Die Bertelsmann-Stiftung regiert Deutschland mit. Dabei ist sie undemokratisch und dient als Steuersparmodell. Die Stiftung bestreitet dies.von Thomas Schuler
Würde erklären wie es der Verein vom kleinen Drückerkolonnenbetreiber zum Weltkonzern gebracht hat. Und auch, warum Reinhard Mohn nur 1% seines Vermögens innerhalb der Familie weitervererbt hat (weitervererben durfte?).
25.08.2010 16:46 Uhr
von Klauspeter Schmitt:
Ich habe mal gelesen:
Die Bertelsmannstiftung hat der Bundesregierung ein Angebot unterbreitet:
Wenn das Bundesverwaltungsamt als Dienstleistungszentrum aufgestellt werden würde, dieses für die Regierung auf privater Basis zu führen.
Soviel zum Thema geplante bzw. beabsichtigte Einflußnahme auf Regierungshandeln durch die Bertelsmannstiftung.
Also meine Bitte an die TAZ Redaktion:
Haltet die Augen offen und informiert uns.
12.08.2010 21:39 Uhr
von Sprotte:
Auch die Deutschlandcard ist von Arvato-Bertelsmann, die über EDEKA-Supermärkte ausgegeben wird. Für ein paar vermeintliche Vorteile geben viele Deutschen alle Daten freiwillig preis- da hätten die Mielkes noch etwas lernen können. Die AOK arbeitet mit B zusammen, alle möglichen Datensammel-E-Chip-Karten sind von B ant-bertelsmann.de bertelsmannkritik.de die nachdenkseiten etc. bieten gute Hintergrundinformationen und ein Artikel in der Schweizer "Zeit-Fragen" hat super gut von der Übernahme der kommunalen Verwaltungen berichtet. Leute der Laden ist demokratiezerstörend, rechts-kapital-faschistisch- übelst!
12.08.2010 18:00 Uhr
von Klaus Hanselmann:
He, Du komischer Leistungsträger, was willst Du uns für einen Schwachsinn aufschwatzen. Presserecht in Deutschland ist das Recht von ein paar dutzend reichen Leuten, ihre Sicht der Welt zu veröffentlichen. Im Moment ganz extrem die Veröffentlichungen zur Rente mit 67. Da wird in den ganzen "Springer-WAZ-Burda-Bertelsmann-ARD-ZDF-Medien" von der Rente mit 70 gefaselt, um die Rente mit 67 nicht so problematisch erscheinen zu lassen. Dabei geht es im Prinzip eigentlich um ein ganz anderes Problem: die immer größere Kapitalakkumulation in einer sogeannten "Finanzindustrie".
11.08.2010 13:50 Uhr
von Lily:
Die Bertelsmann Gruppe hat erheblichen Anteil an der Volksverblödung und -verhetzung. Neuester Coup der firmeneigenen RTL ist eine Serie "Familien im Brennpunkt", bei der die übliche Diffamierung der "Unterschicht" jede Grenze überschreitet.
Gezeigt werden Schauspieler, die den extremsten Sozialdarwinismus bestätigen: Saufende und kinderschlagende Asoziale. Die dummen Zuschauer halten das für echt!
Gibt es Rechtsanwälte hier, die wissen, ob und wie man den "gemeinnützigen" Status und Steuervorteil angreifen und vor Gericht bringen kann?
Dasselbe gilt für die üble Propagandamaschine INSM, deren Vertreter jede Woche bei Anne Will sitzen. Sie schädigen ganz offensichtlich die Gemeinschaft duch Spaltung und offene Diskriminierung. Zudem entgehen dem Staat so Milliarden an Steuern.
Das müsste doch vor das Bundesverfassungsgericht!
10.08.2010 22:41 Uhr
von schon mal in Ordnung...:
wichtig ist, die so genannten Bertelsmann-"Studien" von vorneherein zu ignorieren oder bestenfalls im Kontext der neoliberalen Doktrin oder der offennsichtlichen Manipulationsintention zu besprechen.
Etwas anderes bringt die Mohn'sche Philosophie ohnehin nicht hervor. Also kann man die Bertelsmann-Stiftung auch ganz öffentlich als das bezeichnen, was sie ist: Eine hübsche Utopie für ungebildete Arbeitgeber.
10.08.2010 20:04 Uhr
von Klingelhella:
Warum gelangt einer der größten politischen und wirtschaftlichen Player erst jetzt ins Licht der Öffentlichkeit? Danke der taz jedenfalls für diesen Anfang, ich hoffe, es geht weiter in Richtung einer seriösen Debatte, bevor die Bertelsmänner diese Gesellschaft komplett an die Wand gefahren haben.
Ein Mindestbeitrag, den alle Medien zur demokratischen Kontrolle dieser Stiftungen und think tanks liefern müssen(!), sind verlässliche Quellenangaben. Dass uns die entsprechenden "talking heads" eben nicht als Bildungs- oder Wirtschaftsexperten angekündigt werden, sondern wahrheitsgemäß als Bertelsmann- oder INSM-Botschafter.
10.08.2010 16:58 Uhr
von Michel:
Es bliebe nur zu wünschen, dass der geneigte Leser zukünftig die Propaganda dieser Leute entsprechend wertet.
