Einsamer Vorstoss
Hamburg hält sich von Gentechnik frei
Die Hamburger Bürgerschaft hat sich für eine gentechnikfreie Metropolregion entschieden. Biobauern sind mit dem Ergebnis zufrieden, die Nachbarländer bleiben skeptisch.von U. Gensichen Und S.-M. Veit
Leserkommentare
19.01.2011 21:38 Uhr
von Peter Falkner:
"Antigentechnik" ist reiner Rassismus.
Hier sind Gruene/Greenpeace/Linke/NPD etc. rassistische, rueckwaertsgewandte und antimodernistische Sekten. Pseudowissenschaften, mehr nicht.
Es ist - Zeitgeist hin oder her - nun einmal purer Rassismus und Eugenik gegen genetisch modifizierte Lebensformen zu hetzen. Heute Pflanzen/Tiere, morgen Menschen. Und sage keiner, er wuesste von nichts. Das Feinbild "Gen" ist wie frueher Ausdruck dumpfen Aberglaubens. Wie immer gehts also um Aufklaerung/Bewusstsein kontra Aberglauben und Aengste.
18.02.2010 12:33 Uhr
von Lukiluke:
Wer an die Milchmädchenrechnungen aus Ammenmärchen von Monsanto und Co wie bspw "Gentechnik löst das Welthungerproblem", "Gentechnik senkt den Pestizideinsatz", "Gentechnik erhöht den Ertrag", "Gentechnik ist Fortschritt" usw usf glaubt, der hätte damals wahrscheinlich auch zu den Leuten gezählt die glaubten dass Eisenbahnfahren Schwindsucht herbeiführt.
Jeder Mensch der sich WIRKLICH mit den Fakten - mit konkreten Forschungsergebnissen, mit ZAHLEN anstatt mit Floskeln, mit (amerikanischer) Politik, mit Drehtüren-Lobbyismus, mit Ernährungs-Nachhaltigkeitsfragen, mit Wirtschaftlichkeitsfragen auseinandersetzt. Wer sich mit Landwirten unterhält die Gentechnik anbauen und solchen die es nicht tun. Der kommt leider immer zu demselben Ergebnis:
Gentechnik in der Landwirtschaft hat noch auf keinem einzigen Feld die Pestizidbelastung vermindert, noch nirgends einen Flächenmehrertrag beschert, keinen Menschen mehr satt gemacht. Aber die Geldflüsse verändern sich. Die Abhängigkeiten. Und damit Machtverhältnisse.
PS.: Kommentare wie "Es gibt keine wissenschaftlich belgbaren Gründe, ..." deuten immer daraufhin dass keinerlei Wissen zum Thema vorhanden ist. KONKRET. Werde mal KONKRET mein Freund.
13.02.2010 07:18 Uhr
von rob:
montesanto veranstaltet die größtmögliche aktuelle schweinerei überhaupt weltweit ungestraft.
gentechnik fördern ist seele verkaufen.
13.02.2010 01:04 Uhr
von Jens Schlegel:
Ja, Hamburg ist ein kleiner Stadtstaat, hat wenig Anbaufläche. Wahrscheinlich profiliert sich die Grüne mit diesem kleinen Erfolg.
Aber es ist ein Zeichen. Es sagt klar, man kann etwas machen.
Es ist nicht das Ende. Es muss weitergehen in der Vermeidung dieser Technik.
Und meine Ängste sind nicht diffus - sondern konkret. Ich habe keine Angst vor Schwindsucht beim Bahnfahren wie hier ein Kommentator ein "Argument" an den Haaren herbeizieht. Meine Angst vor dieser Technik ist eher vergleichbar mit der Entwicklung Atomarer Waffen. Davor durfte Mann damals doch Angst haben? Oder?
Die Gentechnik birgt Chancen. Diese sind klar abzuwägen mit den Risiken. Und bei den Lebensmitteln überwiegen die Risiken im Anbau derzeit deutlich. Und auch die Beweggründe der Industrie sind nicht in der Verbesserung der Arbeitsbedingungen in Afrikanischen Staaten zu suchen. Sie liegen im Geld.
Gentechnik wird derzeit nur des Geldes wegen betrieben.
Des Geldes wegen wird ein enormer Schaden in Kauf genommen. (ähnlich beim Nutzen von Öl, Abladen von Müll im Meer, Laufzeitverlängerung bei AKW...)
Es geht ums Geld.
12.02.2010 13:29 Uhr
von Peter Reer:
Gerade kommt die Nachricht raus, dass die Citibank eine Studie erstellen hat lassen, wonach in Atomkraft zu investieren nicht lohnt. Wann wird sich die Erkenntnis durchsetzen, dass neue Technik nur dann sinnvoll ist, wenn sie wirtschaftlich ist und das nicht nur jetzt, sondern auch für zukünftige Generationen? Das Desaster ungelöster Atommüllentsorgung wird uns noch ewig belasten, genauso wie die Folgen von genetisch einwandfreier Monokulturen mit Pestizitverseuchung - dank technischen Wunschglaubens ohne Relationen.
