Ein Schulleiter über Hauptschüler
"Die Kinder sind clever"
Der Schulleiter Manfred Paul fordert, Hauptschülern mehr Zeit zu geben. Er warnt davor, sie von Bildungsstandards abzukoppeln. Denn das hätte zur Folge, die Hauptschulen endgültig zu Restschulen zu machen.
Leserkommentare
12.11.2008 22:54 Uhr
von mia:
Herr Paul spricht mir aus der Seele! Auch ich unterrichte in einer Hauptschule mit gebundenem Ganztag und habe ganz ähnliche Erfahrungen gemacht. Dazu kommt, dass hier - in einem kleinen Ort im Münsterland - die gute Arbeit unserer Schule von Eltern, Stadt und Arbeitgebern anerkannt wird. Will heißen: unsere SchülerInnen haben noch eine Zukunft!
Ein Segen für die SchülerInnen und LehrerInnen ist der GANZTAG mit einem FLEXIBLEN STUNDENRASTER, KLEINE KLASSENund eine GUTE AUSSTATTUNG der KLassenräume. Beide Seiten sind so eher bereit, sich auf neue Anforderungen einzulassen. In Bildung muss halt investiert werden und das tut unsere Stadt. Das ist vielen Politikern wohl immer noch nicht klar, sie eiern herum, bringen halbherzige Reformen auf den Weg und nach jeder Studie, in der das Schulsystem schlecht abschneidet, suchen sie hektisch nach neuen Sündenböcken - Hauptsache es kost' nix.
Egal, ob unsere Schule in Zukunft in einer Sekundarschule o.ä. aufgeht - bis dahin macht die Arbeit an dieser Schule Freude. - Eine Insel der Seeligen? Nein, aber ein bisher recht erfolgreicher Versuch auch im KLeinen neue Wege einfach zu gehen.