Was nützen die besten Gesetze, wenn die Politikerkaste nicht in der Lage oder nicht Willens ist, das Primat der Politik über die Wirtschaft wieder zu erlangen und damit die Demokratie wieder zum Leben erweckt. Daher wäre auch Art. 20, Abs. 4 GG in die Tat umzusetzen.
Michel
10.08.2010 15:52 Uhr
von R.E.:
Die grösste Einschränkung der Demokratie in Deutschland sind die Angriffe gegen Bürger die an linken Taboos rütteln, z.B. der Einwanderungspolitik oder dem Islam. Schikane von Azubis und Studenten die sich politisch engagieren, Bezeichnung der Gegner als Nazis, braun, rechtsextrem, Rassisten, etc., Störung von Demonstrationen und Veranstaltungen, und natürlich Angriffe auf das Eigentum der Betroffenen. Die von linken kontrollierten Medien verschweigen dies, aber alles was dem eigenen Zweck dient wird gross aufgeblasen, die Mehrheit der Jounalisten steht ihrem Wahlverhalten nach weit links. Kritische Blogs würde man natürlich gerne verbieten.
Bertelsmann ist nur ein Faktor in diesem Land, im Gegensatz zu den Kirchen, Gewerkschaften, Sozial- und Umweltverbänden sitzen sie nicht in den Gremien des öffentlich-rechtlichen Fernsehens und der staatlichen Bildungspolitik. Das Geld dieser Stiftung stammt aus Steuerersparnissen, eure Institutionen werden vom Bürger bezahlt, ohne Mitspracherecht. Davon abgesehen sind sie in der "Integrationspolitik" doch voll auf eurer Linie.
10.08.2010 14:25 Uhr
von Nordwind:
Die langen Arme der Krake Bertelsmann erstrecken sich auch in die öffentlich rechtlichen Sendeanstalten.
So wird in Kürze der unter dem Einfluß von Bertelsmann stehende Jauch (Stern-TV, RTL) in der ARD eine politische Talkshow moderieren.
Im ZDF gibt von Kochs Gnaden ein gewisser Peter Frey (Bertelsmann-Fellow) den Ton an.
Der Einfluß der Krake auf die Bildungspolitk über das CHE wurde hier ja schon erwähnt.
Weiterhin hat die PR-Maschine Bertelsmann-Stiftung den Weg zur Privatisierung öffentlicher Verwaltungen geebnet.
Die Aufgaben der öffentlichen Verwaltung soll dann die Arvato übernehmen. Und diese ist natürlich eine Tochter des Bertelsmann-Konzerns.
Die Bertelsmann-Stiftung steht seit vielen Jahren in der Kritik die Bedingungen für die Gemeinnützigkeit nicht zu erfüllen. Trotz bester Aussichten der Stiftung diesen Status zu entziehen ist bis heute nichts geschehen.
Jede Menge über die Methoden undemokratische Einflussnahme dieses Vereins für Manipulation und Gleichschaltung ist auf www.nachdenkseiten.de zu finden.
10.08.2010 12:31 Uhr
von Moritz:
Bertelsmann, Springer und Co. haben einen riesigen Einfluss auf die deutsche Politik. An der Spitze dieser Konzerne stehen Millionäre die, wen wundert es, Steuererhöhungen bekämpfen und eine neoliberale Wirtschaftspolitik befürworten. Die einzelnen Parteien sind zu groß und haben durch Koalitionen zu wenig Macht, daher arbeiten diese „Stiftungen“ im Hinterzimmer mit der jeweiligen Regierung zusammen. Welcher Politiker wünscht sich kein gutes Standing in der Bild, Stern, RTL und wie sie alle heißen.
10.08.2010 10:44 Uhr
von sue:
@susanne korruption findet naturgemäß hinter verschlossenen türen statt. und die krake Bertelsmann hat, wie du ja schon angedeutet hast, feinmaschige weitverzweigte strukturen. da braucht es unbedingt fachleute, die den laden regelmäßig unter die lupe nehmen und ihre ergebnisse veröffentlichen - wie jetzt geschehen. danke dafür! die gehirnwäsche durch das LeoKirchImperium fand ich allerdings immer gefährlicher.
10.08.2010 10:19 Uhr
von AuWeiA:
Danke für den Artikel !
Bertelsmann und sein Centrum für Hochschulentwicklung sind ENORM einflussreich was die Hochschulpolitik betrifft. Vielen ist das allerdings noch nicht wirklich aufgefallen und das müsste noch einmal gesondert untersucht werden.
Interessanterweise hat die FAZ sich dieses Themas bisher gar nicht angenommen. Und dabei ist Jürgen Kaube (von der FAZ) doch so kritisch.
Deshalb: Glückwunsch und weiter so. Die taz wird immer relevanter!
10.08.2010 09:25 Uhr
von Susanne:
also ich bin vor ein paar Jahren ganz schön erschrocken wo und WIE Bertesmann überall seine Finger mit im Spiel hat. Unsere Regierung geht auf Feinabstimmung mit deren kompaktem Spiel der Manipulation das selbst bis in wichtige Bereiche des Gesundheitswesen reicht.
WAS machen? Wie immer erstmal aufdecken und informieren ( die eigentliche Aufgabe der Presse) und hoffen dass die Gehirnwäsche mancher skrupeloser Medien oder Sender wie RTL noch nicht all zuviele Menschen ins Wachkoma geschickt hat.
