In der Enquetekommission des Bundestags zum Wachstum gibt es Differenzen. Für die einen ist "Wachstum immer auch qualitativ", andere warnen vor Fetischismus.von Richard Rother
Aus dem dargestellten Diskussionstand ist zwingend abzuleiten, dass es an einer Evolutions-/Entwicklungstheorie fehlt. Wäre ein kybernetische Evolutionsprozess-Modell vorhanden, d.h. 'Steuerungssystemtheorie des Evolutonsprozesses', dann könnte man aus diesem Erkenntnisstand all jene Steuerungsinstrumente ableiten, die zu einer nachhaltigen, wirtschaftlich-gesellschaftlichen Entwicklung nötig sind.
Diese Theorielücke ist machtgewollt und hat deshalb in dieser Enquetekommission keine Chance thematisiert zu werden. Die Evolutionstheorie-Lücke verwirrt alle Diskussionen. Sie verhindert den gesellschaftlichen und politischen Konsens für die Umsteuerung auf einen nachhaltigen Entwicklungspfad für das Weltindustriesystem. Dieser blamable Zustand für eine Enquetekommission soll nach dem Willen der Enquetemitglieder wohl auch so bleiben. Der Wille zum Machterhalt der Akteure wirkt hier.
Die Theorielücke ist die Quelle aller Fehlurteile und Diskussionsblockaden in Sachen Wachstum. Sie ist auch die Quelle der geheimen Vorherrschaft derjenigen, deren Existenz am Weiter-So auf dem gesellschaftlich selbstzerstörerischen Wachstumspfad hängt, d.h. aller erfolgreich gewachsenen Teile des Machtsystems.
Diese fast-gheime Steuerungs-Wissen-Vorherrschaft hat ein wirtschaftliches, faktorkosten-gestütztes Steuerungssystem implementiert, das einen absolutistisch herrschenden 2%Wachstumszwang-Kapitalismus realiert hat. Ihr operationales Ziel lautet KAPITALSTOCK-Maximierung. Ihr Nr.1-Steuerungsinstrument heißt: Stetig steigenden Bruttoarbeitskosten und alle Teile der Gesellschaft in Schulden treiben. Das generiert die Rentabilität eines immer höheren Kapitalstocks.
Die IGM-Vorstände sind das schwächste Glied im 2%Absolutismus. Sie sorgen für die steigenden Bruttoarbeitskosten. Einen weiteren Teil dieser 2%Herrschaftsstruktur bilden a u c h die politischen Interessenvertreter dieser Fehlentwicklungs-Profiteure, d.h. die Parteien, die als Systemparteien des 2%Wachstumszwang-Kapitalismus zu erkennen sind: FDP, SPD, CDU, CSU.
Der Ausstieg aus diesem 2%Absolutismus funktioniert allein über die ökosoziale Umfinanzierung der Sozialleistungskosten, einschl. der Einführung eines ÖKO-Bonus-Zweiteinkommens für Jedermann, der als Selbstleistungs-/KREATIV-Lohnzweiteinkommen für Jedermann energie- und sachkapital-steuerfinanziert ist und an die Stelle der kollektiven Flächentariflohnerhöhungen tritt. Das wissen alle Spitzenpolitiker, alle Wirtschaftsspitzen, alle Enquetemitglieder - aber sie schweigen die evolutionsstufen-eigene Exoduslösung tot. Sie wollen die kultur- und macht-revolutionäre Dimension der Systemkrise nicht diskutieren lassen. Sie fürchten die Umkehr aller Fehl-Entwicklungen und ihrer Macht in dieser 2%Machtstrukturen. Diese Dimension umfasst eine neue Parteienlandschaft, eine nachhaltige Welt-Wirtschaft und einen alternativen Lebensstil - d.h. eine Weltkulturrevolution.
Fazit:_ die Enquetekommission zum Wachstum ist eine Totschweige-Kommission.
17.01.2012 10:16 Uhr
von Thomala:
Wir wachsen bis es Krieg gibt danach gibt es wieder Platz für Wachstum!
