7,31 Euro - hätte der mann 7,50 EURO verlangt, dann wäre immerhin ein Mitglied der taz-Redaktion schon der Meinung, dass Volker Enkerts, Chef des Zeitarbeits-Bundesverbandes, ein linker, moderner und progressiver Typ sei. Ich finde es aber ganz lustig, dass ausgerechnet bei der taz immer wieder der Mindestlohn aufkommt - vielleicht ist der Lohn intern doch ein Thema? Na wie auch immer, wer sich mit Zeitarbeit mal befasst hat, der kommt schnell dahinter, dass Sklavenarbeit durchaus ein Begriff mit Zielsicherheit ist. Wer unbedingt und unter allen Umständen arbeiten will, der macht schon einen Fehler, weil er auf dem Arbeitsmarkt auf endlose Haie trifft. Wer in Hamburg, Düsseldorf oder Frankfurt nur die jobboerse der Arbeitsagentur aufmacht, entdeckt dort Ausschreibungen von - fast nur - Zeitarbeitsfirmen. Wer mal darauf eingeht, bekommt immer zu hören, er sei nicht qualifiziert, er müsse nochmals mit dem Einstiegsgehalt beginnen. Das bedeutet ein Gehalt, dass ein Mitarbeiter nach Abschluss einer dualen Ausbildung erhält. Zeitarbeitsfirmen bieten so gut wie nie ein besseres Einstiegsgehalt an. Manch Zeitarbeiter stellt nach einer Weile fest, dass die Zeitarbeitsfirma ihn bewusst nicht in seinem Job einsetzt, auch wenn Kollegen ihm detailiert sagen, was sie woanders machen - in seinem Beruf. Auch das hat ein Ziel: Die Zeitarbeitsfirma lernt die Leute lieber an - auf Kosten der Arbeitsagentur. Das lassen sie sich bezahlen und anschliessend schicken sie die Angelehrnten dorthin. Damit es immer billig ist wie beim Discounter und damit die Firma nicht Leute aus der Zeitarbeitsfirma übernimmt. Das wollen die nämlich gar nicht, das schreiben die nur in ihre Presseerklärungen. Und denen wird Volker Enkerts, Chef des Zeitarbeits-Bundesverbandes, sofort zustimmen. Nur die Realität sieht anders aus. Ich hoffe, dass die Firmen merken, dass Zeitarbeit teuer (a), unprofessionell (b), ausbeuterisch (c) und politisch sinnloss (d) ist. Wäre das III.Sozialgesetzbuch nicht als Hartz-IV gekommen, hätten die Damen und Herren auch nicht so einen Reibach gemacht. Damals war Wolfgang Clement aktiv an der Umsetzung der Reform beteiligt. Anschließend war er Vorstand bei der DIS AG - Zeitarbeitsbranche. Randstaadt war auch dabei und inzwischen ist der ehmalige Minister Wolfgang Clement Millionär und braucht wirklich nicht mehr zu darben. Ein paar Millionen Arbeitslose und Zeitarbeiter verfluchen ihn dafür - tagtäglich.
11.02.2011 17:53 Uhr
von chw:
Herr Enkerts ist ja wirklich sehr bdauerndswerd: "Wir wissen, dass es große Defizite gibt", kommentiert Volker Enkerts, Chef des Zeitarbeits-Bundesverbandes, die Ergebnisse. Fehltage seien auch für ihn "ein wirtschaftlicher Verlust"." Mir kommen die Tränen! Wie weit sind wir denn, wenn schon "Sklavenhändler" nicht mehr ordentlich verdienen?
11.02.2011 17:53 Uhr
von Amos:
Zeitarbeitsfirmen gehören dicht gemacht. Die Devise der Zeitarbeitsfirmen ist doch nichts anderes, als noch an Menschen zu verdienen, die bereits unten angekommen sind. Und die Gewerkschaften machen noch fleißig mit. Dieses "System müsste" sich bis in den Boden schämen, dafür wie es mit seinen Bürgern umgeht. Den halben Lohn für die gleiche Arbeit? An der Qualifizierung allein kann es also nicht liegen. Ginge es allein um die Qualifizierung müssten mindesten 1/3 unserer Politiker für die halben Diäten arbeiten. Es geht um die Ausbeutung der Lohnabhängigen, damit man sagen kann, Deutschland ist Exportweltmeister. Nur was haben die Gebeutelten davon.