Wir müssen deutlich machen dass wir dabei sind alles zu durchzuschauen. Öffentliche Korruption sollte in einer Demokratie eigentlich dann schwierig sein.
10.08.2010 05:12 Uhr
von Jussuf:
Nicht, dass es am Interesse fehlt, aber mir erscheint der Artikel wenig stichhaltig, sehr POV bzw. weit mehr auf Meinung aus als Information. Bei dem Thema: nicht gut.
Mehr Hintergründe und Fakten gehören dann schon dazu.
09.08.2010 22:07 Uhr
von Otto:
In dieser Stiftung befindet sich auch das Centrum für Hochschulentwicklung. Prof. Dr. Peter Frankenberg (CDU) ist Kultusminister von Baden-Württenberg und zugleich im Beirat des Centrum für Hochschulentwicklung (CHS)der Bertelsmann Stiftung. Frankenberg ist ein Verfechter von Studiengebühren und Privatisierung der Universitäten. Man sieht wie Politik und Wirtschaft verwoben ist
09.08.2010 17:18 Uhr
von Eigener Lobbyist:
>Jeder ist sein eigener Lobbyist. Und wie immer dauert es nicht lange, bis einer irgend ein neoliberales Mantra daherbetet ... Wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht. Schon klar.
>wieso die Bertelsmann Stiftung kritisiert wird für etwas, was jeder HansWurst macht. ... wo auch jeder Hanswurst über eine millionenschwere Stiftung mit angeschlossenen TV-Sendern und etlichen Verlagen verfügt. Dazu kommt noch die steuerlich begünstigte (scheinbare) Gemeinnützigkeit, die auf Grund der Ergebnisse der stiftungs-eigenen Studien, meist zum Nachteil für die Allgemeinheit sind.
09.08.2010 16:52 Uhr
von bigbull:
Die Einflußnahme von Kapital zur Bildung einer Aussage, die nur diesem Kapital dient, ist meiner Meinung nach verwerflich.
Antidemokratisch, selbstherrlich, und nicht dienlich.
Mit diesem Kapital sollten die dafür Verantwortlichen sorgfältigst umgehen. Dieses Kapital wurde von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Konzern erwirtschaftet.
Die Eigner des Unternehmens haben ihren Anteil dazu eingebracht. Aber mehr auch nicht.
Die Selbstherrlichkeit,sich von einer geordneten demokratischen Arbeit verabschieden zu dürfen, ist nicht legitim.
Lieber keine Stiftung, als eine Stiftung welche nur vorgibt eine Stiftung zu sein.
09.08.2010 15:04 Uhr
von klind:
Die Inanspruchnahme von steuerlich wirksamer Gemeinnützigkeit, obwohl diese wegen politischer Tätigkeit der Stiftung nicht gegeben ist, dürfte den Tatbestand der Steuerhinterziehung erfüllen. Interessanter ist die Frage, was geschieht mit den Steuerbeamten, die solches geduldet bzw. "weggeschaut" haben! Vielleicht durften sie mal bei DSDS mitmachen oder ein Buch bei den BMännern veröffentlichen.
09.08.2010 15:01 Uhr
von AllesWasDuSiehstGehörtDir:
Ich finde es sehr gut, dass die Taz Bertelsmann kritisch betrachtet. Allerdings gefällt mir der Text überhaupt nicht. Er ist meiner Meinung nach in zerstückelten aneinandergereiten Phrasen formuliert, die sich teilweise wiederholen oder gar keinen Bezug zueinander haben. Da ich wenig Bertelsmann-Vorwissen habe, verstehe ich nur Bahnhof. Erst nachdem ich (um meinen Kommentar zu formulieren) noch ein zweites Mal hingeschaut habe, habe ich gesehen, dass es sich um eine gekrüzte Fassung aus einem Buch handelt. Einen Online-Artikel stelle ich mir anders vor, mit fundierten Erklärungen und Beispielen. (positiv ist der grauen Kasten links!) Hier hat man den Eindruck es wurde schnell schnell ein Artikel zusammengebastelt, dessen Überschrift sich toll anhört - leider steckt wenig dahinter! Enttäuschend!
09.08.2010 14:51 Uhr
von Hjalmar:
Mal ganz deutlich ausgedrückt: Die Bertelsmann-Stiftung trifft politische Entscheidung, auf einer kapitalistisch denkenden Basis. Wir haben die Produkte dieses paradoxen Apparates bereits zu spüren bekommen, ohne etwas geändert zu haben, ändern zu wollen. Was meint ihr wohl, wie Bertelsmann diese indisponierte, schon lethargische Reaktion aufnimmt? Wo kein Widerstand ist, wird fröhlich weitergemacht, wie absurd das ganze am Ende auch aussehen wird, wir werden dafür mitverantwortlich sein, denn wir haben die Kraft & Motivation uns zu wehren schon lange begraben. Erst wenn einem die Ungerechtigkeit mitten auf der Straße ins Gesicht springt werden die meisten hellhörig, doch auch da gibt es Ausnahmen.
Das Volk ist die Politik! Und nicht ein Unternehmen, dass nur auf Profit aus ist!
09.08.2010 13:27 Uhr
von Thomas:
Als Epilog für ein Buch mag das hier ja zünden. Für eine alleinstehende Veröffentlichung hätte ich mir aber doch eine konkretere Argumentation gewünscht. Was macht die Stiftung wirklich, inwiefern wird sie mit öffentlichen Geldern betrieben, wie groß ist ihr Einfluss tatsächlich und wie gefährlich ist sie jenseits von Pauschalisierungen wie "Lobbyismus = Böse"?