Leserkommentare
17.01.2012 12:23 Uhr
von Rüdiger Kalupner:
Aus dem dargestellten Diskussionstand ist zwingend abzuleiten, dass es an einer Evolutions-/Entwicklungstheorie fehlt. Wäre ein kybernetische Evolutionsprozess-Modell vorhanden, d.h. 'Steuerungssystemtheorie des Evolutonsprozesses', dann könnte man aus diesem Erkenntnisstand all jene Steuerungsinstrumente ableiten, die zu einer nachhaltigen, wirtschaftlich-gesellschaftlichen Entwicklung nötig sind.
Diese Theorielücke ist machtgewollt und hat deshalb in dieser Enquetekommission keine Chance thematisiert zu werden. Die Evolutionstheorie-Lücke verwirrt alle Diskussionen. Sie verhindert den gesellschaftlichen und politischen Konsens für die Umsteuerung auf einen nachhaltigen Entwicklungspfad für das Weltindustriesystem. Dieser blamable Zustand für eine Enquetekommission soll nach dem Willen der Enquetemitglieder wohl auch so bleiben. Der Wille zum Machterhalt der Akteure wirkt hier.
Die Theorielücke ist die Quelle aller Fehlurteile und Diskussionsblockaden in Sachen Wachstum. Sie ist auch die Quelle der geheimen Vorherrschaft derjenigen, deren Existenz am Weiter-So auf dem gesellschaftlich selbstzerstörerischen Wachstumspfad hängt, d.h. aller erfolgreich gewachsenen Teile des Machtsystems.
Diese fast-gheime Steuerungs-Wissen-Vorherrschaft hat ein wirtschaftliches, faktorkosten-gestütztes Steuerungssystem implementiert, das einen absolutistisch herrschenden 2%Wachstumszwang-Kapitalismus realiert hat. Ihr operationales Ziel lautet KAPITALSTOCK-Maximierung. Ihr Nr.1-Steuerungsinstrument heißt: Stetig steigenden Bruttoarbeitskosten und alle Teile der Gesellschaft in Schulden treiben. Das generiert die Rentabilität eines immer höheren Kapitalstocks.
Die IGM-Vorstände sind das schwächste Glied im 2%Absolutismus. Sie sorgen für die steigenden Bruttoarbeitskosten. Einen weiteren Teil dieser 2%Herrschaftsstruktur bilden a u c h die politischen Interessenvertreter dieser Fehlentwicklungs-Profiteure, d.h. die Parteien, die als Systemparteien des 2%Wachstumszwang-Kapitalismus zu erkennen sind: FDP, SPD, CDU, CSU.
Der Ausstieg aus diesem 2%Absolutismus funktioniert allein über die ökosoziale Umfinanzierung der Sozialleistungskosten, einschl. der Einführung eines ÖKO-Bonus-Zweiteinkommens für Jedermann, der als Selbstleistungs-/KREATIV-Lohnzweiteinkommen für Jedermann energie- und sachkapital-steuerfinanziert ist und an die Stelle der kollektiven Flächentariflohnerhöhungen tritt. Das wissen alle Spitzenpolitiker, alle Wirtschaftsspitzen, alle Enquetemitglieder - aber sie schweigen die evolutionsstufen-eigene Exoduslösung tot. Sie wollen die kultur- und macht-revolutionäre Dimension der Systemkrise nicht diskutieren lassen. Sie fürchten die Umkehr aller Fehl-Entwicklungen und ihrer Macht in dieser 2%Machtstrukturen. Diese Dimension umfasst eine neue Parteienlandschaft, eine nachhaltige Welt-Wirtschaft und einen alternativen Lebensstil - d.h. eine Weltkulturrevolution.
Fazit:_ die Enquetekommission zum Wachstum ist eine Totschweige-Kommission.
17.01.2012 10:16 Uhr
von Thomala:
Wir wachsen bis es Krieg gibt danach gibt es wieder Platz für Wachstum!