieben." Der erste Herr heißt Gaston Salvatore.

  • 13.02.2013 19:38 Uhr

    von Karl K:

    Danke.Sowas wollte ich lesen; wenn schon - denn schon.

    Erst der Hessebub und jetzt Christian Semler;
    lausige Zeiten.

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