09.08.2010 13:20 Uhr
von reblek:
"Erst wenn der Einfluss der Familie Mohn und der Bertelsmann AG zurückgenommen sind, kann sie das Vertrauen, das sie verloren hat, zurückgewinnen." Hm, "der Einfluss ... sind", weil es um Familie Mohn und Bertelsmann AG geht?
09.08.2010 13:02 Uhr
von coco price:
Hallo Arne,
träum weiter. Unterschlagung? Eine Strafe wegen Betrug? Im Club pissen sich die Clubmitglieder nicht gegenseitig ans Bein. Die gehen zusammen golfen und in den Puff.
09.08.2010 12:40 Uhr
von Riin:
DANKE! An diese besondere Steuerspartechnik der Mohn-Family hab ich die ganze HartzIV-"Debatte" über denken müssen. Wie viele "Hartz-Betrüger" bräuchte man wohl, um so ein Minus zu verursachen?
09.08.2010 12:25 Uhr
von alcibiades:
Schön, dass sich die taz mal traut, Bertelsmann anzugehen. Der Einfluss dieser Stiftung in alle gesellschaftlichen Bereiche ist nicht zu unterschätzen, mal davon abgesehen, dass Frau Merkel und Frau Mohn auch recht gut miteinander können. Das stiftungsrecht sollte mal reformiert werden, abgesehen von den dem Fiskus vorenthaltenen Geldern scheint mir diese allmächtige Lobbygruppe eine Gefahr für die Demokratie. Allerdings wird Bertelsmann eine Veränderung des Stiftungsrechts zu verhindern wissen.
09.08.2010 12:16 Uhr
von Alwine:
Eine Firma, welche einerseits Sozialhetze übelster Art im Programm ihrer eigenen Sender (siehe div. Sendungen auf RTL) betreibt, kann meiner Meinung nach sowieso nur schwerlich eine GEMEINNÜTZIGE Stiftung betreiben ...
09.08.2010 12:04 Uhr
von scherbengericht:
Nichts gegen ehemalige Putzhilfen und Frisösen, die braucht das Land auch. Aber solchen Personen Milliardenvermögen zum Verpfuschen zu überlassen....? Man muß ja nicht gleich verstaatlichen, aber eine professionelle Aufsicht und Kontrolle wäre hier sicher angebracht.
09.08.2010 12:03 Uhr
von Peter Schnücke:
Stiftungen sind vom Staat legalisierte Einrichtungen zur Steuerhinterziehung. Die Firma Bertelsmann und Familie Mohn nutzen das bestmöglich aus. Regeln könnte das der Verbraucher in dem er keinerlei Produkte mehr aus dem Hause nimmt.z.B. RTL abschalten, STERN nicht kaufen, bei Büchern Bertelsmann Verlage meiden.
09.08.2010 11:41 Uhr
von Student0815:
Danke für die überfällige Berichterstattung. Endlich mal eine Sinnvolle Art, das Sommerloch journalistisch zu nutzen. Wenn man sich die Bertelsmann-Stiftung (oder auch die Initiative neue soziale Marktwirtschaft) anschaut, wird man sehr schnell merken, dass man demokratiefeindliche Politik nicht nur an den "extremistischen" Rändern der Gesellschaft findet, sondern auch in der selbsternannte Leistungselite.
09.08.2010 11:15 Uhr
von Seim:
indirekte Demokratie = Mausefalle
09.08.2010 10:53 Uhr
von Leistungsträger:
Tipp: Nicht nur die Stiftung regiert Deutschland mit, sondern jeder Mensch, der möchte.
Ein gebildeter Mensch ist in der Lage Interessen/Fakten, die an ihn hinangetragen werden, kritisch zu hinterfragen.
Ich verstehe daher nicht, wieso die Bertelsmann Stiftung kritisiert wird für etwas, was jeder HansWurst macht. Jeder ist sein eigener Lobbyist.
Im Übrigens bringt die BertelsmannStiftung teilweise hervoragende Studien heraus. Da können sich die parteinahen Stiftungen mal ne Scheibe von abschneiden.
09.08.2010 10:41 Uhr
von Arne Babenhauserheide:
Mir fehlen hier zwei wichtige Fragen:
1. Was machen wir, d.h. was sollte der Staat machen, wenn die Bertelsmann Stiftung sich nicht ausreichend ändert?
2. Wenn die Stiftung nicht beweisen kann, dass ihre aktuelle Form und die Form der letzten Jahre gemeinnützig war: Was ist mit dem Geld, das sie bisher unterschlagen hat? Plus einer Strafe wegen Betrug?
09.08.2010 10:22 Uhr
von vantast:
Oh ja! Bertelsmann ist auch für das alberne Bachelor/Masterdesaster führend verantwortlich. Man muß sich mal vostellen, die deutsche Hochschulpolitik wird von Verfechtern der "neuen Marktwirtschaft" struktioniert, immer nach den USA blickend, eine Universität wie eine Firma zu führen. Aber dann fehlen hier die Gewerkschaften! Alles nur Folge einfallsloser Politiker.
