Beginn Hallesches Tor, Berlin

Ein Stadtspaziergang zur Geschichte der Einwanderung nach Deutschland

Ein Stadtspaziergang zur Geschichte der Einwanderung nach Deutschland - Vom Halleschen zum Kottbusser Tor Im Zuge der Hochindustrialisierung kamen in den 1890ern zahlreiche Menschen zum Arbeiten nach Deutschland. Sie hielten schon damals einzelne Wirtschaftszweige mit am Laufen. Es handelt sich um eine über hundertjährige Geschichte der Einwanderung unter teilweise dramatisch wechselnden Bedingungen: Vom Kaiserreich über die Weimarer Republik, die Nazizeit mit ihrer mörderischen Zwangsarbeiterpolitik bis hin zu den beiden deutschen Staaten und zur heutigen Bundesrepublik der Gegenwart. Auf dem Stadtspaziergang wird diese Geschichte bis in die Gegenwart an exemplarischen Orten vorgestellt. Es kommt auch darauf an, die Entwicklung staatlicher Politik(en) gegenüber Einwanderern und Flüchtlingen nachzuzeichnen, deren Erfahrungen wiederzugeben und dabei von ihren (Über-) Lebensstrategien sowie Protest- und Widerstandsformen zu erzählen. Frei nach dem Motto: "Von der Diktatur der Herkunft zu einem selbstbestimmten und solidarischen Leben" ist es auch wichtig, die Zuschreibungen über Herkunftsstaaten, staatliche Gesetze und andere Fremdbestimmungen zu überwinden und die Gegenwart in Friedrichshain-Kreuzberg zu zeigen, die sich auch in Initiativen für gleiche Rechte, gegen Verdrängung und Rassismus spiegelt. Teilnahme kostenfrei Anmeldung hier Treffpunkt: Auf der Brücke vor dem U-Bahnhof Hallesches Tor (U1/U6) Martin Forberg, M.A. (Neuere Geschichte, Soziologie und Ethnologie) ist in der Politischen Bildung, als Publizist und als Stadtspaziergangsreferent tätig. Er ist Mitglied in den Arbeitskreisen Wirtschaft&Soziales und Migration&Bewegungsfreiheit des Bildungswerks Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung. Die Veranstaltung wird mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin realisiert.