• 29.07.2010

Doping in der Leichtathletik

Bö von hinten rechts

Jürgen Schult war letzter DDR-Olympiasieger. Doch die Dopingvergangenheit des Bundestrainers der Diskuswerfer ist noch lange nicht aufgearbeitet.von Thomas Purschke

  • 04.08.2010 23:16 Uhr

    von Steffen Moritz:

    Schult weiß, dass es Belege gibt, dafür dass er gedopt wurde. http://www.sport-transparency.org/?p=3644#comment-1737

  • 31.07.2010 21:00 Uhr

    von Oberhart:

    @ 9eamv:

    Doping wird NIRGENDWO aufgearbeitet. Auch nicht im Radsport. Da werden das Dopings überführte Athleten von - von meinen Fernsehgebühren reich bezahlten - Jubeljüngern im Fernsehen als Supersportler abgefeiert.

    Es gibt keinen sauberen Sport. Und das hat auch nichts mit den Unsummen zu tun, die Spitzensportler heute verdienen können. Schon im Amateurbereich wird gedopt. Da gibt es nichts zu verdienen, ausser staunende Gesichter, wenn man Berg seine Freunde locker stehen lässt, oder im Fitnessklub 150 Kilogramm auf der Hantelbank schafft. Wer zuviel Zeit hat, kann ja mal im Netz in Radsport-, Triathlon- oder Bodybuildingforen stöbern, wie sich der Nachwuchs über "Kuren" austauscht.

    Und wer meint, dass nur die Ausdauer- und Kraftsportarten betroffen sind, der ist einfach naiv. Betroffen ist der Sport in seiner Gesamtheit. Und Sport keine Beachtung schenken, löst das Dopingproblem nicht, siehe oben.
    Da bleibt einem nur, sich damit abzufinden, dass es keinen sauberen Sport gibt und mit einiger Wahrscheinlichkeit jeder Spitzensportler auf unerlaubte leistungssteigernde Präparate zurückgreift.

    Es wäre allerdings wünschenswert, wenn endlich anerkannt würde, dass der Kampf gegen Doping verloren ist. Dann könnten die Funktionäre endlich aufhören, sich hinter der Unschuldsvermutung zu verstecken und dann müsste mit Sicherheit auch noch einmal debattiert werden, mit wieviel oder ob der ethisch fragwürdige Spitzensport überhaupt noch durch Steuermittel subventioniert werden soll.

    Von mir aus können sie den "Spitzen"sport sterben lassen.

  • 31.07.2010 12:18 Uhr

    von Hellmuth Klimmer:

    Diesem sachlichen und den Faken nach richtigen Beitrag kann man nicht widersprechen.
    Merkwürdig ist für mich dennoch, dass hier erneut anlässlich eines Sporthöhepunktes ein seit Jahren bekannter Sachverhalt dargestellt wird.
    Der Autor hat das in der Vergangenheit (u.a. im Wintersport) schon oft getan - eine nachhaltige positive Auswirkung hatte das leider nie ...

    Wenn Sportverbände noch heute ehemalige gedopte Sportler, Trainer oder verantw. Mitwisser einstellen, sind diese (die Verbände) vor allen zu attackieren - und zwar s o f o r t , nicht erst nach Jahren!, wie bei Schult.
    Herr Purschke, polemisierten sie damals auch sofort gegen Spingsteins Anstellung, werden sie morgen gleich gegen I. Gonschinska argumentieren? - oder erst, wenn die nach Jahren Erfolge erzielen bzw. ein Sporthöhepunkt ansteht?

    H.Klimmer

  • 29.07.2010 19:56 Uhr

    von 9eamv:

    Die einzigste Gesetzesmässigkeit zum Thema Doping die es in der BRD gibt ist das sie nur und ausschliesslich im Radsport aufgearbeitet wird.

  • 29.07.2010 19:55 Uhr

    von Wilhelm Westerkamp:

    Jürgen Schult, hat Schuld auf sich geladen, damals
    in der DDR, als ihm das hauseigene Oral-Turinabol
    verabreichte wurde, genau das Dopingmittel, das auch
    der Olympiasiegerin Heike Drechsler, appliziert wurde. Man könnte so manchen ehemaligen DDR-Athleten nennen, der dem staatlichen verordneten Doping der DDR zum "Opfer" fiel. Interessanter, ist da schon die Frage, wie denn im Westen Deutschlands gedopt wurde und wird. Ich könnte jetzt einige Namen nennen, passend zur Leichtathletik-EM in Barcelona. Meine Favoritin aber, ist die deutsche Meisterin im Hochsprung der Damen, Ariane Friedrichs, die dieses Jahr bereits die zwei Meter gesprungen ist, aber
    mehr kann, denn ihre Bestleistung im Freien, beträgt erstaunliche 2,06m Wenn man als männlicher Athlet, die zwei Meter springen wollte, müsste man schon hart trainieren,- ohne Doping natürlich. Wie soll dann eine Athletin ohne Doping zwei Meter schaffen?- m.E. unmöglich. Auch die Weltrekordhalterin im Frauenhochsprung, die Bulgarin S. Kostadinova, mit 2,09m, wurde meiner Kenntnis nach, des Dopings überführt. Ariane Friedrich, die mit ihrem burschikosen Temperament und Auftreten,so unschuldig erscheint, täuscht über ihre wahre Dopingmentalität locker hinweg. Vielleicht springt sie bald mit 2,10m Weltrekord und nur die Blauäugigen und Naiven, werden glauben, es sei dabei mit rechten Dingen zugegangen.

Ihr Name (wird angezeigt):*

Email (wird nicht angezeigt):*

Kommentar* - bitte beachten Sie unsere Netiquette:

Bitte geben Sie hier das Wort ein, das im Bild angezeigt wird. Dies dient der Spamvermeidung Wenn Sie das Wort nicht lesen konnten, bitte hier klicken.

CAPTCHA Bild zum Spamschutz

Wenn Sie auf "Abschicken" klicken, wird ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an taz.de verschickt. Er wird veröffentlicht, sobald einRedakteur ihn freigeschaltet hat. taz.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus ähnlichen Gründen unangemessene Beiträge nicht zu publizieren.

*Pflichtfelder