Leserkommentare
08.12.2010 19:17 Uhr
von Christine Pohlmann:
Bertelsmann Teil der 'Operation Mockingbird'?
http://radio-utopie.de/2008/04/06/zur-geschichte-der-mediensteuerung/
Würde erklären wie es der Verein vom kleinen Drückerkolonnenbetreiber zum Weltkonzern gebracht hat. Und auch, warum Reinhard Mohn nur 1% seines Vermögens innerhalb der Familie weitervererbt hat (weitervererben durfte?).
25.08.2010 16:46 Uhr
von Klauspeter Schmitt:
Ich habe mal gelesen:
Die Bertelsmannstiftung hat der Bundesregierung ein Angebot unterbreitet:
Wenn das Bundesverwaltungsamt als Dienstleistungszentrum aufgestellt werden würde, dieses für die Regierung auf privater Basis zu führen.
Soviel zum Thema geplante bzw. beabsichtigte Einflußnahme auf Regierungshandeln durch die Bertelsmannstiftung.
Also meine Bitte an die TAZ Redaktion:
Haltet die Augen offen und informiert uns.
12.08.2010 21:39 Uhr
von Sprotte:
Auch die Deutschlandcard ist von Arvato-Bertelsmann,
die über EDEKA-Supermärkte ausgegeben wird. Für ein paar vermeintliche Vorteile geben viele Deutschen alle Daten freiwillig preis- da hätten die Mielkes noch etwas lernen können. Die AOK arbeitet mit B zusammen, alle möglichen Datensammel-E-Chip-Karten sind von B
ant-bertelsmann.de
bertelsmannkritik.de
die nachdenkseiten etc. bieten gute Hintergrundinformationen und ein Artikel in der Schweizer "Zeit-Fragen" hat super gut von der Übernahme der kommunalen Verwaltungen berichtet.
Leute der Laden ist demokratiezerstörend, rechts-kapital-faschistisch- übelst!
12.08.2010 18:00 Uhr
von Klaus Hanselmann:
He, Du komischer Leistungsträger, was willst Du uns für einen Schwachsinn aufschwatzen.
Presserecht in Deutschland ist das Recht von ein paar dutzend reichen Leuten, ihre Sicht der Welt zu veröffentlichen.
Im Moment ganz extrem die Veröffentlichungen zur Rente mit 67. Da wird in den ganzen "Springer-WAZ-Burda-Bertelsmann-ARD-ZDF-Medien" von der Rente mit 70 gefaselt, um die Rente mit 67 nicht so problematisch erscheinen zu lassen. Dabei geht es im Prinzip eigentlich um ein ganz anderes Problem: die immer größere Kapitalakkumulation in einer sogeannten "Finanzindustrie".
11.08.2010 13:50 Uhr
von Lily:
Die Bertelsmann Gruppe hat erheblichen Anteil an der Volksverblödung und -verhetzung. Neuester Coup der firmeneigenen RTL ist eine Serie "Familien im Brennpunkt", bei der die übliche Diffamierung der "Unterschicht" jede Grenze überschreitet.
Gezeigt werden Schauspieler, die den extremsten Sozialdarwinismus bestätigen: Saufende und kinderschlagende Asoziale. Die dummen Zuschauer halten das für echt!
Gibt es Rechtsanwälte hier, die wissen, ob und wie man den "gemeinnützigen" Status und Steuervorteil angreifen und vor Gericht bringen kann?
Dasselbe gilt für die üble Propagandamaschine INSM, deren Vertreter jede Woche bei Anne Will sitzen. Sie schädigen ganz offensichtlich die Gemeinschaft duch Spaltung und offene Diskriminierung. Zudem entgehen dem Staat so Milliarden an Steuern.
Das müsste doch vor das Bundesverfassungsgericht!
10.08.2010 22:41 Uhr
von schon mal in Ordnung...:
wichtig ist, die so genannten Bertelsmann-"Studien" von vorneherein zu ignorieren oder bestenfalls im Kontext der neoliberalen Doktrin oder der offennsichtlichen Manipulationsintention zu besprechen.
Etwas anderes bringt die Mohn'sche Philosophie ohnehin nicht hervor. Also kann man die Bertelsmann-Stiftung auch ganz öffentlich als das bezeichnen, was sie ist: Eine hübsche Utopie für ungebildete Arbeitgeber.
10.08.2010 20:04 Uhr
von Klingelhella:
Warum gelangt einer der größten politischen und wirtschaftlichen Player erst jetzt ins Licht der Öffentlichkeit? Danke der taz jedenfalls für diesen Anfang, ich hoffe, es geht weiter in Richtung einer seriösen Debatte, bevor die Bertelsmänner diese Gesellschaft komplett an die Wand gefahren haben.
Ein Mindestbeitrag, den alle Medien zur demokratischen Kontrolle dieser Stiftungen und think tanks liefern müssen(!), sind verlässliche Quellenangaben. Dass uns die entsprechenden "talking heads" eben nicht als Bildungs- oder Wirtschaftsexperten angekündigt werden, sondern wahrheitsgemäß als Bertelsmann- oder INSM-Botschafter.
10.08.2010 16:58 Uhr
von Michel:
Es bliebe nur zu wünschen, dass der geneigte Leser zukünftig die Propaganda dieser Leute entsprechend wertet.
