Einzelhandel erpresst Medien
"Wir sind doch nicht blöd"
Discounter versuchen vermehrt Einfluss auf Medien zu nehmen. Der jüngste Fall: Weil eine Lokalzeitung negativ über einen Elektrohandel schrieb, stellte dieser seine Werbung ein.von Steffen Grimberg
Leserkommentare
27.04.2009 15:30 Uhr
von Varro:
Das ist an sich nichts neues. Ich hab mal Praktikum bei einer Lokalzeitung gemacht, und da durfte auch nichts schlechtes über das grösste Kaufhaus der Stadt geschrieben werden, weil es einer der grössten Anzeigenkunden der Zeitung war.
22.04.2009 00:59 Uhr
von Jack Salinger:
Ist wie bei der Mafia. Wer sich einmal erpressen lässt, wird immer erpresst.
21.04.2009 22:30 Uhr
von Der Ballkönig:
Was ist daran jetzt neu? Das machen die Großkonzerne (und mit hoher Wahrscheinlichkeit auch der Einzelhandel) bereits seit Jahren. Es wird eben immer seltener darüber berichtet. Unabhängige Medien - HA! Da lach ich doch nur mehr.
21.04.2009 20:15 Uhr
von FrankB:
Jedes Medium richtet sich mit allen seinen Inhalten an eine bestimmte Kundschaft. Die Abwägung muss daher in mehrere Richtungen gehen: Leser, Anzeigenkunden, eigene Mitarbeiter, politisch Einflußnehmende....
Demnach gibt es kein unabhängiges Medium.
Gerade regionale Zeitungen setzen sich diesem Zwiespalt in einem "Mikrokosmos" aus. Dort liegt Ihre Chance und Ihr Risiko. Wie könnte es anders sein?
21.04.2009 15:26 Uhr
von Von einem Eifeler:
Die in einem Kommentar erwähnte "Zeitungsunion" wäre ein guter Ansatz, wenn es nicht so wäre dass sehr viele regionalen Blätter ohnehin zu einer der großen Zeitungsgruppen im Lande gehören. Die Gesellschaft, jede einzelne Bürgerin und jeder einzelner Bürger werden nicht drum herumkommen sich mehr mit dem Thema Medienkompetenz zu befassen und öfter kritisch zu hinterfragen.
"Ich" für meinen Teil "bin doch nicht blöd" und kaufe nicht bei Media Markt.
21.04.2009 15:24 Uhr
von Frank:
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Bei besagten Märkten nix mehr kaufen.
Werbung in der ganzen Region über die Zeitschriften einstellen und die Vorgehensweise der feinen Herren/Damen genaustens in einem Artikel zum besten geben.
Und ob diese Vorgehensweise von Seiten der Märkte Legal ist? Dürfte wohl als üble Erpressung gelten.
Man muß sich sowieso schon fragen was man denen da "Oben" alles noch so "durchgehen lassen soll"
21.04.2009 14:30 Uhr
von Sinon:
Wie wär's dann mal mit ner zeitungsunion die dafür sorgt, dass wenn einer zeitung wegen kritischer berichterstattung die anzeigen storniert werden, jegliche werbung für den entsprechenden konzern im ganzen gebiet von seiten der zeitungen storniert wird. einfach mal zurückerpressen. nach Henry Ford: "wer nicht wirbt, stirbt". müsste natürlich irgendwie durch überregionale kooperation finanziert werden
21.04.2009 13:31 Uhr
von Bernd Henneberg:
Da gibt es doch nur noch eine Möglichkeit: man muss sich als "Sandwich-Man" vor die Filiale stellen und auf das Plakat schreiben: Wie kann man nur so blöd sein und bei Media-Markt kaufen.