11.02.2010 17:34 Uhr
von kyle:
Gentechnik ist nicht Autotechnik. Hierbei geht es nicht um ein neues sicheres ABS oder die Verbesserung der Knautschzone. Bei der Gentechnik geht es in 90% der Fälle um die genetische Disposition der Pflanze bestimmte Chemikalien (Spritzmittel, meist Insektizide) aufzunehmen.
Der Klassiker ist Monsantos Roundup-Ready Mais. Der Mais ist dabei keineswegs besser oder gesünder als der gentechnikfreie Mais. Ganz im Gegenteil. Der Roundup-Ready Mais ist abhängig von Monsantos Chemikalie Roundup. Bekommt er sie nicht ist die Ernte schlecht. Bekommt er eine andere Chemikalie als Roundup verpaßt so stirbt er ab. Die Gentechnik macht also aus den Bauern quasi Junkies. Den Dealer freuts- ist ja klar. Dieser Dreck gehört verboten. Was wir brauchen sind möglichst viele stabile Sorten Getreide. Kein verkrüppeltes Chemo-Zeug.
11.02.2010 12:59 Uhr
von GreenHU:
Einen schönen Quatsch haben die da verzapft. Es ist dreist, wie die Politik populistische Lebenslügen als Erfolg zu verkaufen versucht. Das politische Gewicht dieser Entscheidung geht gegen Null, aber es verbreitet ein wenig Schönwetter im trüben Winter.
Obstbauern aus dem Alten Land unterstützen Forschung an schorfresistenten Apfelsorten. Die dort ansässigen Rosenzüchter sind eine weltweite Größe. Auch sie fördern Forschung, die die Möglichkeiten der Gentechnik im Zierpflanzenbau auslotet.
Warum das gut ist? Deutsche Rosen werden unter menschenunwürdigen Bedingungen in Afrika produziert und dann eingeflogen. Pilzresistente Sorten mit längerer Haltbarkeit könnten diese Probleme zumindest reduzieren. Äpfel könnten mit drastisch reduzierten Pestizidmengen produziert werden.
11.02.2010 12:48 Uhr
von Fritz:
Uuuuh, also da hat die GAL ja wirklich etwas erreicht. Bei den waaaahnsinnig großen Abauflächen des Bundeslandes Hamburg. Das ist wirklich ein Durchbruch! Ein Meilenstein!
11.02.2010 12:33 Uhr
von moi:
Dumme Entscheidung. Freiwillig auf eine der wichtigsten Technologien des 21 Jahrhunderts zu verzichten. Nach dem verfrühten Atomausstieg, Einschränkungen in der Biotechnologieforschung und immer restriktiverer Forschungsgeldvergabe begibt sich Deutschland zunehmend auf einen Weg der Selbstabwertung. Kein Wunder, dass die guten Wissenschaftler hier Reißaus nehmen.
11.02.2010 11:56 Uhr
von ratio:
Es gibt keine wissenschaftlich belgbaren Gründe, die gegen eine Weiterentwicklung der Landwirtschaft mittels Gentechnik sprechen. Es ist das alte Ressentiment gegen den technischen Fortschritt. Im 19. Jahrhundert propagierten damalige Reaktionäre, dass Eisenbahnfahrten Schwindsucht verursachen. Heute sind die Ängste nur diffuser. Doch die nächste Generation der Technophobiker wird sich dann nicht mehr an die Gentechnik, die dann etabliert sein wird wie heute Pflanzenschutzmittel, erinnern, sondern sich auf etwas neues stürzen.
11.02.2010 10:40 Uhr
von Christoph:
Ach, ich geb die Hoffnung noch nicht auf. Der Fortschritt ist schließlich nicht aufzuhalten. Den Ludditen ist es nicht gelungen die industrielle Revolution zu verhindern, warum sollten die Ökos Erfolg damit haben die Gentechnik zu bekämpfen?
11.02.2010 10:33 Uhr
von nichtvermietbar:
@hto.....seh`ich genau so...guck dir 'mal an was "Die Grünen" im Saarland gerade anrichten....
11.02.2010 09:32 Uhr
von Gessica:
Das finde ich echt super!!! Ich wünschte mir Freiburg würde so schnell wie möglich folgen!
11.02.2010 09:26 Uhr
von hto:
"... auf den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen auf Hamburger Boden zu verzichten."
Mal wieder ein fauler wie heuchlerisch und blödsinniger Kompromiss, für die "Grüne" sich nach der Macht drehende Partei des zynischen wie stumpfsinnig-reformistischen Zeitgeistes - die konsumautistisch-gebildete Suppenkaspermentalität auf systemrationaler Sündenbocksuche im Tanz um den heißen Brei.