Was nützen die besten Gesetze, wenn die Politikerkaste nicht in der Lage oder nicht Willens ist, das Primat der Politik über die Wirtschaft wieder zu erlangen und damit die Demokratie wieder zum Leben erweckt. Daher wäre auch Art. 20, Abs. 4 GG in die Tat umzusetzen.
Michel
10.08.2010 15:52 Uhr
von R.E.:
Die grösste Einschränkung der Demokratie in Deutschland sind die Angriffe gegen Bürger die an linken Taboos rütteln, z.B. der Einwanderungspolitik oder dem Islam. Schikane von Azubis und Studenten die sich politisch engagieren, Bezeichnung der Gegner als Nazis, braun, rechtsextrem, Rassisten, etc., Störung von Demonstrationen und Veranstaltungen, und natürlich Angriffe auf das Eigentum der Betroffenen.
Die von linken kontrollierten Medien verschweigen dies, aber alles was dem eigenen Zweck dient wird gross aufgeblasen, die Mehrheit der Jounalisten steht ihrem Wahlverhalten nach weit links. Kritische Blogs würde man natürlich gerne verbieten.
Bertelsmann ist nur ein Faktor in diesem Land, im Gegensatz zu den Kirchen, Gewerkschaften, Sozial- und Umweltverbänden sitzen sie nicht in den Gremien des öffentlich-rechtlichen Fernsehens und der staatlichen Bildungspolitik. Das Geld dieser Stiftung stammt aus Steuerersparnissen, eure Institutionen werden vom Bürger bezahlt, ohne Mitspracherecht. Davon abgesehen sind sie in der "Integrationspolitik" doch voll auf eurer Linie.
10.08.2010 14:25 Uhr
von Nordwind:
Die langen Arme der Krake Bertelsmann erstrecken sich auch in die öffentlich rechtlichen Sendeanstalten.
So wird in Kürze der unter dem Einfluß von Bertelsmann stehende Jauch (Stern-TV, RTL) in der ARD eine politische Talkshow moderieren.
Im ZDF gibt von Kochs Gnaden ein gewisser Peter Frey (Bertelsmann-Fellow) den Ton an.
Der Einfluß der Krake auf die Bildungspolitk über das CHE wurde hier ja schon erwähnt.
Weiterhin hat die PR-Maschine Bertelsmann-Stiftung den Weg zur Privatisierung öffentlicher Verwaltungen geebnet.
Die Aufgaben der öffentlichen Verwaltung soll dann die Arvato übernehmen. Und diese ist natürlich eine Tochter des Bertelsmann-Konzerns.
Die Bertelsmann-Stiftung steht seit vielen Jahren in der Kritik die Bedingungen für die Gemeinnützigkeit nicht zu erfüllen. Trotz bester Aussichten der Stiftung diesen Status zu entziehen ist bis heute nichts geschehen.
Jede Menge über die Methoden undemokratische Einflussnahme dieses Vereins für Manipulation und Gleichschaltung ist auf www.nachdenkseiten.de zu finden.
10.08.2010 12:31 Uhr
von Moritz:
Bertelsmann, Springer und Co. haben einen riesigen Einfluss auf die deutsche Politik. An der Spitze dieser Konzerne stehen Millionäre die, wen wundert es, Steuererhöhungen bekämpfen und eine neoliberale Wirtschaftspolitik befürworten. Die einzelnen Parteien sind zu groß und haben durch Koalitionen zu wenig Macht, daher arbeiten diese „Stiftungen“ im Hinterzimmer mit der jeweiligen Regierung zusammen. Welcher Politiker wünscht sich kein gutes Standing in der Bild, Stern, RTL und wie sie alle heißen.
10.08.2010 10:44 Uhr
von sue:
@susanne
korruption findet naturgemäß hinter verschlossenen türen statt. und die krake Bertelsmann hat, wie du ja schon angedeutet hast, feinmaschige weitverzweigte strukturen. da braucht es unbedingt fachleute, die den laden regelmäßig unter die lupe nehmen und ihre ergebnisse veröffentlichen - wie jetzt geschehen. danke dafür! die gehirnwäsche durch das LeoKirchImperium fand ich allerdings immer gefährlicher.
10.08.2010 10:19 Uhr
von AuWeiA:
Danke für den Artikel !
Bertelsmann und sein Centrum für Hochschulentwicklung sind ENORM einflussreich was die Hochschulpolitik betrifft. Vielen ist das allerdings noch nicht wirklich aufgefallen und das müsste noch einmal gesondert untersucht werden.
Interessanterweise hat die FAZ sich dieses Themas bisher gar nicht angenommen. Und dabei ist Jürgen Kaube (von der FAZ) doch so kritisch.
Deshalb: Glückwunsch und weiter so. Die taz wird immer relevanter!
10.08.2010 09:25 Uhr
von Susanne:
also ich bin vor ein paar Jahren ganz schön erschrocken wo und WIE Bertesmann überall seine Finger mit im Spiel hat. Unsere Regierung geht auf Feinabstimmung mit deren kompaktem Spiel der Manipulation das selbst bis in wichtige Bereiche des Gesundheitswesen reicht.
WAS machen? Wie immer erstmal aufdecken und informieren ( die eigentliche Aufgabe der Presse) und hoffen dass die Gehirnwäsche mancher skrupeloser Medien oder Sender wie RTL noch nicht all zuviele Menschen ins Wachkoma geschickt hat.