24.06.2009 12:37 Uhr
von nach Spanien aushewandert:
Hier in Spanien hat das das Phänomen 'Zeitarbeit' ganz extreme Formen angenommen: der Bereich IT wird fast zu 100% von Zeitarbeitsfirmen abgedeckt. Nun ist es inzwischen soweit, dass sich Zeitarbeitsfirmen untereinander Leute ausleihen. Ich bin gerade auf der Jobsuche und hatte schon ein Vorstellungsgespräch bei einer solchen Zeitarbeitsirma, die jemanden für eine andere Zeitarbeitsfirma gesucht hat, die diese Person wiederum ausleihen. ---- 'Zeitarbeit' muss weg, nicht nur in Deutschland!! Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!! Überall in der Welt! Für Männer und für Frauen!!! Hoch die Internationale Solidaridät!!!
24.06.2009 11:42 Uhr
von Susanne Liekenbrock:
Schon Karl Marx erkannte, dass im kapitalistischem System "die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen" dafür sorgt, dass das Geld immer in den selben Kreisen verbleibt. Schade, dass wir uns ob dieser Erkenntnis nicht weiterentwickelt haben. Im Gegenteil, wir sind noch weiter zurückgefallen, die in Kolonialzeiten übliche Praxis der Sklavenarbeit ist politisch anerkannt und wird protegiert. Dann ist der Weg bis in die Steinzeit ja nicht mehr weit...
24.06.2009 11:13 Uhr
von Hofmann:
Sehr geehrte damen und Herren,
der Bericht ist schlichtweg schlecht erarbeitet. Die Kommentare sind wie meistens parolenmäßige Hetzte von nicht im Thema befindlichen Menschen.
Es wäre gut wenn sich nicht jeder Redakteur oder auch Leser dazu berufen fühlen würde halbwissen weiterzugeben und etwas verantwortlicher mit Meihnungsbildenden Medien umgehen würde.
24.06.2009 10:42 Uhr
von Peter Josupeit:
Die Ent- und Verleiher wollen an der Arbeitsleistung des Beschäftigten verdienen. Da muß doch jeder vernünftige Mitarbeiter einsehen, daß er unqualifiziert und überbezahlt ist.
24.06.2009 10:04 Uhr
von Alf:
7,31 Euro - hätte der mann 7,50 EURO verlangt, dann wäre immerhin ein Mitglied der taz-Redaktion schon der Meinung, dass Volker Enkerts, Chef des Zeitarbeits-Bundesverbandes, ein linker, moderner und progressiver Typ sei. Ich finde es aber ganz lustig, dass ausgerechnet bei der taz immer wieder der Mindestlohn aufkommt - vielleicht ist der Lohn intern doch ein Thema? Na wie auch immer, wer sich mit Zeitarbeit mal befasst hat, der kommt schnell dahinter, dass Sklavenarbeit durchaus ein Begriff mit Zielsicherheit ist. Wer unbedingt und unter allen Umständen arbeiten will, der macht schon einen Fehler, weil er auf dem Arbeitsmarkt auf endlose Haie trifft. Wer in Hamburg, Düsseldorf oder Frankfurt nur die jobboerse der Arbeitsagentur aufmacht, entdeckt dort Ausschreibungen von - fast nur - Zeitarbeitsfirmen. Wer mal darauf eingeht, bekommt immer zu hören, er sei nicht qualifiziert, er müsse nochmals mit dem Einstiegsgehalt beginnen. Das bedeutet ein Gehalt, dass ein Mitarbeiter nach Abschluss einer dualen Ausbildung erhält. Zeitarbeitsfirmen bieten so gut wie nie ein besseres Einstiegsgehalt an. Manch Zeitarbeiter stellt nach einer Weile fest, dass die Zeitarbeitsfirma ihn bewusst nicht in seinem Job einsetzt, auch wenn Kollegen ihm detailiert sagen, was sie woanders machen - in seinem Beruf. Auch das hat ein Ziel: Die Zeitarbeitsfirma lernt die Leute lieber an - auf Kosten der Arbeitsagentur. Das lassen sie sich bezahlen und anschliessend schicken sie die Angelehrnten dorthin. Damit es immer billig ist wie beim Discounter und damit die Firma nicht Leute aus der Zeitarbeitsfirma übernimmt. Das wollen die nämlich gar nicht, das schreiben die nur in ihre Presseerklärungen. Und denen wird Volker Enkerts, Chef des Zeitarbeits-Bundesverbandes, sofort zustimmen. Nur die Realität sieht anders aus. Ich hoffe, dass die Firmen merken, dass Zeitarbeit teuer (a), unprofessionell (b), ausbeuterisch (c) und politisch sinnloss (d) ist. Wäre das III.Sozialgesetzbuch nicht als Hartz-IV gekommen, hätten die Damen und Herren auch nicht so einen Reibach gemacht. Damals war Wolfgang Clement aktiv an der Umsetzung der Reform beteiligt. Anschließend war er Vorstand bei der DIS AG - Zeitarbeitsbranche. Randstaadt war auch dabei und inzwischen ist der ehmalige Minister Wolfgang Clement Millionär und braucht wirklich nicht mehr zu darben. Ein paar Millionen Arbeitslose und Zeitarbeiter verfluchen ihn dafür - tagtäglich.
