Zu Weihnachten fordert die Vorsitzende der Evangelischen Kirche Deutschland eine Exitstrategie für Afghanistan. Für sie sei es wichtiger, Frieden ohne Waffen zu schaffen.

Margot Käßmann ist evangelische Landesbischöfin und Vorsitzende der EKD. Bild: dpa
BERLIN rts | Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, hat einen möglichst baldigen Bundeswehr-Abzug aus Afghanistan gefordert. Auch nach den weitesten Maßstäben der EKD sei dieser Krieg nicht zu rechtfertigen, sagte Käßmann der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung vom Donnerstag. Deshalb müsse die gewaltsame Auseinandersetzung möglichst rasch beendet werden.
Allerdings könne der Abzug nicht völlig überhastet stattfinden, weil man über die aktuelle Situation in Kundus erschrocken sei. Sondern es müsse über eine ruhige und geordnete Form des Abzugs nachgedacht werden. "Wir brauchen eine klare Exitstrategie."
Käßmann kritisierte, dass letztlich nicht der friedlichen Konfliktbewältigung sondern den militärischen Maßnahmen Vorrang eingeräumt werde. Dagegen sollte vielmehr über Möglichkeiten gesprochen werden, Frieden ohne Waffen zu schaffen. Dabei gehe es etwa um Vermittlung und das Unterbrechen von Finanzströmen durch eine Beendigung des Waffen- und Drogenhandels, der den Terror finanziere. Die Akzeptanz in der Bevölkerung für einen friedlichen Neuanfang sei ohnehin nur mit friedlichen Mittel herzustellen.
Eine Studie prognostiziert das politische Aus für Putin und Medwedjew, so die These des wichtigen russischen Thinktanks ZSS. Das Szenario bleibt allerdings noch offen. von Klaus-Helge Donath

Echte Stars, begeisterte Fans, prima Shopping-Tipps - wir freuen uns auf die Fußball-Europameisterschaft.

Starre Rituale, öde Debatten, ein Haus der Langeweile? Nicht in der Ukraine! Hier werden Parlamentsdebatten noch mit Leidenschaft, Herzblut und handfesten Argumenten geführt!

Weltraumtouristen, Satelliten und Versorgungsflüge zur ISS – die Raumfahrt wird privatisiert und kommerzialisiert.

Es ist ein echtes großes Drama, das sich da in Griechenland abspielt. Ein Drama über die Demokratie, die Unregierbarkeit. Dieses Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Und das Drama genießen.

Leserkommentare
07.01.2010 18:55 | Barbara
Sehr geehrte Frau Käßmann, ich bin Ihnen dankbar, dass Sie als Ratsvorsitzende so deutliche Worte gefunden haben. Als wir g ...
28.12.2009 02:37 | Stefan
Klar, der Abzug der schwerer bewaffneten Bundeswehr ermöglicht den leicht bewaffneten Polizei-Truppen die erfolge, die die ...
27.12.2009 06:19 | vic
Na das hat noch gefehlt, die Frau Käßmann predigt Frieden. Was sollte sie sonst tun? ...