Wir müssen deutlich machen dass wir dabei sind alles zu durchzuschauen. Öffentliche Korruption sollte in einer Demokratie eigentlich dann schwierig sein.
10.08.2010 05:12 Uhr
von Jussuf:
Nicht, dass es am Interesse fehlt, aber mir erscheint der Artikel wenig stichhaltig, sehr POV bzw. weit mehr auf Meinung aus als Information. Bei dem Thema: nicht gut.
Mehr Hintergründe und Fakten gehören dann schon dazu.
09.08.2010 22:07 Uhr
von Otto:
In dieser Stiftung befindet sich auch das Centrum für Hochschulentwicklung.
Prof. Dr. Peter Frankenberg (CDU) ist Kultusminister
von Baden-Württenberg und zugleich im Beirat
des Centrum für Hochschulentwicklung (CHS)der Bertelsmann Stiftung.
Frankenberg ist ein Verfechter von Studiengebühren und Privatisierung der Universitäten.
Man sieht wie Politik und Wirtschaft verwoben ist
09.08.2010 17:18 Uhr
von Eigener Lobbyist:
>Jeder ist sein eigener Lobbyist.
Und wie immer dauert es nicht lange, bis einer irgend ein neoliberales Mantra daherbetet ...
Wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht. Schon klar.
>wieso die Bertelsmann Stiftung kritisiert wird für etwas, was jeder HansWurst macht.
... wo auch jeder Hanswurst über eine millionenschwere Stiftung mit angeschlossenen TV-Sendern und etlichen Verlagen verfügt.
Dazu kommt noch die steuerlich begünstigte (scheinbare) Gemeinnützigkeit, die auf Grund der Ergebnisse der stiftungs-eigenen Studien, meist zum Nachteil für die Allgemeinheit sind.
09.08.2010 16:52 Uhr
von bigbull:
Die Einflußnahme von Kapital zur Bildung einer
Aussage, die nur diesem Kapital dient, ist meiner
Meinung nach verwerflich.
Antidemokratisch, selbstherrlich, und nicht dienlich.
Mit diesem Kapital sollten die dafür Verantwortlichen sorgfältigst umgehen. Dieses Kapital wurde von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
des Konzern erwirtschaftet.
Die Eigner des Unternehmens haben ihren Anteil dazu
eingebracht.
Aber mehr auch nicht.
Die Selbstherrlichkeit,sich von einer geordneten
demokratischen Arbeit verabschieden zu dürfen, ist
nicht legitim.
Lieber keine Stiftung, als eine Stiftung welche
nur vorgibt eine Stiftung zu sein.
09.08.2010 15:04 Uhr
von klind:
Die Inanspruchnahme von steuerlich wirksamer Gemeinnützigkeit, obwohl diese wegen politischer Tätigkeit der Stiftung nicht gegeben ist, dürfte den Tatbestand der Steuerhinterziehung erfüllen. Interessanter ist die Frage, was geschieht mit den Steuerbeamten, die solches geduldet bzw. "weggeschaut" haben! Vielleicht durften sie mal bei DSDS mitmachen oder ein Buch bei den BMännern veröffentlichen.
09.08.2010 15:01 Uhr
von AllesWasDuSiehstGehörtDir:
Ich finde es sehr gut, dass die Taz Bertelsmann kritisch betrachtet. Allerdings gefällt mir der Text überhaupt nicht. Er ist meiner Meinung nach in zerstückelten aneinandergereiten Phrasen formuliert, die sich teilweise wiederholen oder gar keinen Bezug zueinander haben. Da ich wenig Bertelsmann-Vorwissen habe, verstehe ich nur Bahnhof. Erst nachdem ich (um meinen Kommentar zu formulieren) noch ein zweites Mal hingeschaut habe, habe ich gesehen, dass es sich um eine gekrüzte Fassung aus einem Buch handelt.
Einen Online-Artikel stelle ich mir anders vor, mit fundierten Erklärungen und Beispielen. (positiv ist der grauen Kasten links!) Hier hat man den Eindruck es wurde schnell schnell ein Artikel zusammengebastelt, dessen Überschrift sich toll anhört - leider steckt wenig dahinter! Enttäuschend!
09.08.2010 14:51 Uhr
von Hjalmar:
Mal ganz deutlich ausgedrückt:
Die Bertelsmann-Stiftung trifft politische Entscheidung, auf einer kapitalistisch denkenden Basis.
Wir haben die Produkte dieses paradoxen Apparates bereits zu spüren bekommen, ohne etwas geändert zu haben, ändern zu wollen. Was meint ihr wohl, wie Bertelsmann diese indisponierte, schon lethargische Reaktion aufnimmt? Wo kein Widerstand ist, wird fröhlich weitergemacht, wie absurd das ganze am Ende auch aussehen wird, wir werden dafür mitverantwortlich sein, denn wir haben die Kraft & Motivation uns zu wehren schon lange begraben. Erst wenn einem die Ungerechtigkeit mitten auf der Straße ins Gesicht springt werden die meisten hellhörig, doch auch da gibt es Ausnahmen.
Das Volk ist die Politik!
Und nicht ein Unternehmen, dass nur auf Profit aus ist!