23.06.2009 23:38 Uhr
von Zeitarbeiter:
In einem Zeitarbeitsvertrag steht meines Wissens immer drin, dass man bei Krankheit vom ersten Tag an eine AU vorzulegen hat (in meinem ist es so -unverschämt...). Alle anderen Arbeitnehmer können bis zu drei Tage "blau" machen ohne Beleg. Deshalb kann ich dieser Analyse nicht so viel abgewinnen wie sie gerade durch die Medien getrieben wird. Da fallen viele Zahlen einfach durch ein Rost. Wer hat die Tage ohne AU erfaßt und ausgewertet? Trotzdem kann man sicherlich verstehen dass ZAer längts nicht so motiviert werkeln, wie die alteingesessenen Festangestellten, obwohl die in vielen Unternehmen fast paradiesischen Bestandsschutz genießen und ihr angestammtes Bleiberecht eigentlich mehr Freiheit zum Kranksein bietet. Ein ZA kann sich kaum mit einem bzw. seinem Unternehmen identifizieren. Seine nahezu beliebige Austauschbarkeit und Nichtzugehörigkeit zum Kundenunternehmen legen natürlich nahe, auch mal die Krankbremse einzulegen, auch wenn die mit höheren Hürden verbunden ist. Alles in allem halte ich trotzdem diese z.Z. "durchs Dorf getriebene (Sau)" Analyse für fraglich.
23.06.2009 20:14 Uhr
von Juergen K.:
Maltretierungsbranche Zeitarbeit.
Zeitarbeiter sollten GRUNDSÄTZLICH höher bezahlt werden als Festangestellte im selben Ausleihbetrieb.
Auf quasi täglich wechselnde Einsätze kann sich kein Sau einstellen.
Genauso wenig an die jeweils wechselnden Einsatzorte für die permanent aufs Neue die Wegstrecken gesucht und geplant werden müssen.
Genauso häufig sind also auch die Anpassungsleistung an neue Kollegen und Vorgesetzte sowie unterschiedliche Betriebsabläufe.
Neben den unterschwelligen Mobbings "Ey schon wieder ein Leimi" oder "den müssen wir erst wieder anlernen", bei denen die Verursacher sich nicht einmal was bei denken,
sind die offensichtlichen Repressalien wie etwa "kein Zuschuss in der kantine" bekannt aus film und Fernsehen.
Beschissene, weil geringwertiger sind Löhne , Urlaubsgelder, die gekürzten Fahrtkosten und Auslöseleistungen.
Kurzarbeit kommt kaum vor. Abfindungen, Auffanggesellwschaften: Niente.
Betriebsfeste, Geschenke ?
etc. etc.
Zeitarbeiter VERDIENEN nach meiner Ansicht 30 - 50 % mehr als Festangestellte.
Im Gegenzug zu der allgemein üblichen Prämie als Zuschlag bei längerer Mitarbeit bei einem Entleiher, könnte dieser (30-50%) dann mit der Dauer verringert werden.
Krasses Gegenbeispiel :
Gibt es da nicht ein Telekom-Beamten-Frühverrentungsgesetz, weil diese Sesselfurzer auch nicht nach jahrelangen Schulungen in die Lage versetzt werden können an anderer Stelle eingeset zu werden ?!
