• 20.11.2008

Entführung des Supertankers "Sirius Star"

"Das ist der 11. September der See"

Die Entführung des Supertankers "Sirius Star" hat die afrikanischen und arabischen Staaten aufgeschreckt. Die EU startet eine Antipiratenmission und auch Deutschland verspricht mehr Einsatz.von Karim El-Gawhary

  • 23.11.2008 14:16 Uhr

    von Shrike:


    Niedlich, die entlarvenden Kommentare der Linken.

    Diese Piraten quasi als afrikanische Robin-Hoods zu feiern und auch noch anzufeuern ist für die betroffenen Opfer blanker Hohn.

    Es gibt da nämlich noch die Besatzungen der Schiffe, die durchaus nicht immer mit dem Leben davonkommen, in den letzten Jahren gab es mindestens dutzende Todesopfer.

    Und dass die betroffenen Weltmächte sich das nicht bieten lassen und Kriegsschiffe schicken ist ja wohl klar und sinnvoll.

    Ich bin gespannt, wie ihr reagiert, falls euch mal jemand entführt.
    Da erwarte ich dann auch soviel Verständnis für die armen Verzweifelungstäter.

  • 21.11.2008 12:12 Uhr

    von Studi:

    Wie schön dass sich alle einig sind den Kampf gegen die Piraterie aufzunehmen!
    Natürlich nur im militärischen Sinne. Das ist ja schließlich die beste Lösung. Zumindest für die Industrieländer.
    Warum sollte man auch den langen und unbequemen Weg über die Ursachenbekämpfung gehen, wenn man sich durch eine rein symptomatische Behandlung doch wieder mal so schön vor unangenehmen Eingeständnissen der eigenen Fehler drücken kann.
    Denn das Problem sind selbstverständlich nicht Armut und Ausbeutung sondern schlicht und ergreifend die reine Boshaftigkeit der Menschen. Und der Terrorismus natürlich.

  • 21.11.2008 07:53 Uhr

    von Felidea:

    "Das ist der 11. September der See"

    Was wird denn mit dieser Aussage versucht? Doch nicht etwa ein Vergleich? Wenn ja, dann wird wohl versucht das Leben von 3.000 Menschen mit dem reinem Sachwert eines Öltankers von 100.000,- Millionen gleichzusetzen.

    Auf der anderen Seite gibt es dann doch einen Vergleich. Und zwar mit dem Lösungsprogramm. Draufhalten und abschießen. Und für die Überlebenden gibt es immer noch Guantanamo. Ist doch alles herrlich unkompliziert. Schade nur, dass dabei einige lukrative Waffengeschäfte mit Somalia ins Stocken geraten könnten. Aber sicherlich werden auch dafür 'Lösungen' gefunden.

  • 20.11.2008 22:59 Uhr

    von Idil:

    Dieser "Militärexperte" übertreibt ja total. Der will sich wohl wichtig machen, damit der Rüstungshaushalt nicht gekürzt wird und damit er auch mal im Rampenlicht steht.

    In Kairo haben die meisten Leute nicht einmal vernünftige Sanitäranlagen. Und fast keine Solaranlagen oder Solarkocher auf den (oft flachen) Dächern, und das in einem Land, wo so extrem die Sonne scheint und die Leute damit allein fürs Wasserkochen überhaupt keinen Strom, bzw. Gas oder Benzin bräuchten - wie ich neulich gelesen habe, von jemandem, der öfter dort ist. Stattdessen werden immer die neuesten Rüstungsgüter gekauft und übrigens auch die Palästinenser nicht ins Land gelassen, obwohl sie fast dieselbe Sprache sprechen. Nur Israel soll ganz allein immer an allem Schuld sein. Und obwohl mit Solarenergie am Mittelmeer Wasser gewonnen und Wüste bewässert werden könnte und hunderte Quadratkilometer neue Siedlungen inklusive Felder, Oliven- u. Dattelhaine etc. angelegt werden könnten, wächst Kairo v.a. ins Nildelta hinein und die Armut wächst mit (von Zwangsehe, Zwangsschwangerschaften, oder sogar Genitalverstümmelung (die mittlerweile auch von offiziellen Islamgelehrten abgelehnt wird!) rede ich jetzt erst gar nicht).

    Um von diesen ganzen ungelösten Problemen abzulenken ist so eine Schiffsentführung natürlich gut geeignet.

  • 20.11.2008 22:20 Uhr

    von georg:

    Da G.D.Busch ja bald weg ist hat man schnell was neues

  • 20.11.2008 21:40 Uhr

    von ...:

    Die Auswahl dieses Titels würde ich nochmal überdenken..

    Menschenopfer mit Schiffsladung gleichzusetzen ist doch bedenklich.

  • 20.11.2008 20:01 Uhr

    von Stalkie:

    Mit dem 11. September wurde neben Ressourcenkriegen ein Auf- und Ausbau von Überwachung und staatlicher Kontrolle, einhergehend mit dem Abbau von Anonymität, Freiheit und Privatsphäre gerechtfertigt - in der Telekommunikation, auf dem Boden, in der Luft. Die Seefahrt wurde dabei tatsächlich "vergessen". Die Entführung der Sirius Star spielt den Kontrolleuren und Überwachungshysterikern nun ein weiteres Puzzleteil in die Hände.

  • 20.11.2008 19:27 Uhr

    von Matthias:

    Warum wird mit den Piraten nicht ein Dialog auf gleicher Augenhöhe geführt?

  • 20.11.2008 18:23 Uhr

    von fridolin kiesewetter:

    Fernhandel verteuern bedeutet regionale Strukturen stärken. Und ein bisschen umverteilung zu Gunsten Afrikas schadet auch nicht.

    keep rocking pirates !

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