• 20.01.2009

Dosensuppen-Allergie oder Chinarestaurant-Syndrom

Der eingebildete Kranke

Es ist sein sehr deutsches Phänomen: das Kranksein. Ob Depressionen, Diabetes oder Kieferschmerzen - jeder der will, findet das passende Leiden für sich.von Reinhard Siemes

  • 21.01.2009 09:49 Uhr

    von B. Ochse:

    Lieber Polemiker, keine Ahnung was ein "Bechstein-Flügeln" damit zutun hat, es kommt auch keine auf die Idee sein Auto für den Reifenwechsel selber hochzuheben, und ein Steinway-Flügel wiegt auch nicht weniger.

  • 20.01.2009 21:34 Uhr

    von Jones:

    @ heiribido - grammatikalisch sicher richtig, ich denke jedoch dass der Autor hier im Titel auf Molières Theaterstück 'Le malade imaginaire' anspielt, welches in seiner deutschen Übersetzung 'Der eingebildete Kranke' heißt.

    Ob diese Übersetzung allerdings so ganz richtig ist, das sei einmal dahingestellt...

  • 20.01.2009 17:08 Uhr

    von Im Kyungsoon:

    Großartig! Danke

  • 20.01.2009 15:53 Uhr

    von sjb:

    Erscheint dieser Artikel auch in der gedruckten taz? Wäre eine ziemliche Verschwendung. Was bitte soll das? Kann ich Kommentator Nr. 1 nur zustimmen.

  • 20.01.2009 15:43 Uhr

    von heiribido:

    "Der eingebildete Kranke"? Das will dann wohl sagen, dass der Kranke eingebildet ist. Wenn es heißen soll, dass die Krankheit eingebildet ist, müsste es heißen "Der eingebildet Kranke".

  • 20.01.2009 14:33 Uhr

    von bbx:

    Als berufstätiger Mensch hat man gar keine andere Wahl, als wegen jedem Mist zu Arzt zu laufen, weil die Personalabteilung gern einen gelben Schein sehen will, wenn man nicht zur Arbeit kommen kann - auch wenn es nur eine fiebrige Erkältung ist, die man leicht selbst kurieren kann.

    Der Arzt verschreibt einem garantiert nicht massenhaft Medikamente, die dann daheim in der Schublade schmoren könnten, weil er nämlich budgetiert ist und alles tun wird, um nicht in den Regress zu kommen. Depressiven Kassenpatienten wird aus dem selben Grund auch nicht Cipralex verordnet, sondern Doxepin, das man schon für 25 statt für 130 Euro bekommt. Ansonsten bestimmen die Krankenkassen die Medikation für ihre Versicherten über entsprechende Rabattverträge mit dem Pharmakonzernen selbst.

    Hoher Blutdruck ist keinesfalls eine "beliebte Volkskrankheit", sondern Killer Nummer 1 in den Industriestaaten. Und Ihr Rezept "weniger Alkohol, Fett und Zucker" hilft genetisch indisponierten Patienten auch nicht weiter.

    Schlafstörungen, unter denen Wechselschichtarbeiter eigentlich immer leiden, fühlen sich ungefähr so an, wie Schlafentzug unter Folter. Ihr Spott ist also nicht notwendig, um den Betroffenen ein mieses Gefühl zu machen, dass haben sie bereits ganztägig.

    Den Rest - spare ich mir mal.

    Hätten sie doch einfach einen Artikel über Dosensuppe geschrieben...

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