• 11.03.2009

EU-Richtlinie tritt in Kraft

Tierversuche für Kosmetika verboten

In der EU dürfen nun keine Tiere mehr für Schminke sterben. Tierschützer bemängeln Schlupflöcher in der Regelung.von Heike Holdinghausen

  • 18.03.2009 13:48 Uhr

    von A.R.:

    Allen rückständigen Menschen, die immer noch meinen, Tierversuche seien für den Menschen (überlebenswichtig)wichtig, empfehle ich die Seite www.aerzte-gegen-tierversuche.de. Nicht nur sind Tests an andersartigen Säugetieren aussageunfähig, die meisten von ihnen sind auch noch vollkommen sinnlos. Oder warum testet ein bekannter Schokoriegelhersteller seine Schokolade, indem er einer Maus selbige zu essen gibt, einer anderern aber nicht und sieht dann zu, welche von beiden in einem Tank mit Wasser schneller ertrinkt? Solche Versuche sind lebensverachtend und erfüllen keinen erkennbaren Zweck. Nur, weil Tiere nicht sprechen und nicht ihren eigenen Lebensraum ganz toll zerstören können wie wir Menschen sind wir doch nicht mehr wert und haben das Recht, über anderer Wesen Leben zu entscheiden!
    Beste Grüße

  • 15.03.2009 17:38 Uhr

    von Rita Kleb:

    Tierversuche sind und bleiben grausam, durch nichts zu rechtfertigen und müssten grundsätzlich verboten werden!
    Durch eine gesunde Lebensweise, eine ausgewogene Kost aus biologischem Anbau und den Verzicht auf Fleisch (zumindest jedoch eine radikale Einschrän-
    kung!) wären enorm viele Krankheiten zu vermeiden!
    Ebenso durch den Verzicht auf Alkohol, Zigaretten und Drogen, die bei regelmäßigem Verzehr in die Abhängigkeit führen, ließen sich weitere Zivilisationskrankheiten vermeiden, für deren Folgen ebenfalls Tierversuche gemacht werden!
    Tiere für unsere z.T. unverantwortliche Ernäh- rungs- und Lebensweise zu quälen, ist eine haar-
    sträubende Ungerechtigkeit! Denn sie werden erst
    künstlich in diese Abhängigkeit gebracht oder be-
    wußt falsch ernährt, um Gegenmittel zu deren Heilung zu finden. Entsprechend unverbindlich sind die daraus gewonnenen Ergebnisse!

  • 13.03.2009 23:59 Uhr

    von Christian:

    Die Tierversuchsgegner tun gerade so, als ob nicht immer noch der wichtigste Schritt bei der Erforschung einer Krankheit das Finden eines geeigneten Tiermodells sei. Tiere schützen finde ich wichtig, aber Medikamente dann direkt von der ach so übertragbaren Zellkultur in arme Studentenschweine zu spritzen, die einfach nur die Kohle brauchen: Spitzenplan! Ich begrüße dieses Gesetz jedenfalls, weil es Tierversuche da abschafft, wo sie überflüssig grausam sind und nicht da, wo die Grausamkeit Menschenleben schützt.

    Und um ein Argument wie "Es gab auch mit Tierversuchen gefährliche Irrtümer, also schaffen wir die Tierversuche ab" mit geradem Gesicht zu verkaufen, muss man schon echt verblendet sein. Es gab auch mit Sicherheitsüberprüfungen und Simulationen bei Flugzeugen noch Abstürze. Also schaffen wir die Sicherheitsüberprüfungen bei neuen Modellen ab, kosten nur Geld. Musste bringen.

  • 11.03.2009 18:34 Uhr

    von Mark:

    Also darf jetzt für die Zahnpastatests keine Zahnpasta mehr in die Augen von Kaninchen gestopft werden oder ist Zahnpasta keine Kosmetik.

    Es bringt nicht viel, wenn nur sog. Kosmetika von Tierversuchen ausgeschlossen werden sollen.

    Schliesslich ist der Tier-Holocaust in der Pharmaindustrie unglaublich stärker. Bevor Medikamente an (gesunden und später an kranken) Menschen getestet werden, müssen MIllionen, wenn nicht mehr Tiere diesen Mist über sich ertragen lassen. Das Schlimme dabei ist, dass die Tiere qualvoll misshandelt werden und nicht mal eben in Sekunden getötet werden, was durchaus tierfreudlicher wäre.

    Das ist zum Kotzen. Durch diesen Beschluss wird sich die Tierquälerei von 100% auf 99% reduzieren.
    Klasse Erfolg. Sollen wir jetzt jubeln, oder was?


    .

  • 11.03.2009 12:12 Uhr

    von Zinamon:

    Fantastisch - ein kleiner Schritt nach vorn

  • 11.03.2009 07:10 Uhr

    von Antonietta:

    Tierversuche sind aus medizinischen und moralischen Gründen prinzipiell abzulehnen, weil die Ergebnisse aus den Tierversuchen aufgrund der Speziesunterschiede zwischen Mensch und Tier nicht auf den Menschen übertragbar sind. Die trotzdem millionenfach vollzogene Übertragung der Ergebnisse auf den Menschen wird dadurch zum reinen Glücksspiel zum Nachteil von Mensch und Tier. Menschen erleiden nachweislich schwerste Schäden durch nicht übertragbare, irreführende Ergebnisse aus Tierversuchen (z.B. Contergan, Lipobay). In den Tierversuchen werden Medikamente getestet und als "sicher" für den Menschen freigegeben. Da die Ergebnisse aber nicht auf den Menschen übertragbar sind, leiden hunderttausende Menschen unter den oft tödlichen Nebenwirkungen der im Tierversuch als sicher getesteten Medikamente.

Ihr Name (wird angezeigt):*

Email (wird nicht angezeigt):*

Kommentar* - bitte beachten Sie unsere Netiquette:

Bitte geben Sie hier das Wort ein, das im Bild angezeigt wird. Dies dient der Spamvermeidung Wenn Sie das Wort nicht lesen konnten, bitte hier klicken.

CAPTCHA Bild zum Spamschutz

Wenn Sie auf "Abschicken" klicken, wird ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an taz.de verschickt. Er wird veröffentlicht, sobald einRedakteur ihn freigeschaltet hat. taz.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus ähnlichen Gründen unangemessene Beiträge nicht zu publizieren.

*Pflichtfelder