Entlassungen bei General Motors

Trump droht mit Subventionsstopp

Präsident Trump gibt sich enttäuscht über die geplanten Schließungen von GM-Werken in drei US-Bundesstaaten. Er will staatliche Zuschüsse kappen.

Donald Trump zeigt auf die Kamera

„…und das ist der DANK“ – Trump übte auf Twitter Kritik an GM Foto: ap

WASHINGTON ap | US-Präsident Donald Trump hat General Motors aus Verärgerung über geplante Stellenstreichungen mit dem Stopp von staatlichen Zuschüssen gedroht. Er sei „sehr enttäuscht“ über die Entscheidung des US-Autobauers, Werke in Ohio, Michigan und Maryland zu schließen, twitterte Trump am Dienstag. „In Mexiko & China wird nichts geschlossen.“ Mit Blick auf ein Hilfspaket für die darbende Autoindustrie im Jahr 2008 ergänzte Trump: „Die USA haben General Motors gerettet, und das ist der DANK, den wir bekommen.“

Seinen Unmut richtete er zudem gegen GM-Chefin Mary Barra. Das Weiße Haus erwäge nun, „sämtliche GM-Subventionen zu kappen“, darunter jene für Elektrowagen, drohte Trump. Der Autobauer habe vor Jahren im großen Stil auf China gesetzt, indem er dort (und in Mexiko) Fabriken habe bauen lassen. „Denkt nicht, dass diese Wette aufgeht. Ich bin hier, um Amerikas Arbeiter zu schützen!“, schrieb Trump weiter.

GM bemüht sich, die Wogen zu glätten

Tags zuvor hatte General Motors die Schließung von fünf Fabriken und die Streichung von bis zu 14. 000 Jobs in Nordamerika angekündigt. Vom Jobabbau ist stark der Mittlere Westen betroffen, dem Trump oft eine industrielle Wiederauferstehung versprochen hat.

Wann Trump mit seinen angedrohten Maßnahmen erst machen will, ließ er zunächst offen. Zudem gilt als fraglich, ob er ohne Zustimmung des Kongresses die Autorität zu solchen Aktionen hätte.

GM versuchte das Weiße Haus zu beschwichtigen, den Kahlschlag aber zugleich zu verteidigen. Der Konzern wisse die Aktionen der Regierung zugunsten der Industrie zu schätzen, die eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und des Produktionsstandorts USA zum Ziel hätten. Viele von Jobverlust bedrohte Arbeiter könnten aber in eine andere GM-Fabrik wechseln, in der die Produktion verstärkt werde, erklärte Konzernsprecher Patrick Morrissey.

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