23.06.2009 20:02 Uhr
von chw:
Herr Enkerts ist ja wirklich sehr bdauerndswerd: "Wir wissen, dass es große Defizite gibt", kommentiert Volker Enkerts, Chef des Zeitarbeits-Bundesverbandes, die Ergebnisse. Fehltage seien auch für ihn "ein wirtschaftlicher Verlust"." Mir kommen die Tränen! Wie weit sind wir denn, wenn schon "Sklavenhändler" nicht mehr ordentlich verdienen?
23.06.2009 19:39 Uhr
von Markus:
Tolle erkenntnis. Und das mit der angeblich "schweren körperlichen arbeit" ist doch sehr naiv.. Schade das uns sklaven niemand fragen stellt...
So könnte man zum beispiel eine gängige praxis erwähnen, die nicht bezahlte arbeit(nicht unüblich sind 1h/tag) über krank tage wieder zurück zu holen. Oder die schlicht fehlende motivation, aufgrund der schlechten "bezahlung" (..facharbeit für 5,50/h und kommt bloß nicht mit angeblichen tarifen...), zu erwähnen.
Aber immer fein ein deckmäntelchen drüber legen...nur weiter so!
Ich kann mir gar nicht soviel essen leisten, wie ich rauswürgen müsste...
23.06.2009 19:29 Uhr
von Amos:
Zeitarbeitsfirmen gehören dicht gemacht. Die Devise der Zeitarbeitsfirmen ist doch nichts anderes, als noch an Menschen zu verdienen, die bereits unten angekommen sind. Und die Gewerkschaften machen noch fleißig mit. Dieses "System müsste" sich bis in den Boden schämen, dafür wie es mit seinen Bürgern umgeht. Den halben Lohn für die gleiche Arbeit? An der Qualifizierung allein kann es also nicht liegen. Ginge es allein um die Qualifizierung müssten mindesten 1/3 unserer Politiker für die halben Diäten arbeiten. Es geht um die Ausbeutung der Lohnabhängigen, damit man sagen kann, Deutschland ist Exportweltmeister. Nur was haben die Gebeutelten davon.
Leserkommentare
11.02.2011 17:53 Uhr
von Alf:
7,31 Euro - hätte der mann 7,50 EURO verlangt, dann wäre immerhin ein Mitglied der taz-Redaktion schon der Meinung, dass Volker Enkerts, Chef des Zeitarbeits-Bundesverbandes, ein linker, moderner und progressiver Typ sei.
Ich finde es aber ganz lustig, dass ausgerechnet bei der taz immer wieder der Mindestlohn aufkommt - vielleicht ist der Lohn intern doch ein Thema?
Na wie auch immer, wer sich mit Zeitarbeit mal befasst hat, der kommt schnell dahinter, dass Sklavenarbeit durchaus ein Begriff mit Zielsicherheit ist. Wer unbedingt und unter allen Umständen arbeiten will, der macht schon einen Fehler, weil er auf dem Arbeitsmarkt auf endlose Haie trifft.
Wer in Hamburg, Düsseldorf oder Frankfurt nur die jobboerse der Arbeitsagentur aufmacht, entdeckt dort Ausschreibungen von - fast nur - Zeitarbeitsfirmen. Wer mal darauf eingeht, bekommt immer zu hören, er sei nicht qualifiziert, er müsse nochmals mit dem Einstiegsgehalt beginnen. Das bedeutet ein Gehalt, dass ein Mitarbeiter nach Abschluss einer dualen Ausbildung erhält.
Zeitarbeitsfirmen bieten so gut wie nie ein besseres Einstiegsgehalt an. Manch Zeitarbeiter stellt nach einer Weile fest, dass die Zeitarbeitsfirma ihn bewusst nicht in seinem Job einsetzt, auch wenn Kollegen ihm detailiert sagen, was sie woanders machen - in seinem Beruf. Auch das hat ein Ziel: Die Zeitarbeitsfirma lernt die Leute lieber an - auf Kosten der Arbeitsagentur.
Das lassen sie sich bezahlen und anschliessend schicken sie die Angelehrnten dorthin. Damit es immer billig ist wie beim Discounter und damit die Firma nicht Leute aus der Zeitarbeitsfirma übernimmt. Das wollen die nämlich gar nicht, das schreiben die nur in ihre Presseerklärungen. Und denen wird Volker Enkerts, Chef des Zeitarbeits-Bundesverbandes, sofort zustimmen.