09.08.2010 13:27 Uhr
von Thomas:
Als Epilog für ein Buch mag das hier ja zünden. Für eine alleinstehende Veröffentlichung hätte ich mir aber doch eine konkretere Argumentation gewünscht. Was macht die Stiftung wirklich, inwiefern wird sie mit öffentlichen Geldern betrieben, wie groß ist ihr Einfluss tatsächlich und wie gefährlich ist sie jenseits von Pauschalisierungen wie "Lobbyismus = Böse"?
09.08.2010 13:20 Uhr
von reblek:
"Erst wenn der Einfluss der Familie Mohn und der Bertelsmann AG zurückgenommen sind, kann sie das Vertrauen, das sie verloren hat, zurückgewinnen." Hm, "der Einfluss ... sind", weil es um Familie Mohn und Bertelsmann AG geht?
09.08.2010 13:02 Uhr
von coco price:
Hallo Arne,
träum weiter. Unterschlagung? Eine Strafe wegen Betrug? Im Club pissen sich die Clubmitglieder nicht gegenseitig ans Bein. Die gehen zusammen golfen und in den Puff.
09.08.2010 12:40 Uhr
von Riin:
DANKE! An diese besondere Steuerspartechnik der Mohn-Family hab ich die ganze HartzIV-"Debatte" über denken müssen. Wie viele "Hartz-Betrüger" bräuchte man wohl, um so ein Minus zu verursachen?
09.08.2010 12:25 Uhr
von alcibiades:
Schön, dass sich die taz mal traut, Bertelsmann anzugehen. Der Einfluss dieser Stiftung in alle gesellschaftlichen Bereiche ist nicht zu unterschätzen, mal davon abgesehen, dass Frau Merkel und Frau Mohn auch recht gut miteinander können. Das stiftungsrecht sollte mal reformiert werden, abgesehen von den dem Fiskus vorenthaltenen Geldern scheint mir diese allmächtige Lobbygruppe eine Gefahr für die Demokratie. Allerdings wird Bertelsmann eine Veränderung des Stiftungsrechts zu verhindern wissen.
09.08.2010 12:16 Uhr
von Alwine:
Eine Firma, welche einerseits Sozialhetze übelster Art im Programm ihrer eigenen Sender (siehe div. Sendungen auf RTL) betreibt, kann meiner Meinung nach sowieso nur schwerlich eine GEMEINNÜTZIGE Stiftung betreiben ...
09.08.2010 12:04 Uhr
von scherbengericht:
Nichts gegen ehemalige Putzhilfen und Frisösen, die braucht das Land auch. Aber solchen Personen Milliardenvermögen zum Verpfuschen zu überlassen....?
Man muß ja nicht gleich verstaatlichen, aber eine professionelle Aufsicht und Kontrolle wäre hier sicher angebracht.
09.08.2010 12:03 Uhr
von Peter Schnücke:
Stiftungen sind vom Staat legalisierte Einrichtungen zur Steuerhinterziehung. Die Firma Bertelsmann und Familie Mohn
nutzen das bestmöglich aus. Regeln könnte das der Verbraucher
in dem er keinerlei Produkte mehr aus dem Hause nimmt.z.B.
RTL abschalten, STERN nicht kaufen, bei Büchern Bertelsmann Verlage meiden.
09.08.2010 11:41 Uhr
von Student0815:
Danke für die überfällige Berichterstattung. Endlich mal eine Sinnvolle Art, das Sommerloch journalistisch zu nutzen.
Wenn man sich die Bertelsmann-Stiftung (oder auch die Initiative neue soziale Marktwirtschaft) anschaut, wird man sehr schnell merken, dass man demokratiefeindliche Politik nicht nur an den "extremistischen" Rändern der Gesellschaft findet, sondern auch in der selbsternannte Leistungselite.
09.08.2010 11:15 Uhr
von Seim:
indirekte Demokratie = Mausefalle
09.08.2010 10:53 Uhr
von Leistungsträger:
Tipp: Nicht nur die Stiftung regiert Deutschland mit, sondern jeder Mensch, der möchte.
Ein gebildeter Mensch ist in der Lage Interessen/Fakten, die an ihn hinangetragen werden, kritisch zu hinterfragen.
Ich verstehe daher nicht, wieso die Bertelsmann Stiftung kritisiert wird für etwas, was jeder HansWurst macht. Jeder ist sein eigener Lobbyist.
Im Übrigens bringt die BertelsmannStiftung teilweise hervoragende Studien heraus. Da können sich die parteinahen Stiftungen mal ne Scheibe von abschneiden.
09.08.2010 10:41 Uhr
von Arne Babenhauserheide:
Mir fehlen hier zwei wichtige Fragen:
1. Was machen wir, d.h. was sollte der Staat machen, wenn die Bertelsmann Stiftung sich nicht ausreichend ändert?
2. Wenn die Stiftung nicht beweisen kann, dass ihre aktuelle Form und die Form der letzten Jahre gemeinnützig war: Was ist mit dem Geld, das sie bisher unterschlagen hat? Plus einer Strafe wegen Betrug?
09.08.2010 10:22 Uhr
von vantast:
Oh ja! Bertelsmann ist auch für das alberne Bachelor/Masterdesaster führend verantwortlich. Man muß sich mal vostellen, die deutsche Hochschulpolitik wird von Verfechtern der "neuen Marktwirtschaft" struktioniert, immer nach den USA blickend, eine Universität wie eine Firma zu führen. Aber dann fehlen hier die Gewerkschaften! Alles nur Folge einfallsloser Politiker.