• 26.07.2009

Ein ehemaliger Bankkassierer erzählt

"Geld stinkt ganz furchtbar"

Manfred Zauter über die Zeit als es noch kein Girokonto für jeden gab, über Überfälle trotz Einführung von Panzerglas und über den Wandel des Kundenberaters zum reinen Verkäufer.von Gabriele Goettle

  • 08.03.2012 08:06 Uhr

    von Paint.Black:

    Vielen Dank!
    Wundervoller Artikel...Wehmut macht sich breit, ob des all-überall Verlorenen!
    Herzliche Grüße an Herrn Zauter!

  • 28.07.2009 19:05 Uhr

    von L.A.WOMAN:

    Danke, Frau Goettle, für diesen wunderbaren Artikel.
    Bitte grüßen Sie Herrn Zauter.
    Meine Familie ist seit den 50er Jahren bei ein- und derselben Volksbank-Filiale Kunde, und genau diese von Herrn Zauter beschriebene Atmosphäre aus den noch bis in die 90er Jahre bestehenden persönlichen Betreuungen vermisse ich ganz schmerzlich.
    Der Tag, seitdem alles anders war:
    Ich wollte eines Donnerstag Abends kurz zum Filial-Leiter durchgehen (ich bin ganztags berufstätig und sonst keine Zeit), worauf ich von einer ca 22jährigen 'Barbie' mit den harschen Worten nicht durchgelassen wurde:
    Dafür müssen Sie einen Termin haben, vor Ende nächster Woche ist nichts frei!
    Dem Leiter war dies höchst peinlich und er kam auf mich zu aus seinem Bereich und hat sich entschuldigt.
    Monate später ging er in den Ruhestand, und seitdem ist es mit den persönlichen Kontakten vorbei, alles nur noch kalt und Zahlen, fertig.
    Ich werde den Artikel an den derzeitigen Filial-Leiter senden, inzwischen mache ich alle Abmachungen per email mit ihm, kenne ihn nicht persönlich! Trotzdem soll er wissen, wie es einmal war.

  • 28.07.2009 14:45 Uhr

    von Graswurzel:

    Dieser Artikel ist ein seltenes Kleinod - herzlichen Dank dafür; er beschreibt lebendig und anschaulich, wie sich eine Branche im Laufe der Jahre von seriösen Wertschöpfungsprozessen löste und in eine desaströse Heuschrecken-Ökonomie überging. Ähnliches gilt und galt auch für andere Wirtschaftsbereiche.

  • 27.07.2009 17:25 Uhr

    von Kassandra:

    Chapeau!
    Das ist Journalismus, wie er einmal war - als es ihn noch gab.

  • 27.07.2009 08:06 Uhr

    von Steffi:

    Danke sehr!

  • 27.07.2009 07:15 Uhr

    von vic:

    Herr Zauter sagte unter anderem:
    "Der Kunde hatte sein Geld zum Fenster rausgeschmissen"
    Und das macht er noch, nur dass jetzt vor dem Fenster Bankvorstände und Oberklasse stehen und es auffangen.
    Zudem ist ein Großteil des Geldwerts in der Bundesrepublik virtueller Natur.
    Es existiert nicht wirklich.

  • 27.07.2009 00:47 Uhr

    von topfschwamm:

    Danke für diesen ehrlichen Bericht. Das hat nichts mehr mit Dienst am Kunden und Berufsethik zu tun, es ist krank. Ich würde inzwischen gerne auf die Bank verzichten und arbeite daran so wenig wie möglich mit diesem System in Kontakt zu kommen.

  • 27.07.2009 00:12 Uhr

    von Christoph:

    Das tut richtig gut zu lesen. Geld und gesunder Menschenverstand ist heute leider nicht mehr so verbreitet, zumindest nicht im Umgang mit Kunden!

  • 26.07.2009 23:08 Uhr

    von nemo:

    gratulation zu diesem beitrag. wirklich ganz wunderbar.

  • 26.07.2009 21:48 Uhr

    von mikado:

    Toller Bericht und guter Mann!

  • 26.07.2009 21:44 Uhr

    von felix:

    ich hab gehoert im verbote erteilen sind die deutschen vizeweltmeister geworden letztes jahr!

    Gratulation!

  • 26.07.2009 20:33 Uhr

    von chris:

    Gelungener Bericht. Klappt doch auf die Strasse zu gehen und nicht von der DPA apzukupfern.
    Weiter so.

  • 26.07.2009 19:58 Uhr

    von M. Schmidt:

    Toller Bericht.
    Vielen Dank für diesen sehr schönen Einblick durch einen Insider.
    Es ist wirklich schade dass Unternehmen wie Banken tatsächlich der Auffassung sind mit Provisionen für Angestellte gute Geschäfte zu fördern. Wobei doch Interessierte dank einiger Psychologen schon länger wissen, dass bloße Provisionen als Belohnung für Angestellte nur gewissenlose Geschäftmacher fördert und hervorbringt.

  • 26.07.2009 16:07 Uhr

    von Makeze:

    Der Mann spricht die Wahrheit! Ein Verbot von Provisionszahlungen an Bankangestellte könnte sicher helfen.

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