Nur die Realität sieht anders aus.
Ich hoffe, dass die Firmen merken, dass Zeitarbeit teuer (a), unprofessionell (b), ausbeuterisch (c) und politisch sinnloss (d) ist.
Wäre das III.Sozialgesetzbuch nicht als Hartz-IV gekommen, hätten die Damen und Herren auch nicht so einen Reibach gemacht.
Damals war Wolfgang Clement aktiv an der Umsetzung der Reform beteiligt. Anschließend war er Vorstand bei der DIS AG - Zeitarbeitsbranche. Randstaadt war auch dabei und inzwischen ist der ehmalige Minister Wolfgang Clement Millionär und braucht wirklich nicht mehr zu darben. Ein paar Millionen Arbeitslose und Zeitarbeiter verfluchen ihn dafür - tagtäglich.
11.02.2011 17:53 Uhr
von chw:
Herr Enkerts ist ja wirklich sehr bdauerndswerd:
"Wir wissen, dass es große Defizite gibt", kommentiert Volker Enkerts, Chef des Zeitarbeits-Bundesverbandes, die Ergebnisse. Fehltage seien auch für ihn "ein wirtschaftlicher Verlust"."
Mir kommen die Tränen!
Wie weit sind wir denn, wenn schon "Sklavenhändler" nicht mehr ordentlich verdienen?
11.02.2011 17:53 Uhr
von Amos:
Zeitarbeitsfirmen gehören dicht gemacht. Die Devise
der Zeitarbeitsfirmen ist doch nichts anderes, als noch an Menschen zu verdienen, die bereits unten
angekommen sind. Und die Gewerkschaften machen noch
fleißig mit. Dieses "System müsste" sich bis in den
Boden schämen, dafür wie es mit seinen Bürgern umgeht. Den halben Lohn für die gleiche Arbeit? An der Qualifizierung allein kann es also nicht liegen.
Ginge es allein um die Qualifizierung müssten mindesten 1/3 unserer Politiker für die halben
Diäten arbeiten. Es geht um die Ausbeutung der
Lohnabhängigen, damit man sagen kann,
Deutschland ist Exportweltmeister. Nur was haben
die Gebeutelten davon.
24.06.2009 12:37 Uhr
von nach Spanien aushewandert:
Hier in Spanien hat das das Phänomen 'Zeitarbeit' ganz extreme Formen angenommen: der Bereich IT wird fast zu 100% von Zeitarbeitsfirmen abgedeckt. Nun ist es inzwischen soweit, dass sich Zeitarbeitsfirmen untereinander Leute ausleihen. Ich bin gerade auf der Jobsuche und hatte schon ein Vorstellungsgespräch bei einer solchen Zeitarbeitsirma, die jemanden für eine andere Zeitarbeitsfirma gesucht hat, die diese Person wiederum ausleihen.
----
'Zeitarbeit' muss weg, nicht nur in Deutschland!! Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!! Überall in der Welt! Für Männer und für Frauen!!!
Hoch die Internationale Solidaridät!!!
24.06.2009 11:42 Uhr
von Susanne Liekenbrock:
Schon Karl Marx erkannte, dass im kapitalistischem System "die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen" dafür sorgt, dass das Geld immer in den selben Kreisen verbleibt. Schade, dass wir uns ob dieser Erkenntnis nicht weiterentwickelt haben. Im Gegenteil, wir sind noch weiter zurückgefallen, die in Kolonialzeiten übliche Praxis der Sklavenarbeit ist politisch anerkannt und wird protegiert.
Dann ist der Weg bis in die Steinzeit ja nicht mehr weit...
24.06.2009 11:13 Uhr
von Hofmann:
Sehr geehrte damen und Herren,
der Bericht ist schlichtweg schlecht erarbeitet.
Die Kommentare sind wie meistens parolenmäßige Hetzte von nicht im Thema befindlichen Menschen.
Es wäre gut wenn sich nicht jeder Redakteur oder auch Leser dazu berufen fühlen würde halbwissen weiterzugeben und etwas verantwortlicher mit Meihnungsbildenden Medien umgehen würde.
24.06.2009 10:42 Uhr
von Peter Josupeit:
Die Ent- und Verleiher wollen an der Arbeitsleistung des Beschäftigten verdienen. Da muß doch jeder vernünftige Mitarbeiter einsehen, daß er unqualifiziert und überbezahlt ist.
24.06.2009 10:04 Uhr
von Alf:
7,31 Euro - hätte der mann 7,50 EURO verlangt, dann wäre immerhin ein Mitglied der taz-Redaktion schon der Meinung, dass Volker Enkerts, Chef des Zeitarbeits-Bundesverbandes, ein linker, moderner und progressiver Typ sei.
Ich finde es aber ganz lustig, dass ausgerechnet bei der taz immer wieder der Mindestlohn aufkommt - vielleicht ist der Lohn intern doch ein Thema?
Na wie auch immer, wer sich mit Zeitarbeit mal befasst hat, der kommt schnell dahinter, dass Sklavenarbeit durchaus ein Begriff mit Zielsicherheit ist. Wer unbedingt und unter allen Umständen arbeiten will, der macht schon einen Fehler, weil er auf dem Arbeitsmarkt auf endlose Haie trifft.
Wer in Hamburg, Düsseldorf oder Frankfurt nur die jobboerse der Arbeitsagentur aufmacht, entdeckt dort Ausschreibungen von - fast nur - Zeitarbeitsfirmen. Wer mal darauf eingeht, bekommt immer zu hören, er sei nicht qualifiziert, er müsse nochmals mit dem Einstiegsgehalt beginnen. Das bedeutet ein Gehalt, dass ein Mitarbeiter nach Abschluss einer dualen Ausbildung erhält.
Zeitarbeitsfirmen bieten so gut wie nie ein besseres Einstiegsgehalt an. Manch Zeitarbeiter stellt nach einer Weile fest, dass die Zeitarbeitsfirma ihn bewusst nicht in seinem Job einsetzt, auch wenn Kollegen ihm detailiert sagen, was sie woanders machen - in seinem Beruf. Auch das hat ein Ziel: Die Zeitarbeitsfirma lernt die Leute lieber an - auf Kosten der Arbeitsagentur.
Das lassen sie sich bezahlen und anschliessend schicken sie die Angelehrnten dorthin. Damit es immer billig ist wie beim Discounter und damit die Firma nicht Leute aus der Zeitarbeitsfirma übernimmt. Das wollen die nämlich gar nicht, das schreiben die nur in ihre Presseerklärungen. Und denen wird Volker Enkerts, Chef des Zeitarbeits-Bundesverbandes, sofort zustimmen.
Nur die Realität sieht anders aus.
Ich hoffe, dass die Firmen merken, dass Zeitarbeit teuer (a), unprofessionell (b), ausbeuterisch (c) und politisch sinnloss (d) ist.
Wäre das III.Sozialgesetzbuch nicht als Hartz-IV gekommen, hätten die Damen und Herren auch nicht so einen Reibach gemacht.
Damals war Wolfgang Clement aktiv an der Umsetzung der Reform beteiligt. Anschließend war er Vorstand bei der DIS AG - Zeitarbeitsbranche. Randstaadt war auch dabei und inzwischen ist der ehmalige Minister Wolfgang Clement Millionär und braucht wirklich nicht mehr zu darben. Ein paar Millionen Arbeitslose und Zeitarbeiter verfluchen ihn dafür - tagtäglich.
23.06.2009 23:38 Uhr
von Zeitarbeiter:
In einem Zeitarbeitsvertrag steht meines Wissens immer drin, dass man bei Krankheit vom ersten Tag an eine AU vorzulegen hat (in meinem ist es so -unverschämt...). Alle anderen Arbeitnehmer können bis zu drei Tage "blau" machen ohne Beleg. Deshalb kann ich dieser Analyse nicht so viel abgewinnen wie sie gerade durch die Medien getrieben wird. Da fallen viele Zahlen einfach durch ein Rost. Wer hat die Tage ohne AU erfaßt und ausgewertet? Trotzdem kann man sicherlich verstehen dass ZAer längts nicht so motiviert werkeln, wie die alteingesessenen Festangestellten, obwohl die in vielen Unternehmen fast paradiesischen Bestandsschutz genießen und ihr angestammtes Bleiberecht eigentlich mehr Freiheit zum Kranksein bietet. Ein ZA kann sich kaum mit einem bzw. seinem Unternehmen identifizieren. Seine nahezu beliebige Austauschbarkeit und Nichtzugehörigkeit zum Kundenunternehmen legen natürlich nahe, auch mal die Krankbremse einzulegen, auch wenn die mit höheren Hürden verbunden ist. Alles in allem halte ich trotzdem diese z.Z. "durchs Dorf getriebene (Sau)" Analyse für fraglich.
23.06.2009 20:14 Uhr
von Juergen K.:
Maltretierungsbranche Zeitarbeit.
Zeitarbeiter sollten GRUNDSÄTZLICH höher bezahlt werden als Festangestellte im selben Ausleihbetrieb.
Auf quasi täglich wechselnde Einsätze kann sich kein Sau einstellen.
Genauso wenig an die jeweils wechselnden Einsatzorte für die permanent aufs Neue die Wegstrecken gesucht und geplant werden müssen.
Genauso häufig sind also auch die Anpassungsleistung an neue Kollegen und Vorgesetzte sowie unterschiedliche Betriebsabläufe.
Neben den unterschwelligen Mobbings "Ey schon wieder ein Leimi" oder "den müssen wir erst wieder anlernen", bei denen die Verursacher sich nicht einmal was bei denken,
sind die offensichtlichen Repressalien wie etwa "kein Zuschuss in der kantine" bekannt aus film und Fernsehen.
Beschissene, weil geringwertiger sind Löhne , Urlaubsgelder, die gekürzten Fahrtkosten und Auslöseleistungen.
Kurzarbeit kommt kaum vor. Abfindungen, Auffanggesellwschaften: Niente.
Betriebsfeste, Geschenke ?
etc. etc.
Zeitarbeiter VERDIENEN nach meiner Ansicht 30 - 50 % mehr als Festangestellte.
Im Gegenzug zu der allgemein üblichen Prämie als Zuschlag bei längerer Mitarbeit bei einem Entleiher, könnte dieser (30-50%) dann
mit der Dauer verringert werden.
Krasses Gegenbeispiel :
Gibt es da nicht ein Telekom-Beamten-Frühverrentungsgesetz, weil diese Sesselfurzer auch nicht nach jahrelangen Schulungen in die Lage versetzt werden können an anderer Stelle eingeset zu werden ?!
23.06.2009 20:02 Uhr
von chw:
Herr Enkerts ist ja wirklich sehr bdauerndswerd:
"Wir wissen, dass es große Defizite gibt", kommentiert Volker Enkerts, Chef des Zeitarbeits-Bundesverbandes, die Ergebnisse. Fehltage seien auch für ihn "ein wirtschaftlicher Verlust"."
Mir kommen die Tränen!
Wie weit sind wir denn, wenn schon "Sklavenhändler" nicht mehr ordentlich verdienen?
23.06.2009 19:39 Uhr
von Markus:
Tolle erkenntnis. Und das mit der angeblich "schweren körperlichen arbeit" ist doch sehr naiv.. Schade das uns sklaven niemand fragen stellt...
So könnte man zum beispiel eine gängige praxis erwähnen, die nicht bezahlte arbeit(nicht unüblich sind 1h/tag) über krank tage wieder zurück zu holen. Oder die schlicht fehlende motivation, aufgrund der schlechten "bezahlung" (..facharbeit für 5,50/h und kommt bloß nicht mit angeblichen tarifen...), zu erwähnen.
Aber immer fein ein deckmäntelchen drüber legen...nur weiter so!
Ich kann mir gar nicht soviel essen leisten, wie ich rauswürgen müsste...
23.06.2009 19:29 Uhr
von Amos:
Zeitarbeitsfirmen gehören dicht gemacht. Die Devise
der Zeitarbeitsfirmen ist doch nichts anderes, als noch an Menschen zu verdienen, die bereits unten
angekommen sind. Und die Gewerkschaften machen noch
fleißig mit. Dieses "System müsste" sich bis in den
Boden schämen, dafür wie es mit seinen Bürgern umgeht. Den halben Lohn für die gleiche Arbeit? An der Qualifizierung allein kann es also nicht liegen.
Ginge es allein um die Qualifizierung müssten mindesten 1/3 unserer Politiker für die halben
Diäten arbeiten. Es geht um die Ausbeutung der
Lohnabhängigen, damit man sagen kann,
Deutschland ist Exportweltmeister. Nur was haben
die Gebeutelten davon.